Mommsen-Gesellschaft e.V.
Verband der deutschsprachigen Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiete des Griechisch-Römischen Altertums
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Aktuelles

Mommsen-Blog

  • Mommsen-Blog
  • Aug 20
    17. Der Zauber von Coimbra

    Mommsen-Blog
    Mittwoch, 20. August 2025 13:06

    Eindrücke von der 16. Celtic Conference in Classics in Coimbra, Portugal (15.-18. Juli 2025)



    Konstanze Schiemann, Mainz

    „Coimbra tem mais encanto / Na hora da despedida.“ „Coimbra ist voller Zauber / In der Stunde des Abschieds“. Eine Liedzeile, die von einer Fado-Gruppe beim Abschlussdinner der 16. Celtic Conference in Classics in Coimbra, Portugal gesungen wurde. Allerdings wurde der Zauber der Stadt den über 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sicher bereits bei ihrer Ankunft in Coimbra offensichtlich – mir zumindest ging es so. Die lange Tradition der universitären Kultur ist an jeder Ecke spürbar und füllt die Straßen mit den schwarzen Umhängen der traditionellen Studententracht, den bunten Bändern in den Farben der Fakultäten und der Musik des fado de estudante. Die Universität befindet sich auf der Akropolis von Coimbra; sie ist eine der ältesten Europas und wurde 2013 ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Während der historische Paço Real, der königliche Palast, der für akademisches Zeremoniell genutzt wird und an den die berühmte Biblioteca Joanina anschließt, aus dem 18. Jahrhundert stammt, sind viele der Fakultätsgebäude neueren Datums. Das heutige Gebäude der Faculdade de Letras da Universidade de Coimbra entstand während der Diktatur Salazars in den 1940er Jahren an der Stelle eines barocken Vorgängerbaus. Für die Konferenz war die Fassade mit dem Banner der CCC geschmückt und darunter wachten Statuen von Sappho, Thukydides, Aristoteles und Demosthenes über das Geschehen.

    Die Celtic Conference in Classics wurde vor 27 Jahren zum ersten Mal abgehalten, als irisch-schottischer Gegenentwurf zu Oxbridge-Tagungen, und ist inzwischen die größte Konferenz für Klassische Philologie und Alte Geschichte in Europa. Alle zwei Jahre findet sie nun in Coimbra statt, in den dazwischenliegenden Jahren an wechselnden Orten im „keltischen“ Kulturraum (Irland, Schottland, Wales, Frankreich). Inzwischen sind die meisten TeilnehmerInnen allerdings keine „Kelten“ mehr – mit jeweils über 100 Personen waren die größten Gruppen aus den USA und aus Italien nach Coimbra gereist. Aus Deutschland kamen 47 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, von Kiel über Mainz bis München. Dass ich mich gleich in Coimbra willkommen gefühlt habe, war vor allem den vielen freundlichen Mitgliedern des Centro de Estudos Clássicos e Humanísticos, der Ausrichterorganisation der CCC, die als Helferinnen und Helfer für jegliche Anliegen ansprechbar waren und für eine herzliche Atmosphäre gesorgt haben, geschuldet.

    Meine Unterkunft war das Seminário Maior, ein beeindruckendes Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert, das ehemals ein zentraler Ort der Priesterausbildung in Portugal war und heute einfache Gästezimmer anbietet. Im Refeitório, dem gemeinsamen Speisesaal, kamen zum Frühstücken KonferenzteilnehmerInnen mit Backpackern, Langzeitgästen und Priestern im Ruhestand zusammen. Mein Weg zur Konferenz führte jeden Morgen durch den universitätseigenen Botanischen Garten, entlang Zypressen und Palmen, vorbei am Gewächshaus und dann eine für Coimbra typisch steile Straße hoch zum Fakultätsgebäude. An besonders guten Tagen begegneten mir auf dem Weg auch ein paar Katzen.

    Die 39 Panels der Konferenz behandelten grundlegende Themen wie Krieg und Frieden, Freiheit und Marginalisierung, Verschmutzung und Ekel. In dem Panel, in das mein Vortrag eingebunden war, ging es um Mobilität und Ökologie („Mobility and Ecology in Graeco-Roman Literature and Arts“, Leitung: Christopher Schliephake und Martinho Soares). Im Laufe des Panels zeigte sich, dass das Thema von ganz unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden kann und dadurch immer wieder neue Verknüpfungen entstehen. So ging es zum einen um die Mobilität natürlicher Ressourcen wie Gewürze und Holz, die die Vernetzungen des Mittelmeerraums greifbar machte und botanisches Wissen zirkulieren ließ. Ähnliches gilt für die durch den Menschen forcierte Mobilität von Wildtieren, die für die Arena in entlegenen Regionen gefangen und dann in die Städte des Römischen Reichs transportiert wurden. Zwei Vorträge griffen das Thema auf und zeigten, wie dieser Vorgang literarisch überformt und für imperiale Repräsentationszwecke verwendet wurde. Tiere in Bewegung spielten auch im landwirtschaftlichen Kontext eine Rolle, wenn Weidetiere auf geteilten Flächen grasten und dabei potenziell von Menschen gemachte Marker übertraten. Diese Transgression musste wiederum reguliert werden. In mehreren Vorträgen ging es um die Mobilität von Menschen in einer feindlichen – aber sich zum Teil auch als nützlich oder kooperativ herausstellenden – Natur. Besonders der Marsch von militärischen Truppen durch ungezähmte Landschaften wie es in den Anabaseis von Xenophon und Arrian oder bei Livius beschrieben wird, wurde im Hinblick auf die Mensch-Natur-Interaktion analysiert. Dabei zeigte sich, dass die Natur selbst als aktiv Handelnde in den Texten hervortritt. In einem weiteren Vortrag waren es nicht Soldaten, sondern Piraten, die mit dem Meer interagierten und kooperierten, um ihre Raubzüge durchzuführen. Während Piraten die Tücken und Gefahren des Wassers für ihre Zwecke nutzten, zeigt das Beispiel des Tempels von Herkules Gaditanus westlich der Straße von Gibraltar, wie Ritus und Kult dazu dienten, das von Angst und Abhängigkeit geprägte Verhältnis vom Menschen zum Meer zu regulieren.

    Neben unserem Panel wurde noch in einem weiteren ein ökokritischer Zugriff auf die antiken Quellen erprobt: „Ecopoetics of stone in ancient literature and its reception“ (Leitung: Leila Williamson und Jason König). An einem Nachmittag fand deshalb ein „ecocritical meet-and-greet“ statt, bei dem die TeilnehmerInnen der beiden Panels die Gelegenheit hatten, sich über gemeinsame Forschungsinteressen und Herausforderungen auszutauschen. Letztere zeigen sich in der theoretischen Herangehensweise, die, weg von einer anthropozentrischen Sichtweise, eine gleichwertige Betrachtung von Mensch und Umwelt ermöglichen will, dabei aber mit der eingeschränkten Perspektive der historischen Quellen konfrontiert ist, die diese Art von Öffnung nicht immer einfach macht. Eine weitere Herausforderung liegt in der Interdisziplinarität mit den Naturwissenschaften, die eine umwelthistorische Herangehensweise fordert, die aber durch die unterschiedlichen Fragestellungen und Untersuchungsrahmen der verschiedenen Disziplinen oft erschwert wird.

    Neben den vielfältigen Vorträgen und Diskussionen in den Panels sind alle TeilnehmerInnen zu drei Festvorträgen zusammengekommen, wo die deutschsprachige Forschung besonders prominent vertreten war. In ihrem Vortrag am ersten Tag der Konferenz sprach Marion Meyer (Wien) über den Kult der Athena und zeigte, wie sich Weiterentwicklungen von Mythen mit konkreten Kultpraktiken verknüpfen und dadurch zeitlich verorten lassen. Dennis Pausch (Marburg) analysierte am zweiten Tag narrative Techniken in Livius‘ Ab urbe condita anhand des von Rita Felski entwickelten Erklärungsmodells, warum manche Texte uns fesseln und zum Weiterlesen anregen. Am dritten Tag führte uns Nandini Pandey (Baltimore) zum Abschluss anhand des klassischen Kanons durch ihre eigene (Bildungs-) Biographie als indischstämmige Amerikanerin, deren Interesse an der Klassischen Philosophie von DozentInnen und KommilitonInnen oft mit Skepsis oder Ablehnung begegnet wurde. Aus ihrer eigenen Erfahrung heraus reflektierte sie über die Relevanz der „Classics“ – der Klassischen Philologie und der Alten Geschichte – für die gegenwärtige Generation Studierender. Sie warnte vor einer Romantisierung der antiken Welt, um diese attraktiv zu machen, weil dies reaktionären Kräften in die Karten spiele. Stattdessen plädierte sie für einen kritischeren Umgang mit dem Kanon, zum Beispiel in Bezug auf Misogynie und Gewalt gegen Frauen in antiken Texten, was stärker problematisiert werden müsse, um Studierende weiterhin zu erreichen.

    Die Konferenz endete mit dem gemeinsamen Abendessen und der Musik der Fado-Gruppe. Nach vier Tagen der portugiesischen Gastfreundschaft und des angeregten akademischen Austauschs ist es mir nicht leichtgefallen, mein Zimmer im Seminário Maior zu räumen. „Coimbra tem mais encanto / Na hora da despedida.“ So ist es dann also doch.




    Abb. 1: Königlicher Palast. © Felippe Vaz | Moove

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Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft

    • Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
    • Nov 27
      4. Doktorand:innentreffen der Mommsen-Gesellschaft

      Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
      Donnerstag, 27. November 2025 10:59


      Ort: Göttingen
      Termin: 11./12. Juni 2026
      Anmeldung bis: Verlängert bis 31. März 2026


      Call for Papers


      Am 11./12. Juni 2026 wird im Althistorischen Seminar der Universität Göttingen das vierte Doktorand:innentreffen der Mommsen-Gesellschaft stattfinden. Das Treffen dient in erster Linie dem gegenseitigen Kennenlernen, der Vernetzung und der Vorstellung eigener Forschungsprojekte. Es besteht auch die Möglichkeit, ohne eigenen Beitrag an der Diskussion teilzunehmen. Daneben erwartet Sie ein interessantes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm: Durch einen Publikationsworkshop des Nünnerich-Asmus Verlages wird Ihnen ein Einblick in das wissenschaftliche Publizieren aus Verlagssicht gegeben. Zudem werden Sie die Gelegenheit haben, mit einer Kustodinnen-Führung die Bestände der Kunstsammlung zu erkunden.

      Um die zur Verfügung stehende Zeit bestmöglich für Diskussionen und den wissenschaftlichen Austausch zu nutzen, werden beim diesjährigen Doktorand:innentreffen keine klassischen Vorträge gehalten, sondern vorab verschickte Papers diskutiert. Dabei kann es sich um Aufsatzentwürfe, Kapitel aus Qualifikationsarbeiten oder um die Vorstellung eines Forschungsprojektes bzw. einer Forschungsidee handeln. Die Beiträge können im Vortragsstil (ohne Fußnoten) oder in ausgearbeiteter Form vorgelegt werden, wobei die besprochenen Originaltexte im Paper zitiert oder in einem Anhang bzw. eigenem Handout beigegeben werden sollten. Dadurch wird allen Teilnehmer:innen eine Vorbereitung, ein Sich-in-Ruhe-Eindenken in das jeweilige Material ermöglicht und eine Grundlage für gezielte Nachfragen und intensive Diskussionen gelegt.

      Die Papers sollten den Umfang von 20 Seiten nicht überschreiten und allen Teilnehmer:innen vier Wochen vor dem Treffen (spätestens bis 11. Mai 2026) geschickt werden, damit genügend Zeit zur Lektüre besteht. Weitere Informationen zum Upload Ihrer Aufsatzentwürfe bzw. Kapitel erhalten Sie rechtzeitig zusammen mit der Bestätigungsnachricht Ihrer Teilnahme. Während des Treffens stellt der / die Verfasser:in die Hauptthesen und Leitfragen des vorab verschickten Materials in 5-10 Minuten – gerne mithilfe einer kurzen Präsentation der zentralen Thesen und Argumente (max. 3-4 Folien) – vor; es folgt die Diskussion.

      Das Doktorand:innentreffen wird von der Mommsen-Gesellschaft durch die Übernahme der Übernachtungskosten bezuschusst. Falls Sie Interesse an einer Teilnahme haben, wird um eine Anmeldung bis zum 31 März 2026 bei Dr. Martin Lindner (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) und Johannes Wegener, M.Ed. (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) gebeten.

      Wenn Sie teilnehmen möchten und noch kein Mitglied der Mommsen-Gesellschaft sind: Als Doktorand:in der Altertumswissenschaften haben Sie jederzeit die Möglichkeit, bei uns Mitglied zu werden (sog. Jungmitgliedschaft). Alle nötigen Informationen zur Beantragung einer Mitgliedschaft finden Sie unter: https://www.mommsen-gesellschaft.de/component/fabrik/form/2/

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    • Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
    • Nov 23
      Walter de Gruyter-Seminar 2025 Bericht

      Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
      Sonntag, 23. November 2025 14:24

      Den Bericht zum diesjährigen Walter de Gruyter-Seminar unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Van Nuffelen (Universität Gent) zum Thema "Political Theory in Antiquity: Nature and Society" finden Sie hier.

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    • Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
    • Nov 06
      Bericht zur Jubiläumsfeier “75 Jahre Mommsen-Gesellschaft”

      Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
      Donnerstag, 06. November 2025 17:54
      Bericht zur Jubiläumsfeier “75 Jahre Mommsen-Gesellschaft”

      Am Donnerstag, den 30.10.2025, fand sich eine große Zahl von Mitgliedern, Freunden und Freundinnen der Mommsen-Gesellschaft in Frankfurt am Main zusammen, um ein besonders freudiges Ereignis zu zelebrieren: das 75-jährige Jubiläum der Mommsen-Gesellschaft, welche im Jahr 1950 auf Initiative des Hamburger Gräzisten Bruno Snell gegründet worden war. Zu diesem feierlichen Anlass hatte die Mommsen-Gesellschaft zusammen mit dem Institut für Archäologische Wissenschaften, dem Historischen Seminar und dem Institut für Klassische Philologie der Goethe-Universität Frankfurt zu einem Festakt ins IG-Farben-Haus geladen.

      Den Abend eröffneten der Erste Vorsitzende, Prof. Dr. Dominik Maschek, und die Dekanin des Fachbereichs für Sprach- und Kulturwissenschaften, Prof. Dr. Anja Klöckner, mit feierlichen wie warmen Grußworten, welche die vielen Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz herzlich willkommen hießen und die gegenwärtige Rolle und Verantwortung der Mommsen-Gesellschaft herausstellten.



      Die folgende Festrede widmete sich sodann den ersten Dekaden der Gesellschaft: In einem höchst anregenden Vortrag führte Herr Prof. Dr. Stefan Rebenich von der Universität Bern das Publikum durch die reiche und wechselvolle Geschichte der Mommsen-Gesellschaft; anhand von teils unveröffentlichten Archivalien zeichnete Herr Rebenich ein spannendes, dynamisches Bild des Selbstverständnisses der Gesellschaft und ihrer Positionierung gegenüber den großen gesellschaftlichen wie politischen Debatten der 1950er bis 1990er Jahre.

      Anschließend wurde zu einem konvivialen Festumtrunk samt Buffet im beeindruckenden Ambiente der Abgusssammlung der Klassischen Archäologie geladen, welcher im freudigen Miteinander bis in die späten Nachtstunden andauerte.





      Grußwort des Ersten Vorsitzenden, Prof. Dr. Dominik Maschek,
      zum 75-jährigen Jubiläum der Mommsen-Gesellschaft e.V.
      Frankfurt am Main, 2025

       

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      liebe Mitglieder und Freundinnen und Freunde der Mommsen-Gesellschaft,

      verehrte Gäste,

      es ist mir eine große Freude und Ehre, Sie heute hier in Frankfurt zum 75-jährigen Jubiläum der Mommsen-Gesellschaft willkommen zu heißen, und ich möchte ganz besonders den Kolleginnen und Kollegen der altertumswissenschaftlichen Fächer an der Goethe-Universität danken, namentlich Hans Bernsdorff, Hartmut Leppin und Anja Klöckner, die sich auf unsere Anfrage sofort bereit erklärt haben, dieser Festveranstaltung einen würdigen Rahmen zu verleihen.

      Der heutige feierliche Anlass vereint uns alle – Forschende, Lehrende, Studierende, Vertreterinnen und Vertreter verwandter Disziplinen und Institutionen –, um gemeinsam auf eine eindrucksvolle Geschichte des wissenschaftlichen Engagements, der interdisziplinären Zusammenarbeit und der geteilten Leidenschaft für die griechisch-römische Antike zurückzublicken.

      Wenn wir heute, im Jahr 2025, den Namen Theodor Mommsen lesen, hören und aussprechen, klingt er wie ein Echo aus einer anderen Zeit – und doch ist er in vielem erstaunlich gegenwärtig. Mommsen, der Universalgelehrte, Historiker, Jurist, Archäologe, Politiker und Literaturnobelpreisträger, verstand Wissenschaft nie als Selbstzweck, sondern als eine moralische und gesellschaftliche Aufgabe. In einer Zeit tiefgreifender politischer Umbrüche war er überzeugt, dass das Wissen über die klassische Antike Orientierung für die Gegenwart bieten könne.

      Es ist durchaus eine reizvolle Übung, sich vorzustellen, wie Mommsen heute auf unsere Welt blicken würde – auf die digitale Forschung, auf die Schnelllebigkeit öffentlicher Debatten, auf die Herausforderungen einer global vernetzten, zugleich aber fragmentierten und hyper-individualisierten Gesellschaft, gefangen zwischen Skylla und Charybdis von Wutbürgertum und Shitstorm, ChatGPT und Fake News. Vielleicht würde Mommsen uns mahnen, genau hinzusehen, die Quellen zu prüfen, Begriffe zu schärfen – so, wie er es selbst fortwährend praktizierte, als er mit unermüdlicher Akribie das Corpus Inscriptionum Latinarum begründete. Denn was er uns gelehrt hat, gilt bis heute: Die Geisteswissenschaften, und mit ihnen die Altertumswissenschaften, sind kein Luxus, sondern ein Fundament. Sie erinnern uns daran, dass jedes Urteil, jede politische Entscheidung und jedes kulturelle Selbstverständnis auf Begriffen, Ideen und Werten ruht – und dass wir diese immer wieder kritisch befragen müssen.

      So ist dieses Jubiläum nicht nur eine Feier der Vergangenheit, sondern auch ein Bekenntnis zu unserer Gegenwart: zu einer Wissenschaft, die sich nicht abschottet, sondern öffnet; die sich ihrer Geschichte bewusst ist und zugleich in die Zukunft weist.

      Als der Hamburger Gräzist Bruno Snell im Jahr 1950 die Gründung der Mommsen-Gesellschaft anregte, war Europa noch vom Zweiten Weltkrieg gezeichnet. Wissenschaftliche Netzwerke lagen am Boden, viele Institute waren zerstört, das Vertrauen zwischen Nationen und Menschen erschüttert. In dieser Situation war Snells Initiative mehr als ein organisatorischer Akt – sie war ein geistiges und kulturelles Wiederaufbauprojekt.

      Snell, selbst tief verwurzelt in der Klassischen Philologie, wollte den Austausch zwischen den Disziplinen der Altertumswissenschaften – Alte Geschichte, Klassische Archäologie, Klassische Philologie – neu beleben. Unsere Gesellschaft sollte eine Plattform sein, auf der wir wieder miteinander sprechen, forschen, debattieren konnten – jenseits ideologischer Grenzen. Und sie war von Anfang an ein Ort der Integration. In den Jahrzehnten der deutschen Teilung bildete sie, trotz aller politischen Einschränkungen, eine Brücke zwischen Ost und West. Heute, 75 Jahre nach ihrer Gründung, steht die Mommsen-Gesellschaft mit über 700 Mitgliedern für eine bemerkenswerte, generationenübergreifende Kontinuität und für einen offenen, internationalen Dialog, der uns alle verbindet.

      Seit 2010 sind wir als eingetragener Verein organisiert – als Verband der deutschsprachigen Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiet des griechisch-römischen Altertums – und haben seither unsere Aufgaben und unsere Strukturen stetig weiterentwickelt.

      Von Anfang an hatte unsere Gesellschaft ein doppeltes Ziel: wissenschaftliche Vernetzung und gesellschaftliche Verantwortung. Im Zentrum steht der Austausch zwischen den altertumswissenschaftlichen Disziplinen. Die regelmäßig stattfindenden Mommsen-Tagungen – ob groß oder klein – sind Orte des lebendigen Gesprächs. Sie fördern interdisziplinäre Perspektiven, schaffen Begegnungen zwischen unseren Disziplinen und bringen auch den wissenschaftlichen Nachwuchs früh in den Dialog mit arrivierten Kolleginnen und Kollegen.

      Doch die Mommsen-Gesellschaft ist weit mehr als ein Forum für akademischen Austausch. Wir verstehen uns als Anwältinnen und Anwälte der Altertumswissenschaften in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik. In einer Zeit, in der die Geisteswissenschaften zunehmend unter einen aus verschiedenen Richtungen auferlegten Rechtfertigungsdruck kommen, erinnern wir daran, dass die Erforschung der Antike nicht Selbstzweck ist, sondern einen Beitrag leistet zur kulturellen Selbstverständigung Europas – ja, zur kritischen Reflexion über Macht, Demokratie, Recht und Verantwortung.

      Darüber hinaus engagieren wir uns auf vielfältige Weise für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Mit unserer Jungmitgliedschaft, den Walter de Gruyter-Seminaren, dem Bruno-Snell-Preis für herausragende Qualifikationsarbeiten und der finanziellen Unterstützung selbstorganisierter Tagungen junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schaffen wir Strukturen, die den Nachwuchs gezielt fördern und zugleich in unsere Arbeit einbinden. Diese Programme sind nicht nur eine Investition in die Zukunft, sondern auch ein Signal: Unsere Fächer leben – und sie erneuern sich in jeder Generation.

      Nicht zuletzt arbeiten wir an übergreifenden Zukunftsprojekten mit, etwa dem Aufbau der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur NFDI, die unsere altertumswissenschaftliche Forschung im digitalen Raum vernetzt. So verbinden wir philologische und archäologische Präzision mit den Chancen und Herausforderungen moderner Technologien – ganz im Geiste Theodor Mommsens, der selbst ein Pionier wissenschaftlicher Organisation und neuer Sammlungs- und Vermittlungsformate war.

      Dass unsere Gesellschaft den Namen Theodor Mommsens trägt, ist kein Zufall – und keine nostalgische Geste. Vielmehr sehen wir darin ein Bekenntnis zu einem Wissenschaftsverständnis, das Mommsen wie wenige andere auf ganz exemplarische Weise verkörpert hat. Geboren 1817 in Garding im damaligen Herzogtum Schleswig, war Mommsen ein Forscher von seltener Weite und Tiefe. In seinen Schriften verband er Geschichte, Philologie und Rechtswissenschaft zu einer Gesamtschau des antiken Lebens. Seine Werke – von der Römischen Geschichte über das Römische Staatsrecht bis hin zu den epigraphischen Großprojekten – zeigen eine unglaubliche enge Verflechtung von empirischer Methode, philologischer Genauigkeit und historischer Imagination.

      Doch Mommsen war mehr als ein Wissenschaftler: Er war ein öffentlich denkender Intellektueller, der sich politisch einmischte, für Liberalismus und gegen Antisemitismus eintrat und den Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft suchte. Bei allen zeitbedingten Unterschieden erkennen wir uns in dieser Haltung durchaus wieder. Sie prägt das Selbstverständnis der Mommsen-Gesellschaft ebenso wie ihre satzungsgemäße Arbeit.

      Natürlich gibt es im globalen Vergleich auch andere hochbedeutende Vereinigungen der Altertumsforschung – die Society for Classical Studies in den USA, die Classical Association in Großbritannien, die Associazione Italiana di Cultura Classica in Italien oder die Fédération Internationale des Associations d’Études Classiques in Frankreich. Doch die Mommsen-Gesellschaft hat innerhalb dieser verwandten Organisationen ein ganz spezifisches Profil, in dem sich die wissenschaftliche Arbeit stets mit einer ethischen und gesellschaftlichen Dimension verbindet. Unser Bezug auf Mommsen ist Ausdruck einer deutschsprachigen und zugleich europäischen Wissenschaftskultur, die Interdisziplinarität, Verantwortung und Gemeinsinn als untrennbar betrachtet.

      Der Mommsen der Vergangenheit wird damit zugleich zum Orientierungspunkt für die Zukunft – das ist für ein Jubiläum wie das unsere ja höchst passend, denn obwohl jedes Jubiläum immer einen Moment des Rückblicks markiert, so ist es, nach dem festlichen Innehalten und der kollektiven Selbstvergewisserung, auch ein ebenso passender Zeitpunkt für einen fragenden Ausblick: Was bedeutet unsere Aufgabe heute, in einer Zeit, in der Digitalisierung, Globalisierung und gesellschaftliche Spannungen die Rahmenbedingungen wissenschaftlicher Arbeit auf tiefgreifende Weise verändern?

      Als Mommsen-Gesellschaft sind wir überzeugt: Die Altertumswissenschaften bleiben auch und gerade in einer solchen Zeit unverzichtbar, denn sie bieten historische Tiefenschärfe und lehren uns, wie Gesellschaften entstehen, sich ordnen und verändern – und wie fragil die Demokratie, das Recht oder die Öffentlichkeit eigentlich sind. Der interdisziplinäre und internationale Austausch wird dabei noch wichtiger als je zuvor, insbesondere deshalb, da die antike Welt ja nie nach nationalen Maßstäben verfasst, sondern immer transkulturell war – und ebenso muss es ihre Erforschung sein. Unsere Gesellschaft steht deshalb vor der Aufgabe, die Kooperationen mit unseren internationalen Partnern weiter auszubauen und junge Kolleginnen und Kollegen stärker in diese Netzwerke einzubinden.

      Auch die Digitalisierung eröffnet neue Horizonte. Digitale Editionen, Datenbanken, 3D-Rekonstruktionen und KI-gestützte Textanalysen verändern die Methoden unserer Disziplinen in Forschung, Lehre und gesellschaftlichem Transfer. Als Mommsen-Gesellschaft können und sollten wir hier eine koordinierende und reflektierende Rolle übernehmen – als Vermittlerinnen und Vermittler zwischen Tradition und Innovation.

      Und schließlich dürfen wir unsere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nicht vergessen. In Zeiten wachsender Geschichtsklitterung und populistischer Verkürzung sind es nicht zuletzt die mit Texten und materieller Kultur arbeitenden Altertumswissenschaften, die uns lehren, komplex zu denken, Ambivalenzen auszuhalten und historische Erfahrung in ethisches Bewusstsein zu übersetzen.

      Die Mommsen-Gesellschaft hat in den vergangenen 75 Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass sie solche Herausforderungen annehmen und sich wandeln kann, ohne ihr Fundament zu verlieren. Wir werden auch in Zukunft gebraucht – als Stimme der Vernunft, als Ort des Austauschs und als Gemeinschaft von Menschen, die sich der Vergangenheit zuwenden, um die Gegenwart besser zu verstehen.

      Am Ende dieses Rückblicks möchte ich deshalb all jenen danken, die unsere Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten geprägt haben: den Vorsitzenden und Vorständen, den Organisatorinnen und Organisatoren zahlloser Tagungen, den Mitgliedern, die in Archiven, Grabungsstätten, Bibliotheken und Hörsälen das Wissen über die Antike lebendig halten – und dem wissenschaftlichen Nachwuchs, der diese Tradition fortführt und erneuert. Ein ganz besonderer Dank gilt freilich unserem Gründervater Bruno Snell, dessen Weitblick die Basis legte für alles, was folgte. Der nach ihm benannte Preis, der junge Forscherinnen und Forscher ehrt und den wir im nächsten Jahr im Rahmen der Großen Mommsentagung in Mainz zum 19. Mal vergeben werden, ist Symbol dieses Geistes: Wissen weiterzugeben – Gemeinschaft zu stiften – Zukunft zu gestalten.

      Wir dürfen stolz darauf sein, Teil dieser Geschichte zu sein. Und wir wissen, dass sie weitergeschrieben wird – von uns, gemeinsam, in Forschung, Lehre und gesellschaftlichem Engagement. Von der Dichterin Mascha Kaléko, geboren in Galizien im Jahr 1907, also vier Jahre nach dem Tod Theodor Mommsens,  stammt der wunderbare Satz: „Die Vergangenheit ist nicht tot; sie lebt in uns fort, und wir sind ihre Stimme.“ Das ist eine wunderbare Beschreibung des Geistes, der die Mitglieder der Mommsen-Gesellschaft verbindet – über Generationen hinweg, über Fächer, Universitäten und Länder. Es ist das, was unsere Gesellschaft ausmacht, und es wird auch in Zukunft ihr stärkstes Fundament bleiben.

      In diesem Sinne: ad multos annos!

       

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    • Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
    • Jul 24
      Dux femina facti (Verg. Aen. 1.364) – Frauen*(netzwerk) in der Klassischen Philologie

      Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
      Donnerstag, 24. Juli 2025 08:21

      Vom 19. bis 21. März 2025 fand in Marburg die von der Mommsen-Gesellschaft geförderte Tagung „Dux femina facti (Verg. Aen. 1.364) – Frauen*(netzwerk) in der Klassischen Philologie“ statt.

      Die hohe Beteiligung und Motivation sowie das Engagement der Teilnehmerinnen* aller Karrierephasen während der Tagung zeugen von dem großen Bedürfnis nach mehr Kooperation und Raum für Offenheit zwischen Klassischen Philologinnen* in Deutschland – ein Bedürfnis, dem mit einer Folgeveranstaltung in Potsdam 2026 nachgekommen werden soll. Der Tagung ist es damit gelungen, eine Grundlage für die Entwicklung eines Frauen*netzwerks in der Klassischen Philologie zu legen.

      Bitte lesen Sie hier den Tagungsbericht.
      Das Programm finden Sie hier: Tagungsprogramm

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    • Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
    • Jul 22
      Bericht über die Generalversammlung der FIEC 2025

      Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
      Dienstag, 22. Juli 2025 12:52

      Am 09. Juli 2025 fand im Rahmen des Kongresses der FIEC in Wrocław (Polen) die Generalversammlung der FIEC statt, die erstmals – nach dem reinen Online-Kongress in Mexiko 2022 – im Hybridformat durchgeführt wurde, mit allen Schwierigkeiten, die dieses Format immer mit sich bringt. Die für die Mitglieder der Mommsen-Gesellschaft interessantesten Aspekte seien im Folgenden zusammengestellt; zu allen Tagesordnungspunkten liegen teils ausführliche Dokumentationen vor.

       

      Mitglieder der FIEC

      Die FIEC zählt aktuell 79 Mitgliedsorganisationen, darunter 14 internationale und 65 nationale. Die Mitgliedschaft beendet hat das Turkish Institute of Archaeology (Gründe wurden nicht genannt), einstimmig neu aufgenommen wurden die Organisationen Consulta Universitaria del Greco (Italien), Antico e moderno (Italien), die APLAES (Association des professeurs de langues anciennes de l’enseignement supérieur, Frankreich) und die Association Cultura Clásica (Spanien).

       

      Finanzen

      Einnahmen und Ausgaben der FIEC sind ausgeglichen. Alle neun Vorstandssitzungen seit der letzten Generalversammlung wurden online durchgeführt. Die einzige wesentliche Ausgabe war in den letzten Jahren die Durchführung der drei Serien von je 5 Vorträgen zum 75jährigen Bestehen der FIEC (3.575,49).

      Das Kapital der FIEC betrug zum Jahresschluss 2024 EUR 48.971,44. Mit den für den Kongress in Wrocław eingeplanten Mitteln wird zum Jahresschluss 2025 ein Saldo von ca. 43.000,- erwartet, was dem Saldo nach dem Kongress in Mexiko entspricht.

      Die Schatzmeisterin (Catherine Steel) machte den Vorschlag einer Erhöhung des seit langem konstanten Mitgliedsbeitrags von 110,- auf 120,- Euro ab 2026. Dieser Vorschlag wurde bei einer Enthaltung und ohne Gegenstimme angenommen.

       

      Berichte

      (des Vorsitzenden (Jesús de la Villa), des Generalsekretärs (Thomas Schmidt), der Delegierten der FIEC bei CIPSH, SIBC, Thesaurus-Kommission, EASSH, Classics Development Group)

      Die FIEC hat ihr 75jähriges Bestehen mit der nun über ihre Homepage abrufbaren Serie von 3 x 5 Gedenkvorträgen gefeiert (hieran waren auch Mitglieder der Mommsen-Gesellschaft beteiligt). Vorstand und Präsident haben in einem Dutzend Fällen der drohenden Schließung von Einrichtungen protestiert und im Übrigen die Zusammenarbeit mit anderen supranationalen Organisationen fortgeführt.

      Die SIBC (Träger der Année Philologique) führt die Konsolidierungspolitik, die Pierre Chiron begonnen hat, unter dem Ende 2024 neu gewählten Präsidenten Dario Mantovani erfolgreich fort. Zu den Arbeitsstellen der Année Philologique in Deutschland, Frankreich, Italien, Griechenland, Spanien, der Schweiz und den USA sind Außenstellen in China, Japan und Brasilien hinzugekommen. Die Zusammenarbeit mit dem Verlag Brepols sei konstruktiv. Die nächste Tagung der SIBC werde im November 2025 in München stattfinden und dem „Gnomon“ gewidmet sein.

      Der Thesaurus linguae Latinae bittet um Beiträge zu seinem Podcast, den er als wesentliches Instrument, outreach zu erzeugen, betrachtet und von dem er sich einen größeren Bekanntheitsgrad und mittelbar die Bereitschaft, potentielle Unterstützer und Spender zu erreichen, verspricht.

      Die EASSH (European Alliance for Social Sciences and the Humanities) konnte bei der Zwischenevaluation der laufenden Mittelvergabe in Horizon Europe die Interessen unserer Fächergruppe einbringen; gelungen ist die Neu-Integration von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Vereinigten Königreich zu gleichen Bedingungen wie vor dem Austritt aus der Europäischen Gemeinschaft. Düster sind allerdings die Aussichten auf die europäische Förderung unserer Fächergruppe nach 2027. Die Pläne der EU-Kommission zielen auf die nahezu ausschließliche Förderung der „hard sciences“, Krisensitzungen der EASSH finden derzeit statt. Der Delegierte der FIEC bei der EASSH (André Lardinois) befürchtete in seinem Bericht, dass diese Tendenz auf nationale Förderprogramme durchschlagen und das Klima für die Geistes- und Sozialwissenschaften insgesamt schädigen können.

       

      Wahlen / neuer Vorstand

      Ausnahmslos einstimmig und ohne Enthaltung gewählt wurden:

      Andreas Fountoulakis (Präsident; Griechenland)
      André Lardinois (Vizepräsident; Niederlande)
      Katarzyna Marciniak (Vizepräsidentin, Polen; Mitglied der Mommsen-Gesellschaft)
      Alison Griffith (Vorstandsmitglied, Vereinigtes Königreich)
      Emiliano Buis (Vorstandsmitglied, Argentinien)
      David Movrin (Vorstandsmitglied, Slowenien)
      Ivana Petrovic (Vorstandsmitglied, USA)
      Filippomaria Pontani (Vorstandsmitglied, Italien)
      Thomas Schmidt (Generalsekretär)
      Catherine Steel (Schatzmeisterin)

      sowie (nicht Mitglieder des Vorstands): Roy Gibson und Elena Isayev (Rechnungsprüfer)

       

      Neuer Dissertationspreis der FIEC

      Das Vorhaben der FIEC, zur Steigerung der internationalen Visibilität unserer Fächer einen Preis einzurichten, wurde gebilligt. Dieser “Prix de la FIEC pour les meilleures Thèses de doctorat en Études classiques” soll alle 3 Jahre vergeben werden und mit EUR 1.000,- dotiert sein. Vorgesehen sind zwei Kategorien, in denen der Preis vergeben wird, „Greek and Latin languages, literature and philosophy, including their reception” und “Greek and Roman history and archaeology, including their reception”. Vorschlagsberechtigt sind die Mitgliedsorganisationen. Über die Vergabe des Preises entscheidet der Vorstand der FIEC einstimmig. Da die FIEC die Sprachenvielfalt fördert, gibt es für die Sprache der Dissertationen keine Einschränkung. Zum Procedere der Nominierung liegt eine Handreichung vor.

       

      Diskussionen

      Diese fielen, auch dem Hybridformat geschuldet, ungleich kürzer als bei früheren Gelegenheiten aus. Kritisch angemerkt wurde, dass die Keynote-Speaker des Kongresses in Wrocław ausschließlich aus dem angelsächsischen Raum (USA und UK) kamen.

       

      Nächster Kongress

      Der nächste Kongress der FIEC wird 2028 in Ljubljana (Slowenien) stattfinden. Ein genaues Datum werden die Ausrichter noch nennen, eine Präsentation des Tagungsortes und Tagungskonzepts erfolgte anders als früher üblich nicht.

       

       

      Christoph Schubert (Delegierter der MG bei der FIEC)

      Breslau, 9. Juli 2025

       

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    • Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
    • Jul 03
      Tagungsbericht: Mommsen-SoPHAU-Kolloquium, März 2025, Frankfurt am Main

      Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
      Donnerstag, 03. Juli 2025 11:07

      Am 28. März 2025 fand an der Goethe-Universität Frankfurt am Main das erste gemeinsame deutsch-französisches Kolloquium der Mommsen-Gesellschaft und der SoPHAU zum Thema „Die griechischen Städte und die Macht Roms von Pompeius bis zu den Flaviern - Les cités grecques et le pouvoir romain de Pompée au temps des Flaviens“ statt. Das Kolloquium wurde ermöglicht durch eine logistische und finanzielle Zusammenarbeit des Historischen Seminars der Goethe-Universität Frakfurt, des Institut franco-allemand de sciences historiques et sociales (IFRA-SHS) in Frankfurt und der Mommsen-Gesellschaft.

      Die Veranstaltung ging zurück auf den Wunsch der Mommsen-Gesellschaft und ihrer französischen Partnergesellschaft, der Société des professeurs d'histoire ancienne de l'université (SoPHAU), die wissenschaftlichen Kontakte zwischen französischen und deutschen Forscher:innen zu intensivieren. Doch wie sollte dies erfolgen? In Abstimmung mit dem damaligen Vorstand der Mommsen-Gesellschaft Prof. Dr. Werner Riess, Frau PD Dr. Muriel Moser-Gerber als potenzieller Organisatorin eines Formats, das dies ermöglichen sollte, und Herrn Prof. Dr. Manuel Royo, dem damaligen Vorsitzenden der SoPHAU, entstand die Idee einer Kolloquiumsreihe, deren Treffen im zweijährlichen Turnus von deutscher bzw. französischer Seite veranstaltet und jeweils zwei Expert:innen beider Länder zu einem bestimmten Thema die Möglichkeit geben sollten, aktuelle Forschungen in einem deutsch-französischen Austausch vorzustellen. Dass es in Frankfurt möglich war, die Beiträger:innenzahl auf sechs zu erhöhen, lag nicht zuletzt an der großzügigen Unterstützung des IFRA.

      Das Thema des ersten Kolloquiums war schnell gefunden. Es verband in Sinne der Kolloquiumsreihe das Anliegen, aktuelle Forschungen bekannt zu machen und einem Thema, das sich in Frankreich seit Jahrzehnten großer Aufmerksamkeit erfreut, in Deutschland mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen: Wie erging es griechischen Städten in römischer Zeit? Welches Interesse hatten Römer an den griechischen Städten im Osten während der Republik und der Kaiserzeit? Welchen Einfluss auf griechische Poleis übten römische Machthaber aus und weshalb? Es galt hier also, römische mit griechischer Geschichte zu verbinden, Makro- mit Mikroebenen zu vereinen.

      Die sechs Vorträge des Kolloquiums verteilten sich auf drei Sektionen, die jeweils einem geographischen Raum gewidmet waren: Griechenland, Kleinasien und Syrien. Jede Sektion setzte sich dabei aus einem deutsch-französischen Paar zusammen, was es ermöglichte, aktuelle Fragestellungen zu vergleichen.

      Die einzelnen Sektionen wurden, ganz im Sinne der Interdisziplinarität der Mommsen-Gesellschaft selbst, durch drei Frankfurter Kolleg:innen geleitet: durch PD Dr. Florian Forster aus der Alten Geschichte, durch Dr. Ute Kelp aus der Klassischen Archäologie und durch Prof. Dr. Hans Bernsdorff aus der Klassischen Philologie.

      Zu Beginn des Kolloquiums begrüßten der Präsidenten der Mommsen-Gesellschaft, Prof. Dr. Dominik Maschek, und Prof. Dr. Laurence Mercuri, eine der Präsidentinnen der SoPHAU, die Gäste in Frankfurt.

      Daraufhin folgte die erste Sektion mit zwei Vorträgen zu den Entwicklungen in Zentralgriechenland. Es begann Prof. Dr. Christine Hoët-Van Cauwenberghe (Lille). Ihr Beitrag über die Rezeption des Bildes des guten Kaisers in den Städten und Heiligtümern Griechenlands („La figure du bon prince en Achaïe au premier siècle de l’Empire“) erörterte zunächst die Qualitäten, die guten Kaisern in der frühen Kaiserzeit zugeschrieben bzw. von ihnen erwartet wurden: virtus, clementia, iustitia, pietas (die Tugenden des Augustus), aber auch die philosophischen Kardinaltugenden temperantia und sapientia. Der Vortrag legte dar, dass im griechischen Osten aber auch die Notionen des Philhellenismus und des Euergetismus eine zentrale Rolle spielten. Der Beitrag zeigte nicht nur auf, inwieweit diese Tugenden in den  griechischen Gemeinwesen Athen, Olympia, Gytheion und Akraiphia die Darstellungen guter Kaiser beeinflussten, sondern illustrierte auch, wie disparat diese Rezeption geschah. Entscheidend für die Wertung kaiserlicher Qualitäten (und auch die Unterlassung einer damnatio memoriae) waren nicht zuletzt persönliche Erfahrungen mit den betreffenden römischen Machthabern, wie es etwa die Ehrung Neros in zwei Inschriften aus Akraiphia (IG VII, 2713, ILS, 8794) und Athen (IG II² 1990) aufzeigt. Auch kam man in Griechenland zu anderen Wertungen als in Rom, gerade, was die Auszeichnung der Kaiser (v.a. Nero, Vespasian, Domitian) als Philhellenen und Euergeten betraf.

      Der Beitrag „Athen und Rom“ von  Dr. Muriel Moser-Gerber (Frankfurt a. M.) thematisierte Ehrungen von Römern in Athen. Ca. 200 Ehrenstatuen für Mitglieder der römischen Elite sind in der Zeit von 80 v. Chr. bis ca. 100 n. Chr. belegt. Doch wie vorteilhaft war es für die römischen Geehrten, mit solchen Ehrenmonumenten in Athen ausgezeichnet zu werden? Moser-Gerber erörterte diese Frage, in dem sie zunächst die Eigenheiten der Ehrenstatuen für römische Geehrte auf der Akropolis untersuchte und aufzeigte, wie und in welchem Kontext diese Monumente römische Identitäten konstruierten. Hier sei zwischen neuen Statuenmonumenten und ca. 20 wiederverwendeten Monumenten aus der klassischen und hellenistischen Zeit zu unterscheiden. Beide Typen von Monumenten stellten jedoch Römer als beispielhalte Wohltäter (euergétai) Athens dar. Daraufhin wurden diese Ehrenstatuen anderen Monumenten römischer Eliten in Athen gegenübergestellt und gezeigt, wie sehr sich diese von Stiftungen (etwas jene des Kleineren Propylons in Eleusis durch Appius Claudius Pulcher) unterschieden: Ehrenstatuen wurden von der Polis gesetzt und ausgestaltet, Stiftungen von den Römern selbst initiiert. Die Tatsache, dass private Stiftungen durch römische Eliten mit Augustus in Athen zum Erliegen kamen, gleichzeitig aber die Wiederverwendung alter Monumente einsetzte, führte Moser-Gerber zu der Frage, inwiefern die wiederverwendeten Monumente eine Art Ersatz für private Stiftungen waren, man herausragenden Römern hier also besonders Ehrungen zuteilwerden ließ, die deren Renommee und sozialen Status ebenso deutlich unterstrichen wie private Stiftungen. Die Tatsache, dass es Athen durch diese Entwicklung möglich war, römischen Einfluss in Athen einzuhegen, führte sie schließlich zu der Feststellung, dass die forcierte Einrahmung der Selbstdarstellung römischer Eliten im System des Euergetismus auf die Athener selbst zurückging, die am meisten von der Situation profitierten.

      Eine weitere Sektion thematisierte Kleinasien. Prof. Dr. Francois Kirbihler aus Nancy berichtete aus einem aktuellen Forschungsprojekt zu den conventus-Städten in Kleinasien, dass das Potential der Fragestellung auch auf andere Provinzen des römischen Reiches aufzeigte. „Die Konventstädte in der Provinz Asia zwischen römischem Herrschaftssystem und regionaler Identität“ zeigte eindrücklich, wie lohnend eine fundierte Beschäftigung mit der Thematik sein kann. Zunächst wurden (mit Rückgriff auf A. Dalla Rosa, ZPE 183, 2012, S. 264) die unterschiedlichen Angaben zur Existenz von conventus-Städten in Kleinasien betrachtet und diese auf einer Karte verortet. Nach einem kurzen Überblick über bekannte Konventstädte in anderen Provinzen des römischen Reiches erfolgte dann die Analyse des Materials in Hinblick auf die Rolle der Konventstädte in der politischen Organisation der Provinzen. Ihre Rolle im Kaiserkult ist gut belegt, aber es stellt sich die Frage, ob die römische Macht, beginnend mit Sulla, die Formierung solcher conventus-Städte förderte oder gar forcierte, um die Kontrolle über das Territorium zu verbessern. Kirbihler besprach das Beispiel von Ephesos ausführlich, ging aber auch auf andere Fälle ein (Städte in Lykien). Er schlug vor, in der Auswahl und Präferenz einiger Gerichtsorte des kleinasiatischen Statthalters eine mögliche Analyseebene für die Betrachtung der politischen Rolle der Konventstädte in der Ausübung der Zentralmacht Roms zu sehen. Insgesamt plädierte er überzeugend dafür, dass eine eingehende Betrachtung der politischen Rolle der Konventstädte neue Einsichten in den Regierungsstil römischer Kaiser geben könne, weg von der Notion eines stets reaktiven Staates, hin zu einem dynamischeren Modell, dass auch proaktives Eingreifen und Gestalten zulasse.

      Dies wurde gefolgt von einem Beitrag mit dem Titel „Performanz und Herrschaft. Cicero in Ephesos, Laodikeia und Tarsos“ durch Prof. Dr. Susanne Froehlich (Darmstadt), der aufzeigte, wie sehr Ciceros Inszenierung seiner Statthalterschaft in Kilikien, und hier besonders seine Anreise und Ankunft (adventus), von dem Bemühen geprägt war, sich als guter Römer zu stilisieren. Froehlich debattierte zunächst das Konzept der Performanz von John L. Austin sowie Kolesch und Lehmann und die Frage, wie sich dies gewinnbringend bei der Analyse der Aussagen Ciceros anwenden lässt. Der Vortrag thematisierte Ciceros adventus in Ephesos, Laodikeia und Tarsos und die Frage, wie Cicero sich gegenüber der Stadtbevölkerung, die auch aus Römern bestand, stilisierte. Dabei ging es Froehlich nicht nur um die Darstellung vor Ort, sondern auch um Ciceros Selbstinszenierung in seinen Briefen, zwei Ebenen, die sie in einer eingehenden Analyse des Briefwechsels aus Ciceros Zeit als Statthalter in Kilikien im Amtsjahr 51/50 v. Chr. herausarbeitete. Dem fügte sie eine weitere Analyseebene hinzu, jene der Adressant:innen. Hier sei zwischen den primären Adressat:innen vor Ort, den sekundären Adressant:innen in Rom und den tertiären Adressant:innen der Nachwelt zu unterscheiden. Ciceros Empfang in den Provinzstädten kontrastierte nicht nur mit seinem Verhältnis zu anderen Gruppen in seiner Provinz, der Bevölkerung des Amanosgebirges und den mit Rom verbündeten Klientelkönigen, es stand auch dem entgegen, was Cicero bei seiner Rückkehr in Rom erlebte.

      Nach einem geselligen Mittagessen in einem frühlingshaft warmen, sonnigen Frankfurt ging es dann weiter mit der Nachmittagssektion zu Syrien. Eröffnet wurde diese von einem Vortrag von Prof. Dr. Julien Aliquot (Lyon), der die ca. 40 Zuhörer:innen mit auf eine Reise nach Ägypten nahm. Dort nämlich befindet sich bis heute ein beschrifteter Steinsockel, der, so zeigte es Aliquot in einer Darlegung der Aufzeichnungen und Untersuchungen des Steines (Bruwier, Claes & Quertinmont, « La Description de l’Égypte » de Jean-Jacques Rifaud, 2014, p. 135, pl. 186, no 29) seit der Zeit Napoleons (Publikationen aus den Jahren 1802, 1806, 1822, 1845 sowie später 1902-5) überzeugend, aus Arados stammt und über Damietta nach Kairo kam. Sein Vortrag „Arados et Rome d’après une inscription honorifique errante adressée par une cité anonyme de Syrie à un légat de l’empereur Claude (41-54)“ beleuchtet abschließend die Frage, welche Aussagen die Inschrift in ihrem ursprünglichen Kontext über die Geschichte von Arados und seiner Region zur Zeit des Claudius, als L. Popillius Balbus gegen lokale Aufstände vorging, zulassen.

      Ein abschließender Beitrag durch PD Dr. Julia Hoffmann-Salz (Freiburg i. Brsg.) beleuchtete dann die Neuordnung Syriens durch Pompeius. Ihr Beitrag „Pompeius -oder Tigranes? Wer reorganisierte das seleukidische Syrien?“ betrachtete insbesondere die Frage, wieviel von Pompeiusʼ Plänen auf die Politik von Tigranes zurückging und welcher Anteil der sogenannten Neuordnung als Erfindung des Pompeius gelten muss. Zunächst analysierte sie die Situation in der Region Pontos, wo Pompeius eine ähnliche Neuordnung vornahm, die im Folgenden als Modell und/oder Kontrast fungierte. Die Rekonstruktion der Ankunft von Pompeiusʼ Truppen in Syrien wurde auf Grundlage antiker Quellen (App. Mithr. 106, Plut. Pomp. 39, Plut. Luc. 25, Jos. AJ 14,3,2 , 4,4 , Jos. BJ 1,7,7, Strab. 11,11,4; 16,2,18, aber auch zahlreicher Münzen) rekonstruiert. Hoffmann-Salz kam zu dem Schluss, dass Rom hier größtenteils bestehende Entwicklungen aufnahm, an einigen Stellen aber auch neue Akzente setzte und dies besonders in jenen Städten und Regionen, die Pompeius belagerte bzw. im Kampf eroberte.

      Insgesamt zeigen die sechs Beiträge auf, wieviel Potential weiterhin in Fallstudien über die Frage nach der Ausübung römischer Macht und der Rezeption römischer Vorstellungen in griechischen Städten steckt.

      An dieser Stelle sei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern noch einmal für die Bereitschaft gedankt, das Kolloquium mitzugestalten. Die Veranstaltung zeigte nachdrücklich, wie die drei großen Bereiche der Altertumswissenschaft in Arbeitsweise und Diskussion zusammenkommen können, ganz im Sinne der Idee der Mommsen-Gesellschaft. Gedankt sei auch den wissenschaftlichen Hilfskräften der Abteilung für Alte Geschichte, die tatkräftig und mit viel Engagement beim Catering und der Organisation unterstützten. Der reibungslose Ablauf der Veranstaltung, und der gute Marmorkuchen aus Marburg, war nicht zuletzt ihnen zu verdanken.

      In der abschließenden Diskussionsrunde wurden dann nicht nur die Ergebnisse der Vorträge reflektiert, sondern auch das Format der Kolloquiumsreihe. Dabei sprachen sich alle Beiträger:innen für die Beibehaltung eines kleinen Formats aus, das eine intensiven Austausch und rege Diskussionen ermöglicht. Der Vorschlag, bei der nächsten Veranstaltung die Möglichkeit der Online-Zuschaltung zu geben, sollte sicherlich weiterdiskutiert werden. Insgesamt war die Veranstaltung aber ein schöner Erfolg, der sich auch an der regen Teilnahme am geselligen Abendessen zeigte. Möge all dies dazu beitragen, die neue deutsch-französische Kolloquiumsreihe, die ihm Jahre 2027 in einem Treffen in Frankreich fortgeführt werden wird, zu dem Erfolg zu geleiten, den sie verdient und der uns alle um wichtige Perspektiven bereichern wird.

       

      (Muriel Moser-Gerber und Alexandra Eckert)

       

      Programm:

      9:45 – 10 Uhr: Grußworte und Einführung

      10 – 11:30 Uhr: 1. Sektion: Griechenland/Grèce (Prof. Dr. Hans Bernsdorff)

      Christine Hoët-Van Cauwenberghe (Lille): La figure du bon prince en Achaïe au premier siècle de l’Empire

      Muriel Moser-Gerber (Frankfurt): Athen und Rom

      11:30 – 12 Uhr: Kaffeepause / Pause café

      12 – 13:30 Uhr: 2. Sektion: Kleinasien/Asie Mineur (Dr. Ute Kelp)

      François Kirbihler (Nancy): Die Konventstädte in der Provinz Asia zwischen römischem Herrschaftssystem und regionaler Identität

      Susanne Froehlich (Darmstadt): Performanz und Herrschaft. Cicero in Ephesos, Laodikeia und Tarsos

      13:30 – 14:30 Uhr / 13h30 – 14h30: Mittagspause / Pause déjeuner

      14:30 – 16 Uhr: 3. Sektion: Syrien/Syrie (PD Dr. Florian Forster)

      Julien Aliquot (Lyon) : Arados et Rome

      Julia Hoffmann-Salz (Bonn): Pompeius - oder Tigranes? Wer reorganisierte das seleukidische Syrien?

      16 – 16:30 Uhr: Abschlussdiskussion, Ausblick und Ankündigungen / Discussion finale et perspectives

      16:30 - 17 Uhr: Ausklang / fin de journée

       

          

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Petitionen und Proteste

    • Petitionen und Proteste
    • Mrz 12
      Stellungnahme des Deutschen Archäologenverbandes e. V. (DArV) und des Verbandes der Ägyptologie e. V. (VÄ) zur Schließung des Instituts für Archäologie an der HU-Berlin 

      Petitionen und Proteste
      Donnerstag, 12. März 2026 11:41

      Bonn, 04.03.2026                                                                   

         

      An die Präsidentin und
      die Mitglieder des Akademischen Senats der
      Humboldt-Universität zu Berlin
      – per E-Mail –



      Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Mitglieder des Akademischen Senats,

      der Deutsche Archäologen-Verband (DArV) ist mit über 1100 Mitgliedern aus allen archäologischen Disziplinen der größte deutsche Berufsverband im Bereich der Archäologie. Der Verband der Ägyptologie (VÄ) vertritt mit über 200 Mitgliedern die Interessen der deutschsprachigen Ägyptologie in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.
      Mit großer Sorge haben wir erfahren, dass im Zuge der umzusetzenden Sparmaßnahmen durch das Land Berlin die Humboldt-Universität zu Berlin plant, das Institut für Archäologie mit seinen Lehrbereichen Klassische Archäologie und Archäologie und Kulturgeschichte Nordostafrikas zu schließen. 
      Das Institut für Archäologie an der Humboldt-Universität zu Berlin ist mit dem Winckelmann-Institut seit Gründung der Universität zu Berlin im Jahr 1810 kontinuierlich im Lehrbetrieb fest verankert. Es ist deutschlandweit eines der traditionsreichsten und renommiertesten Institute für Klassische Archäologie mit wichtigen Impulsen in Forschung und Lehre, die sich aktuell z. B. in viel beachteten innovativen Projekten zur digitalen Dokumentation und virtuellen Rekonstruktion des antiken Pompejis, zur städtebaulichen Entwicklung von Petra in Jordanien und zur griechischen Siedlung Siris-Herakleia an der Südküste Italiens niederschlagen. Nicht zuletzt durch seine Nähe zu den Berliner Museen, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Archäologischen Gesellschaft zu Berlin ist das Winckelmann-Institut ein fester Bestandteil der altertumswissenschaftlichen Forschung und war bzw. ist an wichtigen Verbundforschungsprojekten beteiligt. 
      Der zweite Lehrbereich des Instituts, die Archäologie und Kulturgeschichte Nordostafrikas (AKNOA), vereint die Ägyptologie und – als Alleinstellungsmerkmal in Deutschland – die Sudanarchäologie. Beide Bereiche sind historisch eng mit dem Ägyptischen Museum verknüpft. Die Sudansammlung und das dazugehörige Archiv bilden die langjährigen Arbeiten der Humboldt-Universität an der UNESCO Welterbestätte Musawwarat es-Sufra ab. Forschung und Lehre in der Sudanarchäologie haben eine Kompetenz aufgebaut, die deutschlandweit abgefragt wird, wie z.B. für den Round Table Sudan der Deutschen UNESCO-Kommission. Die Ägyptologie und Sudanarchäologie sind an wichtigen Ausgrabungen und Kulturerhaltprojekten beteiligt, u. a. in der Hauptstadt Ramses‘ II. in Pi-Ramesse sowie im Tal der Könige. Schwerpunkte der Forschung sind zudem die an anderen Instituten kaum repräsentierte ägyptologische Kunstwissenschaft sowie breit angelegte linguistische Studien zu alten Sprachen Nordostafrikas. International einzigartig ist darüber hinaus die Erweiterung des Lehrbereichs durch eine dritte Professur mit dem Schwerpunkt Theorie und Geschichte multimodaler Kommunikation, die den SFB 1412 „Register: Language-Users’ Knowledge of Situational-Functional Variation“ mitinitiiert hat und darin mit zahlreichen Projekten beteiligt ist. Langjährige Kooperationspartner sind das „Wörterbuch“-Projekt der Berlin-Brandenburger Akademie der Wissenschaften, das Ägyptische Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin und die HTW Berlin (Restaurierung und Konservierung); die gegenseitige Befruchtung am Standort Berlin wird daraus besonders sichtbar. 
      Vor diesem Hintergrund fordern der DArV und der VÄ nachdrücklich die Rücknahme der Pläne zur Schließung des Instituts für Archäologie und die Entwicklung eines tragfähigen Konzepts für das Fortbestehen und die Zukunftsfähigkeit der archäologischen Fächer in Forschung und Lehre. Eine Schließung des Instituts für Archäologie an der Humboldt-Universität zu Berlin hätte deutlich negative Folgen für den Wissenschaftsstandort Berlin und die traditionsreiche Forschung in den Altertumswissenschaften in der Region und darüber hinaus. Auch der zukunftsfähige Rahmen des Berliner Antike Kollegs (BAK) würde schwer beschädigt. 

      Der DArV und der VÄ sind gerne bereit, Sie bei der Suche nach tragfähigen Lösungen zum Erhalt des Instituts für Archäologie an der Humboldt-Universität zu Berlin zu unterstützen. 

      Mit freundlichen Grüßen
      Prof. Dr. Stefan Feuser, Vorsitzender des Deutschen Archäologenverbandes
      Prof. Dr. Richard Bußmann, Vorsitzender des Verbandes der Ägyptologie
       

       

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    • Petitionen und Proteste
    • Feb 24
      Institut für Klassische Archäologie, Ägyptologie und Sudanarchäologie an der HU bedroht

      Petitionen und Proteste
      Dienstag, 24. Februar 2026 10:08

      Liebe Mitglieder, 

      liebe Kolleginnen und Kollegen, 

      Ende der Woche wurde bekanntgegeben, dass an der HU Berlin mittelfristig das Institut für Archäologie, mit Klassischer Archäologie, Ägyptologie und Sudanarchäologie, in dieser Form nicht weitergeführt werden soll.
      Zu Ihrer Information der Link zur offiziellen Stellungnahme der HU: https://www.hu-berlin.de/nachrichten/detail/einsparvorgaben-erzwingen-neuaufstellung-der-archaeologie 

      Ich möchte Sie deshalb aufrufen die Petition gegen die geplante Schließung zu unterschreiben: 
      https://weact.campact.de/petitions/schliessung-des-instituts-fur-archaologie-an-der-hu-berlin?share=fe7b5f2c-c489-4a87-85be-eea98880ba78&source=copy_email&utm_medium=recommendation&utm_source=copy_email 

      Der dArV wird gemeinsam mit dem Verband der Ägyptologie ein Protestschreiben an die HU verfassen. Damit soll der breite Protest in der wissenschaftlichen Community widergespiegelt und zusätzliche Argumente geliefert werden, warum das Institut nicht geschlossen werden darf. 
      Das Schreiben wird sich an die Präsidentin der HU sowie an den Akademischen Senat richten. Da mit der Einstellung der Restaurierungs- und Grabungswissenschaften an der HTW Berlin ein weiteres archäologisches Institut zur Disposition steht, ist zudem ein gesondertes Protestschreiben an die Berliner Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra geplant.
       
      Die aktuellen Entwicklungen und die vielerorts zunehmenden radikalen Sparmaßnahmen sind äußerst besorgniserregend. Umso wichtiger ist es, dass wir uns auf der kommenden Jahrestagung hierzu austauschen und unser weiteres Vorgehen beraten.

      Mit den besten Grüßen
      Ihre Franziska Lehmann
       
      Deutscher Archäologen-Verband e. V. (DArV e.V.)
      Geschäftsstelle
      Franziska Lehmann
      Tasdorfer Str. 6
      15566 Schöneiche
       
      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. 
      www.darv.de
          

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    • Petitionen und Proteste
    • Feb 19
      Latein ist kein Luxus. Petition gegen radikale Kürzung des Latein-Unterrichts an österreichischen Gymnasien

      Petitionen und Proteste
      Donnerstag, 19. Februar 2026 12:17

      Sehr geehrter Herr Prof. Maschek, sehr geehrter Herr Prof. Hammerstaedt,
      sehr geehrter Herr Dr. Ganschow,
       
      ich möchte mich an Sie als Vorsitzende und Geschäftsführer der Mommsen-Gesellschaft wenden.
      Erlauben Sie mir, dass ich mich kurz vorstelle: Ich bin eine klassische Philologin aus Österreich, die aktuell im Rahmen eines Humboldt-Stipendiums an der Universität Hamburg das Thema "Latein im Faschismus und im Nationalsozialismus" beforscht und seit mehreren Jahren Mitglied der Mommsen-Gesellschaft ist. 
       
      Mit großer Sorge habe ich in der vergangenen Woche den Vorstoß des österreichischen Bildungsministers verfolgt, der den Latein-Unterricht an österreichischen Gymnasien radikal kürzen und stattdessen zwei neue Unterrichtsfächer (1. Demokratie- und Medienbildung, 2. Künstliche Intelligenz) einführen will. 
       
      Während die Lehrpersonen für Latein und Altgriechisch in Österreich sowie die Vertreter dieser Fächer an den Universitäten den Wunsch des Ministers teilen, die Schule "zukunftsfit" zu machen, so halten wir den aktuellen Kahlschlag, der im Übrigen nicht nur Latein, sondern alle lebenden Fremdsprachen außer Englisch betreffen würde, für den falschen Weg. In den vergangenen Tagen gab es in den österreichischen Printmedien viele Appelle von unserer Seite. Ich teile gerne eine kleine Auswahl für Sie: 
       
      Bernhard Gmeiner: "KI statt Latein: 7 Kritische Fragen zur Reform" (Der Standard, 03.02.2026) 
      https://www.derstandard.at/story/3000000306593/ki-statt-latein-7-kritische-fragen-zur-reform
       
      Michaela Masek: "Latein kürzen, denken auch?" (Die Presse, 04.02.2026): 
      https://www.diepresse.com/20544874/latein-kuerzen-denken-auch 
       
      Günter Traxler: "Latein - und ein Aufstand der Eliten" (Der Standard, 06.02.2026) 
      https://www.derstandard.at/story/3000000307363/latein-und-ein-aufstand-der-eliten
       
      Katharina-Maria Schön: "Latein im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz - (wie) geht das?" (Kurier, 07.02.2026)
      https://kurier.at/meinung/gastkommentare/latein-im-zeitalter-der-kuenstlichen-intelligenz-wie-geht-das/403129195
       
      Seit einigen Tagen läuft auch eine Petition, der sich namhafte Personen aus dem Kultur-, Literatur- und Wissenschaftsbetrieb in Österreich angeschlossen haben (darunter auch drei Nobelpreisträger:innen): 
       
                                  https://mein.aufstehn.at/petitions/latein-ist-kein-luxus-es-ist-bildung
       
      In der kommenden Woche wird der österreichische Bildungsminister zwei Delegationen empfangen, die die klassischen Sprachen vertreten und in unserem Sinne für eine Änderung der Reformpläne plädieren werden. Es wäre großartig, wenn wir bis dahin noch möglichst viele Unterschriften und Unterstützungserklärungen sammeln könnten, daher möchte ich Sie bitten, diese Petition im Rahmen des E-Mail-Verteilers der Mommsen-Gesellschaft zu zirkulieren. 
       
      Zudem möchte ich Sie auf die Homepage der Sodalitas, der österreichischen Verbindung von Lehrpersonen und universitären Mitarbeiter:innen im Bereich der klassischen Sprachen, hinweisen: https://sodalitas.info/ . Dort finden sich laufend Updates und weitere Stimmen aus dem schulischen und akademischen Bereich.
       
      Ich danke Ihnen schon jetzt ganz herzlich für Ihre Unterstützung und stehe Ihnen für Rückfragen selbstverständlich zur Verfügung. 
       
      Mit freundlichen Grüßen 
       
      Katharina Schön 
       
      Dr. Katharina-Maria Schön
      Wissenschaftliche Mitarbeiterin  
      Institut für Griechische und Lateinische Philologie
      Von-Melle-Park 6
      20146 Hamburg
       

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    • Petitionen und Proteste
    • Dez 12
      Stellungnahme zum Eckpunktepapier zur Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe in Niedersachsen

      Petitionen und Proteste
      Freitag, 12. Dezember 2025 20:14



      Brief des Ersten Vorsitzenden der Mommsen-Gesellschaft an die Kultusministerin des Landes Niedersachsen, Frau Julia Willie Hamburg


      Sehr geehrte Frau Kultusministerin Hamburg,

      als Vorsitzender der Mommsen-Gesellschaft möchte ich Sie auf die erheblichen Nachteile hinweisen, welche die im Eckpunktepapier zur Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe in Niedersachsen enthaltenen Änderungen (Stand Juni 2025) für die Erlernung der zweiten und ggf. einer dritten Fremdsprache bedeuten würden, und bitten Sie dringend, diese Änderungen zu überdenken und zu modifizieren.

      Mit der vorgesehenen generellen Herausnahme einer zweiten Fremdsprache aus dem von 30 auf 14 Wochenstunden reduzierten ‘Pflichtbereich’ für die 11. Klassenstufe und ihrer Überführung in den ‘Wahlpflichtbereich II’ würde sich gleich zwei erhebliche Nachteile ergeben:

      (1) Der weitergeführte Unterricht in der zweiten Fremdsprache, der bislang den Regelfall darstellte (mit Kann-Bestimmungen bei Ausnahmetatbeständen wie ihrer bereits seit der 6. Klasse erfolgten Belegung), würde somit nicht mehr prioritär nahegelegt, sondern zu einer bloßen Option, die zudem für die Schülerinnen und Schüler Einschränkungen bei der weiteren Fächerwahl mit sich brächte.

      (2) Die Unterbringung der zweiten Fremdsprache mit 3 Wochenstunden im ‘Wahlpflichtbereich II’ würde zu ungünstigen Folgen für diejenigen führen, die eine neu einsetzende dritte Fremdsprache (à 4 Wochenstunden) erlernen möchten, da der ebenfalls hierfür zu nutzende ‘Wahlpflichtbereich II’ insgesamt nur über 6 Stunden verfügt.

      Verweisen möchten wir auch auf die KMK-Vereinbarung in der Fassung vom 6.6.2024, Punkt 7.3, nach der in der Einführungsphase grundsätzlich zwei Fremdsprachen zu belegen sind.

      Die Mommsengesellschaft ist der Berufsverband von ca. 750 deutschsprachigen Forscherinnen und Forschern auf dem Gebiet des Griechisch-Römischen Altertums. In unserer Forschung ist ebenso wie in der akademischen Lehre unserer Fächer neben der Beherrschung antiker Sprachen, die ggf. auch innerhalb des Studiums erlernt oder vertieft werden können, die kontinuierliche Berücksichtigung grundlegender Forschungsbeiträge nötig, welche nicht auf Englisch oder Deutsch, sondern in weiteren modernen Sprachen publiziert sind. Wir sehen mit Besorgnis, dass der bislang für die Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe geplante Umgang mit der zweiten Fremdsprache die Befähigung künftiger Studierender aus Niedersachsen für ein geisteswissenschaftliches Studium mindern würde: nicht nur im Bereich der von unserem Berufsverband vertretenen Alten Sprachen, der Archäologie und der Alten Geschichte, sondern in zahlreichen weiteren Disziplinen, beispielsweise im gesamten Geschichtsstudium, in der Philosophie und in zahlreichen modernen Philologien, aber auch in Musik- und Kunstwissenschaften. Abgesehen von diesen praktischen Erwägungen möchten wir auch darauf hinweisen, dass unabhängig von der künftigen Studienfachwahl die Erlernung mehrerer Sprachen die kulturelle Kompetenz und Urteilsfähigkeit sowie die Persönlichkeitsentwicklung entscheidend fördert.

      Bitte ändern Sie daher die bislang vorgesehenen Planungen, die künftige Studierende aus Niedersachsen im Vergleich mit denjenigen anderer Bundesländer benachteiligen würden.

       

      Hochachtungsvoll

      Dominik Maschek

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Aktuelles aus den Altertumswissenschaften

    • Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
    • Mrz 06
      Zum Raum wird hier die Zeit: Ein Gastkommentar zur geplanten Streichung der Archäologien an der HU-Berlin

      Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
      Freitag, 06. März 2026 09:44

      von Dominik Maschek

      (in leicht abgewandelter Form erschienen in der FAZ vom 4. März 2026)

      Eine Zeitenwende geht um in Europa. Ihre Symptome sind allerorten zu spüren, in Form von Krieg, stockendem Wirtschaftswachstum sowie politischer und gesellschaftlicher Polarisierung. Und auch vor Kultur, Bildung und Forschung macht diese Zeitenwende nicht halt. Im Gleichschritt mit der militärischen Aufrüstung verschieben sich auch in Deutschland die budgetären Prioritäten – und wenn dann noch eine prekäre Haushaltslage herrscht, wird der Rotstift dort angesetzt, wo scheinbar die geringste Relevanz für die Gesellschaft liegt, wo, um in der streng kapitalistischen Logik der Finanzpolitiker zu bleiben, das Investment den geringsten Profit abwirft.

      Angesichts dieser Tatsache ist es vielleicht auch kein Zufall, dass heute an einer renommierten Institution wie der Humboldt-Universität zu Berlin die archäologischen Fächer vor dem Aus stehen. Es wäre nun aber deutlich zu kurz gegriffen, dieses drohende Ende der Archäologien an der Humboldt-Universität nur als das Resultat eines schwächelnden Haushalts zu verstehen. Vielmehr erzählt es uns viel über das Unterbewusstsein unserer Gegenwartsgesellschaft. Denn die Archäologie ist im Kern eine unbequeme Wissenschaft. Sie beschäftigt sich damit, das Verborgene aufzudecken und das Verschüttete zu erklären. Wie das Berliner Beispiel zeigt, wird diese Beschäftigung heutzutage offenbar nicht mehr als Wert, sondern als lästige Bürde oder vielleicht sogar, zumindest unbewusst, als Gefahr begriffen.

      In diesem Zusammenhang ist es bezeichnend, dass Siegmund Freud in der Archäologie eine der Psychoanalyse auf das Engste verwandte Wissenschaft sah. Ebenso wie die Psychoanalyse im Wien des Fin de Siècle leitet die Archäologie ihre Studierenden und Forschenden dazu an, sich nicht mit dem schönen Schein der Oberfläche zufrieden zu geben, sondern den Problemen und ihren Ursachen auf den Grund zu gehen. In der Analyse vergangener Epochen bedeutet das nicht zuletzt einen kritischen Blick darauf, wie, immer und immer wieder, Systeme von Ausbeutung, Propaganda und Machtausübung mit bestimmten Absichten und Interessen konstruiert und aufrechterhalten wurden – aber auch, wie diese Systeme letzten Endes zerbrochen und vom Antlitz der Erde verschwunden sind. Dieses unausweichliche Verschwinden und Vergehen ist es, an das die moderne Wohlstandsgesellschaft nicht gerne erinnert werden möchte. Statt seiner Bewusstmachung durch wissenschaftliche Forschung und universitäre Lehre scheint es zumindest in manchen Einrichtungen deshalb offenbar opportun, die entsprechenden Fächer einfach aus dem universitären Kanon zu entfernen.

      Doch die archäologische Beschäftigung mit der Vergangenheit offenbart nicht nur eine existenzielle Vergänglichkeit, die das moderne Streben nach Vitalität, Fortschritt und Wachstum konterkariert. Sie ermöglicht auch eine Erfahrung der Vergangenheit, die in ihrer Unmittelbarkeit einmalig ist. Die Art dieser Erfahrung hat ein berühmter Zeitgenosse Siegmund Freuds auf den Punkt gebracht: „Zum Raum wird hier die Zeit“. So beschreibt in Richard Wagners „Parsifal“ der weise Ritter Gurnemanz das eigentlich Unbeschreibbare: jenen Moment der puren Transzendenz, in dem die Gemeinschaft der Ritter durch die Kommunion aus dem heiligen Gral in direkter Linie das letzte Abendmahl von Jesus und seinen Jüngern fortsetzt. Zum Raum und zum Gegenstand gewordene Zeit, durch die wir einen unmittelbaren Zugang zur Menschheitsgeschichte erhalten: damit beschäftigt sich die Archäologie, und das macht auch ihre breitenwirksame Faszination aus. Wir wären als Gesellschaft gut beraten, diese einzigartige Form der Geschichtserfahrung nicht gering zu schätzen.

          

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    • Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
    • Mrz 01
      Start des LEIZA Journal of Archaeology (LJA)

      Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
      Sonntag, 01. März 2026 10:58

      Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

      Wir freuen uns, den baldigen Start des LEIZA Journal of Archaeology (LJA) anzukündigen. Es handelt sich dabei um eine neue, double-blind begutachtete, englischsprachige Fachzeitschrift für globale Archäologie, die vom Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA) herausgegeben wird – dem zweitgrößten archäologischen Forschungsinstitut in Deutschland.

      Das LJA versteht sich als eine Online-Zeitschrift, die innovative Forschungsarbeiten aus allen Regionen und Epochen der Archäologie präsentiert. Gleichzeitig möchte das LJA die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen fördern und deren Forschungsergebnisse zugänglich machen.

      In einer Welt, in der wissenschaftliche Veröffentlichungen zunehmend kommerzialisiert werden, verfolgt das LJA ausdrücklich einen alternativen Ansatz:

      • Das LJA wird im Diamond Open Access-Modell erscheinen, sodass alle Wissenschaftler*innen ihre Arbeiten auf eine Weise publizieren können, die im höchsten Maße Sichtbarkeit, Zitation und Wirkung fördert.
      • Im LJA werden längere Forschungsarbeiten über vergangenes menschliches Verhalten und Handeln in all seinen Formen veröffentlicht. Diese Arbeiten können hochauflösende Abbildungen enthalten und bieten darüber hinaus die Möglichkeit, umfangreiche Datensätze als ergänzendes Material beizufügen. Unser Ziel ist es, Diskussionen anzuregen, die Aufschluss über die Vergangenheit geben, die Gegenwart beleuchten und die Zukunft gestalten.

      Das LJA verpflichtet sich zu höchster akademischer Exzellenz, unterstützt durch einen Redaktionsbeirat aus renommierten Expert*innen. Alle eingereichten Arbeiten werden streng nach den Standards des Double Blind Peer Review-Verfahrens geprüft. Eine vollständige Liste des Editorial Boards sowie detaillierte Informationen zur Zeitschrift, einschließlich der Einreichungsmodalitäten sowie Richtlinien, finden Sie auf unserer Website: https://www.leiza.de/forschung/publikationen/leiza-journal-of-archaeology

      Wir laden Sie herzlich ein, sich an den Managing Editor Dimitri van Limbergen Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. zu wenden, der Ihr Paper auf Eignung prüfen und Sie von der Einreichung bis zur Publikation begleiten wird. Von ihm erhalten Sie auch weitere Informationen über die Ziele und Visionen der Zeitschrift sowie Details zum Einreichungsprozess.

      Ab Ende Frühjahr/Anfang Sommer 2026 werden wir Einreichungen entgegennehmen.

      Wir freuen uns sehr auf Ihre Kontaktaufnahme.

       

      LEIBNIZ-ZENTRUM
      FÜR ARCHÄOLOGIE


      Dr. Dimitri Van Limbergen 
      Journal Managing Editor

      Wissenschaftliche Redaktion

       

      Ludwig-Lindenschmit-Forum 1
      55116 Mainz

      In Office: Wednesdays & Thursdays

       

      T: +49 6131 8885 251 (3CX)

      Mob: +49 1515 2594546

      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

      leiza.de

       

      ORCID: 0000-0002-7554-6513

      https://leiza.academia.edu/DimitriVanLimbergen

      https://www.researchgate.net/profile/Dimitri-Van-Limbergen

      https://www.linkedin.com/in/dimitri-van-limbergen-ab0695107/

       

      Das LEIZA ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts des Landes Rheinland-Pfalz und der Stadt Mainz. Hauptsitz ist Mainz. Die Aufsicht wird durch das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz wahrgenommen. Das LEIZA ist ein Forschungsmuseum der Leibniz-Gemeinschaft.
       
       
       

       

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    • Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
    • Feb 18
      Anonyme Online-Umfrage zum Thema Selbstzensur in den Kultur- und Altertumswissenschaften

      Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
      Mittwoch, 18. Februar 2026 10:15

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      im Rahmen eines wissenschaftlichen Forschungsprojekts führe ich derzeit eine anonyme Online-Umfrage zum Thema Selbstzensur in den Kultur- und Altertumswissenschaften durch.

      Die Umfrage untersucht, inwiefern politische, institutionelle oder akademische Rahmenbedingungen Einfluss auf Themenwahl, Argumentation oder öffentliche Positionierungen von Forschenden nehmen. Besonders interessiert mich die Perspektive von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in unterschiedlichen Karrierestufen.

      Bitte unterstützen Sie das Projekt und nehmen Sie an der Umfrage teil.

      Die Teilnahme ist anonym, dauert ca. 8–10 Minuten und dient ausschließlich wissenschaftlichen Zwecken.

      Hier geht es zur Umfrage:

      https://deltasurvey.limesurvey.net/388575?lang=en&newtest=Y

      Für Rückfragen stehe ich selbstverständlich gerne zur Verfügung.

      Mit freundlichen Grüßen

      Eva Maria Hemauer, M.A.
      Wissenschaftliche Mitarbeiterin Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin Institut für Archäologie und Kulturgeschichte Nordostafrikas

       

      --- ENGLISH VERSION ---

      Dear Sir or Madam,

      As part of an academic research project, I am currently conducting an anonymous online survey on self-censorship in the humanities and ancient studies.

      The survey explores how political, institutional, or academic contexts may influence scholars’ choice of research topics, modes of argumentation, or public positioning. I am particularly interested in perspectives across different career stages.

      I would be very grateful if you could circulate the survey invitation and link through your mailing lists or relevant communication channels.

      Participation is anonymous, takes approximately 8–10 minutes, and serves exclusively academic research purposes.

      Survey link:
      https://deltasurvey.limesurvey.net/388575?lang=en&newtest=Y

      Please do not hesitate to contact me if you have any questions.

      Kind regards,

      Eva Maria Hemauer, M.A.
      Wissenschaftliche Mitarbeiterin Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin Institut für Archäologie und Kulturgeschichte Nordostafrikas

       
          

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    • Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
    • Feb 10
      Projekt-Förderung durch die Novus-Stiftung

      Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
      Dienstag, 10. Februar 2026 18:09

      Die Novus Stiftung fördert kleinere Projekte aus dem Bereich der Altertumswissenschaften. Damit soll Studierenden und Wissenschaftler:innen im Alltag die Umsetzung von kreativen Ideen, besonderen Lehrveranstaltungen, Outreachformaten u.a. ermöglicht werden: schnell, einfach und unbürokratisch.
      Die erste Antragsfrist ist der 1. Juni 2026 – Anträge müssen direkt online über die Website gestellt werden.

      Follow us on Insta: @Novus.Stiftung

          

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Call for Papers

    • Call for Papers
    • Mrz 15
      ANALOGUE GAMES AND THE ANCIENT & PRE-MODERN PAST - INSTITUTE OF ADVANCED STUDY, DURHAM UNIVERSITY, FRIDAY 1 MAY 2026

      Call for Papers
      Sonntag, 15. März 2026 10:44

      CfP
      Organisers: Dr. Helen Roche (Durham University, UK) and Dr. Hamish Cameron (Victoria University of Wellington, NZ)
       
      Recently, analogue games have been gaining increasing attention within the context of Game Studies, Ludonarratology, Historical Game Studies and Classical Game Studies. This interdisciplinary workshop will focus on modern analogue games which engage with ancient and pre-modern pasts, with an eye to producing an edited volume which will complement existing work already in progress.
       
      The organisers are currently seeking abstracts, and welcome suggestions for 20-minute papers which engage with:
       
      • a broad range of historical periods (including games with historical elements which are not purely historical, e.g. historically-inspired fantasy and science fiction; mythical games); archaeogaming;
       
      • any analogue game genres - including, but not limited to, board games and card games, Tabletop Roleplaying Games (TTRPGs), live action games, tabletop wargames, miniature wargaming, and megagames;
       
      • analogue games which range beyond the popular (e.g. analyses of indie games as well as well-known classics);
       
      • analogue games as vectors for historical pedagogy, engagement and outreach; serious games; creative ludic research methods;
       
      • intersectional and postcolonial perspectives are especially welcome.
       
      Our primary goal is for the workshop to take place in person (though please note that we cannot guarantee funding to cover speakers' expenses, and any funding we can find will be used to facilitate attendance by ECRs and precarious speakers). However, given sufficient interest, we would consider organising a separate online workshop at a later date to accommodate those who are unable to travel to Durham in person.
       
      Please send abstracts of no more than 300 words to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. by 31 MARCH 2026.
       
          

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    • Call for Papers
    • Mrz 15
      Workshop "Knowing by Example"

      Call for Papers
      Sonntag, 15. März 2026 10:39

      Call for Abstracts

       

      October 8–9, 2026 (Thursday–Friday), University of Technology Nuremberg (UTN)

      Concept: This workshop starts from the premise that exemplarity constitutes a distinct mode of knowledge organization. Rather than merely illustrating deductive arguments, examples often generate epistemic force in their own right: they organize knowledge, establish norms, and persuade without relying on formally connected syllogistic reasoning. How do examples generate and communicate knowledge rather than simply illustrate it? In what ways do exemplary cases argue, demonstrate, or acquire epistemic authority in the absence of formal proof?

      Constitutive of exemplarity is the productive tension between the singular case and the general concept it is meant to illuminate. How do singular examples produce general or normative force? Through which narrative, rhetorical, or conceptual mechanisms do individual cases support broader claims while preserving their specificity? In mediating between observation and norm, experience and theory, narrative and proof, examples frequently precede, accompany, or even substitute for abstraction and systematic explanation.

      Focusing on ancient, medieval, and early modern materials across diverse cultural traditions, the workshop investigates how examples achieve epistemic force within different knowledge cultures. It asks how exemplary reasoning stabilizes or challenges knowledge claims, structures judgment and comparison, and shapes epistemic communities across time and cultural boundaries. How do examples foster shared modes of reasoning? How do they connect communities and stimulate further inquiry—whether through paradigmatic cases, authoritative repertoires such as the Greek paradeigma and Roman exemplum, or through hypothetical and thought examples that function as heuristics for theory formation?

      Conceived as a concept-focused laboratory within the research series Examples: Knowledge, Communities, Fictionality, organized by the Early Modern and Classics Labs at the University of Technology Nuremberg (UTN), the workshop forms part of a broader program that includes weekly guest lectures under the guiding question How Examples Shape Knowledge and the international conference Traveling Examples: Epistemics and Dynamics of Exemplarity.

      The workshop combines participants’ contributions (ca. 20 minutes) — including paper presentations and impulse talks — with close readings of selected key passages from thinkers such as Aristotle, Quintilian, and Bacon. Both formats are designed to foster sustained discussion and to consolidate a shared conceptual vocabulary for analyzing exemplarity as an epistemic practice.

      Participants: The workshop warmly welcomes contributions from Classicists, Sinologists, Judaists, Medieval and Early Modern scholars, philosophers, historians of science, epistemologists, and researchers from related disciplines. We invite applications from advanced PhD candidates to senior researchers and particularly encourage contributions that engage across disciplinary and cultural boundaries.

      Organization: UTN covers the costs of a round-trip to (Deutsche Bahn, 2nd class) and accommodation in Nuremberg for all participants.

      Application:

      Please submit:

      • An abstract of approximately 300 words
      • A short bio (max. 150 words), including an email address

      Please send submissions by June 30, 2026 to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

      We would be delighted to welcome you to the University of Technology Nuremberg.

       

      Gyburg Uhlmann, Chair and Professor of Classics, UTN

      Dana Jalobeanu, Professor of Early Modern Philosophy, UTN

      Tobias Hirsch, Postdoctoral Researcher in Classics, UTN

       

          

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    • Call for Papers
    • Mrz 01
      AIEGL : XVIIe Congrès International d’Épigraphie Grecque et Latine

      Call for Papers
      Sonntag, 01. März 2026 11:16

      : appel à contribution pour l’une des 25 sessions ou
      pour un thème libre
      Dates : 30 août au 4 septembre 2027
      Lieu : Bologne (complexe Belmeloro)

      Liste des 25 sessions parallèles
      https://site.unibo.it/epigrafia-greca-latina-bologna/en/panel/

      Texte de l’appel (deuxième circulaire de l’AIEGL)

      https://site.unibo.it/epigrafia-greca-latina-bologna/en/xvii-ciegl/circulars

      Date limite de candidature : 30 septembre 2026    

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    • Call for Papers
    • Feb 19
      BernBabylon. From Bern to Babylon and about everything in between and beyond 

      Call for Papers
      Donnerstag, 19. Februar 2026 11:52

      Bern, 1. - 2.  Oktober 2026
      Einreichungsfrist: 10. März 2026

      Das Institut für Vorderasiatische Archäologie der Universität Bern freut sich, Sie zur 
      BernBabylon-Tagung einladen zu dürfen.

           https://www.propylaeum.de/blog/permalink/962

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Tagungen

    • Tagungen
    • Mrz 15
      Audience in Archaic lyric performance and Classical theatre: a synaesthetic continuity?

      Tagungen
      Sonntag, 15. März 2026 11:03

      CONFERENCE

      UNIVERSITÀ DI TRENTO

      30 SEPTEMBER – 2 OCTOBER 2026

       

      Audience in Archaic lyric performance and Classical theatre:

      a synaesthetic continuity?

      Organised by Anna Novokhatko and Bernhard Zimmermann

       

       

      WEDNESDAY 30 SEPTEMBER

       

      9.30-9.45                    Opening words (Bernhard Zimmermann, Anna Novokhatko)

      9.45-10.30                  Laura Swift (Magdalen College, Oxford), Mental Imagery and Visual Perception in Partheneia

      10.30-11.15                Daniel Anderson (Merton College, Oxford), Flower Music, and Other Song Metaphors

      11.15                           COFFEE BREAK

      11.45-12.30                Samantha Newington (University of Aberdeen), Poetic catharsis and the beauty of performance: Sappho, Hesiod and Euripides

      12.30-13.15                Anna Novokhatko (Università di Trento), Comparing Synaesthetic Immersion Techniques in Epic, Lyric, and Dramatic Performance

       

       

      15.00-15.45                Lawrence Kowerski (Hunter College, New York), Sympotic Senses: The Sympotic Context and Sensory Imagery in Early Greek Elegy

      15.45-16.30                Cecilia Nobili (Università di Bergamo), The Dramatic Experience of the Symposium: Mimesis and Synaesthetic Perception

      16.30                          COFFEE BREAK

      17.10-17.45                Ronald Blankenborg (Radboud University, Nijmegen), Is Rhythm ‘a dancer’? Embodied Prosody as the Parser of Anapestic and Trochaic Speech

      17.45-18.30                Chenxi Zhang (University of Chicago), The counter-palinodic gesture of Aeschylus’ Agamemnon

       

      THURSDAY 1 OKTOBER

       

      8.30-9.15                    David Wilson (King’s College London), Pathways to Epiphany at the Dionysia

      9.15-10.00                  Peter Agócs (UCL London), Poetics of the Voice in Pindar and Bacchylides

      10.00-10.45                Simone Corvasce (Sapienza Università di Roma) A Kinaesthetic Approach to the Performance-Reperformance Duality of the Epinician Genre

      10.45                          COFFEE BREAK

      11.15-12.00                Ettore Cingano (Università Ca' Foscari Venezia), Setting up Choruses All Over Greece: the Context and Gist of Choral Performance and its Relevance to Stesichorus

      12.00-12.45                Edith Hall (University of Durham), ‘I Stand on Light Feet and Draw Breath’: Breathing and the Experience of Greek Choral Performance

       

       

      15.00-15.45                Jonathan L. Ready (University of Michigan), Kinaesthetic Empathy, Inhabitable Scenarios, and the Enjoyment of Ancient Greek Tragedy and Choral Lyric

      15.45-16.30                Theodora Hadjimichael (University of Birmingham), On coming after: Cultural knowledge, Memory, and Reperformance

      16.30                          COFFEE BREAK

      17.10-17.45                Andrea Giannotti (University of Durham), Synaesthetic Lamentation: Multisensory Experience and Affective Imagery in the First Stasimon of Euripides’ Suppliant Women

      17.45-18.30                Margaret Foster (University of Michigan), Off the Ground: Spatial Syntax in Ancient Greek Lyric and Tragedy

       

      18.45-19.15                PERFORMANCE

      Carina de Klerk (Binghamton University) and Lynn Kozak (Université McGill),

      Ephemer-illz: an Improvised Greek Poetry Performance

      20.00                          CONFERENCE DINNER

       

       

      FRIDAY 2 OCTOBER

       

      9.15-10.00                  Chiara Di Maio (Radboud University, Nijmegen), Διθυραμβοποιός or τραγῳδοποιός? Tracing the Cross-Generic Expressions of the So-Called New Music

      10.00-10.45                Massimo Giuseppetti (Università Roma Tre), Modelling Cultic Effects: Synaesthetic Ecologies of Audience Response in Late Archaic Choral Song and Fifth-Century Drama

      10.45                          COFFEE BREAK

      11.15-12.00                Giambattista D’Alessio (Sapienza Università di Roma), A Meta-Performative Text: New Readings and a New Interpretation of Pindar. fr. 140b

      12.00-12.45                Richard Hunter (Trinity College, Cambridge), Plato on the Audiences of Epic, Lyric and Drama

      12.45-13.00                Concluding remarks (Bernhard Zimmermann, Anna Novokhatko)

          

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    • Tagungen
    • Mrz 15
      Universität Basel: Programm der Klassischen Archäologie und der Vereinigung der Freunde Antiker Kunst

      Tagungen
      Sonntag, 15. März 2026 10:58

       

       

      Flyer

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    • Tagungen
    • Mrz 10
      Podiumsdiskussion zum Thema Archäologie und Videospiele

      Tagungen
      Dienstag, 10. März 2026 11:53

      Am 12.03.2026 um 19 Uhr findet im Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA), Ludwig-Lindenschmit-Forum 1 in Mainz eine Podiumsdiskussion zum Thema Archäologie und Videospiele statt.

      Ruinen oder Pixel? Wie viel Archäologie steckt wirklich in Anno 117: Pax Romana?

      Kann ein modernes Strategiespiel das antike Rom authentisch abbilden – oder entsteht hier eine neue, digitale Version von Geschichte?

      Bei „Archäologie und Gaming im Dialog" analysieren Studierende ihre Spielerfahrungen und diskutieren gemeinsam mit Expert*innen aus Wissenschaft und Game Design: Was ist historisch fundiert? Wo beginnt kreative Freiheit? Und was macht das mit unserem Blick auf die Antike?

      Einlass ist 18:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

      Eine Anmeldung ist erforderlich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

      Mehr Informationen unter: https://www.leiza.de/kalender/details-veranstaltungen/podiumsdiskussion-anno-117-im-spiegel-der-archaeologie"

          

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    • Tagungen
    • Mrz 10
      Νόμιμος. Institution et institutionnalisation dans l’Occident Grec (VIe-Ier s. a. C.)

      Tagungen
      Dienstag, 10. März 2026 11:41

      Journée d’étude organisée par Pierre Bourrieau (CeTHiS,
      UR 6298) : Νόμιμος. Institution et institutionnalisation
      dans l’Occident Grec (VIe-Ier s. a. C.)

      Dates : mercredi 1er avril et jeudi 2 avril 2026
      Lieux : Université de Tours ‒ salle 240 ‒ UFR ASH (site des
      Tanneurs)

      Cette journée d’étude contribuera à questionner le fait
      institutionnel, dans une démarche prospective, transversale et
      synthétique. Polysémique et d’un usage fluide recouvrant des
      réalités variées et des approches diverses, le terme d’institution
      intéresse la communauté des citoyens dans différents
      domaines de leur vie politique, religieuse, quotidienne. Cela
      autorise par ailleurs à colorer de bien des manières le sujet,
      inconnue des Grecs sous ce nom, mais pas dans sa réalité, ni
      dans sa matérialité. L’institution sera par conséquent, et a
      minima, entendue comme une forme d’organisation destinée à
      répondre à un besoin politique (au sens premier).
      Parmi les questionnements, la contextualisation et la
      périodisation, l’expression matérielle, discursive ou gestuelle,
      les enjeux d’identité(s), les interactions seront particulièrement
      valorisées, de même que la réflexion épistémologique et
      historiographique. En postulant qu’à la genèse de l’institution
      peuvent succéder l’institutionnalisation, un processus inscrit
      dans le temps et l’espace, et l’obsolescence, la disparition, la
      réflexion s’ouvre à une discussion élargie, autour de l’exemple
      de Marseille, à d’autres cités de Gaule méridionale, de Sicile,
      ainsi qu’aux institutions autochtones. S’inscrivant dans un
      projet de recherche financé par la MSH Val de Loire (« Monnaie
      et Argent de Marseille dans l’Antiquité »), cette journée d’étude
      sera également l’occasion de rendre publics des résultats
      inédits et d’entreprendre une histoire renouvelée du
      monnayage massaliète.    

      Programme:
      https://cethis.hypotheses.org/10489

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Workshops

    • Workshops
    • Dez 12
      Papyrologische Spring School in Münster

      Workshops
      Freitag, 12. Dezember 2025 20:37

      23. - 27. März 2026
      Die Papyrologische Spring School in Münster wird in Kooperation mit Prof. Dr. Charikleia Armoni (Universität zu Köln) veranstaltet und  richtet  sich  vorzugsweise  an  BA-  Studierende und Masterstudierende der Altertumswissenschaften und benachbarter Fächer.

      Ziel des 5-tägigen Kurses ist es, die Teilnehmer:innen an das selbständige Lesen, Tran- skribieren, Interpretieren und Kommentieren  griechischer,  auf  Papyrus  erhaltener  Urkunden anhand von Abbildungen der Originale heranzuführen. Daher steht die Ver- mittlung von  Grundkenntnissen  in  der  Paläographie  griechischer  (ptolemäischer, römischer und byzantinischer) Papyri und in der Editionstechnik im Fokus des Kurses.

      Zusätzlich erhalten die Teilnehmer:innen durch weitere Unterrichtseinheiten, die etwa Papyrusbriefen, juristischen Fragestellungen, literarischen Papyri und digitalen Hilfsmitteln gewidmet sind, einen allgemeinen Einblick in das Fach Papyrologie. Für den letzten Tag des Kurses (Freitag, 27. März) ist ein Besuch der Papyrussammlung der Universität zu Köln geplant, um Papyri im Original zu sichten.

      Nach Absolvierung des Kurses erhält jede(r) Teilnehmer:in die Möglichkeit, einen  Papyrustext eigenständig zur Edition vorzubereiten und damit einen Beitrag zur weiteren Aufarbeitung der Hamburger Papyrussammlung zu leisten.

      Den Unterricht der Papyrologischen Autumn School in Münster gestalten Prof. Dr. Charikleia Armoni (Universität zu Köln) und Prof. Dr. Patrick Sänger (Universität Münster) im Zusammenwirken mit Dr. James Cowey (Universität Heidelberg), Dr. Thomas Ford (Universität  Münster),  Dr.  Kerstin  Sänger-  Böhm (Universität Münster) sowie Dr. Riccardo Vecchiato (Universität zu Köln).

      • Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Studierende begrenzt.
      • Teilnahmevoraussetzung: Grundkenntnisse des
      • Unterrichtssprachen: Deutsch,
      • Bewerbung mit kurzem Motivationsschreiben und Curriculum Vitae bis zum Januar 2026 in elektronischer Form an: Prof. Dr. Patrick Sänger, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..
      • Die Auswahl der Teilnehmer*innen, welche auf Grundlage des bisherigen Studienerfolges und der Bewerbungsunterlagen erfolgt, wird bis Mitte Februar 2026 bekannt
      • Leistungsanrechnung: Studierende des Master of Arts Geschichte (Universität Münster) können u. A. im Modul Historische Grundwissenschaften (Übung: Historische Grundwissenschaften) 5 LP

      Seminar für Alte Geschichte / Forschungsstelle Papyrologie der Universität Münster

      Institut für Altertumskunde/Arbeitsstelle für Papyrologie, Epigraphik und Numismatik der Universität zu Köln

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    Sommerschulen

      • Sommerschulen
      • Feb 24
        AUSSCHREIBUNG STUDIENKURS VENEDIG 2026

        Sommerschulen
        Dienstag, 24. Februar 2026 15:01

        Il tempo a Venezia: Zeitbilder und Zeitordnungen im frühneuzeitlichen Venedig

        Bewerbungsschluss: 15.04.2026

        Das Deutsche Studienzentrum in Venedig veranstaltet vom 27.09. – 4.10. 2026 (An- und Abreisetag) einen interdisziplinären Studienkurs. Er wird geleitet von Prof. Dr. Daniela Bohde (Kunstgeschichte, Universität Stuttgart) und Prof. Dr. Anja Wolkenhauer (Latinistik, Eberhard-Karls-Universität Tübingen).

        Zeit ist mehr als Uhrzeit. Zeit kann man nicht sehen, nicht hören, nicht riechen. Trotzdem beziehen sich Menschen darauf, um ihr Leben zu organisieren, während die grundlegende Unfassbarkeit der Zeit ihr einen festen Platz in Philosophie und Theologie verschafft hat. Es gibt Praktiken und Instrumente der Zeitordnung, soziale Normen, visuelle Repräsentationen, Utopien der Zeitlosigkeit, Konzepte von Geschichte und Ewigkeit. Im Studienkurs wollen wir in die kulturhistorische Zeitforschung einführen und am Beispiel des frühneuzeitlichen Venedig die Nutzung und Veranschaulichung von Zeit diskutieren.

        Wir fragen im Studienkurs danach, welche Zeit wann und wo für wen in Venedig galt – auf dem Markusplatz, im Ghetto, im Arsenale, in den Kirchen und Klöstern und in den privaten Räumen der Stadt, vermittelt durch Uhren, Kalender, Alltagspraktiken, Geschichtsbilder, eschatologische Erwartungen etc. Wir wollen verstehen, wie Zeitstrukturen kulturelle Normen prägen und wo die Berührungszonen zwischen Alltagspraxis und zeitphilosophischem Denken liegen. Gemeinsam werden wir uns Grundlagentexte der historischen Zeitforschung (Elias, Le Goff, Borst, Levine, Dohrn-van Rossum etc.) und Vorbilder (wie z.B. das antike Rom) erschließen. Wir werden unseren Fragen in den Räumen des Centro Tedesco di Studi Veneziani am Canal Grande nachgehen, aber auch auf vielen Exkursionen im Stadtraum, die uns u.a. in die Biblioteca Marciana und ins Archivio di Stato, in den Markusdom und auf den Uhrturm bringen werden. Eine Stadttour per Ruderboot ist ebenfalls vorgesehen.

        Das frühneuzeitliche Venedig war ein Ort, an dem der Zeit in all ihren Facetten große Aufmerksamkeit geschenkt wurde: Die Mosaiken von San Marco bezeugten die Dauer und die Geschichte der Stadt, die sich bis in die Neuzeit eine eigene Zeitrechnung leistete. Spolien schufen Verbindungen zwischen Venedig und der Welt und hielten ferne Zeiten im Alltag präsent. Die Torre dell’Orologio verknüpfte astronomische, zivile und religiöse Zeiten miteinander. Noch heute bietet sie ihren BetrachterInnen zwei Gesichter: Eine große, repräsentative, von Automaten flankierte astronomische Uhr, die zum Meer und hinaus und in die Welt schaut, und eine schlichte und unauffällige Anzeige auf der Rückseite des Turmes, die der Stadt und ihren Bewohnern zugewandt ist. Im frühneuzeitlichen Venedig riefen Glocken zur Arbeit, zur Versammlung und zum Gebet; Chronographen und gedruckte Kalender vermittelten Orientierung im Alltag, Stundenbücher wie das berühmte Breviario Grimani begleiteten das Nachdenken über Zeit und Endlichkeit.

        Der Kurs ist interdisziplinär ausgerichtet und lädt fortgeschrittene Studierende und DoktorandInnen aus den historisch orientierten Text- und Bildwissenschaften herzlich zur Bewerbung ein. Wenn Sie etwas Anderes studieren bzw. studiert haben, aber begründen können, weshalb dieses Thema auch Ihr Thema ist, bewerben Sie sich gerne ebenfalls. Wir erwarten von allen Teilnehmenden, dass sie sich mit engagierter Neugier auf die disziplinübergreifende Diskussion einlassen; dazu gehört auch die Übernahme eines Referats und die Vorbereitung der gemeinsamen Quellenlektüre. Die umfassende finanzielle Unterstützung durch die Fritz Thyssen Stiftung ermöglicht es uns, den Eigenanteil der Teilnehmenden gering zu halten. Der Studienkurs wird in deutscher Sprache stattfinden; für die Arbeit mit den Quellen und vor Ort sollten Sie entweder Italienisch- oder Lateinkenntnisse mitbringen. 

         

        Folgende Themenblöcke sind geplant (individuelle Ergänzungen sind möglich):

        Schwerpunkt 1: Göttliche und menschliche Zeit: grundlegende Texte & Themen

        ‚Zeit‘ kann aus verschiedenen Perspektiven beschrieben werden. In der literarischen Tradition stehen neben philosophischen Studien (Platon, Augustinus) kulturhistorische (Plinius d.Ä., Censorinus) und literarische Werke (Ovid, Prudentius), die die Zeitordnung als Rahmen und Struktur nutzen, dabei aber auch stets reflektieren.

        Mögliche Referatsthemen:

        1. Censorinus, De die natali: Die Zeiten des Menschen
        2. Augustinus von Hippo, Confessiones: Göttliche und menschliche Zeiten
        3. Christliche Tagesordnungen (Regula Benedicti, Prudentius՚ Kathemerinon)
        4. Zeitrechnung, Komputistik; Kalenderreformen (Dionysios Exiguus)

         

        Schwerpunkt 2: Instrumente und Orte der Zeitordnung

        Bis weit in die Neuzeit hinein hatten die organisatorischen, und das heißt auch: die zeitlichen Strukturen des römischen Imperiums Modellcharakter in Europa. Viele Städte rechneten ausgehend vom römischen Vorbild nach Regenten- oder Stadtjahren (ab urbe condita), und fast alle nutzten den julianischen Kalender, während Sonnen- und Wasseruhren neben den modernen Räderuhren fortbestanden. Sie entwickelten im Stadtraum Orte hoher ‚Zeitdichte‘, an denen sich differente Chronotope vielfach überlagerten.

        Mögliche Referatsthemen:

        1. Der venezianische Kalender
        2. Die Torre dell’Orologio am Markusplatz mit ihren beiden Uhren und dem Läutwerk
        3. Die akustische Zeitordnung der venezianischen Glocken (Marangona, Trottiera etc.)
        4. Die ‚Marktuhr‘ von San Giacomo di Rialto

         

        Schwerpunkt 3: San Marco als Ort der Überblendung von Zeitentwürfen

        San Marco leistet durch seine Funktion als Palastkirche eine paradigmatische Verschmelzung von politischer und religiöser Sphäre. Die Ausstattung von San Marco referiert einerseits auf die Schöpfung und die Geschichte der Menschheit, andererseits auf die Geschichte Venedigs und die ihres legendären Heiligen, dem schon prophezeit worden war, in Venedig zu ‚ruhen‘ bevor seine Gebeine in Alexandria geraubt und in San Marco beigesetzt wurden.

        Mögliche Referatsthemen:

        1. Die Narthexmosaike, insbesondere die Genesiskuppel
        2. Die Fassade mit ihren Spolien und vermeintlichen Spolien
        3. Die Markuslegende in den Mosaiken von San Marco und auf der Pala d’Oro.
        4. Gentile Bellini: Prozession auf dem Markusplatz.

         

        Schwerpunkt 4: Zeit der Erinnerung, Vergegenwärtigung, Erlösungshoffnung

        Christliches Zeitverständnis ist stark von der Erinnerung und Vergegenwärtigung von Heilsereignissen geprägt. Die Messliturgie ist als unblutige Wiederholung der Selbstopferung Christi konzipiert, die Heiligentage dienen vor allem der Erinnerung der Martyrien der Heiliggesprochenen. Die religiöse Andacht bot eine besondere Gelegenheit über Zeit zu reflektieren.

        1. Vittore Carpaccio: Grabbereitung Christi (Berlin, Gemäldegalerie)
        2. Vittore Carpaccio: Meditation über die Passion (New York, Metropolitan Museum)
        3. Breviario Grimani (Biblioteca Marciana)

         

         

        Praktische Hinweise

        Am Studienkurs können 15 Masterstudierende und DoktorandInnen aus allen historisch orientierten Bild- und Textwissenschaften teilnehmen; individuelle Ausnahmen sind mit spezifischer Begründung möglich. Internationale Bewerbungen sind herzlich willkommen. Der Kurs findet in deutscher Sprache statt; darüber hinaus sollten Sie für die Lektüre der Quellentexte und der Forschungsliteratur Italienisch- oder Lateinkenntnisse mitbringen.

         

        Die Bewerbung sollte folgende Unterlagen enthalten:

        1. Anschreiben (mit Benennung dreier Referatsinteressen)
        2. Tabellarischer Lebenslauf
        3. Immatrikulationsbescheinigung
        4. Eine Publikation oder Hausarbeit eigener Wahl (ca. 20 Seiten)
        5. eine Zusammenfassung Ihres Master- oder Promotionsprojekts (1-2 Seiten)
        6. Ein kurzes Empfehlungsschreiben eines Hochschullehrers/einer Hochschullehrerin

         

        Bitte schicken Sie Ihre Bewerbung in einer zusammenhängenden PDF-Datei an die Koordinatorin dott.ssa Michaela Böhringer (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.). Bewerbungsschluss ist der 15.04.2026. Die ausgewählten Teilnehmenden werden im Mai 2026 per E-Mail benachrichtigt. Für die Unterkunft in gemeinschaftlichen Ferienwohnungen in Venedig (7 Nächte) kommt das Studienzentrum auf; ebenso für Exkursionen, Eintritte, eine Wochenkarte für die venezianischen Vaporetti, Begrüßungsempfang und Abschlussessen. Darüberhinausgehende Reise- und Verpflegungskosten tragen die Teilnehmenden selbst.

         

        Wir danken der Fritz Thyssen Stiftung für die freundliche Unterstützung.

         

         

        Deutsches Studienzentrum in Venedig

        PD Dr. Richard Erkens, Direktor DSZV

        Palazzo Barbarigo della Terrazza, S. Polo 2765/A, Calle Corner, 30125 Venezia, T. 0039-041-5206355, www.dszv.it

            

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      • Sommerschulen
      • Feb 17
        2nd Archaeological-Historical Cologne Summer School 2026 “From Town to Metropolis II: Exploring the Diversity of Urban Economy in Roman Pompeii, Ostia, and Rome“

        Sommerschulen
        Dienstag, 17. Februar 2026 10:19

        17.7.-25.7.26

        A cooperation between the Archaeological Institute (Prof. Dr. Michael Heinzelmann, Diana
        Wozniok M.A., Classical Archaeology) and the Historical Institute (Prof. Dr. Dorothea Rohde,
        Ancient History) of the University of Cologne, Germany

        Join us for our archaeological-historical Summer School in Pompeii, Rome and Ostia in July
        2026. Over the course of nine days, participants will examine the economic foundations of
        Roman urban life in these three unique cities. How were production, trade and consumption
        organised in the Roman world, and how did economic structures shape urban space? An
        intensive on-site programme at each site explores workshops and commercial districts,
        marketplaces, harbour infrastructure and logistics, as well as public supply systems, patterns
        of mass consumption and the management of urban resources. Combining theory and hands-
        on experience, the programme includes engaging lectures, guided explorations, workshops
        as well as visits of the German Archaeological Institute and the epigraphical collection of the
        Museo Nazionale Romano/Terme di Diocleziano.

        Funding
        This Summer School is kindly supported by COLOGNE SUMMER SCHOOLS. Travel costs (up to
        250 Euro) and accommodation for 16 participants from Germany and abroad are covered. A
        personal contribution of 280 Euro is required from each student.

        Who can apply?
        We welcome advanced BA, MA and PhD students in Classical Archaeology and Ancient
        History.

        Requirements
        ▪ Availability to participate in the full programme: 30.04. preliminary meeting (via
        Zoom), 26.06. + 03.07. block seminar (full day, hybrid via Zoom), 17.07.-25.07.
        Summer School (on-site in Italy)
        ▪ Enrollment in an archaeology or history programme at a German or international
        university
        ▪ Sufficient knowledge of English to be able to follow lectures, make short
        presentations and take part in discussions.
        ▪ A valid ID (passport or national ID card) to enter Italy
        ▪ An international health insurance for the duration of the Summer School
        (Auslandskrankenversicherung)

        Application process
        To apply for this Summer School, please hand in the following documents in English
        language by 15.03. via the Santander Open Academy Plattform:
        • A motivation letter explaining why you wish to participate (1 page)
        • A CV detailing your academic background and any relevant experience (max. 2
        pages)
        • Transcript of Records / Overview of your current grades
        Participation in the Summer School can be credited with 6 ECTS.

        If you have any further questions, please don’t hesitate to reach out to diana.wozniok@uni-
        koeln.de.    

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      • Sommerschulen
      • Feb 13
        SOMMERKURS FACHSPEZIFISCHES LATEIN Uni Bern

        Sommerschulen
        Freitag, 13. Februar 2026 12:14

        31.8.-11.9.2026
        Plenum: 8.45-13.00 Uhr; Einzelsitzungen nach individueller Absprache

        Sie sind
        Student*in (BA/MA), Doktorand*in, Postdoc
        in einer Disziplin mit ‘lateinischer Vergangenheit’ oder Affinität zu lateinischer Literatur,
        die Sie sich für Ihre Studien- oder Forschungsinteressen erschliessen wollen.
        Oder Sie sind einfach an Latein interessiert.
        Sie verfügen über
        Vorkenntnisse, die sich in etwa auf dem Niveau einer Schweizer Matura beweg(t)en, auf dem
        Besuch von universitären Lateinkursen beruhen oder sonstwie erworben sind.

        Wir sind oder waren
        Dozierende und Studierende der Klassischen Philologie an der Universität Bern.

        Wir bieten
        in einem Mix von Plenarveranstaltungen, binnendifferenziertem Unterricht und 1:1-Betreuung:
        - eine Intensivauffrischung in lateinischer Grammatik
        - eine Einführung in die Besonderheiten der nachklassischen Latinität
        - fachspezifische Blöcke (je nach disziplinärer Zusammensetzung der Gruppe)
        - individuelle Supervision bei individuellen Fragen.

        Es besteht die Möglichkeit, 4 ECTS-Punkte zu erwerben. Nähere Informationen zu den
        Modalitäten werden nach der Teilnahmebestätigung erteilt.
        Teilnehmer*innenzahl: nicht weniger als fünf, nicht mehr als zwanzig
        Unterrichtssprache: Deutsch
        Fristen: Bewerbung: bis 31. Mai 2026
        Mitteilung über Zulassung: bis 8. Juni 2026
        Bewerbungsunterlagen: - Motivationsschreiben (max. 1 Seite), aus dem hervorgeht, was Sie sich
        von dem Kurs erwarten und welche Texte / Art von Texten Sie gerne
        behandeln würden
        - Angabe Ihrer Studienfächer
        - Auskunft über das aktuelle Niveau Ihrer Lateinkenntnisse
        als ein PDF zu senden an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.    

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      • Sommerschulen
      • Jan 23
        Summer School 'The Museum as Research ' , Athen

        Sommerschulen
        Freitag, 23. Januar 2026 17:16

        Appel à candidature
        Summer School « The Museum as Research », Scuola Normale Superiore (Pise),
        en collaboration avec l’École Archéologique Italienne d’Athènes, dans le cadre du projet
        MERITA – The Network for Talent, Athènes, 26-31 mai 2026.

        La Summer School offre aux étudiants en spécialisation, doctorants et post-doctorants une expérience de terrain directe
        dans les musées grecs, où l’observation critique des musées et de leurs dispositifs devient l’occasion d’un dialogue
        approfondi entre archéologie, histoire, histoire de l’art, architecture et sciences de la communication. Le programme
        combinera des cours magistraux avec des visites in situ dans des musées d’Athènes, de l’Attique, de l’Eubée et de la
        Béotie.
        Les candidats doivent soumettre le formulaire disponible via ce lien, au plus tard le 21 février 2026, en fournissant :
        - un CV à jour ;
        - une courte notice biographique présentant leurs domaines d’étude/recherche ;
        - une lettre de motivation (300-500 mots).
        Aucun droit d’inscription n’est requis pour la participation à la Summer School. Celle-ci comprend : l’accès à l’ensemble
        des cours et visites, les déplacements pour les visites hors d’Athènes, ainsi que l’hébergement pour toute la durée de
        l’atelier.
        Pour toute information supplémentaire et pour accéder au formulaire de candidature, veuillez consulter la page web ;
        pour toute question, vous pouvez également contacter le secrétariat organisateur à : Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..    

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    Ausstellungen

      • Ausstellungen
      • Mrz 15
        ZODIAC-Ausstellung "Schicksal in den Sternen. Die Anfänge des Tierkreises"

        Ausstellungen
        Sonntag, 15. März 2026 10:48

         

        21.03.2026–10.01.2027
        Berlin; Neues Museum

        Flyer
        https://www.berlin.de/tickets/ausstellungen/schicksal-in-den-sternen-die-anfaenge-des-tierkreises-111f1ace-e88d-419b-bd5d-8bd16d261ac8/

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      • Ausstellungen
      • Feb 16
        Prolongation de l'exposition “Nouvelles d’Anticythère”

        Ausstellungen
        Montag, 16. Februar 2026 10:28

        Prolongation de l'exposition "Nouvelles d'Anticythère"

        12.02.2026

        L’exposition "Nouvelles d’Anticythère" est consacrée aux recherches menées au large d’Anticythère entre 2021 et 2025 par l’Unité d’archéologie classique de l’Université de Genève, en collaboration avec le Ministère grec de la Culture. C’est sur cette île qu’a été retrouvée en 1900 l’épave d’un important navire marchand ayant fait naufrage au premier siècle avant notre ère. Cette exposition vous propose de plonger sur le site de l’épave et de découvrir les aspects qui font de ce navire un sujet si crucial pour la recherche archéologique à l’échelle de la Méditerranée entière.

        Prolongation de l'exposition “Nouvelles d’Anticythère” à la Collection des moulages (10, rue des Vieux-Grenadiers, Genève) du 16 février au 6 mai 2026 (horaires: lundi et mercredi, 11h à 18h).

            

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      • Ausstellungen
      • Feb 13
        Kostbare Miniaturen. Kunst des Steinschneidens in acht Jahrtausenden. Aus der Sammlung Werner Daum

        Ausstellungen
        Freitag, 13. Februar 2026 09:18

        Eine Ausstellung im Winckelmann-Museum Stendal (1. Februar bis 19. April 2026)

        Es ist eine kleine Sensation: Das Winckelmann-Museum präsentiert in einer neuen Sonderausstellung
        erlesene Werke der Steinschneidekunst aus insgesamt 8 Jahrtausenden. Die Miniaturen –
        insbesondere hochwertige Gemmen, Kameen und Siegel – fiel der Winckelmann-Gesellschaft im
        letzten Jahr quasi über Nacht von dem Sammler Dr. Werner Daum als Erbschaft zu. Der Berliner
        Diplomat, Jurist und ausgewiesene Kunstkenner verstarb plötzlich während eines Aufenthaltes in
        Albanien im Juli 2025. Sein gesamtes Vermögen konsequent für die Sammlung umsetzend, hatte
        Daum im Lauf seines Lebens ca. 1600 Kunstgegenstände, zu denen u.a. auch Porzellan, Skulpturen
        und Gemälde zählen, zusammengetragen.
        Werner Daums Sammlungsfokus lag aber klar auf der Kunst des Steinschneidens. Es ging ihm hier
        weniger um Einzelepochen, spezielles Gestein oder ausgewählte Bildthemen – sein Anspruch war
        eine allumfassende Gesamtschau durch die Kulturen und Zeiten. Insgesamt 8 Jahrtausende umfasst
        sein Nachlass, von den ältesten Siegeln aus dem 6. bis 4. Jahrtausend v. Chr., die zur Kennzeichnung
        von Besitz, Verträgen und Vollmachten verwendet wurden, bis hin zu Kunstwerken der Moderne,
        etwa eine Kamee des französischen Kubisten und Picasso-Vertrauten Georges Braque. Das macht die
        Privatsammlung – und nunmehr ebenso die Ausstellung im Winckelmann-Museum – einzigartig.
        Demgemäß führt die Ausstellung durch die Kulturen: Sie präsentiert Siegel und Petschaften von ihrem
        Beginn bis in die Jetztzeit, mesopotamische Rollsiegel mit Keilschrift und Miniaturbildern, dann
        Gemmen von der griechischen Frühzeit der Minoer (1500 v. Chr) bis in die nachantiken Epochen von
        Renaissance bis Klassizismus. Diese meist Edel- oder Halbedelsteine mit feinsten in die Tiefe
        geschnittenen Minaturbildern dienten den Griechen und Römern als Siegel, magisches Amulett oder
        Schmuckstein für Ringe, Ohr- und Kettenschmuck. In der Ausstellung können sich die Besucher von
        dem reichen Motivschatz der Gemmen mit Darstellung u.a. von Göttern, Herrschern, Helden, Mythen
        oder Tieren überzeugen. Wie die Antike brachte auch die Neuzeit bekannte Steinschneider hervor, so
        Giovanni Carandrelli oder Giovanni Pichler, denen später nicht selten der Vorwurf des Fälschens
        nachgesagt wurde. Die Ausstellung zeigt mehrere Exemplare der Künstler, z. B. einen von Pichler
        signierten Karneol mit Darstellung der berühmten Statue der Hercules Farnese.
        In der Ausstellung ist außerdem eine große Sammlung herausragender Kameen, insbesondere des 17.
        bis 20. Jahrhunderts, vertreten. Erhaben gefertigt aus Schichtsteinen, Muscheln oder Perlen
        faszinieren die Kameen ebenso wie die Gemmen durch ihren reichen bildlichen Kosmos, vor allem
        aus der antiken Mythologie. Beliebt waren zudem Profilporträts, etwa jene des französischen
        Königspaares Louis XVI. und Marie Antoinette. Ein biblisches Motiv – die Geburt Christi – schnitt der
        italienische Miniaturist Alessandro Masnago in Achat.
        Die Besucherinnen und Besucher entdecken Überraschendes und qualitativ Hochwertiges, so die
        Siegel des französischen Juweliers Jean-Valentin Morel mit den Chiffren des preußischen Königs
        Friedrich Wilhelm III. und seiner Gattin Luise.
        Die bis dato noch gar nicht oder nur in Ausnahmefällen der Öffentlichkeit präsentierten Exponate sind
        noch bis 19. April in Stendal zu sehen.    

        Thematische Führungen:
        15.02., 15.00 Uhr – Siegel – Gestalt und Gebrauch von der
        Antike bis zur Neuzeit (Dr. Stephanie-Gerrit Bruer)
        04.03., 15.30 Uhr – Edle Steine – feine Reliefs: Kameen,
        Kleinkunst, Wedgwood-Keramik (Dr. Kathrin Schade)
        12.04., 15.00 Uhr – Buchhaltung, Verträge und Betrug –
        Dokumente in Keilschrift (Dr. Stephanie-Gerrit Bruer)
        Vorträge und Lesungen:
        11.03., 15.30 Uhr – Dr. Georg Neumann: Von magischen
        Steinen, geheimnisvollen Bildern und gesiegeltem Recht
        15.03., 15.00 Uhr – Dr. Eva Hofstetter / Jutta Kunze:
        Wiederentdeckte jemenitische Märchen, gesammelt,
        übersetzt und aufgeschrieben von Werner Daum
        25.03., 15.00 Uhr – Dr. Axel Rügler: Die Gemmen des
        Baron von Stosch: Winckelmanns Erkenntnis-Quell
        für Kulturepochen und Ikonographie
        08.04., 17.30 Uhr – Prof. Dr. Max Kunze: Fälscher oder
        Künstler? Steinschneider der Winckelmann-Zeit
        15.04., 17.30 Uhr – Dr. Eva Hofstetter: Königin von Saba –
        eine historische Person?
        19.04., 15.00 Uhr – Kunstnachlässe: Last oder Gewinn
        Gesprächsrunde zur Finissage

        https://www.winckelmann-gesellschaft.com/

        https://www.winckelmann-gesellschaft.com/kostbare-miniaturen-kunst-des-steinschneidens-in-acht-jahrtausenden/

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      • Ausstellungen
      • Jan 06
        Frankfurts römisches Erbe - Archäologie einer lebendigen Vergangenheit

        Ausstellungen
        Dienstag, 06. Januar 2026 10:13

         

        25. November 2025 - 26. April 2026
        Archäologisches Museum Frankfurt

        Unter den Straßen und Häusern Frankfurts liegt vielerorts eine zweite, viel ältere Stadt verborgen: das römische Frankfurt. Die Ausstellung „Frankfurts römisches Erbe“ lädt dazu ein, diese Vergangenheit Schicht für Schicht zu entdecken – von den ersten römischen Stützpunkten am Main, über das städtische Zentrum Nida mit den über das heutige Stadtgebiet verteilten Landgütern in seinem Umland bis zu den Ursprüngen des mittelalterlichen Frankfurt.

        Archäologische Funde aus Frankfurt – viele davon zum ersten Mal zu sehen –, veranschaulichende Rekonstruktionen und Karten zeigen, wie Menschen aus dem gesamten Römischen Reich und Einheimische am Main zusammenlebten, handelten und ihrem Glauben nachgingen. Sie erzählen von Militär und Macht, Handwerk und Handel, Göttern und Gemeinschaften – und davon, wie das römische Erbe in der Stadt bis heute fortlebt.

        Die Ausstellung macht sichtbar, dass die römische Vergangenheit kein fernes Kapitel ist, sondern ein lebendiger Teil Frankfurts und der Metropolregion: ein Fundament, auf dem die Stadt des Mittelalters gründet.


        https://www.museumsufer.de/de/ausstellungen-und-veranstaltungen/ausstellungen/frankfurts-roemisches-erbe-archaeologie-einer-lebendigen-vergangenheit/    

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      • Stellenangebote
      • Mrz 12
        12 doctoral candidates positions -TheSPIS

        Stellenangebote
        Donnerstag, 12. März 2026 12:05

        TheSPIS is recruiting 12 Doctoral Candidates in the fields of Cultural Heritage, Classical Archaeology, Classics, Ancient History, Theatre Studies, Historical and Religious Studies.

        Prof. Elisa Chiara Portale kindly writes:

        PI, Prof. Elisa Chiara Portale (Unipa), in the project management of the TheSPIS project: HORIZON-MSCA-2024-DN-01-01, TheSPIS - Theaters, Sanctuaries, Performance: Interaction and Sustainability (Project ID 101223894).

        We're recruiting 12 Doctoral Candidates: 4 positions in Palermo; these must be covered by people from abroad (which means, not resident in Italy in the last 36 months before the TheSPIS call);
        the same applies to the other positions: 3 in Greece, Patras (people not resident in Greece in the last 36 months),
        3 in Germany, Mainz (people not resident in Germany in the last 36 months),
        2 in France, Lorraine (people not resident in France in the last 36 months).

        The positions are for people with an archaeological background; however, one project is more historical (Project 5), another more philological (Project 10).
        Each candidate is allowed to apply for up to three research projects (12 projects in total). People holding a PhD, or who have defended their PhD, are not eligible. Deadline: May 11th 2026.

        https://thespisproject.com/recruitment/
            

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      • Stellenangebote
      • Mrz 12
        Three postdoctoral researchers for her ERC Starting Grant ‘Greek in the West

        Stellenangebote
        Donnerstag, 12. März 2026 11:59

        Friends,
        My excellent new colleague here in Liverpool, Alison John, is hiring three postdoctoral researchers for her ERC Starting Grant ‘Greek in the West: language communities, migration and the transformation of society in western Europe (GREEKWEST)’.
        The positions are in late antique epigraphy, history, and literature.
        https://www.jobs.ac.uk/job/DQU561/postdoctoral-research-associate-greek-and-roman-epigraphy-greeekwest-grade-7
        https://www.jobs.ac.uk/job/DQU988/postdoctoral-research-associate-late-antique-history-greekwest-grade-7
        https://www.jobs.ac.uk/job/DQU572/postdoctoral-research-associate-late-antique-literature-greekwest-grade-7
        Please pass these on to anyone you think would be a good candidate and could be interested in applying.
        All best,
        Robin
         
        This message may have been sent in the evening or at the weekend; that does not mean I expect you to respond outside of your working hours.

        ————
        Dr Robin Whelan
        Senior Lecturer in Mediterranean History
        Departmental Research People, Culture and Environment Lead
        He/him
         
        S1 Drop-in Hours: Wednesdays 9am-11am
         
        Room 207
        Department of History, 
        University of Liverpool,
        8-11 Abercromby Square, Liverpool L69 7WZ, UK
         
            

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      • Stellenangebote
      • Mrz 12
        Zwei PostDoc-Stellen - Philosophical Foundations of Science in Antiquity

        Stellenangebote
        Donnerstag, 12. März 2026 11:50

        Im Rahmen des Projekts „Ancient Science, Ancient Philosophy: The Philosophical Foundations of Science in Antiquity“ (https://alef.lettere.uniroma2.it/progetti-di-ricerca) werden derzeit an der Universität Rom Tor Vergata zwei PostDoc-Stellen (jeweils für zwei Jahre) ausgeschrieben. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf dem wissenschaftlichen Status der Medizin von Platon bis Galen bis hin zur spätantiken Theologie. Der Fokus wird auf die sozialen und kulturellen Wahrnehmungen von Medizin und therapeutischen Praktiken in der Antike gelegt.
         
        Die vollständige Ausschreibung mit ausführlichen Details ist online verfügbar: https://pica.cineca.it/uniroma2/ (Ref. CR20260207 und CR20250206).
         
        Bewerbungsfrist: 10. April 2026.
         
        ***
        —
        Dr. Stefano Valente
        ricercatore in tenure track (RTT – assistant professor)
        Università degli Studi di Roma Tor Vergata
        Dipartimento di Studi letterari, filosofici e di storia dell’arte
        Edificio B, III piano, Studio 32
        Via Columbia 1
        I - 00133 Roma
         
            

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      • Stellenangebote
      • Mrz 10
        Lehraufträge für das Modul „Transformation“ im Leuphana Semester im WS 2026/27

        Stellenangebote
        Dienstag, 10. März 2026 15:40

        Betreff: Einladung zur Einreichung von Lehrangeboten als Lehraufträge für das Modul „Transformation“ im
        Leuphana Semester im Wintersemester 2026/27

        ***ENGLISH VERSION BELOW***

        Liebe Lehrende, liebe Kolleginnen und Kollegen,
        sehr herzlich laden wir Sie dazu ein, ab dem 09. März bis spätestens 29. März 2026 Ihre Lehrangebote für das
        Modul „Transformation“ im Wintersemester 2026/27 einzureichen und so das Leuphana Semester, das den
        Studierenden an der Leuphana eine besondere Form des fachübergreifenden Studieneinstiegs bietet, um Ihre
        Perspektive zu bereichern. Ausführlichere Informationen dazu finden Sie auf folgender Website:

        http://www.leuphana.de/college/studienmodell/leuphana-semester.html

        Das Transformationsmodul beschäftigt sich im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung mit grundlegenden Fragen
        gesellschaftlicher Veränderungsprozesse und verantwortlichen Handelns im 21. Jahrhundert. Durch eine kritische
        Betrachtung sowohl historischer Entwicklungen als auch heutiger gesellschaftlicher Verhältnisse erörtern die
        Studierenden Fragen nach den Bedingungen gesellschaftlichen Zusammenlebens und erforschen Lösungsansätze
        für die Gestaltung heutiger und zukünftiger Gesellschaften. Die zentralen Themenbereiche sind:

        Transformation:
        Was versteht man unter Transformation in Abgrenzung zu anderen Begriffen (Revolution, Reform
        Transition)?Was bedeutet es, über Transformationen nachzudenken, die den traditionellen menschlichen und
        politischen Horizont überschreiten? Kann es Transformation ohne Diskontinuität geben, also ohne die vollständige
        Aufhebung des vorherigen Zustands? Was bedeutet das Problem historischer Transformationen? Wie sind lokale
        und globale Veränderungen miteinander verknüpft? Auf welche Weise beeinflusst die Vergangenheit die
        Gegenwart? Was können wir aus historischen Transformationen lernen? Welche Rolle spielt die Menschheit bei der
        Transformation des Planeten?Wie lassen sich Veränderungsprozesse gestalten und beeinflussen? Welche Rolle
        kann Wissenschaft dabei spielen?

        Werte:
        Woher stammen Werte? Brauchen wir Werte überhaupt? Welche Rolle spielen sie im ethischen Denken?
        Welchen Zusammenhang haben Werte und Kulturen? Wie prägen Werte Lebensformen? Sind sie universell oder
        kulturrelativ? Wenn sie kulturrelativ sind, wie werden sie gesetzt? Wer bestimmt die Gültigkeit von Werten? Ist
        Moral relativ? Wie hängen Werte und Normen zusammen? Welche Werte sind bei der Gestaltung von
        Veränderungsprozessen zu berücksichtigen, etwa um sie „gerecht“ und „fair“ zu gestalten? Inwiefern stellt
        Nachhaltigkeit als Ziel von Zukunftsgestaltung selbst einen Wert dar? Welche Zukünfte sind wünschenswert,
        welche nicht? Wie lassen sich Werte empirisch „messen“? Wie beeinflussen Werte unser Handeln? Wie gehen wir
        mit Wertkonflikten um, insbesondere im Kontext von Transformationen? Wie können wir miteinander Werte
        verhandeln?

        Gerechtigkeit:
        Welche Vorstellungen von Gerechtigkeit kommen zusammen, wenn wir in Transformationsprozess
        darum, wohin wir uns wie entwickeln sollten als Gesellschaft? Wie unterscheiden sich verschiedene
        Gerechtigkeitsverständnisse? Wie sind sie mit verschiedenen Zukunftsvorstellungen verbunden und welche
        Transformationskonflikte entstehen dadurch? Was ist Gerechtigkeit? Welche Typen von Gerechtigkeit gibt es?
        Welche Rolle spielen inter- und intragenerationelle Gerechtigkeit?

        Verantwortung:
        Was verstehen wir unter Verantwortung? Wie hängen Verantwortung und Freiheit zusammen?Wer
        hat wofür Verantwortung und wem gegenüber gilt die Verantwortung? Wer übernimmt Verantwortung für
        Vergangenes, wer für Zukünftiges? Welche Verantwortung tragen welche Teile einer Gesellschaft für eine
        gelingende Transformation?
        Wie wird Verantwortung hergestellt und zugewiesen? Wieso fühlen wir uns verantwortlich für etwas?

        Es gibt zwei Optionen, Lehrangebote einzureichen, von denen Sie entweder eine oder beide wählen können:

        Seminare:
        In den handlungsorientierten und auf Problemlösekompetenzen ausgerichteten Seminaren werden
        mögliche Lösungen für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen untersucht. Die Studierenden erarbeiten im
        Modus des Forschenden Lernens in Kleingruppen eigene Forschungsprojekte von der Entwicklung der Fragestellung
        bis hin zur Präsentation der Ergebnisse auf der Konferenzwoche. In der Ausgestaltung des standardisierten
        methodischen Vorgehens zum projektierten Forschenden Lernen steht Ihnen die Modulkoordination mit Mater
        und Beratung unterstützend zur Seite. Bitte entscheiden Sie sich im Rahmen Ihrer Bewerbung für einen der vier
        Themenbereiche Transformation, Werte, Gerechtigkeit und Verantwortung. Die o.g. Fragen dienen der Orientierung
        und sind nicht abschließend. Gerne können Sie eigene Fragestellungen im Modulkontext zu den jeweiligen
        Themenbereichen für Ihr Seminar entwickeln.

        Übungen:
        Die Übungen setzen sich mit Denkfiguren und Ideen auseinander, die helfen, die kulturelle,
        gesellschaftliche und historische Bedingtheit aktueller Zustände und Herausforderungen gesellschaftlichen
        Zusammenlebens zu verstehen. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von kritischem Denken und
        Reflexionsfähigkeiten. Gleichwertig ergänzt wird dieser inhaltliche Fokus durch eine intensive, schreibdidaktische
        Einführung in wesentliche Elemente des wissenschaftlichen Arbeitens. Die Inhalte der Übungen sind
        standardisiert, das heißt, Sie erhalten von der Modulkoordination Materialien und Texte zu den vorgegebenen
        Leitfragen und Lernzielen. Bitte entscheiden Sie sich im Rahmen Ihrer Bewerbung für einen der vier
        Themenbereiche Transformation, Werte, Gerechtigkeit und Verantwortung.
        Um den Studierenden vielfältige Perspektiven auf die Inhalte des Moduls zu bieten, begrüßen wir die Einreichung
        von Lehrangeboten von motivierten Lehrpersonen aus diversen Disziplinen, die Lust haben, mit einer
        interdisziplinären, heterogenen Gruppe von Studienanfänger*innen zu arbeiten. Für die didaktischen und
        organisatorischen Besonderheiten, die es bei der Veranstaltungsplanung zu beachten gilt, sowie weitere
        Informationen zu Inhalten, Prüfungsleistung und Lehr-/Lernzielen des Moduls, haben wir die Homepage zum
        Transformationsmodul weiter ausgebaut:

        https://www.leuphana.de/college/lehrauftrag/ls-lehre/transformation.html

        Auf dieser Website finden Sie auch den Link zum Onlineformular zur Einreichung Ihres Lehrangebots. Die
        Umfrage muss bis spätestens 29.03.2026 übermittelt werden. Sollten Sie erstmals eine Lehrveranstaltung an der
        Leuphana Universität anbieten, fügen Sie Ihrem Angebot bitte einen Kurzlebenslauf und– wenn vorhanden– eine
        Publikationslistebei. Aus den Unterlagen sollte zudem Ihre Lehrbefähigung bzw.-erfahrung deutlich werden. Der
        Upload der erforderlichen Dokumente kann am Ende der Umfrage erfolgen.
        Bitte zögern Sie nicht, uns bei konkreten Fragen oder mit ersten Ideen für ein Lehrangebot anzusprechen– wir
        freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme!
        Die Bekanntgabe der Entscheidung erfolgt für die Seminare Ende Juni und für die Übungen Anfang August 2026
        per E-Mail, nachdem der Senat das Lehrangebot für das Wintersemester 2026/27 verabschiedet hat.

        Merken Sie sich bitte bereits jetzt den Termin für den einführenden Workshop am10.09.2026vor, für den die
        Teilnahme für alle neuen Lehrenden verpflichtend ist.
        Sollten Sie weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
        Wir freuen uns auf Ihre Lehrangebote!

        Mit besten Grüßen
        Prof. Dr. Daniel Fischer / Prof. Dr. Roberto Nigro– Modulverantwortliche des Moduls „Transformation“
        Dr. Lina Bürgener / Dr. Laura Picht-Wiggering– Koordinatorinnen des Moduls „Transformation“



        Subject: Invitation to submit teaching proposals for the “Transformation” module in the Leuphana Semester
        the winter semester 2026/27

        Dear teachers and colleagues,
        We cordially invite you to submit your course proposals for the “Transformation” module in thewinter semester
        2026/27from March 9 to March 29, 2026, and thus contribute to theLeuphana Semester, which offers Leuphana
        students a special form of interdisciplinary introduction to their studiesand enrichestheir perspectives. More
        detailed information can be found on the following website:

        https://www.leuphana.de/en/college/teaching-assignment/ls-lecturer/transformation.html

        The Transformation moduleaddresses fundamental questions of social change processes and responsible action
        in the 21st century,in the context of sustainable development. Through a critical examination ofhistorical
        developments and current social conditions, students discussthe conditions of social coexistence and explore
        solutions for shaping today's and tomorrow's societies. The central topics are:
        Transformation:What is meant by transformation asdistinct from other terms (revolution, reform, transition)?
        What does it mean to think about transformations that transcend traditional human and political horizons? Can
        there be transformation without discontinuity, i.e., without the complete abolition of the previous state? What is
        the problem with historical transformations? How are local and global changes linked? How does the past
        influence the present? What can we learn from historical transformations? What role does humanity play in th
        transformation of the planet? How can processes of change be shaped and influenced? What role can science pla
        in this?
        Values:Where do values come from? Do we even need values? What role do they play in ethical thinking? What
        the connection between values and cultures? How do values shape ways of life? Are they universal or culturally
        relative? If they are culturally relative, how are they established? Who determines the validity of values? Is morality
        relative? How are values and norms related? Which values should be taken into account when shaping process
        of change, for example, to make them “just” and “fair”? To what extent does sustainability as a goal for shaping
        the future represent a value in itself? Which futures are desirable, which are not? How can values be “measure
        empirically? How do values influence our actions? How do we deal with value conflicts, especially in the context of
        transformations? How can we negotiate values with each other?
        Justice:What ideas of justice come together when we discuss where we should go as a society in transformation
        processes? How do different understandings of justice differ? How are they linked to different visions of the fu
        and what transformation conflicts arise as a result? What is justice? What types of justice are there? What role do
        intergenerational and intragenerational justice play?
        Responsibility:What do we understand by responsibility? How are responsibility and freedom related? Who is
        responsible for what, and to whom does that responsibility apply? Who takes responsibility for the past, and w
        for the future? Which parts of society bear responsibility for a successful transformation? How is responsibility
        established and assigned? Why do we feel responsible for something?
        There are two options for submitting course offerings, from which you can choose either one or both:
        Seminars:In action-oriented problem-solving seminars, possible solutions to current social challenges are
        explored. Using the research-based learning method, students work in small groups on their own research
        projects, from developing the research question to presentingtheir results duringconference week. The module
        coordination team will provide you with materials and advice to help you design a standardized methodologica
        approach to project-based inquiry-based learning. When applying, please choose one of the four subject areas:
        transformation, values, justice, and responsibility. The above questions are intended as a guide and are not
        exhaustive. You are welcome to develop your own questions in the context of the module on the respective subject
        areas for your seminar.
        Exercises:The exercisesaddress concepts and ideas that helpunderstand the cultural, social, and historical
        conditions underlyingcurrent situations and challenges of social coexistence. The focus is on developing critical
        thinking and reflective skills. This content focus is complemented by an intensive introduction to the essential
        elements of academic work through writing instruction. The content of the exercises is standardized,meaning you
        will receive materials and texts on the module'skey questions and learning objectives from the module
        coordinator. When applying, please choose one of the four subject areas: transformation, values, justice, and
        responsibility.
        To offer students a variety of perspectives on the module's content, we welcome submissions from motivated
        teachers across disciplinesinterested in working with an interdisciplinary, heterogeneous group of first-year
        students. For the didactic and organizational details that need to be taken into account when planning the cour
        as well as further information on the content, examinationrequirements, and teaching/learning objectives of the
        module, we have further expanded the homepage for the transformation module:

        https://www.leuphana.de/en/college/teaching-assignment/ls-lecturer/transformation.html

        On this website, you will also find thelink to the survey for submitting your course. The survey must be
        submittedby March 29, 2026, at the latest. If you are offering a course at Leuphana University for the first time,
        please attach ashort CVand, if available, alist of publicationsto your application. The documents should also
        clearly show yourteaching qualifications and experience. The required documents can be uploaded at the end of
        the survey.
        Please do not hesitate to contact us if you have specific questions or initial ideas for a course offering—we look
        forward to hearing from you!
        The decision will be announced by email at the end of June for seminars and at the beginning of August 2026 fo
        exercises, after the Senate has approved the course offerings for the 2026/27 winter semester.
        Pleasenote theintroductory workshop on September 10, 2026, which is mandatory for all new instructors.
        If you have any further questions,we will be happy to assist you.

        We look forward to receiving your course offerings!

        Best regards
        Prof. Dr. Daniel Fischer / Prof. Dr. Roberto Nigro– Module coordinators for the “Transformation” module
        Dr. Lina Bürgener / Dr. Laura Picht-Wiggering– Coordinators for the “Transformation” module    

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