34. Große Mommsen-Tagung 2017: Migration und Krieg in der Antike

16.-18. Juni 2017, Martin-Luther-Universität Halle (Saale)

 

Für die Teilnehmerschaft an der Großen Mommsen-Tagung 2017 sind vom 16.-18.06.2017 in folgenden Hotels Zimmer optioniert:
• Ankerhof (http://www.ankerhof.de/
)
• Apart Hotel (http://www.apart-halle.de/
)
• City Hotel Am Wasserturm (http://www.city-hotel-halle.de/)
• Dormero Hotel Rotes Ross (https://www.dormero.de/hotel-rotes-ross-halle/
)
• Dorint Hotel (http://hotel-halle-saale.dorint.com/)
• Dormotel (http://www.dormotel-halle.de/)
• Hotel Marthahaus (http://www.stiftung-marthahaus.de/)

Für eine Reservierung füllen Sie bitte ein Zimmerformular (hier zum Download) aus, dem Sie auch die Preise für die Zimmer entnehmen können. Dieses senden Sie bitte ausgefüllt mit Ihren Kontaktdaten unter dem Stichwort „Mommsen-Gesellschaft 2017“ an das Stadtmarketing Halle, wahlweise per E-Mail an yvonne.nauendorf@Stadtmarketing-Halle.de oder per Fax an die Nummer 03454723363. Von dort erhalten Sie eine Bestätigung über Ihre Reservierung bzw. Buchung.

Zur Ihrer Information: In den Hotels wird vermerkt, dass Sie bis auf Widerruf Selbstzahler sind. Für diesen Service entstehen Ihnen keine Kosten. Die Zimmeroptionen laufen ca. 6-8 Wochen (28.04.2017) vor Veranstaltungsbeginn aus. Auch nach dieser Frist wird das Stadtmarkting selbstverständlich bemüht sein, Ihnen bei der Suche einer adäquaten Unterkunft behilflich zu sein (http://www.halle-tourismus.de/tagungen/ansprechpartner/).

 

 

Rahmenthema "Migration und Krieg in der Antike"

„Auch der gerechteste und glücklichste Krieg (ersetzt) dem Volke nie unmittelbar das ..., was er unmittelbar zerstört, daß es die Moral eines jeden Krieges ist, dem gedankenlosen Menschengeschlecht die Notwendigkeit des Friedens wieder zum lebendigen Bewußtsein zu bringen.“ Mit diesen Worten faßte Theodor Mommsen vor 145 Jahren aus der unmittelbaren Erfahrung von Sedan und nach jahrzehntelanger Beschäftigung mit der Antike eine allgemeingültige Wahrheit zusammen. Gerade unsere Zeit sieht sich einem neuen Aufflammen entgrenzt geführter ethnischer und religiöser, inner- und zwischenstaatlicher Konflikte ausgesetzt und gerade die heute häufig nicht mehr zwischen Staaten, sondern zwischen Volks- und Religionsgruppen geführten Kriege kennen ein Ausmaß von Grausamkeit, eine Inversion von Normen und Werten, die schon Thukydides für den antiken Bürgerkrieg konstatierte: „Denn auch der Vater mordete den Sohn, von den Heiligtümern wurden sie weggezerrt, sogar an diesen getötet.“ (Thuk. III 81).

Krieg, oder wie es heute manchmal heißt, das „extreme Mittel der Konfliktlösung“, ist ein „Beweger“, denn er ist nicht ohne Migration und die daraus resultierenden vielfältigen Folgen zu denken. Er führt zu Hunger, Leid und Tod, und er führt vor allem zu Flucht und Vertreibung. Als Asylsuchende, als Deportierte oder Versklavte haben und hatten diese Migranten wiederum zweifelsfrei Einfluß auf die sie aufnehmenden Gesellschaften. Gerade die Folgen und Verarbeitungen solcher Menschenbewegungen sind zudem in die Grundmythen der jüdisch-christlichen Welt eingegangen, wie es die Exoduserzählung oder die Tradition vom babylonischen Exil belegen, die beide, vielfach neu gedeutet, bis heute reinterpretiert werden.

Wie verhält es sich aber mit den so aktuellen Begriffen Migration und Krieg und den sie begleitenden Erscheinungsformen in der griechischen und römischen Antike, lassen sich heutige Entwicklungen mit denen der Antike vergleichen oder sind sie „falsche Freunde“? Auf der Großen Mommsen-Tagung soll es, gerade mit Blick auf die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Europa, nicht so sehr um die Ursachen und Auslöser von militärischen Konflikten in der Antike gehen, noch weniger soll nach konkreten militärhistorischen Konstellationen und der politischen Ereignisgeschichte von Kriegen gefragt werden. Der Blick auf den Krieg in der Antike richtet sich vielmehr auf seine Auswirkungen, auf das, was er mit den Menschen, seinen Akteuren ebenso wie den vom Krieg Betroffenen, den Soldaten und der unter ihnen leidenden Bevölkerung anrichtete. So schildern die antiken Autoren durchaus die extremsten Folgen, die Kriege für die betroffenen Bevölkerungen hatten, und auch die archäologischen Funde und Befunde geben hierüber Kenntnis. Migration und Krieg finden sich auf vielfältige Art und Weise religiös, literarisch und künstlerisch verarbeitet. An diesen textlichen und bildlichen Medien soll gezeigt werden, wie Krieg und Migration Menschen und Gesellschaften veränderten und wie sich das in der schriftlichen und nichtschriftlichen Überlieferung bemerkbar macht.

 

 

 

 

Im unteren Bereich dieser Seite finden Sie auch Informationen zu den zurückliegenden Großen Mommsen-Tagungen. Eine gedruckte Version der Tagungsberichte erscheint jeweils in den auf die Veranstaltung folgenden Vereinsmitteilungen. Vergangene Vereinsmitteilungen können im Bereich Downloads eingesehen werden (nur für registrierte Benutzer).

 

Bisherige Große Mommsen-Tagungen

1950     Jena   (Tagungsbericht: Gnomon 22, 1950, 198f.)

1952     Marburg  (Tagungsbericht: Gnomon 24, 1952, 302f.)

1954     Jena

1956     Darmstadt

1958     Eisenach

1960     Bamberg

1962     Gießen

1964     Kassel  (Tagungsbericht: Gnomon 36, 1964, 526f.)

1966     Speyer  (Tagungsbericht: Gnomon 38, 1966, 638ff.)

1968     Münster  (Tagungsbericht: Gnomon 40, 1968, 526f.)

1970     Freiburg   (Tagungsbericht: Gnomon 42, 1970, 429ff.)

1972     Bochum  (Tagungsbericht: Gnomon 44, 1972, 525f.)

1974     Trier  (Tagungsbericht: Gnomon 46, 1974, 526ff.)

1976     Augsburg  (Tagungsbericht: Gnomon 48, 1976, 637ff.)

1978     Wolfenbüttel  (Tagungsbericht: Gnomon 50, 1978, 508ff.)

1980     Würzburg  (Tagungsbericht: Gnomon 52, 1980, 410ff.)

1983     Köln  (Tagungsbericht: Gnomon 55, 1983, 382ff.)

1985     Heidelberg  (Tagungsbericht: Gnomon 57, 1985, 494f.)

1987     Bremen  (Tagungsbericht: Gnomon 59, 1987, 572ff.)

1989     Eichstätt  (Tagungsbericht: Gnomon 61, 1989, 476ff.)

1991     Berlin  (Tagungsbericht: Gnomon 63, 1991, 667ff.)

1993     Meißen  (Tagungsbericht: Gnomon 65, 1993, 767f.)

1995     Marburg  (Tagungsbericht: Gnomon 68, 1996, 382f.)

1997     Halle  (Tagungsbericht: Gnomon 70, 1998, 178ff.)

1999     Jena  (Tagungsbericht: Gnomon 71, 1999, 742ff.)

2001     Göttingen  (Tagungsbericht: Gnomon 73, 2001, 476f.)

2003     Freiburg  (Tagungsbericht: Gnomon 75, 2003, 653ff.)

2005     Würzburg (Tagungsbericht: Gnomon 77, 2005, 653ff.)

2007     Magdeburg (Tagungsbericht: Gnomon 79, 2007, 574f.)

2009     Berlin (zus. mit der FIEC-Tagung)

2011     Frankfurt a. M.

2013     Göttingen

2015     Würzburg

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