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17. Der Zauber von CoimbraAug 20Mittwoch, 20. August 2025 13:06
Eindrücke von der 16. Celtic Conference in Classics in Coimbra, Portugal (15.-18. Juli 2025)
Konstanze Schiemann, Mainz„Coimbra tem mais encanto / Na hora da despedida.“ „Coimbra ist voller Zauber / In der Stunde des Abschieds“. Eine Liedzeile, die von einer Fado-Gruppe beim Abschlussdinner der 16. Celtic Conference in Classics in Coimbra, Portugal gesungen wurde. Allerdings wurde der Zauber der Stadt den über 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sicher bereits bei ihrer Ankunft in Coimbra offensichtlich – mir zumindest ging es so. Die lange Tradition der universitären Kultur ist an jeder Ecke spürbar und füllt die Straßen mit den schwarzen Umhängen der traditionellen Studententracht, den bunten Bändern in den Farben der Fakultäten und der Musik des fado de estudante. Die Universität befindet sich auf der Akropolis von Coimbra; sie ist eine der ältesten Europas und wurde 2013 ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Während der historische Paço Real, der königliche Palast, der für akademisches Zeremoniell genutzt wird und an den die berühmte Biblioteca Joanina anschließt, aus dem 18. Jahrhundert stammt, sind viele der Fakultätsgebäude neueren Datums. Das heutige Gebäude der Faculdade de Letras da Universidade de Coimbra entstand während der Diktatur Salazars in den 1940er Jahren an der Stelle eines barocken Vorgängerbaus. Für die Konferenz war die Fassade mit dem Banner der CCC geschmückt und darunter wachten Statuen von Sappho, Thukydides, Aristoteles und Demosthenes über das Geschehen.
Die Celtic Conference in Classics wurde vor 27 Jahren zum ersten Mal abgehalten, als irisch-schottischer Gegenentwurf zu Oxbridge-Tagungen, und ist inzwischen die größte Konferenz für Klassische Philologie und Alte Geschichte in Europa. Alle zwei Jahre findet sie nun in Coimbra statt, in den dazwischenliegenden Jahren an wechselnden Orten im „keltischen“ Kulturraum (Irland, Schottland, Wales, Frankreich). Inzwischen sind die meisten TeilnehmerInnen allerdings keine „Kelten“ mehr – mit jeweils über 100 Personen waren die größten Gruppen aus den USA und aus Italien nach Coimbra gereist. Aus Deutschland kamen 47 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, von Kiel über Mainz bis München. Dass ich mich gleich in Coimbra willkommen gefühlt habe, war vor allem den vielen freundlichen Mitgliedern des Centro de Estudos Clássicos e Humanísticos, der Ausrichterorganisation der CCC, die als Helferinnen und Helfer für jegliche Anliegen ansprechbar waren und für eine herzliche Atmosphäre gesorgt haben, geschuldet.
Meine Unterkunft war das Seminário Maior, ein beeindruckendes Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert, das ehemals ein zentraler Ort der Priesterausbildung in Portugal war und heute einfache Gästezimmer anbietet. Im Refeitório, dem gemeinsamen Speisesaal, kamen zum Frühstücken KonferenzteilnehmerInnen mit Backpackern, Langzeitgästen und Priestern im Ruhestand zusammen. Mein Weg zur Konferenz führte jeden Morgen durch den universitätseigenen Botanischen Garten, entlang Zypressen und Palmen, vorbei am Gewächshaus und dann eine für Coimbra typisch steile Straße hoch zum Fakultätsgebäude. An besonders guten Tagen begegneten mir auf dem Weg auch ein paar Katzen.
Die 39 Panels der Konferenz behandelten grundlegende Themen wie Krieg und Frieden, Freiheit und Marginalisierung, Verschmutzung und Ekel. In dem Panel, in das mein Vortrag eingebunden war, ging es um Mobilität und Ökologie („Mobility and Ecology in Graeco-Roman Literature and Arts“, Leitung: Christopher Schliephake und Martinho Soares). Im Laufe des Panels zeigte sich, dass das Thema von ganz unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden kann und dadurch immer wieder neue Verknüpfungen entstehen. So ging es zum einen um die Mobilität natürlicher Ressourcen wie Gewürze und Holz, die die Vernetzungen des Mittelmeerraums greifbar machte und botanisches Wissen zirkulieren ließ. Ähnliches gilt für die durch den Menschen forcierte Mobilität von Wildtieren, die für die Arena in entlegenen Regionen gefangen und dann in die Städte des Römischen Reichs transportiert wurden. Zwei Vorträge griffen das Thema auf und zeigten, wie dieser Vorgang literarisch überformt und für imperiale Repräsentationszwecke verwendet wurde. Tiere in Bewegung spielten auch im landwirtschaftlichen Kontext eine Rolle, wenn Weidetiere auf geteilten Flächen grasten und dabei potenziell von Menschen gemachte Marker übertraten. Diese Transgression musste wiederum reguliert werden. In mehreren Vorträgen ging es um die Mobilität von Menschen in einer feindlichen – aber sich zum Teil auch als nützlich oder kooperativ herausstellenden – Natur. Besonders der Marsch von militärischen Truppen durch ungezähmte Landschaften wie es in den Anabaseis von Xenophon und Arrian oder bei Livius beschrieben wird, wurde im Hinblick auf die Mensch-Natur-Interaktion analysiert. Dabei zeigte sich, dass die Natur selbst als aktiv Handelnde in den Texten hervortritt. In einem weiteren Vortrag waren es nicht Soldaten, sondern Piraten, die mit dem Meer interagierten und kooperierten, um ihre Raubzüge durchzuführen. Während Piraten die Tücken und Gefahren des Wassers für ihre Zwecke nutzten, zeigt das Beispiel des Tempels von Herkules Gaditanus westlich der Straße von Gibraltar, wie Ritus und Kult dazu dienten, das von Angst und Abhängigkeit geprägte Verhältnis vom Menschen zum Meer zu regulieren.Neben unserem Panel wurde noch in einem weiteren ein ökokritischer Zugriff auf die antiken Quellen erprobt: „Ecopoetics of stone in ancient literature and its reception“ (Leitung: Leila Williamson und Jason König). An einem Nachmittag fand deshalb ein „ecocritical meet-and-greet“ statt, bei dem die TeilnehmerInnen der beiden Panels die Gelegenheit hatten, sich über gemeinsame Forschungsinteressen und Herausforderungen auszutauschen. Letztere zeigen sich in der theoretischen Herangehensweise, die, weg von einer anthropozentrischen Sichtweise, eine gleichwertige Betrachtung von Mensch und Umwelt ermöglichen will, dabei aber mit der eingeschränkten Perspektive der historischen Quellen konfrontiert ist, die diese Art von Öffnung nicht immer einfach macht. Eine weitere Herausforderung liegt in der Interdisziplinarität mit den Naturwissenschaften, die eine umwelthistorische Herangehensweise fordert, die aber durch die unterschiedlichen Fragestellungen und Untersuchungsrahmen der verschiedenen Disziplinen oft erschwert wird.
Neben den vielfältigen Vorträgen und Diskussionen in den Panels sind alle TeilnehmerInnen zu drei Festvorträgen zusammengekommen, wo die deutschsprachige Forschung besonders prominent vertreten war. In ihrem Vortrag am ersten Tag der Konferenz sprach Marion Meyer (Wien) über den Kult der Athena und zeigte, wie sich Weiterentwicklungen von Mythen mit konkreten Kultpraktiken verknüpfen und dadurch zeitlich verorten lassen. Dennis Pausch (Marburg) analysierte am zweiten Tag narrative Techniken in Livius‘ Ab urbe condita anhand des von Rita Felski entwickelten Erklärungsmodells, warum manche Texte uns fesseln und zum Weiterlesen anregen. Am dritten Tag führte uns Nandini Pandey (Baltimore) zum Abschluss anhand des klassischen Kanons durch ihre eigene (Bildungs-) Biographie als indischstämmige Amerikanerin, deren Interesse an der Klassischen Philosophie von DozentInnen und KommilitonInnen oft mit Skepsis oder Ablehnung begegnet wurde. Aus ihrer eigenen Erfahrung heraus reflektierte sie über die Relevanz der „Classics“ – der Klassischen Philologie und der Alten Geschichte – für die gegenwärtige Generation Studierender. Sie warnte vor einer Romantisierung der antiken Welt, um diese attraktiv zu machen, weil dies reaktionären Kräften in die Karten spiele. Stattdessen plädierte sie für einen kritischeren Umgang mit dem Kanon, zum Beispiel in Bezug auf Misogynie und Gewalt gegen Frauen in antiken Texten, was stärker problematisiert werden müsse, um Studierende weiterhin zu erreichen.
Die Konferenz endete mit dem gemeinsamen Abendessen und der Musik der Fado-Gruppe. Nach vier Tagen der portugiesischen Gastfreundschaft und des angeregten akademischen Austauschs ist es mir nicht leichtgefallen, mein Zimmer im Seminário Maior zu räumen. „Coimbra tem mais encanto / Na hora da despedida.“ So ist es dann also doch.
Abb. 1: Königlicher Palast. © Felippe Vaz | Moove
Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
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Große Mommsen-Tagung 2026Dez 03Mittwoch, 03. Dezember 2025 09:53
Call for Papers
Deadline: 13. Februar 2026
Die nächste Große Mommsen-Tagung findet vom 7. bis 9. Mai in Mainz statt. Sie steht unter dem Thema "Streit - Konflikt - Disput: Antike Antagonismen im interdisziplinären Fokus".
Wir laden zu Beiträgen ein, die sich mit allen Aspekten antiker Antagonismen und ihrer Wahrnehmung, Darstellung oder materiellen Hinterlassenschaft befassen. Willkommen sind Fallstudien ebenso wie theoretisch-methodische Reflexionen, komparatistische Zugänge und innovative Interpretationsansätze, die helfen, Streit, Konflikt und Disput in der antiken Welt aus neuen Blickwinkeln zu betrachten.
Den Call for Papers finden Sie hier.
Bitte senden Sie Abstracts von ca. 300 Wörtern sowie eine kurze biographische Notiz bis zum 13.02.2026 an den Schriftführer Lukas Reimann (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. )
Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge und auf eine anregende interdisziplinäre Diskussion.
Univ.-Prof. Dr. Dominik Maschek
Erster Vorsitzender
Mommsen-Gesellschaft e. V. - Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
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4. Doktorand:innentreffen der Mommsen-GesellschaftNov 27Donnerstag, 27. November 2025 10:59
Ort: Göttingen
Termin: 11./12. Juni 2026
Anmeldung bis: 28. Februar 2026
Call for Papers
Am 11./12. Juni 2026 wird im Althistorischen Seminar der Universität Göttingen das vierte Doktorand:innentreffen der Mommsen-Gesellschaft stattfinden. Das Treffen dient in erster Linie dem gegenseitigen Kennenlernen, der Vernetzung und der Vorstellung eigener Forschungsprojekte. Es besteht auch die Möglichkeit, ohne eigenen Beitrag an der Diskussion teilzunehmen. Daneben erwartet Sie ein interessantes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm: Durch einen Publikationsworkshop des Nünnerich-Asmus Verlages wird Ihnen ein Einblick in das wissenschaftliche Publizieren aus Verlagssicht gegeben. Zudem werden Sie die Gelegenheit haben, mit einer Kustodinnen-Führung die Bestände der Kunstsammlung zu erkunden.
Um die zur Verfügung stehende Zeit bestmöglich für Diskussionen und den wissenschaftlichen Austausch zu nutzen, werden beim diesjährigen Doktorand:innentreffen keine klassischen Vorträge gehalten, sondern vorab verschickte Papers diskutiert. Dabei kann es sich um Aufsatzentwürfe, Kapitel aus Qualifikationsarbeiten oder um die Vorstellung eines Forschungsprojektes bzw. einer Forschungsidee handeln. Die Beiträge können im Vortragsstil (ohne Fußnoten) oder in ausgearbeiteter Form vorgelegt werden, wobei die besprochenen Originaltexte im Paper zitiert oder in einem Anhang bzw. eigenem Handout beigegeben werden sollten. Dadurch wird allen Teilnehmer:innen eine Vorbereitung, ein Sich-in-Ruhe-Eindenken in das jeweilige Material ermöglicht und eine Grundlage für gezielte Nachfragen und intensive Diskussionen gelegt.
Die Papers sollten den Umfang von 20 Seiten nicht überschreiten und allen Teilnehmer:innen vier Wochen vor dem Treffen (spätestens bis 11. Mai 2026) geschickt werden, damit genügend Zeit zur Lektüre besteht. Weitere Informationen zum Upload Ihrer Aufsatzentwürfe bzw. Kapitel erhalten Sie rechtzeitig zusammen mit der Bestätigungsnachricht Ihrer Teilnahme. Während des Treffens stellt der / die Verfasser:in die Hauptthesen und Leitfragen des vorab verschickten Materials in 5-10 Minuten – gerne mithilfe einer kurzen Präsentation der zentralen Thesen und Argumente (max. 3-4 Folien) – vor; es folgt die Diskussion.
Das Doktorand:innentreffen wird von der Mommsen-Gesellschaft durch die Übernahme der Übernachtungskosten bezuschusst. Falls Sie Interesse an einer Teilnahme haben, wird um eine Anmeldung bis zum 28. Februar 2026 bei Dr. Martin Lindner (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. ) und Johannes Wegener, M.Ed. (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. ) gebeten.
Wenn Sie teilnehmen möchten und noch kein Mitglied der Mommsen-Gesellschaft sind: Als Doktorand:in der Altertumswissenschaften haben Sie jederzeit die Möglichkeit, bei uns Mitglied zu werden (sog. Jungmitgliedschaft). Alle nötigen Informationen zur Beantragung einer Mitgliedschaft finden Sie unter: https://www.mommsen-gesellschaft.de/component/fabrik/form/2/ - Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
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Walter de Gruyter-Seminar 2025 BerichtNov 23Sonntag, 23. November 2025 14:24
Den Bericht zum diesjährigen Walter de Gruyter-Seminar unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Van Nuffelen (Universität Gent) zum Thema "Political Theory in Antiquity: Nature and Society" finden Sie hier.
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Bericht zur Jubiläumsfeier “75 Jahre Mommsen-Gesellschaft”Nov 06Donnerstag, 06. November 2025 17:54
Am Donnerstag, den 30.10.2025, fand sich eine große Zahl von Mitgliedern, Freunden und Freundinnen der Mommsen-Gesellschaft in Frankfurt am Main zusammen, um ein besonders freudiges Ereignis zu zelebrieren: das 75-jährige Jubiläum der Mommsen-Gesellschaft, welche im Jahr 1950 auf Initiative des Hamburger Gräzisten Bruno Snell gegründet worden war. Zu diesem feierlichen Anlass hatte die Mommsen-Gesellschaft zusammen mit dem Institut für Archäologische Wissenschaften, dem Historischen Seminar und dem Institut für Klassische Philologie der Goethe-Universität Frankfurt zu einem Festakt ins IG-Farben-Haus geladen.
Den Abend eröffneten der Erste Vorsitzende, Prof. Dr. Dominik Maschek, und die Dekanin des Fachbereichs für Sprach- und Kulturwissenschaften, Prof. Dr. Anja Klöckner, mit feierlichen wie warmen Grußworten, welche die vielen Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz herzlich willkommen hießen und die gegenwärtige Rolle und Verantwortung der Mommsen-Gesellschaft herausstellten.
Die folgende Festrede widmete sich sodann den ersten Dekaden der Gesellschaft: In einem höchst anregenden Vortrag führte Herr Prof. Dr. Stefan Rebenich von der Universität Bern das Publikum durch die reiche und wechselvolle Geschichte der Mommsen-Gesellschaft; anhand von teils unveröffentlichten Archivalien zeichnete Herr Rebenich ein spannendes, dynamisches Bild des Selbstverständnisses der Gesellschaft und ihrer Positionierung gegenüber den großen gesellschaftlichen wie politischen Debatten der 1950er bis 1990er Jahre.
Anschließend wurde zu einem konvivialen Festumtrunk samt Buffet im beeindruckenden Ambiente der Abgusssammlung der Klassischen Archäologie geladen, welcher im freudigen Miteinander bis in die späten Nachtstunden andauerte.

Grußwort des Ersten Vorsitzenden, Prof. Dr. Dominik Maschek,
zum 75-jährigen Jubiläum der Mommsen-Gesellschaft e.V.
Frankfurt am Main, 2025Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freundinnen und Freunde der Mommsen-Gesellschaft,
verehrte Gäste,
es ist mir eine große Freude und Ehre, Sie heute hier in Frankfurt zum 75-jährigen Jubiläum der Mommsen-Gesellschaft willkommen zu heißen, und ich möchte ganz besonders den Kolleginnen und Kollegen der altertumswissenschaftlichen Fächer an der Goethe-Universität danken, namentlich Hans Bernsdorff, Hartmut Leppin und Anja Klöckner, die sich auf unsere Anfrage sofort bereit erklärt haben, dieser Festveranstaltung einen würdigen Rahmen zu verleihen.
Der heutige feierliche Anlass vereint uns alle – Forschende, Lehrende, Studierende, Vertreterinnen und Vertreter verwandter Disziplinen und Institutionen –, um gemeinsam auf eine eindrucksvolle Geschichte des wissenschaftlichen Engagements, der interdisziplinären Zusammenarbeit und der geteilten Leidenschaft für die griechisch-römische Antike zurückzublicken.
Wenn wir heute, im Jahr 2025, den Namen Theodor Mommsen lesen, hören und aussprechen, klingt er wie ein Echo aus einer anderen Zeit – und doch ist er in vielem erstaunlich gegenwärtig. Mommsen, der Universalgelehrte, Historiker, Jurist, Archäologe, Politiker und Literaturnobelpreisträger, verstand Wissenschaft nie als Selbstzweck, sondern als eine moralische und gesellschaftliche Aufgabe. In einer Zeit tiefgreifender politischer Umbrüche war er überzeugt, dass das Wissen über die klassische Antike Orientierung für die Gegenwart bieten könne.
Es ist durchaus eine reizvolle Übung, sich vorzustellen, wie Mommsen heute auf unsere Welt blicken würde – auf die digitale Forschung, auf die Schnelllebigkeit öffentlicher Debatten, auf die Herausforderungen einer global vernetzten, zugleich aber fragmentierten und hyper-individualisierten Gesellschaft, gefangen zwischen Skylla und Charybdis von Wutbürgertum und Shitstorm, ChatGPT und Fake News. Vielleicht würde Mommsen uns mahnen, genau hinzusehen, die Quellen zu prüfen, Begriffe zu schärfen – so, wie er es selbst fortwährend praktizierte, als er mit unermüdlicher Akribie das Corpus Inscriptionum Latinarum begründete. Denn was er uns gelehrt hat, gilt bis heute: Die Geisteswissenschaften, und mit ihnen die Altertumswissenschaften, sind kein Luxus, sondern ein Fundament. Sie erinnern uns daran, dass jedes Urteil, jede politische Entscheidung und jedes kulturelle Selbstverständnis auf Begriffen, Ideen und Werten ruht – und dass wir diese immer wieder kritisch befragen müssen.
So ist dieses Jubiläum nicht nur eine Feier der Vergangenheit, sondern auch ein Bekenntnis zu unserer Gegenwart: zu einer Wissenschaft, die sich nicht abschottet, sondern öffnet; die sich ihrer Geschichte bewusst ist und zugleich in die Zukunft weist.
Als der Hamburger Gräzist Bruno Snell im Jahr 1950 die Gründung der Mommsen-Gesellschaft anregte, war Europa noch vom Zweiten Weltkrieg gezeichnet. Wissenschaftliche Netzwerke lagen am Boden, viele Institute waren zerstört, das Vertrauen zwischen Nationen und Menschen erschüttert. In dieser Situation war Snells Initiative mehr als ein organisatorischer Akt – sie war ein geistiges und kulturelles Wiederaufbauprojekt.
Snell, selbst tief verwurzelt in der Klassischen Philologie, wollte den Austausch zwischen den Disziplinen der Altertumswissenschaften – Alte Geschichte, Klassische Archäologie, Klassische Philologie – neu beleben. Unsere Gesellschaft sollte eine Plattform sein, auf der wir wieder miteinander sprechen, forschen, debattieren konnten – jenseits ideologischer Grenzen. Und sie war von Anfang an ein Ort der Integration. In den Jahrzehnten der deutschen Teilung bildete sie, trotz aller politischen Einschränkungen, eine Brücke zwischen Ost und West. Heute, 75 Jahre nach ihrer Gründung, steht die Mommsen-Gesellschaft mit über 700 Mitgliedern für eine bemerkenswerte, generationenübergreifende Kontinuität und für einen offenen, internationalen Dialog, der uns alle verbindet.
Seit 2010 sind wir als eingetragener Verein organisiert – als Verband der deutschsprachigen Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiet des griechisch-römischen Altertums – und haben seither unsere Aufgaben und unsere Strukturen stetig weiterentwickelt.
Von Anfang an hatte unsere Gesellschaft ein doppeltes Ziel: wissenschaftliche Vernetzung und gesellschaftliche Verantwortung. Im Zentrum steht der Austausch zwischen den altertumswissenschaftlichen Disziplinen. Die regelmäßig stattfindenden Mommsen-Tagungen – ob groß oder klein – sind Orte des lebendigen Gesprächs. Sie fördern interdisziplinäre Perspektiven, schaffen Begegnungen zwischen unseren Disziplinen und bringen auch den wissenschaftlichen Nachwuchs früh in den Dialog mit arrivierten Kolleginnen und Kollegen.
Doch die Mommsen-Gesellschaft ist weit mehr als ein Forum für akademischen Austausch. Wir verstehen uns als Anwältinnen und Anwälte der Altertumswissenschaften in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik. In einer Zeit, in der die Geisteswissenschaften zunehmend unter einen aus verschiedenen Richtungen auferlegten Rechtfertigungsdruck kommen, erinnern wir daran, dass die Erforschung der Antike nicht Selbstzweck ist, sondern einen Beitrag leistet zur kulturellen Selbstverständigung Europas – ja, zur kritischen Reflexion über Macht, Demokratie, Recht und Verantwortung.
Darüber hinaus engagieren wir uns auf vielfältige Weise für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Mit unserer Jungmitgliedschaft, den Walter de Gruyter-Seminaren, dem Bruno-Snell-Preis für herausragende Qualifikationsarbeiten und der finanziellen Unterstützung selbstorganisierter Tagungen junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schaffen wir Strukturen, die den Nachwuchs gezielt fördern und zugleich in unsere Arbeit einbinden. Diese Programme sind nicht nur eine Investition in die Zukunft, sondern auch ein Signal: Unsere Fächer leben – und sie erneuern sich in jeder Generation.
Nicht zuletzt arbeiten wir an übergreifenden Zukunftsprojekten mit, etwa dem Aufbau der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur NFDI, die unsere altertumswissenschaftliche Forschung im digitalen Raum vernetzt. So verbinden wir philologische und archäologische Präzision mit den Chancen und Herausforderungen moderner Technologien – ganz im Geiste Theodor Mommsens, der selbst ein Pionier wissenschaftlicher Organisation und neuer Sammlungs- und Vermittlungsformate war.
Dass unsere Gesellschaft den Namen Theodor Mommsens trägt, ist kein Zufall – und keine nostalgische Geste. Vielmehr sehen wir darin ein Bekenntnis zu einem Wissenschaftsverständnis, das Mommsen wie wenige andere auf ganz exemplarische Weise verkörpert hat. Geboren 1817 in Garding im damaligen Herzogtum Schleswig, war Mommsen ein Forscher von seltener Weite und Tiefe. In seinen Schriften verband er Geschichte, Philologie und Rechtswissenschaft zu einer Gesamtschau des antiken Lebens. Seine Werke – von der Römischen Geschichte über das Römische Staatsrecht bis hin zu den epigraphischen Großprojekten – zeigen eine unglaubliche enge Verflechtung von empirischer Methode, philologischer Genauigkeit und historischer Imagination.
Doch Mommsen war mehr als ein Wissenschaftler: Er war ein öffentlich denkender Intellektueller, der sich politisch einmischte, für Liberalismus und gegen Antisemitismus eintrat und den Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft suchte. Bei allen zeitbedingten Unterschieden erkennen wir uns in dieser Haltung durchaus wieder. Sie prägt das Selbstverständnis der Mommsen-Gesellschaft ebenso wie ihre satzungsgemäße Arbeit.
Natürlich gibt es im globalen Vergleich auch andere hochbedeutende Vereinigungen der Altertumsforschung – die Society for Classical Studies in den USA, die Classical Association in Großbritannien, die Associazione Italiana di Cultura Classica in Italien oder die Fédération Internationale des Associations d’Études Classiques in Frankreich. Doch die Mommsen-Gesellschaft hat innerhalb dieser verwandten Organisationen ein ganz spezifisches Profil, in dem sich die wissenschaftliche Arbeit stets mit einer ethischen und gesellschaftlichen Dimension verbindet. Unser Bezug auf Mommsen ist Ausdruck einer deutschsprachigen und zugleich europäischen Wissenschaftskultur, die Interdisziplinarität, Verantwortung und Gemeinsinn als untrennbar betrachtet.
Der Mommsen der Vergangenheit wird damit zugleich zum Orientierungspunkt für die Zukunft – das ist für ein Jubiläum wie das unsere ja höchst passend, denn obwohl jedes Jubiläum immer einen Moment des Rückblicks markiert, so ist es, nach dem festlichen Innehalten und der kollektiven Selbstvergewisserung, auch ein ebenso passender Zeitpunkt für einen fragenden Ausblick: Was bedeutet unsere Aufgabe heute, in einer Zeit, in der Digitalisierung, Globalisierung und gesellschaftliche Spannungen die Rahmenbedingungen wissenschaftlicher Arbeit auf tiefgreifende Weise verändern?
Als Mommsen-Gesellschaft sind wir überzeugt: Die Altertumswissenschaften bleiben auch und gerade in einer solchen Zeit unverzichtbar, denn sie bieten historische Tiefenschärfe und lehren uns, wie Gesellschaften entstehen, sich ordnen und verändern – und wie fragil die Demokratie, das Recht oder die Öffentlichkeit eigentlich sind. Der interdisziplinäre und internationale Austausch wird dabei noch wichtiger als je zuvor, insbesondere deshalb, da die antike Welt ja nie nach nationalen Maßstäben verfasst, sondern immer transkulturell war – und ebenso muss es ihre Erforschung sein. Unsere Gesellschaft steht deshalb vor der Aufgabe, die Kooperationen mit unseren internationalen Partnern weiter auszubauen und junge Kolleginnen und Kollegen stärker in diese Netzwerke einzubinden.
Auch die Digitalisierung eröffnet neue Horizonte. Digitale Editionen, Datenbanken, 3D-Rekonstruktionen und KI-gestützte Textanalysen verändern die Methoden unserer Disziplinen in Forschung, Lehre und gesellschaftlichem Transfer. Als Mommsen-Gesellschaft können und sollten wir hier eine koordinierende und reflektierende Rolle übernehmen – als Vermittlerinnen und Vermittler zwischen Tradition und Innovation.
Und schließlich dürfen wir unsere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nicht vergessen. In Zeiten wachsender Geschichtsklitterung und populistischer Verkürzung sind es nicht zuletzt die mit Texten und materieller Kultur arbeitenden Altertumswissenschaften, die uns lehren, komplex zu denken, Ambivalenzen auszuhalten und historische Erfahrung in ethisches Bewusstsein zu übersetzen.
Die Mommsen-Gesellschaft hat in den vergangenen 75 Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass sie solche Herausforderungen annehmen und sich wandeln kann, ohne ihr Fundament zu verlieren. Wir werden auch in Zukunft gebraucht – als Stimme der Vernunft, als Ort des Austauschs und als Gemeinschaft von Menschen, die sich der Vergangenheit zuwenden, um die Gegenwart besser zu verstehen.
Am Ende dieses Rückblicks möchte ich deshalb all jenen danken, die unsere Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten geprägt haben: den Vorsitzenden und Vorständen, den Organisatorinnen und Organisatoren zahlloser Tagungen, den Mitgliedern, die in Archiven, Grabungsstätten, Bibliotheken und Hörsälen das Wissen über die Antike lebendig halten – und dem wissenschaftlichen Nachwuchs, der diese Tradition fortführt und erneuert. Ein ganz besonderer Dank gilt freilich unserem Gründervater Bruno Snell, dessen Weitblick die Basis legte für alles, was folgte. Der nach ihm benannte Preis, der junge Forscherinnen und Forscher ehrt und den wir im nächsten Jahr im Rahmen der Großen Mommsentagung in Mainz zum 19. Mal vergeben werden, ist Symbol dieses Geistes: Wissen weiterzugeben – Gemeinschaft zu stiften – Zukunft zu gestalten.
Wir dürfen stolz darauf sein, Teil dieser Geschichte zu sein. Und wir wissen, dass sie weitergeschrieben wird – von uns, gemeinsam, in Forschung, Lehre und gesellschaftlichem Engagement. Von der Dichterin Mascha Kaléko, geboren in Galizien im Jahr 1907, also vier Jahre nach dem Tod Theodor Mommsens, stammt der wunderbare Satz: „Die Vergangenheit ist nicht tot; sie lebt in uns fort, und wir sind ihre Stimme.“ Das ist eine wunderbare Beschreibung des Geistes, der die Mitglieder der Mommsen-Gesellschaft verbindet – über Generationen hinweg, über Fächer, Universitäten und Länder. Es ist das, was unsere Gesellschaft ausmacht, und es wird auch in Zukunft ihr stärkstes Fundament bleiben.
In diesem Sinne: ad multos annos!
- Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
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Dux femina facti (Verg. Aen. 1.364) – Frauen*(netzwerk) in der Klassischen PhilologieJul 24Donnerstag, 24. Juli 2025 08:21
Vom 19. bis 21. März 2025 fand in Marburg die von der Mommsen-Gesellschaft geförderte Tagung „Dux femina facti (Verg. Aen. 1.364) – Frauen*(netzwerk) in der Klassischen Philologie“ statt.
Die hohe Beteiligung und Motivation sowie das Engagement der Teilnehmerinnen* aller Karrierephasen während der Tagung zeugen von dem großen Bedürfnis nach mehr Kooperation und Raum für Offenheit zwischen Klassischen Philologinnen* in Deutschland – ein Bedürfnis, dem mit einer Folgeveranstaltung in Potsdam 2026 nachgekommen werden soll. Der Tagung ist es damit gelungen, eine Grundlage für die Entwicklung eines Frauen*netzwerks in der Klassischen Philologie zu legen.
Bitte lesen Sie hier den Tagungsbericht.
Das Programm finden Sie hier: Tagungsprogramm - Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
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Bericht über die Generalversammlung der FIEC 2025Jul 22Dienstag, 22. Juli 2025 12:52
Am 09. Juli 2025 fand im Rahmen des Kongresses der FIEC in Wrocław (Polen) die Generalversammlung der FIEC statt, die erstmals – nach dem reinen Online-Kongress in Mexiko 2022 – im Hybridformat durchgeführt wurde, mit allen Schwierigkeiten, die dieses Format immer mit sich bringt. Die für die Mitglieder der Mommsen-Gesellschaft interessantesten Aspekte seien im Folgenden zusammengestellt; zu allen Tagesordnungspunkten liegen teils ausführliche Dokumentationen vor.
Mitglieder der FIEC
Die FIEC zählt aktuell 79 Mitgliedsorganisationen, darunter 14 internationale und 65 nationale. Die Mitgliedschaft beendet hat das Turkish Institute of Archaeology (Gründe wurden nicht genannt), einstimmig neu aufgenommen wurden die Organisationen Consulta Universitaria del Greco (Italien), Antico e moderno (Italien), die APLAES (Association des professeurs de langues anciennes de l’enseignement supérieur, Frankreich) und die Association Cultura Clásica (Spanien).
Finanzen
Einnahmen und Ausgaben der FIEC sind ausgeglichen. Alle neun Vorstandssitzungen seit der letzten Generalversammlung wurden online durchgeführt. Die einzige wesentliche Ausgabe war in den letzten Jahren die Durchführung der drei Serien von je 5 Vorträgen zum 75jährigen Bestehen der FIEC (3.575,49).
Das Kapital der FIEC betrug zum Jahresschluss 2024 EUR 48.971,44. Mit den für den Kongress in Wrocław eingeplanten Mitteln wird zum Jahresschluss 2025 ein Saldo von ca. 43.000,- erwartet, was dem Saldo nach dem Kongress in Mexiko entspricht.
Die Schatzmeisterin (Catherine Steel) machte den Vorschlag einer Erhöhung des seit langem konstanten Mitgliedsbeitrags von 110,- auf 120,- Euro ab 2026. Dieser Vorschlag wurde bei einer Enthaltung und ohne Gegenstimme angenommen.
Berichte
(des Vorsitzenden (Jesús de la Villa), des Generalsekretärs (Thomas Schmidt), der Delegierten der FIEC bei CIPSH, SIBC, Thesaurus-Kommission, EASSH, Classics Development Group)
Die FIEC hat ihr 75jähriges Bestehen mit der nun über ihre Homepage abrufbaren Serie von 3 x 5 Gedenkvorträgen gefeiert (hieran waren auch Mitglieder der Mommsen-Gesellschaft beteiligt). Vorstand und Präsident haben in einem Dutzend Fällen der drohenden Schließung von Einrichtungen protestiert und im Übrigen die Zusammenarbeit mit anderen supranationalen Organisationen fortgeführt.
Die SIBC (Träger der Année Philologique) führt die Konsolidierungspolitik, die Pierre Chiron begonnen hat, unter dem Ende 2024 neu gewählten Präsidenten Dario Mantovani erfolgreich fort. Zu den Arbeitsstellen der Année Philologique in Deutschland, Frankreich, Italien, Griechenland, Spanien, der Schweiz und den USA sind Außenstellen in China, Japan und Brasilien hinzugekommen. Die Zusammenarbeit mit dem Verlag Brepols sei konstruktiv. Die nächste Tagung der SIBC werde im November 2025 in München stattfinden und dem „Gnomon“ gewidmet sein.
Der Thesaurus linguae Latinae bittet um Beiträge zu seinem Podcast, den er als wesentliches Instrument, outreach zu erzeugen, betrachtet und von dem er sich einen größeren Bekanntheitsgrad und mittelbar die Bereitschaft, potentielle Unterstützer und Spender zu erreichen, verspricht.
Die EASSH (European Alliance for Social Sciences and the Humanities) konnte bei der Zwischenevaluation der laufenden Mittelvergabe in Horizon Europe die Interessen unserer Fächergruppe einbringen; gelungen ist die Neu-Integration von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Vereinigten Königreich zu gleichen Bedingungen wie vor dem Austritt aus der Europäischen Gemeinschaft. Düster sind allerdings die Aussichten auf die europäische Förderung unserer Fächergruppe nach 2027. Die Pläne der EU-Kommission zielen auf die nahezu ausschließliche Förderung der „hard sciences“, Krisensitzungen der EASSH finden derzeit statt. Der Delegierte der FIEC bei der EASSH (André Lardinois) befürchtete in seinem Bericht, dass diese Tendenz auf nationale Förderprogramme durchschlagen und das Klima für die Geistes- und Sozialwissenschaften insgesamt schädigen können.
Wahlen / neuer Vorstand
Ausnahmslos einstimmig und ohne Enthaltung gewählt wurden:
Andreas Fountoulakis (Präsident; Griechenland)
André Lardinois (Vizepräsident; Niederlande)
Katarzyna Marciniak (Vizepräsidentin, Polen; Mitglied der Mommsen-Gesellschaft)
Alison Griffith (Vorstandsmitglied, Vereinigtes Königreich)
Emiliano Buis (Vorstandsmitglied, Argentinien)
David Movrin (Vorstandsmitglied, Slowenien)
Ivana Petrovic (Vorstandsmitglied, USA)
Filippomaria Pontani (Vorstandsmitglied, Italien)
Thomas Schmidt (Generalsekretär)
Catherine Steel (Schatzmeisterin)sowie (nicht Mitglieder des Vorstands): Roy Gibson und Elena Isayev (Rechnungsprüfer)
Neuer Dissertationspreis der FIEC
Das Vorhaben der FIEC, zur Steigerung der internationalen Visibilität unserer Fächer einen Preis einzurichten, wurde gebilligt. Dieser “Prix de la FIEC pour les meilleures Thèses de doctorat en Études classiques” soll alle 3 Jahre vergeben werden und mit EUR 1.000,- dotiert sein. Vorgesehen sind zwei Kategorien, in denen der Preis vergeben wird, „Greek and Latin languages, literature and philosophy, including their reception” und “Greek and Roman history and archaeology, including their reception”. Vorschlagsberechtigt sind die Mitgliedsorganisationen. Über die Vergabe des Preises entscheidet der Vorstand der FIEC einstimmig. Da die FIEC die Sprachenvielfalt fördert, gibt es für die Sprache der Dissertationen keine Einschränkung. Zum Procedere der Nominierung liegt eine Handreichung vor.
Diskussionen
Diese fielen, auch dem Hybridformat geschuldet, ungleich kürzer als bei früheren Gelegenheiten aus. Kritisch angemerkt wurde, dass die Keynote-Speaker des Kongresses in Wrocław ausschließlich aus dem angelsächsischen Raum (USA und UK) kamen.
Nächster Kongress
Der nächste Kongress der FIEC wird 2028 in Ljubljana (Slowenien) stattfinden. Ein genaues Datum werden die Ausrichter noch nennen, eine Präsentation des Tagungsortes und Tagungskonzepts erfolgte anders als früher üblich nicht.
Christoph Schubert (Delegierter der MG bei der FIEC)
Breslau, 9. Juli 2025
Petitionen und Proteste
- Petitionen und Proteste
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Stellungnahme zum Eckpunktepapier zur Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe in NiedersachsenDez 12Freitag, 12. Dezember 2025 20:14
Brief des Ersten Vorsitzenden der Mommsen-Gesellschaft an die Kultusministerin des Landes Niedersachsen, Frau Julia Willie Hamburg
Sehr geehrte Frau Kultusministerin Hamburg,als Vorsitzender der Mommsen-Gesellschaft möchte ich Sie auf die erheblichen Nachteile hinweisen, welche die im Eckpunktepapier zur Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe in Niedersachsen enthaltenen Änderungen (Stand Juni 2025) für die Erlernung der zweiten und ggf. einer dritten Fremdsprache bedeuten würden, und bitten Sie dringend, diese Änderungen zu überdenken und zu modifizieren.
Mit der vorgesehenen generellen Herausnahme einer zweiten Fremdsprache aus dem von 30 auf 14 Wochenstunden reduzierten ‘Pflichtbereich’ für die 11. Klassenstufe und ihrer Überführung in den ‘Wahlpflichtbereich II’ würde sich gleich zwei erhebliche Nachteile ergeben:
(1) Der weitergeführte Unterricht in der zweiten Fremdsprache, der bislang den Regelfall darstellte (mit Kann-Bestimmungen bei Ausnahmetatbeständen wie ihrer bereits seit der 6. Klasse erfolgten Belegung), würde somit nicht mehr prioritär nahegelegt, sondern zu einer bloßen Option, die zudem für die Schülerinnen und Schüler Einschränkungen bei der weiteren Fächerwahl mit sich brächte.
(2) Die Unterbringung der zweiten Fremdsprache mit 3 Wochenstunden im ‘Wahlpflichtbereich II’ würde zu ungünstigen Folgen für diejenigen führen, die eine neu einsetzende dritte Fremdsprache (à 4 Wochenstunden) erlernen möchten, da der ebenfalls hierfür zu nutzende ‘Wahlpflichtbereich II’ insgesamt nur über 6 Stunden verfügt.
Verweisen möchten wir auch auf die KMK-Vereinbarung in der Fassung vom 6.6.2024, Punkt 7.3, nach der in der Einführungsphase grundsätzlich zwei Fremdsprachen zu belegen sind.
Die Mommsengesellschaft ist der Berufsverband von ca. 750 deutschsprachigen Forscherinnen und Forschern auf dem Gebiet des Griechisch-Römischen Altertums. In unserer Forschung ist ebenso wie in der akademischen Lehre unserer Fächer neben der Beherrschung antiker Sprachen, die ggf. auch innerhalb des Studiums erlernt oder vertieft werden können, die kontinuierliche Berücksichtigung grundlegender Forschungsbeiträge nötig, welche nicht auf Englisch oder Deutsch, sondern in weiteren modernen Sprachen publiziert sind. Wir sehen mit Besorgnis, dass der bislang für die Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe geplante Umgang mit der zweiten Fremdsprache die Befähigung künftiger Studierender aus Niedersachsen für ein geisteswissenschaftliches Studium mindern würde: nicht nur im Bereich der von unserem Berufsverband vertretenen Alten Sprachen, der Archäologie und der Alten Geschichte, sondern in zahlreichen weiteren Disziplinen, beispielsweise im gesamten Geschichtsstudium, in der Philosophie und in zahlreichen modernen Philologien, aber auch in Musik- und Kunstwissenschaften. Abgesehen von diesen praktischen Erwägungen möchten wir auch darauf hinweisen, dass unabhängig von der künftigen Studienfachwahl die Erlernung mehrerer Sprachen die kulturelle Kompetenz und Urteilsfähigkeit sowie die Persönlichkeitsentwicklung entscheidend fördert.
Bitte ändern Sie daher die bislang vorgesehenen Planungen, die künftige Studierende aus Niedersachsen im Vergleich mit denjenigen anderer Bundesländer benachteiligen würden.
Hochachtungsvoll
Dominik Maschek
- Petitionen und Proteste
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Save Greek and Latin at the University of Ottawa!Nov 01Samstag, 01. November 2025 10:35L'administration de la Faculté des arts de l'Université d'Ottawa vient de suspendre brusquement les admissions au programme spécialisé en Antiquité grecque et romaine (au sein du Département d'études anciennes et de sciences des religions). Elle avait déjà suspendu les admissions à la maîtrise en Antiquité tardive en 2024, qui s'était bâtie une réputation mondiale en vingt ans. Rares sont les programmes qui reprennent après une telle suspension : une fois suspendu, il est peu probable qu'un programme soit rétabli.Pour manifester votre désaccord, je vous prie de bien vouloir signer la pétition pour le maintien de ce programme spécialisé en Antiquité grecque et romaine:
Merci de votre solidarité!Karin Schlapbach, Présidente de l'ASEA
Open Letter in Support of Classics at the University of Ottawa
The Situation
The Faculty of Arts at the University of Ottawa has abruptly suspended admissions to the Honours programme in Greek and Roman Studies (Department of Classics and Religious Studies), effective immediately. This decision was made without consultation with department members, students, or the broader academic community.This suspension follows the 2024 closure of the M.A. in Late Antiquity, a programme that had built an international reputation over twenty years. Together, these decisions will end advanced instruction in Latin and stop all teaching of Ancient Greek. These languages have been taught at the university since it was founded in 1848.
Why This Matters
For Franco-Ontarians: The University of Ottawa is the only institution in Ontario where ancient languages can be studied in French. This decision cuts off access to this important part of our cultural heritage for French-speaking students across the province.For Academic Excellence: Every major research university in the world maintains robust teaching and research in Classical studies. The suspension undermines the University of Ottawa's reputation as a comprehensive research institution.
For Interdisciplinary Scholarship: Classics supports research and teaching across multiple faculties: Law (Roman law), Medicine (medical terminology), Education (pedagogy), History, Philosophy, Political Science, Art History, Literature, Modern Language study, and more.
For the Community: This is not just about what happens on campus. The department has strong connections with the wider community. Students and staff maintain links with the Franco-Canadian and Greek communities across Ontario and beyond, and with educational institutions across Canada and globally. The Museum of Classical Antiquities offers educational activities and outreach, including partnerships with organizations such as the Ottawa Mission.
For Governance: The decision was made without due consultation and at extremely short notice.
Our Request
We call on the University of Ottawa administration to:- Immediately reverse the suspension of admissions to the Honours programme in Greek and Roman Studies;
- Undertake a comprehensive review of Humanities programming through proper consultative processes before making further programme decisions;
- Recognize the unique role of the University of Ottawa as the only French-language institution in Ontario offering instruction in ancient languages;
So that future generations of students, both Francophone and Anglophone, continue to have access to these foundational disciplines at the University of Ottawa.
- Petitionen und Proteste
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Petition gegen die Schwächung des Fremdsprachenunterrichts an den Schweizer GymnasienJun 23Montag, 23. Juni 2025 19:18
- Petitionen und Proteste
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Pétition en faveur de l'enseignement du grec au canton de GenèveMai 26Montag, 26. Mai 2025 15:45Pétition à GenèveCher(e)s membres de l'ASEA,nous vous prions de signer la pétition en faveur de l'enseignement du grec au canton de Genève d'ici le mardi 3 juin.Vous trouverez ci-joint la version de la pétition destinée à la collecte de signatures.
https://latiniste.ch/wp-content/uploads/2025/05/petition-en-faveur-du-latin-a-Geneve.pdf
Nous espérons que vous participerez activement à la diffusion de cette pétition et à la récolte de signatures.Pour le retour de la pétition, nous vous demandons instamment, pour des raisons logistiques, de privilégier le courrier postal à l’adresse suivante :LATIN23, rue de Saint-Jean1203 Genèveen regroupant le plus grand nombre de listes remplies.Si malgré tout, il vous semble plus simple d’utiliser le courrier électronique pour nous adresser les listes complètes de signatures, merci de scanner les listes plutôt que d’envoyer des photos, ceci afin d’assurer la lisibilité des noms et des signatures à l'impression.L’adresse pour le retour de la pétition par courriel est :Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Vous trouverez la pétition et des informations complémentaires sur le site ad hoc: www.latiniste.chUne partie de ce site est destinée à des testimonia (témoignages). Si vous souhaitez y apporter votre contribution, nous nous réjouissons de les recevoir à cette adresse électronique :Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Merci de votre soutien!
Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
- Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
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Projekt-Förderung durch die Novus-StiftungFeb 10Dienstag, 10. Februar 2026 18:09
Die Novus Stiftung fördert kleinere Projekte aus dem Bereich der Altertumswissenschaften. Damit soll Studierenden und Wissenschaftler:innen im Alltag die Umsetzung von kreativen Ideen, besonderen Lehrveranstaltungen, Outreachformaten u.a. ermöglicht werden: schnell, einfach und unbürokratisch.
Die erste Antragsfrist ist der 1. Juni 2026 – Anträge müssen direkt online über die Website gestellt werden.Follow us on Insta: @Novus.Stiftung
- Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
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Gemeinsam die Grundlage für die Neuedition der Pindar-Scholien schaffen!Feb 07Samstag, 07. Februar 2026 18:55
- Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
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Propylaeum bietet Newsletter an: PropylaeumNEWSFeb 06Freitag, 06. Februar 2026 13:56
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Fachinformationsdienst Altertumswissenschaften - Propylaeum bietet jetzt einen eigenen Newsletter an: PropylaeumNEWS informiert Sie monatlich über neue Entwicklungen im FID Altertumswissenschaften, Informationsveranstaltungen sowie Neuerscheinungen im Bereich E-Publishing.
Sie können sich in unserem Portal für den Newsletter anmelden: https://www.propylaeum.de/service/newsletter Unseren ersten Newsletter PropylaeumNEWS Nr. 1/2026 finden sie unter folgendem Link zur Ansicht: https://t6cd92f76.emailsys1a.net/mailing/287/8882567/0/3f9804c1c8/index.html Außerdem würden wir Sie gerne bitten, PropylaeumNEWS auf Ihren üblichen Kanälen bekannt zu machen. Hierfür können Sie gerne auch unseren Blogeintrag (https://www.propylaeum.de/blog/permalink/952) oder unsere Social Media Einträge auf Bluesky (@propylaeum.bsky.social), Mastodon (@Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. ) und (https://www.facebook.com/propylaeum) verwenden.
Mit freundlichen Grüßen
Ansgar Teichgräber
---
Dr. Ansgar Teichgräber (er/ihn, he/him)
Bayerische Staatsbibliothek München
Projektmitarbeiter Fachinformation Altertumswissenschaften
Telefon: +49 89 28638 2419
E-Mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Jetzt neu: PropylaeumNEWS - Newsletter des FID Altertumswissenschaften ( https://www.propylaeum.de/service/newsletter )
- Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
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ch-antiquitas 2.0: Die neue Plattform für Altertumswissenschaften in der Schweiz ist online!Dez 12Freitag, 12. Dezember 2025 20:43
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. .
Call for Papers
- Call for Papers
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Old Ideas in New Minds: Strategies of ‘Autonomy’ from Antiquity to the RenaissanceFeb 10Dienstag, 10. Februar 2026 08:46
14-16 September 2026, Friedrich-Schiller-Universität Jena
Deadline for submissions – 29.03.2026
heteronomy, autonomy, dependence, reception, interpretation, transformation, re-use, commentaries, compendia, collections, translations, encyclopaedias, re-narration, re-creation, imitation, improvement, authority, authorship, materiality
What happens when existing concepts are applied in new historical, intellectual, or cultural contexts? How does a mere copy become more than a copy? When engaging with ‘pre-texts’ – the source texts used in the composition of new texts – authors employed various adaptive strategies, from faithful translation to wholesale reinterpretation. Different fields had different methods of adapting texts and concepts. For example, while providing a foundation for later texts, pre-texts were often reinterpreted and re-evaluated through commentary (Sorabji 1990), resulting in different and sometimes conflicting interpretations of the same text. Even the simple addition of a preface could significantly influence the reception of a pre-text, and reorganization within manuscripts could create entirely new textual units, thereby leading to recontextualization (Piccione 2003). Through selection, curation, and editing, the successive copying of source texts transformed them into new, autonomous texts (Herzog 1989). Concerning literature, the term wiedererzählen (retelling) has been coined to describe different forms of remodelling a text and to prompt questions about authorship itself (Worstbrock, 1999). While the stories that were retold remained fundamentally similar, the narrative focus, style, and many other aspects changed drastically.
All the above textual strategies have one thing in common: they consciously rely on a pre-text or source. We refer to this phenomenon as heteronomy. Our Research Training Group focuses on heteronomous texts that still are original, autonomous products through their commentary, continuation, compilation, or adaptation. Building on our first international conference, ‘(Re)Create. Towards a Theory of Heteronomous Texts’, we seek to explore the concept of ‘autonomy’ through interdisciplinary examination of texts from various fields of research.
We welcome papers addressing topics such as:
- how heteronomous texts and concepts differ from their sources depending on cultural/historical context,
- how they interpret renowned authors and treat their authority (as well as their own),
- how they developed in the context of their historical intellectual reception and hermeneutic interpretation,
- whether every difference to the original text can be perceived to be an autonomous aspect,
- how to deal with authorship in heteronomous texts,
- how material and aesthetical expressions were used and interpreted.
We invite contributions from (but not limited to) the following fields:
Theology and Biblical Studies, Latin, Middle and Neo Latin Studies, Greek and Byzantine Studies, Syriac Studies, Ancient and Medieval History and Philosophy, German Medieval Studies, and Roman Law.
Please find further details, including submission guidelines, in the Call for Abstracts: https://www.heteronome-texte.de/en/events/old-ideas-in-new-minds-strategies-of-autonomy-from-antiquity-to-the-renaissance/
Bibliography
Bracht, K., Harke, J. D., Perkams, M., & Vielberg, M. (Eds.). (2021). Heteronome Texte: Kom-mentierende und tradierende Literatur in Antike und Mittelalter. De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110733709
Herzog, R. (1989). Restauration und Erneuerung. Die Lateinische Literatur von 284 bis 374 n. Chr. Beck.
Piccione, R. M. (2003). Sammeln, Neuordnen, Neues Schaffen: eine Perspektive der For-schung. In R. M. Piccione & M. Perkams (Eds.), Selecta colligere 1 (p. VIIff.). Ed. dell’Orso.
Porter, J. I. (2010). Why Art Has Never Been Autonomous. Arethusa, 43(2), 165–180. https://www.jstor.org/stable/44578324
Sorabji, R. (1990). The ancient commentators on Aristotle. In R. Sorabji (Eds.) Aristotle Trans-formed: The Ancient Commentators and their Influence (pp. 1-30). Cornell University Press.
Worstbrock, F. J. (1999). Wiedererzählen und Übersetzen. In W. Haug (Ed.), Mittelalter und frühe Neuzeit (pp. 128–142). De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110949407.128
Daniele Bonino
on behalf of the doctoral researchers
Friedrich-Schiller-Universität Jena
DFG-Research Training Group 2792 "Autonomy of Heteronomous Texts in Antiquity and the Middle Ages"
Mailing Address: Fürstengraben 6, 07743 Jena
Visitor Address: Leutragraben 1, 2. OG, 07743 Jena
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. - Call for Papers
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Human-environmental connectivity in pre-modern times of conflict. Exploring environmental archives across disciplines, methods, and materials.Feb 06Freitag, 06. Februar 2026 14:55
Interdisziplinäre Konferenz
Datum: Mittwoch, 07.10. bis Freitag, 09.10.2026Veranstaltungsort: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Deadline: Freitag, 17.04.2026
Die interdisziplinäre Tagung befasst sich mit dem komplexen Verhältnis von Krieg und Umwelt im Kontext von Konflikten. Die Veranstaltung widmet sich schwerpunktmäßig der Antike und richtet sich insbesondere an Forschende aus den Bereichen Alte Geschichte, Klassische Philologie und Archäologie. Beiträge in Bezug auf andere Epochen sowie aus den naturwissenschaftlichen Disziplinen, die thematische, methodische oder theoretische Anschlussmöglichkeiten zu dem Thema eröffnen, sind ausdrücklich willkommen. Wir laden Sie herzlich ein, Vorschläge für Beiträge zu einer der fünf genannten Themenschwerpunkte einzureichen:
- Umwelt als Denkraum: Menschliches Nachdenken über Umweltfaktoren
Dieses Panel befasst sich mit den vielfältigen Arten, wie Umweltbedingungen das strategische Denken und die operative Planung von Feldzügen in der Antike geprägt haben. Befehlshaber mussten bei der Festlegung der effektivsten Routen für ihre Armeen die Landschaft sorgfältig berücksichtigen und die Vor- und Nachteile von Geländemerkmalen wie Bergen oder Flüssen abwägen. Wie beeinflussten dabei saisonale Veränderungen und Wetterphänomene den Verlauf eines Feldzuges? Wie erfolgte die Auswahl geeigneter Schlachtfelder und inwiefern wurde die Aufteilung zwischen See- und Landstreitkräften sowie die Wahl der Routen durch Umweltbedingungen bestimmt? Wie erfolgte die Integration von geografischem Wissen in die Strategie?
- Umwelt als Lebensraum: Natur als Lebensgrundlage und Zufluchtsort
In diesem Panel wird die logistische Dimension der Kriegsführung untersucht, wobei der Schwerpunkt darauf liegt, wie Menschen natürliche Ressourcen nutzten und sich an ihre Umgebung anpassten, um sich während eines Konflikts zu versorgen. Wie verlief die Organisation der Lebensmittelversorgung, ein kritischer Faktor, der sorgfältige Planung und Einfallsreichtum erforderte? Inwiefern waren Armeen auf die Nähe zur Küste angewiesen und in welchem Maße und mit welchen Mitteln wurden lokale Nahrungsquellen durch Jagd, Fischfang, Handel oder Plünderungen erschlossen? Welche Rolle spielte die Umgebung für die Aufrechterhaltung der Gesundheit und Moral eines Heeres und welche natürlichen Zufluchtsorte boten Schutz vor den Elementen ebenso wie vor feindlichen Angriffen?
- Umwelt als Gestaltungsraum: Umweltzerstörung durch menschliche Aktivitäten
Dieses Panel befasst sich mit direkten Eingriffen des Menschen in die Umwelt und deren Folgen. Hier verlagert sich der Fokus auf die direkten Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Umwelt infolge von Kriegshandlungen. Feldzüge erforderten teils groß angelegte Baumaßnahmen wie das Ausheben von Kanälen, den Bau von Brücken und die Errichtung von Festungen. Wie veränderten diese Eingriffe die Landschaft und welche dauerhaften Folgen sind erkennbar, die über die unmittelbaren Erfordernisse des Konflikts hinausgingen? Wo und inwiefern kam es dabei zu Umweltzerstörungen z. B. durch die Umleitung von Wasserquellen, großflächige Brände oder die Erschöpfung lebenswichtiger Ressourcen? Im Fokus stehen hier Analysen, die das Erbe des Krieges für die Umwelt untersuchen und dabei sowohl die beabsichtigten als auch die unbeabsichtigten Folgen militärischer Aktionen berücksichtigen.
- Umwelt als gestaltende Kraft: Beteiligung von Naturkräften in vormodernen Konflikten
In diesem Panel wird die Umwelt nicht nur als passiver Hintergrund, sondern als aktiver und (in)direkter Teilnehmer an Konflikten untersucht. In Erzählungen konnten Naturkräfte, wie z. B. Flussgötter, als Akteure personifiziert oder als Zeichen des Göttlichen, wie Sonnenfinsternisse, interpretiert werden. Umweltgefahren wie Stürme, Dürren und Erdbeben stellten militärische Operationen vor erhebliche Herausforderungen und konnten den Ausgang der Feldzüge beeinflussen. Beiträge zu diesem Panel sollten sich mit der symbolischen und praktischen Rolle von Umweltphänomenen in der Kriegsführung befassen sowie mit der Art und Weise, wie vormoderne Gesellschaften diese Kräfte verstanden und auf sie reagierten.
- Chancen und Herausforderungen: Verbindung von Erkenntnissen aus den Natur- und Literaturwissenschaften.
Das Panel befasst sich mit dem interdisziplinären Potenzial der Kombination von Erkenntnissen aus den Natur- und Literaturwissenschaften, um unser Verständnis der Mensch-Umwelt-Verbindungen in vormodernen Konflikten zu vertiefen. Dieser Ansatz ermöglicht eine umfassendere Analyse antiker Quellen unter Einbeziehung archäologischer, ökologischer und textlicher Belege. Hier können innovative Methoden und kritische Perspektiven diskutiert und Impulse vorgestellt werden, um die Disziplingrenzen bei der Arbeit an dem gemeinsamen Forschungsinteresse zu überwinden.
Format: Vorträge sind im Umfang von 20 Minuten, gefolgt von einer 10-minütigen Diskussion vorgesehen. In Panel 5 zur Verbindung von Erkenntnissen aus den Naturwissenschaften und Literaturwissenschaften besteht die Möglichkeit eines kurzen Impulsvortrags (10 Minuten) oder der Vorstellung eines interdisziplinären Projektes (10 Minuten).
Vorschläge für Vorträge (max. 1 Seite als Pdf-Dokument mit Angabe der gewünschten Vortragssprache: Englisch, Deutsch oder Französisch) können bis Freitag, den 17.04.2026 per E-Mail an
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. eingereicht werden. Die Übernachtungskosten der Vortragenden können übernommen werden, bei Bedarf kann außerdem ein Zuschuss zu den Reisekosten nach Kiel gezahlt werden. Eine Publikation der Konferenzgebnisse ist geplant.Kontaktdaten:
Exzellenzcluster ROOTS
Subcluster Knowledge
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Institut für Klassische Altertumskunde – Abteilung Gräzistik
Prof. Dr. Andreas Schwab & Samantha Philips
Leibnizstraße 8
24118 Kiel - Call for Papers
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Blut, Wasser oder DNA? Familien jenseits von (biologischer) VerwandtschaftFeb 05Donnerstag, 05. Februar 2026 09:55
Sitzung der AG Geschlechterforschung beim Archäologiekongress am 24.09.2026 in Bonn
Familien, Abstammung und Ehe waren praktisch immer schon Gegenstand der Archäologie und
werden auch in der archäologischen Geschlechterforschung regelmäßig diskutiert. In den
letzten zwei Jahrzehnten hat insbesondere die Archäogenetik, aber auch andere
naturwissenschaftliche Verfahren neue, vielversprechende Ergebnisse zu Verwandtschaften in
archäologisch fassbaren Populationen erbracht. Doch Verwandtschaft und Familie gehen in der
Regel weit über rein genetische Abstammungsverhältnisse hinaus, Elternschaft, Ehen und
Partnerschaften fanden in sehr viel mehr Formen statt als lange Zeit in unserem Fach diskutiert
wurde.
Zunehmend wächst das Bewusstsein dafür, dass Familie sich ebenso durch soziale
Beziehungen wie durch Abstammung konstituieren können, s. etwa Beiträge in Meller u.a. 2023;
Cveček u.a. 2025. Adoptiveltern, Ziehgeschwister, Ammen, Alloelternschaften, Erziehung in
Institutionen wie Klöstern oder befreundeten Familien sind nur einige der Möglichkeiten von
Verwandtschaft und Familie, die wir nicht mit Methoden der Genetik erfassen können.
Auch das Thema Geschlecht spielt bei der Erforschung von Familie und Verwandtschaft eine
wichtige Rolle. Dieser Schnittmenge wollen wir uns bei der kommenden Session der AG
Geschlechterforschung widmen.
Vorträge können sich unter anderem folgenden Aspekten widmen:
- Geschlecht kann ein wichtiger Faktor bei der Strukturierung von Abstammung und
Verwandtschaft sein. So können die Archäologie und ihre Nachbarwissenschaften
Hinweise auf matri- und patrilineare Abstammungslinien sowie Matri- oder Patrilokalität
geben.
- Gab es in allen Kulturen einen Familienbegriff? Und wer gehörte jeweils dazu?
- Die Vererbung von Besitz und die Weitergabe von Status oder Rollen können mit einem
geschlechterarchäologischen Ansatz betrachtet werden, etwa unter dem
Gesichtspunkt, wer aufgrund von Abstammung in bestimmte soziale Positionen gelangte
und in welchem Umfang dies über genetische Verwandtschaft erfolgt.
- Ein weiteres wichtiges Themenfeld ist Carearbeit, etwa wer Carearbeit für wen
übernimmt und welche Bindungen dadurch entstehen. Konzepte wie Ammen,
Pflegeeltern oder andere Arten von Erziehung außerhalb von Familien spielen hierbei
ebenso eine Rolle wie der Umgang mit Kinderlosigkeit bzw. die Frage, wer Kinder
bekommen durfte.
- Daneben strukturieren Geschlechter, Verwandtschaft und soziale Regeln auch
Partnerschaften, etwa durch Heiratsregeln (wer darf wen und wann heiraten?),
unterschiedliche Eheformen, inoffizielle Formen der Partnerschaft.
- Vorstellungen von Familie/Verwandtschaft prägen nicht zuletzt auch unser heutiges Bild
der Vergangenheit. Wir müssen uns fragen, wie wir den Vorstellungen von Familie,
Partnerschaft und Verwandtschaft prähistorischer Gesellschaften auf die Spur kommen
und inwieweit uns unsere eigenen Vorstellungen dabei im Weg stehen und unsere
Interpretationen beeinflussen. Bei der Beschäftigung mit dem gesamten Themenfeld ist
es wichtig zu hinterfragen, welche Bilder von Familie unsere archäologischen Ergebnisse
und Rekonstruktionen prägen.
Daneben sind auch ganz allgemein Vorträge, die sich mit aktueller Forschung im Bereich der
Geschlechterarchäologie beschäftigen, willkommen.
Wir planen Vorträge auf deutsch oder englisch von jeweils 20 Minuten Länge und freuen uns über
Zusammenfassungen von ca. 250 bis 400 Worten an folgende Mailadresse:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. ). Abgabeschluss ist der 31.3.2026. Organisation: Jana Esther Fries,
Clara Schaller
Blood, water or DNA? Family beyond (biological) relatedness
Session of the AG Geschlechterforschung at the Archäologiekongress on 24.09.2026 in Bonn
Family, ancestry, and marriage have always been subjects of archaeology and are also a
recurrent theme in archaeological gender studies. Over the last two decades particularly
archaeogenetics, but also other scientific methods, have reveald promising new results on
kinship in archaeologically accessible populations. However, kinship and family usually
supersede purely genetic descent, and parenthood, marriages and partnerships have taken
place in many more forms than those that have long been discussed in our field.
There is growing awareness that a family can be constituted by social relationships just as well
as descent, see, for example, contributions in Meller et al. 2023; Cveček et al 2025. Adoptive
parents, foster siblings, wet nurses, alloparenthood, education in institutions such as
monasteries or in trusted families are just some of the possibilities of kinship and family that
genetic methods cannot identify.
The subject of gender plays an important role in the investigation of family and kinship as well. In
the upcoming session of the AG Geschlechterforschung we will explore this intersection.
Presentations may address the following aspects among others:
- Gender can be an important factor in structuring descent and kinship. For example,
archaeology and related sciences can provide clues to matrilinear and patrilinear lines of
descent as well as matrilocality and patrilocality.
- Did all cultures have a concept of family? And who was part of it?
- A gender archaeological approach can be used to investigate the inheritance of property
and the transfer of status and roles. For example, we can consider who had access to
certain social positions based on descent and the extent to which this was based on genetic
relatedness.
- Another important topic is care work, for example who provided care work for whom and the
social bonds that this generates. Concepts such as wet nurses, foster parents and other
methods of child-rearing outside of the family play just as much of a role as the question of
childlessness or who was allowed to have children.
- In addition, gender, kinship and social rules also structure partnerships, for example
through marriage rules (who was allowed to marry whom?), different forms of marriage, and
unofficial forms of partnership.
- Last but not least, concepts of family and kinship influence our contemporary view of the
past. We must ask ourselves how we can trace prehistoric societies’ ideas of family,
partnership and kinship, and consider to what extent our own ideas hinder and influence
our interpretations. When dealing with this subject area, it is important to question which
images of family shape our archaeological results and reconstructions.
Additionally, we also welcome presentations dealing with current research in the field of gender
archaeology.
We are planning presentations in German or English of 20 minutes each. Please send your
abstract of approximately 250 to 400 words to the following email address:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. ). Submission deadline: 31.3.2026. Organised by Jana Esther Fries, Clara
Schaller - Call for Papers
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"Eunapius’ World: Philosophy and Historiography in Late Antiquity" at the Celtic Conference in ClassicsJan 31Samstag, 31. Januar 2026 09:34
Call for Papers for the panel "Eunapius’ World: Philosophy and Historiography in Late Antiquity" at the Celtic Conference in Classics
Submission details:
-Number of papers: 15–21
- Presentation format: in-person, 40-minute papers
- Submission deadline: Please send your abstract to d.w.p.burgersdijk(at)uu.nl by Monday 2 February 2026. Please include your name, institutional affiliation, a brief abstract (250-300 words), and a short CV.
Tagungen
- Tagungen
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Colloque « Genre et Archéologie »Feb 07Samstag, 07. Februar 2026 18:39
Date : 12 et 13 mars 2026
Lieux : 12 mars : Campus des Tertiales, Valenciennes ; également en distanciel, sur inscription :Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. ;
13 mars : Forum Antique de Bavay
Réservation obligatoire pour le 13 mars :Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. (places limitées)
Le colloque allie le Forum antique de Bavay, les universités Polytechnique des Hauts-de-France et Lettres Sorbonne
ainsi que les laboratoires LARSH (LAboratoire de Recherche Sociétés et Humanités) et Orient et Méditerranée.
Le colloque « Genre et Archéologie » est centré sur le concept de genre, appliqué à et en archéologie. Il s'inscrit dans
le contexte d'un intérêt accru pour l'histoire de la place et du rôle des femmes au regard de celles des hommes dans
cette discipline, en France ou à l'étranger, qu'il s'agisse des femmes comme objets et sujets d'archéologie. Il vise ainsi
à interroger la prise en compte du genre par les archéologues pour analyser les sociétés du passé, constituées
d'hommes et de femmes, et par divers professionnels du milieu culturel et éducatif pour valoriser les résultats des
fouilles, mais aussi la place des femmes dans le milieu très masculin des archéologues, voire des institutions
archéologiques.
https://www.uphf.fr/larsh/agenda/colloque-genre-archeologie
Programme:
https://www.uphf.fr/sites/default/files/media/2026-01/programme_a5_site_1.pdf - Tagungen
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21st Trends in Classics: «Euripidean Stagecraft: New Perspectives»»Feb 06Freitag, 06. Februar 2026 13:43
Aristotle University, Department of Classics
21st Trends in Classics International Conference
«Euripidean Stagecraft: New Perspectives»»
Thessaloniki, 12-14 Νοvember, 2026
Auditorium Ι
Aristotle University of Thessaloniki
Research Dissemination Center
September 3rd Avenue, University CampusConference Description
The fresh perspectives on Euripidean dramatic and staging techniques gained in the last decades, in conjunction with performance theory, give much scope for a re-evaluation of Euripides' stagecraft that takes into account extant and fragmentary evidence. Ancient performance encompasses seen and unseen action, speech, song and dance. This conference investigate and re-assess the rich material for Euripides' stage action and theatre production, as well as the relation of vision and understanding, illusion and fantasy, conveyed through performance. The open-endedness of ancient dramatic texts does not restrict the evidence to a fixed reading and gives rise to challenging questions about the ways in which Euripidean drama is performed and experienced. For instance, in what ways can the play define its own interpretation in performance? How does Euripides use and challenge conventions through variation, experimentation and surprise? In turn, how can a play shape its communication with its audience? At the same time, critical responses to Euripidean stagecraft, as well as the impact of ancient staging practices on modern performance similarly need to be addressed.
Conference Speakers
Rosa Andujar (Barnard College, Columbia University)
Aikaterini Arvaniti (University of Patras)
Joshua Billings (Princeton University)
Claire Cattenaccio (University of Georgetown)
Armand d’ Angour (Oxford University)
Paul Eberwine (College of William and Mary)
Stavros Frangoulidis (Aristotle University of Thessaloniki)
Melissa Funke (University of Winnipeg)
John Gibert (University of Colorado Boulder)
Simon Goldhill (University of Cambridge)
Edith Hall (University of Durham)
Richard Hunter (University of Cambridge)
Ioanna Karamanou (Aristotle University of Thessaloniki)
Poulheria Kyriakou (Aristotle University of Thessaloniki)
Rebecca Laemmle (University of Cambridge)
Anna Lamari (Aristotle University of Thessaloniki)
Vayos Liapis (Open University of Cyprus)
C.W. Marshall (University of British Columbia)
Hallie Marshall (University of British Columbia)
Chiara Meccariello (University of Exeter)
Sarah Miles (University of Durham)
Judith Mossman (University of Coventry)
Sheila Murnaghan (University of Pennsylvania)
Jessica Paga (College of William and Mary)
Rush Rehm (Stanford University)
Hanna Roisman (Colby College, Maine)
Elizabeth Scharffenberger (Columbia University)
Niall Slater (Emory University)
Stavros Tsitsiridis (University of Patras)
Erika Weiberg (Duke University)
Naomi Weiss (Harvard University)
David Wiles (University of Exeter)
Rosie Wyles (University of Durham)
For further information, please contact:
Ioanna Karamanou (
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. )Organizing Committee
Ioanna Karamanou (Aristotle University of Thessaloniki)
C.W. (Toph) Marshall (University of British Columbia)
Antonios Rengakos (Academy of Athens & Aristotle University of Thessaloniki)
Stavros Frangoulidis (Aristotle University of Thessaloniki)The organizers would like to acknowledge the kind and generous support of the AUTh Research Committee, the Kostas and Eleni Ouranis Foundation of the Academy of Athens, De Gruyter Brill, and University Studio Press.
- Tagungen
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Tagung Raubgrabungen in Deutschland: Ausmaß, Akteure, AntwortenFeb 05Donnerstag, 05. Februar 2026 09:33
Vom 9. bis 11.3. 2026 findet die Tagung Raubgrabungen in Deutschland: Ausmaß, Akteure, Antworten in Villingen-Schwenningen an der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg statt. Ziel der Tagung ist es, Vertreter*innen von Archäologie, Polizei und Recht zusammenzubringen, um ihre jeweiligen Perspektiven auf den Umgang mit Raubgrabungen und illegale Archäologie zu diskutieren.
Eine Anmeldung zur Tagung ist erforderlich und erfolgt mit dem Formular im Anhang spätesten bis zum 2. März per E-Mail an
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Die Tagung wird gefördert durch die Fritz-Thyssen Stiftung.
Bei Fragen melden Sie sich bitte bei Philip Kiernan unter
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oderDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. .Vorläufiges Programm
Raubgrabungen in Deutschland: Ausmaß, Akteure, Antworten
9-11.3.2026
Tagungsraum: Z.5.05
Hochschule für Polizei Baden-Württemberg
Stürmbühlstr. 250 Villingen-Schwenningen
Die Tagung wird gefördert durch die Fritz-Thyssen Stiftung
Tag 1, Montag 9. März
15:30-17:30 Ankunft und Check-In in Schwenningen
17:00-18:00 Abendessen an der HfPol (Man muss vor 18:00 Uhr in der Schlange stehen)
19:00-21:00 Umtrunk im Franziskanermuseum, Villingen
Grüßwort, Dr. Anita Auer, Leiterin, Franziskanermuseum
Keynote Vortrag: NN
Tag 2 – Dienstag 10. März
7:00-9:00 Frühstück
9:30-10:00 Grüßwort / Über die Tagung: Philip Kiernan
9:30-10:00 Dr. Jonathan Scheschewitz LAD - BW
Der schleichende Verlust unseres kulturellen Erbes durch illegale Sondergänger
in Baden-Württemberg. Die Sicht der archäologischen Denkmalpflege auf ein
aktuelles „In-Hobby“
10:00-10:30 KHK Stefan Holz, LKA - BW
Die Problematik der Raubgrabungen in Baden-Württemberg und
Gegenmaßnahmen
10:30-11:00 Kaffeepause
11:00-11:30 Dr. Mario Pahlow, NLD Lüneburg
Die Arbeit der Kommission Illegale Archäologie des Verbandes der
Landesarchäologen in Deutschland
11:30-12:00 Pia Pillokat, Anwaltskanzlei Bauer & Kollegen
Raubgrabungen aus rechtlicher Sicht- ein Überblick über Gesetze, Verfolgung
und Problemstellungen
12:00-13:30 Mittagspause
13:30-14:00 Simon Matzerath, Steve Boedecker, Constanze Höpken, Wolfram Ney
Landesdenkmalamt, Saarland.
Raubgrabungen und Sondengänger im Saarland
14:00-14:30 EKHK Christian Klein, LKA Bayern
Raubgrabungen in Bayern; Schatzfundregelung vs. Schatzregal
14:30-15:00 Dr. Andreas Büttner, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Bayern
Bayern - weiterhin ein Eldorado der Sondengänger? Auswirkungen des neuen
Schatzregals in Bayern
15:00-15:30 Kaffeepause
15:30-16:00 KHK Eckhard Laufer, Kriminaldirektion Wiesbaden
Schutz archäologischer Kulturgüter vor Plünderungen möglich?
16:00-17:00 Keynote: Dr. Ulf Ickerodt, Landesarchäologe, Schleswig-Holstein.
Titel: Von schwarzen Schafen und gemeinsamen Anstrengungen zum Schutz des
archäologischen Erbes.
17:00-18:00 Abendessen in Schwenningen an der HfPol
Tag 3 – Mittwoch 11. März
ab 7:00 Frühstück
Schlüßelabgabe in Tagungsraum spätestens um 9:00.
9:00-9:30 Yvonne Völlmecke Zoll / Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und
Kultur
Sorgfaltspflichten beim (gewerblichen) Inverkehrbringen von Kulturgut nach dem
Kulturschutzgesetz
9:30-10:00 KHK Peter Meisner. LKA Sachsen-Anhalt.
Raubgrabung in deutscher Realität - ein Fallbeispiel
10:00-10:30 Dr. Bianca Petzhold, LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, Bonn
Das Kulturgutschutzgesetz - eine vertane Chance?
10:30-11:00 Kaffeepause
11:00-11:30 Prof. Michael Lewis, FSA, The British Museum
Let them detect! And other ways to prevent heritage crime
11:30-12:00 Dr. Till Kemper / Anna Reinprecht , HFK Rechtsanwälte, Frankfurt-am-Main
Zufallsfund vs. Nachforschung und die Frage der Abstrafung redlicher Finder?
12:00-13:30 Mittagspause
13:30-14:00 Fabio Wegmüller, Fachstelle Archäologie im Kanton Glarus / Arbeitsgemeinschaft Prospektion
Schweiz
Die Problematik der Raubgrabungen in der Schweiz
14:00-14:30 Dr. Rebecca Peruche, INRAP, Besançon
The Ongoing Story of the Cobannus Hoard
14:30-15:15 Abschlussdiskussion
15:30-17:00 Ausflug zum Magdalenenberg - Grabhügel in Villingen, Führung P. Graßmann,
Franziskanermuseum Villingen. - Tagungen
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SEMANTIC AMBIGUITIES - KielJan 30Freitag, 30. Januar 2026 09:37
18 – 20 February 2026
FRAGILE IMAGES fundamentally challenges
the dominant notion of images as powerful
actors. It moves away from the focus on the
affective, persuasive, performative, and
immersive image and instead focuses on its
temporal instability, semantic ambiguity, and
ontological self-reflexivity.
The conference will draw on ancient rhetoric
and imagery in order to analyse the semantic
functions of ambiguity. Its focus will be on
polyvalent images in periods of political, social
or religious transition such as Late Antiquity in
order to understand the extent to which open
images are used to navigate between
competing and concurrent interests and
worldviews.
https://www.uni-kiel.de/fileadmin/user_upload/mandanten/klassische-archaeologie/Forschung/ERC/Dateien_ERC/ERC_7Final_program.pdf
Workshops
- Workshops
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Atelier de latin et grec ancien vivants "Schola Friburgensis"Jan 31Samstag, 31. Januar 2026 09:37
Atelier hebdomadaire à partir de la rentrée académique du SP26, 1h par semaine, lieu et horaire à définir
Inscriptions jusqu'au 10 février
Contact et inscriptions:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. - Workshops
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Bildtechnik: Archäologische Visualisierungskulturen im WandelJan 14Mittwoch, 14. Januar 2026 13:56
Universität Zürich 05.-06. Februar 2026
Der Workshop fokussiert auf die facettenreichen Visualisierungstraditionen der Klassischen Archäologie in Vergangenheit und Gegenwart und bringt aktuelle Fallbeispiele mit Perspektiven auf die Geschichte des Faches zusammen.
Institut für Archäologie, Klassische Philologie und Altertumswissenschaften
Fachbereich Klassische Archäologie
RAK-E-06
Rämistrasse 73
8006 Zürich, Schweiz
Weitere Informationen und das Programm finden Sie hier>:
https://www.iaka.uzh.ch/de/News/news_item.html?type=veranstaltungen&id=613
Bei Interesse an der Teilnahme wird um eine kurze Anmeldung bei den Organisator:innen gebeten: Sophie Preiswerk (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. ) ; Oliver Bruderer (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. ) - Workshops
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Papyrologische Spring School in MünsterDez 12Freitag, 12. Dezember 2025 20:37
23. - 27. März 2026
Die Papyrologische Spring School in Münster wird in Kooperation mit Prof. Dr. Charikleia Armoni (Universität zu Köln) veranstaltet und richtet sich vorzugsweise an BA- Studierende und Masterstudierende der Altertumswissenschaften und benachbarter Fächer.Ziel des 5-tägigen Kurses ist es, die Teilnehmer:innen an das selbständige Lesen, Tran- skribieren, Interpretieren und Kommentieren griechischer, auf Papyrus erhaltener Urkunden anhand von Abbildungen der Originale heranzuführen. Daher steht die Ver- mittlung von Grundkenntnissen in der Paläographie griechischer (ptolemäischer, römischer und byzantinischer) Papyri und in der Editionstechnik im Fokus des Kurses.
Zusätzlich erhalten die Teilnehmer:innen durch weitere Unterrichtseinheiten, die etwa Papyrusbriefen, juristischen Fragestellungen, literarischen Papyri und digitalen Hilfsmitteln gewidmet sind, einen allgemeinen Einblick in das Fach Papyrologie. Für den letzten Tag des Kurses (Freitag, 27. März) ist ein Besuch der Papyrussammlung der Universität zu Köln geplant, um Papyri im Original zu sichten.
Nach Absolvierung des Kurses erhält jede(r) Teilnehmer:in die Möglichkeit, einen Papyrustext eigenständig zur Edition vorzubereiten und damit einen Beitrag zur weiteren Aufarbeitung der Hamburger Papyrussammlung zu leisten.
Den Unterricht der Papyrologischen Autumn School in Münster gestalten Prof. Dr. Charikleia Armoni (Universität zu Köln) und Prof. Dr. Patrick Sänger (Universität Münster) im Zusammenwirken mit Dr. James Cowey (Universität Heidelberg), Dr. Thomas Ford (Universität Münster), Dr. Kerstin Sänger- Böhm (Universität Münster) sowie Dr. Riccardo Vecchiato (Universität zu Köln).
- Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Studierende begrenzt.
- Teilnahmevoraussetzung: Grundkenntnisse des
- Unterrichtssprachen: Deutsch,
- Bewerbung mit kurzem Motivationsschreiben und Curriculum Vitae bis zum Januar 2026 in elektronischer Form an: Prof. Dr. Patrick Sänger,
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. . - Die Auswahl der Teilnehmer*innen, welche auf Grundlage des bisherigen Studienerfolges und der Bewerbungsunterlagen erfolgt, wird bis Mitte Februar 2026 bekannt
- Leistungsanrechnung: Studierende des Master of Arts Geschichte (Universität Münster) können u. A. im Modul Historische Grundwissenschaften (Übung: Historische Grundwissenschaften) 5 LP
Seminar für Alte Geschichte / Forschungsstelle Papyrologie der Universität Münster
Institut für Altertumskunde/Arbeitsstelle für Papyrologie, Epigraphik und Numismatik der Universität zu Köln
- Sommerschulen
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SOMMERKURS FACHSPEZIFISCHES LATEIN Uni BernFeb 13Freitag, 13. Februar 2026 12:14
31.8.-11.9.2026
Plenum: 8.45-13.00 Uhr; Einzelsitzungen nach individueller Absprache
Sie sind
Student*in (BA/MA), Doktorand*in, Postdoc
in einer Disziplin mit ‘lateinischer Vergangenheit’ oder Affinität zu lateinischer Literatur,
die Sie sich für Ihre Studien- oder Forschungsinteressen erschliessen wollen.
Oder Sie sind einfach an Latein interessiert.
Sie verfügen über
Vorkenntnisse, die sich in etwa auf dem Niveau einer Schweizer Matura beweg(t)en, auf dem
Besuch von universitären Lateinkursen beruhen oder sonstwie erworben sind.
Wir sind oder waren
Dozierende und Studierende der Klassischen Philologie an der Universität Bern.
Wir bieten
in einem Mix von Plenarveranstaltungen, binnendifferenziertem Unterricht und 1:1-Betreuung:
- eine Intensivauffrischung in lateinischer Grammatik
- eine Einführung in die Besonderheiten der nachklassischen Latinität
- fachspezifische Blöcke (je nach disziplinärer Zusammensetzung der Gruppe)
- individuelle Supervision bei individuellen Fragen.
Es besteht die Möglichkeit, 4 ECTS-Punkte zu erwerben. Nähere Informationen zu den
Modalitäten werden nach der Teilnahmebestätigung erteilt.
Teilnehmer*innenzahl: nicht weniger als fünf, nicht mehr als zwanzig
Unterrichtssprache: Deutsch
Fristen: Bewerbung: bis 31. Mai 2026
Mitteilung über Zulassung: bis 8. Juni 2026
Bewerbungsunterlagen: - Motivationsschreiben (max. 1 Seite), aus dem hervorgeht, was Sie sich
von dem Kurs erwarten und welche Texte / Art von Texten Sie gerne
behandeln würden
- Angabe Ihrer Studienfächer
- Auskunft über das aktuelle Niveau Ihrer Lateinkenntnisse
als ein PDF zu senden an:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. - Sommerschulen
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Summer School 'The Museum as Research ' , AthenJan 23Freitag, 23. Januar 2026 17:16
Appel à candidature
Summer School « The Museum as Research », Scuola Normale Superiore (Pise),
en collaboration avec l’École Archéologique Italienne d’Athènes, dans le cadre du projet
MERITA – The Network for Talent, Athènes, 26-31 mai 2026.
La Summer School offre aux étudiants en spécialisation, doctorants et post-doctorants une expérience de terrain directe
dans les musées grecs, où l’observation critique des musées et de leurs dispositifs devient l’occasion d’un dialogue
approfondi entre archéologie, histoire, histoire de l’art, architecture et sciences de la communication. Le programme
combinera des cours magistraux avec des visites in situ dans des musées d’Athènes, de l’Attique, de l’Eubée et de la
Béotie.
Les candidats doivent soumettre le formulaire disponible via ce lien, au plus tard le 21 février 2026, en fournissant :
- un CV à jour ;
- une courte notice biographique présentant leurs domaines d’étude/recherche ;
- une lettre de motivation (300-500 mots).
Aucun droit d’inscription n’est requis pour la participation à la Summer School. Celle-ci comprend : l’accès à l’ensemble
des cours et visites, les déplacements pour les visites hors d’Athènes, ainsi que l’hébergement pour toute la durée de
l’atelier.
Pour toute information supplémentaire et pour accéder au formulaire de candidature, veuillez consulter la page web ;
pour toute question, vous pouvez également contacter le secrétariat organisateur à :Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. . - Sommerschulen
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Papyrologische Spring School in MünsterDez 13Samstag, 13. Dezember 2025 09:40
23. - 27. März 2026
Die Papyrologische Spring School in Münster wird in Kooperation mit Prof. Dr. Charikleia Armoni (Universität zu Köln) veranstaltet und richtet sich vorzugsweise an BA- Studierende und Masterstudierende der Altertumswissenschaften und benachbarter Fächer.Ziel des 5-tägigen Kurses ist es, die Teilnehmer:innen an das selbständige Lesen, Tran- skribieren, Interpretieren und Kommentieren griechischer, auf Papyrus erhaltener Urkunden anhand von Abbildungen der Originale heranzuführen. Daher steht die Ver- mittlung von Grundkenntnissen in der Paläographie griechischer (ptolemäischer, römischer und byzantinischer) Papyri und in der Editionstechnik im Fokus des Kurses.
Zusätzlich erhalten die Teilnehmer:innen durch weitere Unterrichtseinheiten, die etwa Papyrusbriefen, juristischen Fragestellungen, literarischen Papyri und digitalen Hilfsmitteln gewidmet sind, einen allgemeinen Einblick in das Fach Papyrologie. Für den letzten Tag des Kurses (Freitag, 27. März) ist ein Besuch der Papyrussammlung der Universität zu Köln geplant, um Papyri im Original zu sichten.
Nach Absolvierung des Kurses erhält jede(r) Teilnehmer:in die Möglichkeit, einen Papyrustext eigenständig zur Edition vorzubereiten und damit einen Beitrag zur weiteren Aufarbeitung der Hamburger Papyrussammlung zu leisten.
Den Unterricht der Papyrologischen Autumn School in Münster gestalten Prof. Dr. Charikleia Armoni (Universität zu Köln) und Prof. Dr. Patrick Sänger (Universität Münster) im Zusammenwirken mit Dr. James Cowey (Universität Heidelberg), Dr. Thomas Ford (Universität Münster), Dr. Kerstin Sänger- Böhm (Universität Münster) sowie Dr. Riccardo Vecchiato (Universität zu Köln).
- Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Studierende begrenzt.
- Teilnahmevoraussetzung: Grundkenntnisse des
- Unterrichtssprachen: Deutsch,
- Bewerbung mit kurzem Motivationsschreiben und Curriculum Vitae bis zum Januar 2026 in elektronischer Form an: Prof. Dr. Patrick Sänger,
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. . - Die Auswahl der Teilnehmer*innen, welche auf Grundlage des bisherigen Studienerfolges und der Bewerbungsunterlagen erfolgt, wird bis Mitte Februar 2026 bekannt
- Leistungsanrechnung: Studierende des Master of Arts Geschichte (Universität Münster) können u. A. im Modul Historische Grundwissenschaften (Übung: Historische Grundwissenschaften) 5 LP
Seminar für Alte Geschichte / Forschungsstelle Papyrologie der Universität Münster
Institut für Altertumskunde/Arbeitsstelle für Papyrologie, Epigraphik und Numismatik der Universität zu Köln
- Sommerschulen
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Scientific Diving Course at Lake Constance 2026Nov 27Donnerstag, 27. November 2025 10:40
Training Course in Scientific Diving / European Scientific Diver (ESD)
After the successfull restart of the Scientific Diving Courses at Lake Constance the upcoming 2026
course is hereby announced. The course is organized by Teraqua in collaboration with Archaeotask
GmbH, based in Engen/Hegau, as an accelerated program following the DGUV Rule 101-023
„Forschungstauchen“.
The course provides intensive training in professional diving skills for scientific purposes and concludes
with a theoretical and practical examination conducted by the examination board oft he German
Statutory Accident and Prevention Institution (Berufsgenossenschaft). Participants will receive
certification as a Geprüfter Forschungstaucher, which is equivalent to the European Scientific Diver.
This internationally recognized certificate will be issued by the German Scientific Diving Commission
(KFT) upon request.
The course consists of four parts:
1. Entry check: January 16th at Löffingen/Black forest. Exercises: (1) 1000 m distance swimming
with snorkel, mask and fins within 16 min (2) 1 minute static apnea while performing a bowline,
a clove hitch and a eight knot (3) 40 m distance diving in apnea with fins and mask (4)
approaching a BCD in apnea and put on equipment under water (5) a theoretical test at Level
CMAS **.
2. Theoretical Training: After passing the entrance exam, the theoretical part begins in January
2026. Weekly 1.5-hour online seminars will cover the physical, medical, technical, and legal
foundations of scientific diving.
3. Practical Training Phase 1: From April 13 to 24 the first practical training will take place at
the Engen/Hegau base near Lake Constance.
4. Practical Training Phase 2 and Examination: From June 8 to 22 the second practical training
will take place at Engen/Hegau base near Lake Constance. The Examination will take place
from June 23 to 25 at the same place.
Entry Requirements
The course targets students, postdoctoral researchers, scientists, and technicians in aquatic scientific
disciplines.
Applicants must meet the following requirements:
1. A valid diving certificate at least at the level of CMAS** or equivalent.
2. A minimum of 70 open-water dives with a total dive time of at least 30 hours, including at least
10 dives deeper than 15 meters and 5 dives deeper than 25 meters.
3. Experience with dry suits (15+ logged dives).
4. A valid occupational diving medical certificate issued by an authorized occupational medical
institution.
5. A complete diving kit, including a dry suit (air tanks and weights will be provided; some
equipment may be supplied upon prior arrangement).
6. Proof of completion of a CPR course (conducted by a certified institution) within one year
before the final examination.
7. Certification as a "Rescue Swimmer" Level 2.
All applicants must demonstrate practical skills at the level of CMAS** or equivalent as part of the
entrance exam.
Since there are no standardized European certifications for first aid, rescue swimming, and occupational
diving medical certificates, certifications issued outside Germany will be accepted if deemed equivalent
to the German documents. For questions about equivalency, please contact archaeotask@teraqua-
ausbildungsbetrieb.de.
Application
Applications, including a brief motivation letter and a diving résumé, should be sent toDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
by December 31, 2025. Proof of entry requirements (1-2) are to be submitted by the start of the
theoretical training block, along with the signed training contract. Requirements (3–7) must be fulfilled
before the start of the practical training block.
Course Fees
The course fee is € 2.950,00. The fee includes the use of course infrastructure, the examination fee, and
certification costs by the German Scientific Diving Commission. Travel, accommodation, and meals are
not included.
For more information about training facilities and scientific diving in Germany and Europe, visit:
https://www.forschungstauchen-deutschland.de
http://www.teraqua.de
https://www.archaeotask.de - Ausstellungen
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Kostbare Miniaturen. Kunst des Steinschneidens in acht Jahrtausenden. Aus der Sammlung Werner DaumFeb 13Freitag, 13. Februar 2026 09:18
Eine Ausstellung im Winckelmann-Museum Stendal (1. Februar bis 19. April 2026)
Es ist eine kleine Sensation: Das Winckelmann-Museum präsentiert in einer neuen Sonderausstellung
erlesene Werke der Steinschneidekunst aus insgesamt 8 Jahrtausenden. Die Miniaturen –
insbesondere hochwertige Gemmen, Kameen und Siegel – fiel der Winckelmann-Gesellschaft im
letzten Jahr quasi über Nacht von dem Sammler Dr. Werner Daum als Erbschaft zu. Der Berliner
Diplomat, Jurist und ausgewiesene Kunstkenner verstarb plötzlich während eines Aufenthaltes in
Albanien im Juli 2025. Sein gesamtes Vermögen konsequent für die Sammlung umsetzend, hatte
Daum im Lauf seines Lebens ca. 1600 Kunstgegenstände, zu denen u.a. auch Porzellan, Skulpturen
und Gemälde zählen, zusammengetragen.
Werner Daums Sammlungsfokus lag aber klar auf der Kunst des Steinschneidens. Es ging ihm hier
weniger um Einzelepochen, spezielles Gestein oder ausgewählte Bildthemen – sein Anspruch war
eine allumfassende Gesamtschau durch die Kulturen und Zeiten. Insgesamt 8 Jahrtausende umfasst
sein Nachlass, von den ältesten Siegeln aus dem 6. bis 4. Jahrtausend v. Chr., die zur Kennzeichnung
von Besitz, Verträgen und Vollmachten verwendet wurden, bis hin zu Kunstwerken der Moderne,
etwa eine Kamee des französischen Kubisten und Picasso-Vertrauten Georges Braque. Das macht die
Privatsammlung – und nunmehr ebenso die Ausstellung im Winckelmann-Museum – einzigartig.
Demgemäß führt die Ausstellung durch die Kulturen: Sie präsentiert Siegel und Petschaften von ihrem
Beginn bis in die Jetztzeit, mesopotamische Rollsiegel mit Keilschrift und Miniaturbildern, dann
Gemmen von der griechischen Frühzeit der Minoer (1500 v. Chr) bis in die nachantiken Epochen von
Renaissance bis Klassizismus. Diese meist Edel- oder Halbedelsteine mit feinsten in die Tiefe
geschnittenen Minaturbildern dienten den Griechen und Römern als Siegel, magisches Amulett oder
Schmuckstein für Ringe, Ohr- und Kettenschmuck. In der Ausstellung können sich die Besucher von
dem reichen Motivschatz der Gemmen mit Darstellung u.a. von Göttern, Herrschern, Helden, Mythen
oder Tieren überzeugen. Wie die Antike brachte auch die Neuzeit bekannte Steinschneider hervor, so
Giovanni Carandrelli oder Giovanni Pichler, denen später nicht selten der Vorwurf des Fälschens
nachgesagt wurde. Die Ausstellung zeigt mehrere Exemplare der Künstler, z. B. einen von Pichler
signierten Karneol mit Darstellung der berühmten Statue der Hercules Farnese.
In der Ausstellung ist außerdem eine große Sammlung herausragender Kameen, insbesondere des 17.
bis 20. Jahrhunderts, vertreten. Erhaben gefertigt aus Schichtsteinen, Muscheln oder Perlen
faszinieren die Kameen ebenso wie die Gemmen durch ihren reichen bildlichen Kosmos, vor allem
aus der antiken Mythologie. Beliebt waren zudem Profilporträts, etwa jene des französischen
Königspaares Louis XVI. und Marie Antoinette. Ein biblisches Motiv – die Geburt Christi – schnitt der
italienische Miniaturist Alessandro Masnago in Achat.
Die Besucherinnen und Besucher entdecken Überraschendes und qualitativ Hochwertiges, so die
Siegel des französischen Juweliers Jean-Valentin Morel mit den Chiffren des preußischen Königs
Friedrich Wilhelm III. und seiner Gattin Luise.
Die bis dato noch gar nicht oder nur in Ausnahmefällen der Öffentlichkeit präsentierten Exponate sind
noch bis 19. April in Stendal zu sehen.
Thematische Führungen:
15.02., 15.00 Uhr – Siegel – Gestalt und Gebrauch von der
Antike bis zur Neuzeit (Dr. Stephanie-Gerrit Bruer)
04.03., 15.30 Uhr – Edle Steine – feine Reliefs: Kameen,
Kleinkunst, Wedgwood-Keramik (Dr. Kathrin Schade)
12.04., 15.00 Uhr – Buchhaltung, Verträge und Betrug –
Dokumente in Keilschrift (Dr. Stephanie-Gerrit Bruer)
Vorträge und Lesungen:
11.03., 15.30 Uhr – Dr. Georg Neumann: Von magischen
Steinen, geheimnisvollen Bildern und gesiegeltem Recht
15.03., 15.00 Uhr – Dr. Eva Hofstetter / Jutta Kunze:
Wiederentdeckte jemenitische Märchen, gesammelt,
übersetzt und aufgeschrieben von Werner Daum
25.03., 15.00 Uhr – Dr. Axel Rügler: Die Gemmen des
Baron von Stosch: Winckelmanns Erkenntnis-Quell
für Kulturepochen und Ikonographie
08.04., 17.30 Uhr – Prof. Dr. Max Kunze: Fälscher oder
Künstler? Steinschneider der Winckelmann-Zeit
15.04., 17.30 Uhr – Dr. Eva Hofstetter: Königin von Saba –
eine historische Person?
19.04., 15.00 Uhr – Kunstnachlässe: Last oder Gewinn
Gesprächsrunde zur Finissage
https://www.winckelmann-gesellschaft.com/
https://www.winckelmann-gesellschaft.com/kostbare-miniaturen-kunst-des-steinschneidens-in-acht-jahrtausenden/ - Ausstellungen
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Frankfurts römisches Erbe - Archäologie einer lebendigen VergangenheitJan 06Dienstag, 06. Januar 2026 10:13
Unter den Straßen und Häusern Frankfurts liegt vielerorts eine zweite, viel ältere Stadt verborgen: das römische Frankfurt. Die Ausstellung „Frankfurts römisches Erbe“ lädt dazu ein, diese Vergangenheit Schicht für Schicht zu entdecken – von den ersten römischen Stützpunkten am Main, über das städtische Zentrum Nida mit den über das heutige Stadtgebiet verteilten Landgütern in seinem Umland bis zu den Ursprüngen des mittelalterlichen Frankfurt.
Archäologische Funde aus Frankfurt – viele davon zum ersten Mal zu sehen –, veranschaulichende Rekonstruktionen und Karten zeigen, wie Menschen aus dem gesamten Römischen Reich und Einheimische am Main zusammenlebten, handelten und ihrem Glauben nachgingen. Sie erzählen von Militär und Macht, Handwerk und Handel, Göttern und Gemeinschaften – und davon, wie das römische Erbe in der Stadt bis heute fortlebt.
Die Ausstellung macht sichtbar, dass die römische Vergangenheit kein fernes Kapitel ist, sondern ein lebendiger Teil Frankfurts und der Metropolregion: ein Fundament, auf dem die Stadt des Mittelalters gründet.
https://www.museumsufer.de/de/ausstellungen-und-veranstaltungen/ausstellungen/frankfurts-roemisches-erbe-archaeologie-einer-lebendigen-vergangenheit/ - Ausstellungen
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Grundstein Antike - Berlins erstes MuseumJan 06Dienstag, 06. Januar 2026 10:05
Am 9. Juli 1825 wurde der Grundstein für das von Karl Friedrich Schinkel entworfene Museum im Berliner Lustgarten gelegt. Nur fünf Jahre später, am 3. August 1830, wurde das erste öffentliche Museum Berlins und Preußens einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Rasch entwickelte sich das Alte Museum zu einem Publikumsmagneten und einer bis heute bedeutenden Institution der archäologischen Grundlagenforschung.
In der Sonderausstellung werden nicht nur die baulichen Herausforderungen und innovativen Lösungen Schinkels beleuchtet, sondern auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie das damals ganz andere Erscheinungsbild der Ausstellungsräume, die im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört wurden. Ein großformatiges Modell im Zentrum der Ausstellung vermittelt einen Eindruck von Schinkels ursprünglichem Bau, von dem zudem nur wenige bildliche Darstellungen aus der Gründungszeit des Museums sowie historische Fotografien aus dem späteren 19. Jh. eine Vorstellung geben.
Schinkels Geniestreich
Das Alte Museum markiert tatsächlich einen Wendepunkt in der Architekturgeschichte öffentlicher Bauwerke für die Kunst: Zum ersten Mal überhaupt wurde ein Gebäude eigens als reines Kunstmuseum konzipiert. Karl Friedrich Schinkel schuf einen Bautypus, der die Gestaltung von Museen über Jahrzehnte hinweg prägen sollte. Der Architekt Schinkel stand bei der Errichtung des Museums vor großen technischen und finanziellen Herausforderungen – der preußische König Friedrich Wilhelm III. forderte äußerste Sparsamkeit, sodass innovative und gleichzeitig kostengünstige Lösungen entwickeln mussten.
Antike Kunst – und Alte Meister!
Während im Sockelgeschoss antike Kleinkunst – insbesondere Vasen, Bronzen, Terrakotten sowie Gemmen, Kameen und Münzen – gezeigt wurden, war das Hauptgeschoss mit der Rotunde antiken (vor allem römischen) Skulpturen und das Obergeschoss der königlichen Gemäldegalerie gewidmet. Letztere kann aus inhaltlichen und konservatorischen Gründen in unserer Ausstellung nur eine Nebenrolle spielen, soll aber in einer für 2030 geplanten großen Jubiläumsausstellung in der James-Simon-Galerie prominent berücksichtigt werden.
Kunstgenuss und Wissenshunger des Bürgertums
Die Eröffnung des Museums fiel in eine Zeit des aufstrebenden Bürgertums und der Propagierung neuer Bildungsideale. Die Öffentlichkeit verlangte nach frei zugänglichen Möglichkeiten der Kunstbetrachtung, und Friedrich Wilhelm III. förderte diesen Gedanken zur Bildung seiner Untertanen. Rasch wurde das Museum weit über Preußen hinaus zu einem beliebten Reiseziel der bildungsbürgerlichen Gesellschaft. Doch wie öffentlich zugänglich war es tatsächlich? Welche Besuchergruppen strömten in das Museum, und welche Kunstwerke faszinierten sie besonders?
10.07.2025 bis 03.05.2026
Altes Museum
https://www.smb.museum/ausstellungen/detail/grundstein-antike/ - Ausstellungen
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KOLOSSAL DIGITAL! DER FARNESISCHE STIER IN LEIPZIGOkt 31Freitag, 31. Oktober 2025 09:44
7.10.2025–1.4.2026
Antikenmuseum Universität Leipzig
Gipsabguss-Sammlung
Dittrichring 13 | 1.OG
04109 Leipzig
Eröffnung
7. Oktober | 18.00 Uhr
Öffnungszeiten
Mittwoch 15.00–18.00 Uhr
Führungen sonntags
und auf Anfrage.
An gesetzlichen Feiertagen
geschlossen. - Stellenangebote
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MZAW Visiting Professorship in Cultural History of the Ancient WorldFeb 12Donnerstag, 12. Februar 2026 14:22
MÜNCHNER ZENTRUM FÜR ANTIKE WELTEN
Ludwig-Maximilians-Universität München
Fakultät für Kulturwissenschaften
Münchner Zentrum für Antike Welten (MZAW)
Possible appointment period: 1 October 2026 – 31 July 2027
Application deadline: 15 March 2026
Fee-based honorarium: €20,000 for one semester or €40,000 for two semesters
The Münchner Zentrum für Antike Welten (MZAW) invites applications for a Visiting Professorship in Cultural History of the Ancient World for either one semester or two semesters, starting on October 1, 2026.
The Münchner Zentrum für Antike Welten (MZAW) is the interfaculty research network of ancient studies
at LMU Munich, advances joint research initiatives, and fosters networking within and beyond Munich’s
departments, collections, and institutions dedicated to the study of the ancient world. Established in 2011, the MZAW Visiting Professorship has been awarded to a series of renowned scholars from around the world (https://www.mzaw.uni-muenchen.de/gastprofessur/index.html), who have enjoyed excellent
conditions for both research and scholarly interaction at LMU.
In the academic year 2026/27 the MZAW Visiting Professorship is open for either one semester (winter or summer semester) or two semesters. Applications are invited from outstanding international and domestic scholars specializing in the anthropology, history, art and archaeology, literature and linguistics,
philosophy, religion, or law of the ancient world. The Center’s regional foci include the ancient
Mediterranean (Greece, Rome, and Byzantium), ancient Egypt, the ancient Middle East and Near East,
ancient northern Europe, and ancient China.
At MZAW, the successful applicant will:
pursue an original research program relevant to the study of antiquity, opening up innovative
interdisciplinary perspectives,
propose an annual theme of relevance across the MZAW that fosters collaboration between
different areas of study.
teach one graduate seminar per semester,
organize one public academic event per semester (lecture, panel discussion or conference).
Requirements include a university degree, an outstanding doctorate, as well as excellent academic
achievements and a promising research program. For the duration of the appointment, residence in
Munich is expected.
LMU Munich is an equal opportunity employer. The University continues to be very successful in
increasing the number of female faculty members and strongly encourages applications from female
candidates. LMU Munich intends to enhance the diversity of its faculty.
Applicants with disabilities will be given preference in the case of essentially equal qualifications.
Please include in your application:
a cover letter stating the preferred term (winter or/and summer semester) and the specific
motivation for working with the MZAW, including a proposal for an interdisciplinary annual theme
(max. 2 p.),
a CV including a list of publications (max. 5 p.),
a description of the proposed research project (max. 5 p.),
a summary of the project description (max. 350 words),
two writing samples
Please send a single pdf-file via email no later than March 15, 2026 to:
Ludwig-Maximilians-Universität München
Münchner Zentrum für Antike Welten (MZAW)
Prof. Dr. Ruth Bielfeldt
z.H. Frau Dr. Caroline Veit
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München
E-Mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
www.mzaw.uni-muenchen.de - Stellenangebote
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Regius Professorship of GreekFeb 11Mittwoch, 11. Februar 2026 12:52
University of Oxford - Faculty of Classics in association with Christ Church
Regius Professorship of Greek
Full Time, Permanent, Ref. 184732
<https://my.corehr.com/pls/uoxrecruit/erq_jobspec_details_form.jobspec?p_id=184732>
The Faculty of Classics and Christ Church are seeking applications for the Regius Professorship of Greek, with effect from 1 October 2026 or as soon as possible thereafter.
The Regius Professorship of Greek, established by Henry VIII in 1541, is one of the pre-eminent chairs of ancient Greek in the UK and is internationally among the most respected in the world of Classics. The Regius Professor will be elected to a non-stipendiary Ordinary Studentship (i.e. Fellowship) at Christ Church.
The Faculty welcomes applications from those with expertise in any area of Greek Language and Literature, but you should have broad interests and sympathies to be able to contribute to and promote what is a wide and increasingly interdisciplinary research field in Oxford. You will be expected to supervise graduate students, to lecture to undergraduates, and to give lectures and seminars suitable for graduate students. You should be willing to provide advice and supervision on a broad range of subjects beyond your own research specialism. You will be expected to exercise academic leadership through your own research and teaching, by seeking research grants, by promoting a culture of obtaining research funding amongst colleagues and graduate students, and by building relationships with potential donors to Oxford Classics.
You should have a distinguished record and strong international profile in research and publication in Greek Language and Literature, indicating the potential to produce further significant work during the tenure of the chair. In addition to excellence in your own research, teaching and supervision, you should have the academic leadership skills to be able to support colleagues to foster outstanding research and teaching, and to act as an advocate for Greek and wider Classical studies within the University and beyond.
The closing date for applications is 12:00 noon UK time on Monday 13 April 2026.
Informal enquiries are welcome and may be made in strict confidence to Professor Llewelyn Morgan, Faculty Board Chair (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. <mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. >). - Stellenangebote
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Juniorprofessur Kulturgeschichte des griechisch-römischen ÄgyptenFeb 06Freitag, 06. Februar 2026 13:46
Universität Hamburg
Fakultät für Geisteswissenschaften
W1 Juniorprofessur mit Tenure-Track W2 für Alte Geschichte, insbesondere Kulturgeschichte des griechisch-römischen Ägypten
https://jobs.zeit.de/jobs/w1-juniorprofessur-mit-tenure-track-w2-fuer-alte-geschichte-insbesondere-kulturgeschichte-des-griechisch-roemischen-aegypten-universitaet-hamburg-hamburg-1105398
Einrichtung: Dienstbeginn: 01.01.2027
Die Exzellenzuniversität Hamburg gehört zu den forschungsstärksten Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen Deutschlands. Durch Forschung und Lehre, Bildung und Wissenstransfer auf höchstem Niveau fördern wir die Entwicklung einer neuen Generation verantwortungsbewusster Weltbürger:innen, die den globalen Herausforderungen unserer Zeit gewachsen ist. Mit unserem Leitmotiv „Innovating and Cooperating for a Sustainable Future in a Digital Age“ gestalten wir die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen und außerwissenschaftlichen Partnerinstitutionen in der Metropolregion Hamburg und weltweit. Wir laden Sie ein, Teil unserer Gemeinschaft zu werden, um gemeinsam mit uns einen nachhaltigen und digitalen Wandel für eine dynamische und pluralistische Gesellschaft zu gestalten.
Aufgabengebiet
An der Fakultät für Geisteswissenschaften ist eine Juniorprofessur mit Tenure-Track (W1TTW2) für Alte Geschichte zu besetzen. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf der Kulturgeschichte des griechisch-römischen Ägypten (4. Jh. v. Chr. – 6. Jh. n. Chr.) unter besonderer Berücksichtigung von Bedeutung und Nutzungskontexten, Materialität und Medialität von Schriftartefakten.
Die Professur umfasst neben der Forschung in den oben genannten Feldern und Lehre im Bereich Alte Geschichte die folgenden Aufgaben:
* Beteiligung an der Lehre in allen Studiengängen der Fächer Geschichte (BA und MA) und Manuscript Cultures (MA)
* aktive Mitwirkung im Exzellenzcluster „Understanding Written Artefacts II“
* interdisziplinäre Kooperation, insbesondere mit den Nachbarfächern Klassische Philologie und Archäologie
*
Ihr Profil
Die Juniorprofessur richtet sich an Wissenschaftler:innen in der frühen Karrierephase. Wir suchen eine wissenschaftlich hervorragend ausgewiesene Persönlichkeit mit Erfahrungen im Forschungsbereich der ausgeschriebenen Professur.
Wir erwarten:
* herausragende Promotion im Bereich der Alten Geschichte, Altertumswissenschaften oder einem für das Forschungsgebiet relevanten, vergleichbaren Fach
* sehr gute Altgriechisch-, Latein- und Englischkenntnisse
* sehr gute Kenntnisse in Papyrologie oder Epigraphik (idealerweise in beiden Bereichen)
* Anknüpfungen an den universitären Forschungsschwerpunkt Manuskriptforschung
* Erfahrungen in interdisziplinärer Forschung
* einschlägige Publikationen in dem oben genannten Forschungsgebiet, inklusive der Dissertation
Wir erwarten gleichermaßen:
* Sprachkenntnisse in Deutsch (C1). Die Sprachkenntnisse können innerhalb der ersten zwei Dienstjahre erworben werden. Die Universität Hamburg unterstützt Sie hierbei gerne.
* weniger als vier Jahre wissenschaftliche Qualifikationszeit nach Abschluss der Promotion (Erziehungs- und Betreuungszeiten werden von der Kommission pauschal mit zwei Jahren pro Kind berücksichtigt); vor Ablauf der Juniorprofessur erfolgt eine Evaluierung, um die Voraussetzungen für eine Berufung auf eine Lebenszeitprofessur zu prüfen.
Idealerweise bringen Sie auch noch mit:
* erste Erfahrungen in der universitären Lehre
* Kenntnisse weiterer für das Fach relevanter Sprachen
Die Universität Hamburg
Die Universität Hamburg legt Wert auf Geschlechtergerechtigkeit, Diversität und Vereinbarkeit von Familie mit Beruf und Studium. Die Bereitschaft, dies in der Lehre und Personalführung zu berücksichtigen, wird erwartet. Darüber hinaus fordern wir qualifizierte Frauen nachdrücklich zur Bewerbung auf.
Schwerbehinderte und ihnen gleichgestellte behinderte Menschen haben Vorrang vor gesetzlich nicht bevorrechtigten bewerbenden Personen gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung.
Hinweis zur Bewerbung und zu Berufungsverfahren
Bitte laden Sie alle relevanten Bewerbungsunterlagen zusammengefasst in einer PDF‑Datei hoch:
* Anschreiben
* CV
* Publikationsliste
* Nachweis von Lehrerfahrungen, z. B. in Form einer Liste der Lehrveranstaltungen
* Nachweis von Erfahrungen und Erfolgen in der Einwerbung und Durchführung von Drittmittelprojekten
* Zeugnisse und Dokumente
* drei repräsentative Veröffentlichungen
* Darlegung der Vorstellung zur zukünftigen Forschung und Lehre
* ggf. Evaluationen
* ggf. weitere Nachweise wie Vorträge, Poster, wichtige Funktionen in Organisationen
Bei technischen Problemen können Sie sich an folgende Adresse wenden:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. <mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. >
Im Laufe des Berufungsverfahrens wird ein Assessment Center mit einem engeren Bewerber:innenkreis durchgeführt. Weitere Informationen zu Berufungsverfahren finden Sie unter www.uni-hamburg.de/berufungsverfahren<http://www.uni-hamburg.de/berufungsverfahren>
Die Einstellungsvoraussetzungen und professoralen Aufgaben richten sich nach den rechtlichen Regularien (insbesondere §§ 15, 18 und 12 Abs. 7 Hamburgisches Hochschulgesetz). Informationen zum Datenschutz bei Auswahlverfahren finden Sie hier<https://www.uni-hamburg.de/uhh/organisation/stabsstellen/berufungen/datenschutzerklaerung.html>.
Kontakt
Prof. Dr. Werner RießDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. <mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. >
+49 40 2395‑24756
Prof. Dr. Markus FriedrichDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. <mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. >
+49 40 2395‑24842
Standort
Von-Melle-Park 6
20146 Hamburg
Kennziffer
JP 367
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Lecturer or Assistant Professor in the Department of Classics and PhilosophyFeb 06Freitag, 06. Februar 2026 13:40
University to Cyprus
DEPARTMENT OF CLASSICS AND PHILOSOPHY
The University of Cyprus, founded in 1989, is committed to research excellence and the
continuous development of its undergraduate and graduate programmes. To best serve its
research and educational aims, the University recruits high-calibre academic staff who can
make significant contributions to the development of internationally- competitive research
projects and to the design and delivery of new curricula.
The University is committed to promoting inclusivity, diversity, and equality, as well as the
elimination of all forms of discrimination, to provide a fair, safe, and pleasant environment for
the entire university community, where students and staff members will feel supported both in
their professional and personal development, within and beyond their multiple identities. To
this end, the University seeks to create the necessary conditions that will encourage and
respect diversity and ensure dignity both in the workplace and society at large. Moreover, the
University has adopted specific policies to promote equal opportunities, as well as respect and
understanding of diversity, while it is committed to promoting and maintaining a working,
teaching, and learning environment, free from any form of discrimination, whether direct or
indirect.
The University of Cyprus invites applications for one (1)
tenure-track position at the rank of Lecturer or Assistant Professor
in the Department of Classics and Philosophy, in the field of
‘Latin Philology’.
For all academic ranks, a Doctoral degree from an accredited University is required.
The minimum requirements for each academic rank are available at https://rb.gy/e9oi7.
Candidates do not need to be citizens of the Republic of Cyprus.
The official languages of instruction are Greek and Turkish. For the above position, fluency in
the Greek language is necessary.
In case the selected candidate is not proficient in the Greek language, the candidate and the
Department shall ensure that the former acquires sufficient knowledge of the Greek language
within 3 years from the date of appointment. Each Department sets its own criteria for the
required level of fluency in the Greek language.
In accordance with the applicable legislation, the annual gross salary (including the 13th salary)
for full-time employment is:
Assistant Professor (Scale Α13-Α14) €65.916,94 - €88.897,16
Lecturer (Scale Α12-Α13) €50.101,73 - €81.526,71
Employee contributions to the various State funds will be deducted from the above amounts.
Candidates are invited to submit their applications electronically by uploading the following
documents in English and in PDF format at the following link:
https://applications.ucy.ac.cy/recruitment
1. Cover Letter
2. Curriculum Vitae
3. Copy of ID/Passport
4. Copy of a bachelor’s degree from an accredited University is required
5. Copy of a PhD degree from an accredited University is required
6. Review of previous research work and a brief description of future research projects
(up to 3 pages)
7. List of publications
8. Representative publications (up to 3 publications which should be submitted
separately). While publications are not required for the rank of Lecturer, candidates
applying for this rank are encouraged to submit representative publications if they have
any.
9. The names and email addresses of three professors from whom confidential letters of
recommendation (in English) will be automatically requested upon submission of the
application. Letters of recommendation may be submitted up to 7 days following the
deadline for submission of applications. It is the responsibility of each candidate to
ensure that the references are submitted. In case the letters of recommendation are
not submitted on time, the application will not be considered.
The above documents (1-8) must be uploaded as separate PDF documents.
No change will be possible following the submission of your application.
The deadline for applications is Thursday the 2nd of April 2026.
The University of Cyprus reserves the right to ask from the selected candidate(s), and prior
the offering of any position, to have their degrees submitted and evaluated upon by the relevant
authority within Cyprus Democracy, “The Cyprus Council for the Recognition of Higher Edu-
cation Qualifications (KY.S.A.T.S.)”.
The selected applicants will be required to submit copies of degree certificates certified by the
Ministry of Education, Sport and Youth (if the degrees were obtained from universities in
Cyprus) or from the Issuing Authority (if the degrees were obtained from foreign universities).
The selected candidate will be responsible for ensuring that the authenticity of the degrees,
certificates, and other relevant documents submitted in his/her application is certified by the
competent Institutions, by sending a relevant email to the Human Resources Services.
Applications, supporting documents and recommendation letters submitted in response to
previous vacancy announcements will not be considered and must be resubmitted.
Applications not providing all the required documents specified in the online application form
at the above link will not be considered.
The applicant should ensure that their application has been successfully submitted. Upon
submission, the candidate will receive an automated confirmation email.
For more information, please contact the Department of Classics and Philosophy (tel.: 00357
22 893850) or Human Resources Services (tel.: 00357 22 89 4146).
January 02, 2026
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