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Darmstädter Diskussionen 12. Interdisziplinäres DoktorandInnenkolloquium zu antiken KulturenNov 07Freitag, 07. November 2025 22:30
Ort: Technische Universität Darmstadt
Datum: 23.–25. März 2026
Das interdisziplinäre DoktorandInnenkolloquium Darmstädter Diskussionen, ge-
tragen von den Fachgebieten Alte Geschichte und Klassische Archäologie der TU
Darmstadt, hat sich seit 2009 als bewährtes Forum für den wissenschaftlichen Aus-
tausch unter Peers in den Altertumswissenschaften etabliert. Im Frühjahr 2026
werden die Diskussionen in ihrer zwölften Runde fortgesetzt.
Im Kontrast zu Veranstaltungen mit strikter thematischer Vorgabe verfolgen die
Darmstädter Diskussionen bewusst einen offenen, interdisziplinären und diachro-
nen Ansatz. Damit stellen sie eine in der deutschsprachigen akademischen
Landschaft einzigartige fachübergreifende Plattform dar, die maßgeblich zum
altertumswissenschaftlichen Kommunikations- und Interaktionsprozess beiträgt.
Darmstädter Diskussionen bieten die Gelegenheit, interdisziplinäre und interna-
tionale Kapazitäten zu vernetzen und Forschungsergebnisse fachgerecht zu ar-
tikulieren. Für die TeilnehmerInnen besteht nicht nur die Möglichkeit, thematische
Erfahrungen auf Augenhöhe im eigenen Fachkreis auszutauschen, sondern auch
die methodischen Grundfragen anderer Disziplinen kennenzulernen und zu re-
flektieren.
Die Einladung richtet sich an NachwuchswissenschaftlerInnen aller altertumswis-
senschaftlichen Fächer und angrenzender Disziplinen (Anthropologie, Archäome-
trie, Historische Bauforschung, Digital Humanities). Die Konferenzsprachen sind
Deutsch und Englisch. Um den wissenschaftlichen Austausch und die persönliche
Kommunikation über die eigentlichen wissenschaftlichen Inhalte und Debatten
hinaus erweitern zu können, findet die Veranstaltung in Präsenz statt. Weitere In-
formationen finden Sie hier.
Bewerbung: Das Bewerbungsformular steht unter diesem Link zum Download
zur Verfügung. Schicken Sie dieses in ausgefüllter Form bis zum 28. November
2025 als PDF anDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Jonas Langer, M.A.
Fachbereich Gesellschafts- und
Geschichtswissenschaften
Fachgebiet Alte GeschichteDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Dr. Natalia Toma
Fachbereich Architektur
Fachgebiet Klassische ArchäologieDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. -
Bericht zur Jubiläumsfeier “75 Jahre Mommsen-Gesellschaft”Nov 06Donnerstag, 06. November 2025 17:54
Am Donnerstag, den 30.10.2025, fand sich eine große Zahl von Mitgliedern, Freunden und Freundinnen der Mommsen-Gesellschaft in Frankfurt am Main zusammen, um ein besonders freudiges Ereignis zu zelebrieren: das 75-jährige Jubiläum der Mommsen-Gesellschaft, welche im Jahr 1950 auf Initiative des Hamburger Gräzisten Bruno Snell gegründet worden war. Zu diesem feierlichen Anlass hatte die Mommsen-Gesellschaft zusammen mit dem Institut für Archäologische Wissenschaften, dem Historischen Seminar und dem Institut für Klassische Philologie der Goethe-Universität Frankfurt zu einem Festakt ins IG-Farben-Haus geladen.
Den Abend eröffneten der Erste Vorsitzende, Prof. Dr. Dominik Maschek, und die Dekanin des Fachbereichs für Sprach- und Kulturwissenschaften, Prof. Dr. Anja Klöckner, mit feierlichen wie warmen Grußworten, welche die vielen Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz herzlich willkommen hießen und die gegenwärtige Rolle und Verantwortung der Mommsen-Gesellschaft herausstellten.
Die folgende Festrede widmete sich sodann den ersten Dekaden der Gesellschaft: In einem höchst anregenden Vortrag führte Herr Prof. Dr. Stefan Rebenich von der Universität Bern das Publikum durch die reiche und wechselvolle Geschichte der Mommsen-Gesellschaft; anhand von teils unveröffentlichten Archivalien zeichnete Herr Rebenich ein spannendes, dynamisches Bild des Selbstverständnisses der Gesellschaft und ihrer Positionierung gegenüber den großen gesellschaftlichen wie politischen Debatten der 1950er bis 1990er Jahre.
Anschließend wurde zu einem konvivialen Festumtrunk samt Buffet im beeindruckenden Ambiente der Abgusssammlung der Klassischen Archäologie geladen, welcher im freudigen Miteinander bis in die späten Nachtstunden andauerte.

Grußwort des Ersten Vorsitzenden, Prof. Dr. Dominik Maschek,
zum 75-jährigen Jubiläum der Mommsen-Gesellschaft e.V.
Frankfurt am Main, 2025Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freundinnen und Freunde der Mommsen-Gesellschaft,
verehrte Gäste,
es ist mir eine große Freude und Ehre, Sie heute hier in Frankfurt zum 75-jährigen Jubiläum der Mommsen-Gesellschaft willkommen zu heißen, und ich möchte ganz besonders den Kolleginnen und Kollegen der altertumswissenschaftlichen Fächer an der Goethe-Universität danken, namentlich Hans Bernsdorff, Hartmut Leppin und Anja Klöckner, die sich auf unsere Anfrage sofort bereit erklärt haben, dieser Festveranstaltung einen würdigen Rahmen zu verleihen.
Der heutige feierliche Anlass vereint uns alle – Forschende, Lehrende, Studierende, Vertreterinnen und Vertreter verwandter Disziplinen und Institutionen –, um gemeinsam auf eine eindrucksvolle Geschichte des wissenschaftlichen Engagements, der interdisziplinären Zusammenarbeit und der geteilten Leidenschaft für die griechisch-römische Antike zurückzublicken.
Wenn wir heute, im Jahr 2025, den Namen Theodor Mommsen lesen, hören und aussprechen, klingt er wie ein Echo aus einer anderen Zeit – und doch ist er in vielem erstaunlich gegenwärtig. Mommsen, der Universalgelehrte, Historiker, Jurist, Archäologe, Politiker und Literaturnobelpreisträger, verstand Wissenschaft nie als Selbstzweck, sondern als eine moralische und gesellschaftliche Aufgabe. In einer Zeit tiefgreifender politischer Umbrüche war er überzeugt, dass das Wissen über die klassische Antike Orientierung für die Gegenwart bieten könne.
Es ist durchaus eine reizvolle Übung, sich vorzustellen, wie Mommsen heute auf unsere Welt blicken würde – auf die digitale Forschung, auf die Schnelllebigkeit öffentlicher Debatten, auf die Herausforderungen einer global vernetzten, zugleich aber fragmentierten und hyper-individualisierten Gesellschaft, gefangen zwischen Skylla und Charybdis von Wutbürgertum und Shitstorm, ChatGPT und Fake News. Vielleicht würde Mommsen uns mahnen, genau hinzusehen, die Quellen zu prüfen, Begriffe zu schärfen – so, wie er es selbst fortwährend praktizierte, als er mit unermüdlicher Akribie das Corpus Inscriptionum Latinarum begründete. Denn was er uns gelehrt hat, gilt bis heute: Die Geisteswissenschaften, und mit ihnen die Altertumswissenschaften, sind kein Luxus, sondern ein Fundament. Sie erinnern uns daran, dass jedes Urteil, jede politische Entscheidung und jedes kulturelle Selbstverständnis auf Begriffen, Ideen und Werten ruht – und dass wir diese immer wieder kritisch befragen müssen.
So ist dieses Jubiläum nicht nur eine Feier der Vergangenheit, sondern auch ein Bekenntnis zu unserer Gegenwart: zu einer Wissenschaft, die sich nicht abschottet, sondern öffnet; die sich ihrer Geschichte bewusst ist und zugleich in die Zukunft weist.
Als der Hamburger Gräzist Bruno Snell im Jahr 1950 die Gründung der Mommsen-Gesellschaft anregte, war Europa noch vom Zweiten Weltkrieg gezeichnet. Wissenschaftliche Netzwerke lagen am Boden, viele Institute waren zerstört, das Vertrauen zwischen Nationen und Menschen erschüttert. In dieser Situation war Snells Initiative mehr als ein organisatorischer Akt – sie war ein geistiges und kulturelles Wiederaufbauprojekt.
Snell, selbst tief verwurzelt in der Klassischen Philologie, wollte den Austausch zwischen den Disziplinen der Altertumswissenschaften – Alte Geschichte, Klassische Archäologie, Klassische Philologie – neu beleben. Unsere Gesellschaft sollte eine Plattform sein, auf der wir wieder miteinander sprechen, forschen, debattieren konnten – jenseits ideologischer Grenzen. Und sie war von Anfang an ein Ort der Integration. In den Jahrzehnten der deutschen Teilung bildete sie, trotz aller politischen Einschränkungen, eine Brücke zwischen Ost und West. Heute, 75 Jahre nach ihrer Gründung, steht die Mommsen-Gesellschaft mit über 700 Mitgliedern für eine bemerkenswerte, generationenübergreifende Kontinuität und für einen offenen, internationalen Dialog, der uns alle verbindet.
Seit 2010 sind wir als eingetragener Verein organisiert – als Verband der deutschsprachigen Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiet des griechisch-römischen Altertums – und haben seither unsere Aufgaben und unsere Strukturen stetig weiterentwickelt.
Von Anfang an hatte unsere Gesellschaft ein doppeltes Ziel: wissenschaftliche Vernetzung und gesellschaftliche Verantwortung. Im Zentrum steht der Austausch zwischen den altertumswissenschaftlichen Disziplinen. Die regelmäßig stattfindenden Mommsen-Tagungen – ob groß oder klein – sind Orte des lebendigen Gesprächs. Sie fördern interdisziplinäre Perspektiven, schaffen Begegnungen zwischen unseren Disziplinen und bringen auch den wissenschaftlichen Nachwuchs früh in den Dialog mit arrivierten Kolleginnen und Kollegen.
Doch die Mommsen-Gesellschaft ist weit mehr als ein Forum für akademischen Austausch. Wir verstehen uns als Anwältinnen und Anwälte der Altertumswissenschaften in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik. In einer Zeit, in der die Geisteswissenschaften zunehmend unter einen aus verschiedenen Richtungen auferlegten Rechtfertigungsdruck kommen, erinnern wir daran, dass die Erforschung der Antike nicht Selbstzweck ist, sondern einen Beitrag leistet zur kulturellen Selbstverständigung Europas – ja, zur kritischen Reflexion über Macht, Demokratie, Recht und Verantwortung.
Darüber hinaus engagieren wir uns auf vielfältige Weise für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Mit unserer Jungmitgliedschaft, den Walter de Gruyter-Seminaren, dem Bruno-Snell-Preis für herausragende Qualifikationsarbeiten und der finanziellen Unterstützung selbstorganisierter Tagungen junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schaffen wir Strukturen, die den Nachwuchs gezielt fördern und zugleich in unsere Arbeit einbinden. Diese Programme sind nicht nur eine Investition in die Zukunft, sondern auch ein Signal: Unsere Fächer leben – und sie erneuern sich in jeder Generation.
Nicht zuletzt arbeiten wir an übergreifenden Zukunftsprojekten mit, etwa dem Aufbau der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur NFDI, die unsere altertumswissenschaftliche Forschung im digitalen Raum vernetzt. So verbinden wir philologische und archäologische Präzision mit den Chancen und Herausforderungen moderner Technologien – ganz im Geiste Theodor Mommsens, der selbst ein Pionier wissenschaftlicher Organisation und neuer Sammlungs- und Vermittlungsformate war.
Dass unsere Gesellschaft den Namen Theodor Mommsens trägt, ist kein Zufall – und keine nostalgische Geste. Vielmehr sehen wir darin ein Bekenntnis zu einem Wissenschaftsverständnis, das Mommsen wie wenige andere auf ganz exemplarische Weise verkörpert hat. Geboren 1817 in Garding im damaligen Herzogtum Schleswig, war Mommsen ein Forscher von seltener Weite und Tiefe. In seinen Schriften verband er Geschichte, Philologie und Rechtswissenschaft zu einer Gesamtschau des antiken Lebens. Seine Werke – von der Römischen Geschichte über das Römische Staatsrecht bis hin zu den epigraphischen Großprojekten – zeigen eine unglaubliche enge Verflechtung von empirischer Methode, philologischer Genauigkeit und historischer Imagination.
Doch Mommsen war mehr als ein Wissenschaftler: Er war ein öffentlich denkender Intellektueller, der sich politisch einmischte, für Liberalismus und gegen Antisemitismus eintrat und den Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft suchte. Bei allen zeitbedingten Unterschieden erkennen wir uns in dieser Haltung durchaus wieder. Sie prägt das Selbstverständnis der Mommsen-Gesellschaft ebenso wie ihre satzungsgemäße Arbeit.
Natürlich gibt es im globalen Vergleich auch andere hochbedeutende Vereinigungen der Altertumsforschung – die Society for Classical Studies in den USA, die Classical Association in Großbritannien, die Associazione Italiana di Cultura Classica in Italien oder die Fédération Internationale des Associations d’Études Classiques in Frankreich. Doch die Mommsen-Gesellschaft hat innerhalb dieser verwandten Organisationen ein ganz spezifisches Profil, in dem sich die wissenschaftliche Arbeit stets mit einer ethischen und gesellschaftlichen Dimension verbindet. Unser Bezug auf Mommsen ist Ausdruck einer deutschsprachigen und zugleich europäischen Wissenschaftskultur, die Interdisziplinarität, Verantwortung und Gemeinsinn als untrennbar betrachtet.
Der Mommsen der Vergangenheit wird damit zugleich zum Orientierungspunkt für die Zukunft – das ist für ein Jubiläum wie das unsere ja höchst passend, denn obwohl jedes Jubiläum immer einen Moment des Rückblicks markiert, so ist es, nach dem festlichen Innehalten und der kollektiven Selbstvergewisserung, auch ein ebenso passender Zeitpunkt für einen fragenden Ausblick: Was bedeutet unsere Aufgabe heute, in einer Zeit, in der Digitalisierung, Globalisierung und gesellschaftliche Spannungen die Rahmenbedingungen wissenschaftlicher Arbeit auf tiefgreifende Weise verändern?
Als Mommsen-Gesellschaft sind wir überzeugt: Die Altertumswissenschaften bleiben auch und gerade in einer solchen Zeit unverzichtbar, denn sie bieten historische Tiefenschärfe und lehren uns, wie Gesellschaften entstehen, sich ordnen und verändern – und wie fragil die Demokratie, das Recht oder die Öffentlichkeit eigentlich sind. Der interdisziplinäre und internationale Austausch wird dabei noch wichtiger als je zuvor, insbesondere deshalb, da die antike Welt ja nie nach nationalen Maßstäben verfasst, sondern immer transkulturell war – und ebenso muss es ihre Erforschung sein. Unsere Gesellschaft steht deshalb vor der Aufgabe, die Kooperationen mit unseren internationalen Partnern weiter auszubauen und junge Kolleginnen und Kollegen stärker in diese Netzwerke einzubinden.
Auch die Digitalisierung eröffnet neue Horizonte. Digitale Editionen, Datenbanken, 3D-Rekonstruktionen und KI-gestützte Textanalysen verändern die Methoden unserer Disziplinen in Forschung, Lehre und gesellschaftlichem Transfer. Als Mommsen-Gesellschaft können und sollten wir hier eine koordinierende und reflektierende Rolle übernehmen – als Vermittlerinnen und Vermittler zwischen Tradition und Innovation.
Und schließlich dürfen wir unsere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nicht vergessen. In Zeiten wachsender Geschichtsklitterung und populistischer Verkürzung sind es nicht zuletzt die mit Texten und materieller Kultur arbeitenden Altertumswissenschaften, die uns lehren, komplex zu denken, Ambivalenzen auszuhalten und historische Erfahrung in ethisches Bewusstsein zu übersetzen.
Die Mommsen-Gesellschaft hat in den vergangenen 75 Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass sie solche Herausforderungen annehmen und sich wandeln kann, ohne ihr Fundament zu verlieren. Wir werden auch in Zukunft gebraucht – als Stimme der Vernunft, als Ort des Austauschs und als Gemeinschaft von Menschen, die sich der Vergangenheit zuwenden, um die Gegenwart besser zu verstehen.
Am Ende dieses Rückblicks möchte ich deshalb all jenen danken, die unsere Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten geprägt haben: den Vorsitzenden und Vorständen, den Organisatorinnen und Organisatoren zahlloser Tagungen, den Mitgliedern, die in Archiven, Grabungsstätten, Bibliotheken und Hörsälen das Wissen über die Antike lebendig halten – und dem wissenschaftlichen Nachwuchs, der diese Tradition fortführt und erneuert. Ein ganz besonderer Dank gilt freilich unserem Gründervater Bruno Snell, dessen Weitblick die Basis legte für alles, was folgte. Der nach ihm benannte Preis, der junge Forscherinnen und Forscher ehrt und den wir im nächsten Jahr im Rahmen der Großen Mommsentagung in Mainz zum 19. Mal vergeben werden, ist Symbol dieses Geistes: Wissen weiterzugeben – Gemeinschaft zu stiften – Zukunft zu gestalten.
Wir dürfen stolz darauf sein, Teil dieser Geschichte zu sein. Und wir wissen, dass sie weitergeschrieben wird – von uns, gemeinsam, in Forschung, Lehre und gesellschaftlichem Engagement. Von der Dichterin Mascha Kaléko, geboren in Galizien im Jahr 1907, also vier Jahre nach dem Tod Theodor Mommsens, stammt der wunderbare Satz: „Die Vergangenheit ist nicht tot; sie lebt in uns fort, und wir sind ihre Stimme.“ Das ist eine wunderbare Beschreibung des Geistes, der die Mitglieder der Mommsen-Gesellschaft verbindet – über Generationen hinweg, über Fächer, Universitäten und Länder. Es ist das, was unsere Gesellschaft ausmacht, und es wird auch in Zukunft ihr stärkstes Fundament bleiben.
In diesem Sinne: ad multos annos!
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Save Greek and Latin at the University of Ottawa!Nov 01Samstag, 01. November 2025 10:35L'administration de la Faculté des arts de l'Université d'Ottawa vient de suspendre brusquement les admissions au programme spécialisé en Antiquité grecque et romaine (au sein du Département d'études anciennes et de sciences des religions). Elle avait déjà suspendu les admissions à la maîtrise en Antiquité tardive en 2024, qui s'était bâtie une réputation mondiale en vingt ans. Rares sont les programmes qui reprennent après une telle suspension : une fois suspendu, il est peu probable qu'un programme soit rétabli.Pour manifester votre désaccord, je vous prie de bien vouloir signer la pétition pour le maintien de ce programme spécialisé en Antiquité grecque et romaine:
Merci de votre solidarité!Karin Schlapbach, Présidente de l'ASEA
Open Letter in Support of Classics at the University of Ottawa
The Situation
The Faculty of Arts at the University of Ottawa has abruptly suspended admissions to the Honours programme in Greek and Roman Studies (Department of Classics and Religious Studies), effective immediately. This decision was made without consultation with department members, students, or the broader academic community.This suspension follows the 2024 closure of the M.A. in Late Antiquity, a programme that had built an international reputation over twenty years. Together, these decisions will end advanced instruction in Latin and stop all teaching of Ancient Greek. These languages have been taught at the university since it was founded in 1848.
Why This Matters
For Franco-Ontarians: The University of Ottawa is the only institution in Ontario where ancient languages can be studied in French. This decision cuts off access to this important part of our cultural heritage for French-speaking students across the province.For Academic Excellence: Every major research university in the world maintains robust teaching and research in Classical studies. The suspension undermines the University of Ottawa's reputation as a comprehensive research institution.
For Interdisciplinary Scholarship: Classics supports research and teaching across multiple faculties: Law (Roman law), Medicine (medical terminology), Education (pedagogy), History, Philosophy, Political Science, Art History, Literature, Modern Language study, and more.
For the Community: This is not just about what happens on campus. The department has strong connections with the wider community. Students and staff maintain links with the Franco-Canadian and Greek communities across Ontario and beyond, and with educational institutions across Canada and globally. The Museum of Classical Antiquities offers educational activities and outreach, including partnerships with organizations such as the Ottawa Mission.
For Governance: The decision was made without due consultation and at extremely short notice.
Our Request
We call on the University of Ottawa administration to:- Immediately reverse the suspension of admissions to the Honours programme in Greek and Roman Studies;
- Undertake a comprehensive review of Humanities programming through proper consultative processes before making further programme decisions;
- Recognize the unique role of the University of Ottawa as the only French-language institution in Ontario offering instruction in ancient languages;
So that future generations of students, both Francophone and Anglophone, continue to have access to these foundational disciplines at the University of Ottawa.
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KOLOSSAL DIGITAL! DER FARNESISCHE STIER IN LEIPZIGOkt 31Freitag, 31. Oktober 2025 09:44
7.10.2025–1.4.2026
Antikenmuseum Universität Leipzig
Gipsabguss-Sammlung
Dittrichring 13 | 1.OG
04109 Leipzig
Eröffnung
7. Oktober | 18.00 Uhr
Öffnungszeiten
Mittwoch 15.00–18.00 Uhr
Führungen sonntags
und auf Anfrage.
An gesetzlichen Feiertagen
geschlossen. -
Lunch Lectures on Ancient SculptureOkt 31Freitag, 31. Oktober 2025 09:41
The online series “Lunch Lectures on Ancient
Sculpture”, organized by Elisa Bazzechi and
Caterina Parigi in cooperation with the For-
schungsarchiv für Antike Plastik, aims to create
a broadly accessible platform for the discussion
of current research about ancient sculpture.
We would like to grant visibility to new projects
dealing with sculptures as well as the possibility
to present and discuss outstanding problems
and questions. Furthermore, it will help us to
stay up to date about new research and to net-
work with scholars who are working on same
topics on an international scale.
The lectures will be organized in thematical se-
ries (the first series “New Research on Contexts”
took place from May to July 2024). The fourth
series with the title “Reception of iconographic
models” will take place from November 2025 to
February 2026 on the last Wednesday of each
month from 12:30-14:00. Lectures can be held
in English, French, German or Italian, and are
expected to take 30-45 minutes, followed by an
in depth discussion.
If you would like to stay up to date about the
series, please send an email to the organizers to
sign up for the newsletter.
The Organizers
Dr. Elisa Bazzechi – Lehrstuhl für Klassische
Archäologie, Universität WürzburgDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Dr. Caterina Parigi – Dipartimento di Antichità,
Filosofia e Storia, Università di GenovaDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
November 26th at 12:30
Die Tyche (?) von Meninx
Martin Kovacs (University of Tübingen)
& Johannes Lipps (University of Mainz)
December 17th at 17:30 !
The Tomb of the Haterii and the
dedication of Q. Haterius Tychicus:
evidence for a sculptural contractor
at Rom
Jennifer Trimble (University of Stanford)
January 28th at 10:00 !
„Παλλάδιον λίθινον ὡς δίπουν“
– Marmorminiaturen zwischen
Vorbildern und Neuschöpfungen
Stefanie Herten (University of Melbourne)
February 25th at 12:30
Die römische Plastik Kretas und
ihre Bedeutung im Licht der
bisherigen Funde
Pavlina Karanastasi (University of Crete)
The series will take place
online and can be followed
via the following link
https://uni-koeln.zoom.
us/j/92500952210?pwd=O5qlrLw-
PhBh4qSxVEvS5KMNCpr7Zwz.1
All interested are very welcome and we
look forward seeing you for lunch! -
Übersetzungsworkshop an der Universität ZürichOkt 24Freitag, 24. Oktober 2025 11:27
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
viele von Ihnen und Euch arbeiten gerade an Übersetzungen klassischer lateinischer Texte ins Deutsche – eine für unser Fach zentrale Tätigkeit, die oft noch nicht sichtbar genug ist und innerhalb des Fachs relativ wenig diskutiert wird. Uns wäre es daher ein wichtiges Anliegen, für mehr Sichtbarkeit und vor allem auch Vernetzung von Übersetzenden zu sorgen. Wir möchten daher eine kleine Tagung organisieren, an der wir Forschende zusammenbringen, die eher erst seit Kurzem an Übersetzungspublikationen arbeiten. Wenn Sie Zeit und Interesse hätten, würden wir Sie gerne am 15. und 16. Mai 2026 zu uns an die Universität Zürich einladen, um in konstruktiver und kollegialer Atmosphäre über aktuelle Übersetzungsprojekte zu diskutieren.
Wir würden uns freuen, wenn Sie Interesse hätten, einen Vortrag (20–30 Minuten) zu Fragestellungen oder Erkenntnissen aus Ihrem Übersetzungsprozess zu halten, oder sich mit einer kurzen Textstelle, die Sie für besonders signifikant halten, an einem Workshop zu beteiligen, in dessen Rahmen in kleinem Kreis über die Übersetzung einzelner Textstellen gesprochen werden soll. Eröffnet wird die Veranstaltung voraussichtlich mit einem Vortrag zum Thema Übersetzen im 21. Jh., der Rest der Zeit ist für weitere Vorträge und Workshops vorgesehen. In einer Abschlussdiskussion werden wir darüber sprechen, ob und wie ein Netzwerk von Übersetzenden geschaffen werden kann, als Forum für mehr Sichtbarkeit und Austausch. Auch wenn Sie Interesse hätten, ohne eigenen Vortrag oder Beitrag an der Veranstaltung teilzunehmen, würden wir uns sehr freuen, von Ihnen zu hören!
Bis zum 30. November 2025 nehmen wir kurze Abstracts (max. 500 Wörter) zu Vorträgen oder Workshopbeiträgen entgegen (für Letzteres nennen Sie uns einfach den Text, an dem Sie gerade arbeiten, und welche kurze Textpassage sich für die gemeinsame Workshoparbeit gut eignen würde).
Wir würden uns sehr freuen, von Ihnen zu hören und möglichst viele von Ihnen im Mai in Zürich begrüßen zu dürfen! Für Fragen stehen wir selbstverständlich sehr gerne zur Verfügung.
Mit herzlichen Grüßen aus Zürich
Anke Walter, Fabian Zogg
Prof. Dr. Anke Walter
Professorin für Classics/Lateinische Philologie
Seminar für Griechische und Lateinische Philologie der Antike, des Mittelalters und der Neuzeit
Rämistrasse 68
CH-8001 Zürich
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Tel.+41 44 634 20 44
Universität Zürich
PD Dr. Fabian Zogg
Geschäftsführer, Privatdozent
Seminar für Griechische und Lateinische Philologie
der Antike, des Mittelalters und der Neuzeit
Rämistrasse 68
CH-8001 Zürich
++41 44 634 20 42 Telefon
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. -
καì κράτος νέμοι γυναιξίν (Aischyl. Suppl. 1068f.) 2. Tagung des Frauen*netzwerks in der Klassischen PhilologieOkt 22Mittwoch, 22. Oktober 2025 15:56
Call for Papers
25.–27.03.26, Universität Potsdam
Die Tagung „καὶ κράτος νέμοι γυναιξίν – 2. Tagung des Frauen*netzwerks1 in der Klassischen Philologie“ vom 25.–27.03.2026 in Potsdam schließt an das erste Netzwerktreffen im März 2025 an der Universität Marburg an. Wir laden insbesondere Nachwuchswissenschaftlerinnen* der Klassischen Philologie, die an Universitäten im deutschsprachigen Raum tätig sind bzw. langfristig tätig sein möchten, ein, sich miteinander zu vernetzen und laufende Forschungsprojekte in einem wertschätzenden und konstruktiven Austausch zu präsentieren und zu diskutieren.
Zur Auswahl stehen zwei verschiedene Formate: Vorträge sind im Umfang von 30 Minuten einschließlich Diskussion vorgesehen. Zudem gibt es die Möglichkeit zu einem Projekt-Pitch (maximal 10 Minuten), in dem Projektideen oder einzelne Aspekte der eigenen Forschungsvorhaben vorgestellt und in Kleingruppen diskutiert werden können. Werkstattberichte, die Vorstellung erster Thesen und die Präsentation offener Fragen sind herzlich willkommen.
Dem Themenkomplex „Frauen und Gender in der antiken Literatur und Fachgeschichte“
ist wie bereits in Marburg ein eigenes Vortragspanel gewidmet, um dieses Thema im wissenschaftlichen Diskurs zu fördern. Neben Forschungsvorhaben, die sich mit Frauen* und Geschlecht in der Antike bzw. der Fachgeschichte befassen, sind aber explizit auch alle anderen Projekte aus der Klassischen Philologie erwünscht.
Gerahmt werden die Vortragspanels von einem Keynote-Vortrag von Regina Höschele (Lehrstuhlinhaberin für Griechische Philologie an der LMU München) und von zwei Workshops. Die Workshops werden das wissenschaftliche Publizieren in der Klassischen Philologie und (durchgeführt vom Netzwerk Mutterschaft und Wissenschaft) genderspezifische Perspektiven auf Mutter*schaft und Karrierewege in der Wissenschaft in den Blick nehmen.
Vorschläge für Vorträge und Pitches (max. 350 Wörter, PDF-Format mit Angabe des gewünschten Formats, deutsch oder englisch) können bis zum 18.01.26 per E-Mail an
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. eingereicht werden. Die Rückmeldung erfolgt spätestens zum 31.01.26.Übernachtungskosten der Vortragenden können übernommen werden. Wir bemühen uns außerdem darum, Reisekostenzuschüsse und ggf. Kinderbetreuung zu ermöglichen.
Organisatorinnen: Hannah Brandenburg (Potsdam), Marieke Fleck (Berlin), Sophia Häberle (Berlin), Samantha Philips (Kiel)
Bewerbung und weitere Informationen:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Frist: 18.01.26
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ARCHITEK TOURENHistorische Modelle antiker Bauten aus dem Lindenau-Museum AltenburgOkt 22Mittwoch, 22. Oktober 2025 15:41
Eine Sonderausstellung
des Lehrstuhls Klassische Archäologie
an drei Standorten der Universität Jena
23. Okt 2025 – 14. Feb 2026
Institut für
Altertumswissenschaften
Fürstengraben 25
Hauptgebäude der
Universität Jena
Fürstengraben 1
Thüringer Universitäts-
und Landesbibliothek
Bibliothektsplatz 2
Do 10 – 13 Uhr
Fr / Sa 13 – 18 Uhr
Mo–Sa 10 – 18 Uhr
Mo–Sa 10 – 18 Uhr
Institut für Altertumswissenschaften
L e h r s t u h l K l a s s i s c h e A r c h ä o l o g i e
Gefördert durch:
feiertags geschlossen
Schließzeit: 22.12.2025 – 04.01.2026
Etwa einstündige Führungen finden immer samstags um 15 Uhr statt.
Treffpunkt ist am jeweils angegebenen Standort: Institut für
Altertumswissenschaften (IAW), Hauptgebäude der Universität (UHG),
Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB).
25.10.2025 | ThULB
Wer war Lysikrates?
Prof. Dr. Eva Winter
01.11.2025 | IAW
Zwischen Dokumentation und künstlerischer Freiheit.
Die Genauigkeit der Modelle
Wilhelm Naumann, M.A.
08.11.2025 | UHG
Architektur im Spiegel der Politik. Die Akropolis von Athen
Dr. Anne Gürlach
15.11.2025 | IAW
Internationale Architektur?
Griechische und ägyptische Einflüsse in Rom
Lilli Keiner
22.11.2025 | UHG
Parthenon, Erechtheion und Athena-Nike-Tempel.
Drei Tempel auf der Athener Akropolis.
Moritz Steiger, B.A.
29.11.2025 | IAW
Hustentempel – Minerva Medica – Phokassäule.
Drei Beispiele spätantiker Bauten in Rom
Dr. Dennis Graen
06.12.2025 | IAW
Das Kolosseum. Unterhaltungsbau in Rom
Moritz Steiger, B.A.
13.12.2025 | UHG
Lindenaus Zeichenschule in Altenburg
Anna-Lena Holstein, B.A.
20.12.2025 | IAW
Zwischen Menschen und Göttern. Heilige Räume der Antike
Klara Kley
10.01.2026 | ThULB
Das Lysikrates-Monument in Athen
PD. Dr. Charalampos Tsochos
17.01.2026 | IAW
Macht in Marmor. Wie Kaiser sich in Architektur verewigen
Klara Kley
24.01.2026 | IAW
Große Bauten ganz klein.
Architektur-Modelle griechischer und römischer Tempel
Lukas Donath
28.01.2026 | ThULB | 18 Uhr
Vorstellung des Bestandskatalogs zur Ausstellung
31.01.2026 | IAW
Griechische Tempel in Italien
Lilli Keiner
07.02.2026 | IAW
Kork – Terrakotta – Bronze. Die Hersteller der Modelle
Prof. Dr. Eva Winter
14.02.2026 | IAW
Die ewige Stadt. Römische Bauten im Modell
Lukas Donath
Führungen auf Anfrage:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
oder über das Kontaktformular auf der Internetseite der
Antikensammlungen -
One PhD scholarship - Department of Ancient Civilizations at the University of BaselOkt 21Dienstag, 21. Oktober 2025 15:45
University of Basel
One PhD scholarship (for 1 year) within the Department of Ancient Civilizations at the University of Basel
The PhD program of the Department of Ancient Civilizations at the University of Basel announces a one-year scholarship à CHF 32'000 (two tranches with evaluation) starting at the 01.04.2026.
Your position
The grant is intended to support a young graduate during the starting phase of his/her PhD research project. It is expected that he/she will develop a funding proposal during the first six months for applying to the Swiss National Science Foundation or other funding institutions.
Your profile
The scholarship is addressed to students who held a 1st class MA-degree in Ancient Civilizations (all disciplines at the department). It is expected that the PhD student is highly motivated and will personally be involved in the PhD program of the Department of Ancient Civilizations at the University of Basel. Most welcomed are PhD projects that can be linked to the research fields of the Department of Ancient Civilizations at the University of Basel.
Applicants who are about to complete their studies can apply, provided that they can submit an official graduation certificate no later than 03.02.2026.
Application / Contact
Application deadline: 15.11.2025
The following documents should be sent by email to the coordinator of the Doctoral Program of Basel Ancient Studies Mr. Hans-Hubertus Muench (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. ):
1. Letter of motivation
2. CV
3. MA-Diploma
4. 1-2 sample of text (max. 20 pages each, including at least 1 academic qualification text, like BA- or MA-thesis)
5. Sketch for the dissertation project (max. 3 pages)
6. Letter of reference
Applications can be submitted in German, in French or in English. The enrolment at the University of Basel is mandatory. The first supervisor must be a member of the Department of Ancient Civilizations at the University of Basel. For further information, please contact the coordinator of the Doctoral Program of Basel Ancient Studies Mr. Hans-Hubertus Muench (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. ).
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Eine wissenschaftlichen Hilfskraft (m/w/d) für die Kerameikos-GrabungOkt 17Freitag, 17. Oktober 2025 10:50
An der Abteilung Athen des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle
einer wissenschaftlichen Hilfskraft (m/w/d)
(Kennziffer: 13/2025)
für die Kerameikos-Grabung mit 18,5 Stunden wöchentlich für die Dauer von zwei Jahren zu besetzen. Vorbehaltlich der fachlichen Eignung, der vorhandenen Zeiten nach WissZeitVG und der zur Verfügung stehenden Mittel wird eine Verlängerung angestrebt.
Es wird, gemäß den Richtlinien über die Beschäftigung von studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräften beim DAI, eine Vergütung von Euro 22,82 brutto pro Stunde gezahlt, zuzüglich eines Auslandszuschlags. Die Befristung der Stelle erfolgt gemäß § 2 Abs. 1 des Gesetzes über befristete Arbeitsverträge in der Wissenschaft (WissZeitVG); eine Einstellung kann nur erfolgen, wenn ausreichend vorhandene Zeiten nach WissZeitVG vorliegen und nachgewiesen werden können. Der Dienstort ist Athen.
Die Abteilung Athen des Deutschen Archäologischen Instituts (gegründet 1874) koordiniert und unterstützt altertumswissenschaftliche Forschung deutscher Institutionen in Griechenland. Sie ist integraler Teil der großen internationalen Wissenschaftsgemeinschaft vor Ort. Schwerpunkte sind landeskundliche Studien, Ausgrabungen und die Erschließung antiker Stätten, u. a. in Olympia, Samos, Kalapodi, Tiryns und am Kerameikos in Athen. Hinzugekommen ist die umfassende Erschließung des antiken Landschaftsraumes im Kephissostal (Phokis) mit modernsten Methoden. Grabungskampagnen und Kooperationslizenzen mit griechischen Partnern sichern ein effizientes Forschungsdatenmanagement. Zudem engagiert sich die Abteilung für Denkmalschutz und Nachwuchsförderung im deutsch-griechischen Austausch.
Die Kerameikosgrabung befindet sich im Zentrum von Athen. Die Ausgrabungen werden seit 1913 durch die Abteilung Athen des DAI ausgeführt. Schwerpunkte der Forschungen sind die antike Nekropole (einschließlich modernster anthropologischer Methoden), die Topographie Athens sowie die antike Keramikproduktion, von der das Gelände seinen Namen hat. Darüber hinaus gehören seit Beginn der Grabungen denkmalpflegerische Maßnahmen und die Erhaltung des Biotops am Eridanos zu den Aufgaben der Grabung.
Aufgabenbeschreibung
Im Rahmen der Stelle soll die wissenschaftliche Weiter-Qualifikation durch die Erlangung von Kenntnissen und Fähigkeiten in archäologischen Grabungsmethoden gefördert werden. Der Aufgabenbereich umfasst insbesondere die wissenschaftliche Qualifikation durch
- Organisation und Erschließung des Grabungsarchivs im Kerameikos
- Organisation, Verwaltung, Durchführung und Nachbearbeitung von Ausgrabungen und weiteren Feld- und Fundaufarbeitungskampagnen
- Langzeitarchivierung, Datensicherung, DAI-Cloud
Anforderungsprofil
Vorausgesetzt werden:
- ein zur Promotion befähigender Abschluss an einer Hochschule im Bereich der Altertumswissenschaften (Klassische oder Christliche Archäologie, Vor- und Frühgeschichte), der Historischen Bauforschung oder einem verwandten Studiengang mit einem Schwerpunkt auf der klassischen Antike; der Hochschulabschluss darf am Einstellungstag nicht länger als sechs Jahre zurückliegen; Bewerbende (m/w/d) dürfen nicht promoviert sein.
- Immatrikulation in einem Promotionsstudiengang im Bereich der Altertumswissenschaften (Klassische oder Christliche Archäologie, Vor- und Frühgeschichte oder eines eng verwandten Fachs) bzw. Annahme als Doktorand*in (m/w/d) an einer Hochschule bzw. Einschreibung in einen relevanten Aufbaustudiengang oder
- Vorlage eines Promotionskonzepts im Bereich der Altertumswissenschaften (Klassische oder Christliche Archäologie, Vor- und Frühgeschichte) oder eines eng verwandten Fachs, idealerweise im Bereich der Abteilungsprojekte, verbunden mit der Voraussetzung innerhalb eines Jahres nach Abschluss des Masterstudiums (Datum der Masterurkunde) in einen Promotionsstudiengang immatrikuliert bzw. als Doktorand*in angenommen sein
- Nachweis von Erfahrungen bei der Durchführung und Dokumentation von Ausgrabungen
- Nachweis von Kenntnissen im Zeichnen von Funden und Befunden sowie Vermessungskenntnissen
- Nachweis von guten Kenntnissen in der Datenverarbeitung (Excel und CAD-Programme, QGIS, FileMaker, möglichst auch Photoplan)
- sehr gute Sprachkenntnisse in Deutsch (mindestens Niveau C1)
Erwünscht sind:
- sicheres Auftreten und Durchsetzungsvermögen
- Organisations- und Kommunikationsgeschick
- Sprachkenntnisse in Neugriechisch
- Grundkenntnisse der athenischen Topographie
- Aufgeschlossenheit, Kreativität und hohe Einsatzbereitschaft
- gute Kenntnisse in der digitalen Fotografie und der Handhabung entsprechender Ausrüstung
Ihre Vorteile:
Kulturnahe und abwechslungsreiche Aufgaben
Sie arbeiten in einer national wie international hoch angesehenen Forschungseinrichtung, die die weltweite Forschung und Nachwuchsförderung, den Schutz von kulturellem Erbe sowie die kulturelle Verständigung und Zusammenarbeit zum Ziel hat.
Arbeitsplatzsicherheit
Ihr Beschäftigungsverhältnis ist bei uns sicher, auch in Krisenzeiten.
Flexibles und familienfreundliches Umfeld
Wir sind ein familienfreundlicher Arbeitgeber und ermöglichen ein zeit- und ortsflexibles Arbeiten (Teilzeit-/Gleitzeit-/Mobilarbeit). In diesem Zusammenhang bieten wir Ihnen z. B. eine Rahmenarbeitszeit von 06.00 Uhr bis 22.00 Uhr, Stundenausgleich durch Gleittage an. Zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf stellen wir unseren Beschäftigten kostenlos einen Familienservice zur Verfügung, der Beratungs- und Vermittlungsleistungen erbringt.
Motivierendes Arbeitsumfeld
Wir arbeiten respekt- und vertrauensvoll zusammen, fördern Eigeninitiative und geben Raum für Meinungen und kreative Ideen. Unsere Organisation ist von flachen Hierarchien und kurzen Entscheidungswegen geprägt.
Gute Entwicklungs- und Karriereperspektiven
Sie profitieren von vielfältigen Fort- und Weiterbildungsangeboten und individuellen Personalentwicklungsmöglichkeiten.
Urlaub
Wir gewähren Ihnen 30 Tage bezahlten Erholungsurlaub (bei einer Teilzeitbeschäftigung wird der Urlaubsanspruch entsprechend der tariflichen/gesetzlichen Vorgaben gewährt) und bieten Ihnen zusätzlich die Möglichkeiten von Sonder- und Bildungsurlaub.
Betriebliche Gesundheitsförderung
Wir bieten eine Mitgliedschaft im Sozialwerk des Auswärtigen Amtes an und ermöglichen so den Zugang zu vergünstigten Freizeit- und Erholungsangeboten. Zusätzlich profitieren Sie von der Kooperation mit Wellhub und erhalten über diese Wellness-Plattform Zugang zu zahlreichen Fitness-Studios, Online-Kursen zu Themen wie z. B. Meditation oder Ernährung und weiteren Angeboten.
Interessenvertretungen
Ihre Interessen werden bei uns von den Personalräten, der Schwerbehindertenvertretung und der Gleichstellungsbeauftragten vertreten.
Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung! Senden Sie Ihre Unterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Ausbildungsnachweis, Zeugnisse, ggf. Promotionskonzept etc.) bis zum
07.11.2025
in elektronischer Form, möglichst in einer zusammengefassten PDF-Datei, unter Angabe der Kennziffer 13/2025 an
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. . Wir bitten Sie zudem, Ihrer Bewerbung die Formulare „Bewerbungsbogen Wissenschaft“ und „Erklärung über Promotionszeiten und Beschäftigungsverhältnisse“, die Sie auf der Homepage des DAI (www.dainst.org) unter „Karriere“ finden, ausgefüllt beizufügen.Haben Sie noch Fragen zu unserem Stellenangebot?
Dann kontaktieren Sie uns für weitere Auskünfte! Schreiben Sie eine E-Mail an
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder rufen Sie Frau Buschke unter 030/187711-245 an; für inhaltliche Fragen wenden Sie sich bitte an Herrn Gkaniatsos unterDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Weitere Hinweise:
Bewerbende (m/w/d) mit Schwerbehinderung oder diesen gleichgestellten Personen werden bei gleicher Eignung entsprechend den gesetzlichen Grundlagen bevorzugt berücksichtigt.
Das DAI gewährleistet gemäß BGleiG die berufliche Gleichstellung unabhängig vom Geschlecht und unterstützt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, indem flexible Arbeitszeiten gelebt und Teilzeitmodelle im Rahmen der dienstlichen Möglichkeiten realisiert werden.
Vielfalt ist einer unserer zentralen Organisationswerte. Deshalb begrüßen wir Bewerbungen unabhängig von Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion und Weltanschauung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität.
Im Zusammenhang mit Ihrer Bewerbung behandeln wir Ihre personenbezogenen Daten mit größter Sorgfalt und Diskretion. Unsere Datenschutzinformation finden Sie auf unserer Webseite unter www.dainst.org/datenschutz. Diese informiert Sie gemäß Art. 13 DSGVO über den Umfang und die Art und Weise der Verarbeitung sowie über Ihre diesbezüglichen Rechte.
https://www.dainst.org/karriere/bewerben-am-dai/noslug/107
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