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Marc AurelSep 30Dienstag, 30. September 2025 15:09
15.06.2025 - 23.11.2025
Rheinisches Landesmuseum Trier
Weimarer Allee 1
54290 Trier
DeutschlandDer Römische Kaiser und Philosoph Marc Aurel gilt als Inbegriff des guten Herrschers.
Doch wie verlief das Leben des Mannes, dessen "Selbstbetrachtungen" später zur Weltliteratur wurden? Wer war er, was prägte ihn und wie sieht das Idealbild einer guten Herrschaft aus? Nach den Ausstellungserfolgen zu Konstantin dem Großen (2007), Nero (2016) und dem Untergang des Römischen Reiches (2022) lädt die UNESCO-Stadt Trier 2025 erneut zur nächsten Landesausstellung ein: Die große Schau nimmt den römischen Kaiser Marc Aurel (121-180 n. Chr.) in den Blick.Homepage mit weiteren Informationen
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Pontos Axeinos - Pontos Euxeinos - Unterwasserarchäologie im Schwarzen MeerSep 23Dienstag, 23. September 2025 11:49
Aufruf zur Einreichung von Beiträgen
Die Jahrestagung 2026 der DEGUWA - Deutsche Gesellschaft zur Förderung der
Unterwasserarchäologie e.V. - IN POSEIDONS REICH XXXI - mit dem Thema:
Pontos Axeinos - Pontos Euxeinos*
(* “Pontos Axeinos” and “Pontos Euxeinos” are two ancient names for the Black Sea that reflect its ambivalent perception in the Greek and Roman worlds. “Pontos Axeinos” (Πόντος Ἄξεινος) means “inhospitable sea”, while “Pontos Euxeinos” means (Πόντος Εὔξεινος) “hospitable sea”.)
Unterwasserarchäologie im Schwarzen Meer
vom 4. bis 10. Mai - 2026 in Batumi, Georgien
wird in enger Zusammenarbeit mit dem "LEPL - Ajara Museum" organisiert.
Das "Adscharien-Museum" ist ein Zusammenschluss von sieben Museen. Sie impliziert ein
neues inhaltliches und konzeptionelles Verständnis des Museums und die Transformation
seiner Aktivitäten nach modernen Standards.
1. Ajara Art Museum
2. Amiran Kakhidze - Ajara Archaeological Museum
3. Batumi - Nobel Brothers Technological Museum
4. Khariton Akhvlediani - Museum of Ajara
5. Batumi - Ilia Chavchavadze Museum
6. Batumi - Memed Abashidze Museum
7. Batumi - Museum of Religion
Georgien ist ein Land in Transkaukasien, das an der südöstlichen Küste des Schwarzen Meeres
liegt und dessen Hauptstadt Tiflis ist. Das Land liegt an der Schnittstelle von Osteuropa und
Westasien. Im Süden grenzt es an Armenien, im Südosten an Aserbaidschan, im Norden und
Osten an Russland und im Südwesten an die Türkei. Georgiens Gebirgsgebiete liegen zwischen
dem Großen und dem Kleinen Kaukasus.
Adscharien – der südwestliche Teil des Landes – wurde 1920 zur Demokratischen Republik
Georgien und erhielt im Februar 1921 nach der georgischen Verfassung Autonomie.
Batumi, die Hauptstadt der Autonomen Republik Adscharien und zweitgrößte Stadt Georgiens,
liegt an der Schwarzmeerküste nahe der türkischen Grenze. Bathys, aus dem Griechischen abge-
leitet "tiefer Hafen", erstmals von Pseudo-Aristoteles im 4. Jahrhundert v. Chr. erwähnt. Der
lateinische Portus Altus mit der gleichen Etymologie ist auch in der Tabula Peutingeriana bezeugt.
Die Anreise nach Georgien erfolgt am besten mit dem Flugzeug. Internationale Flughäfen
befinden sich in Tiflis, Kutaissi und Batumi. Alle Flughäfen werden von einem Netz von
Shuttlebussen bedient, die einen bequemen Zugang zur Zielstadt ermöglichen. Es gibt einen
direkten Zug von Tiflis nach Batumi.
Bis zum 8. Jahrhundert v. Chr. bezeichneten die griechischen Kolonisten die "Aksaena", skythisch:
"schwarz" (wegen der Tiefe von bis zu über 2.200 Metern) noch als Axeinos Pontos, zum einen
wegen der oft schwierigen Wetterbedingungen für die Schifffahrt mit heftigen Stürmen und langen
Nebelbänken, und zum anderen, um die Reichtümer der Küsten nicht mit anderen teilen zu müssen (Jason Saga).
Nicht nur durch die eingehenden Recherchen eines internationalen Archäologieteams im Jahr
2018 und die neuesten Interpretationen des Hochwassermythos von der Überschwemmung des
Schwarzmeerbeckens wurden archäologische Experten auf den Pontus aufmerksam. Seit den
70er Jahren betreiben die heutigen 6 Anrainerstaaten des Schwarzen Meeres mehr oder weniger
intensive Küsten- und Unterwasserforschung.
Die Ergebnisse belegen die große Bedeutung des Binnenmeeres für den Handel und den kultu-
rellen Austausch von der griechischen Kolonialisierung bis in die Gegenwart sowie seine
strategische Bedeutung für imperiale Bestrebungen.
Wie bei allen IPR-Konferenzen sind neben dem Schwerpunktthema auch Beiträge aus allen
Bereichen der Unterwasserarchäologie und des kulturellen Erbes willkommen.
Wir laden Sie ein, Ihre Bewerbung für Vorträge oder Poster mit Titel und einer Zusammenfassung
von bis zu 250 Wörtern (plus zwei Ziffern) bis spätestens 31. Oktober 2025 an folgende E-Mail-
Adresse zu senden:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Alle Beiträge werden in SKYLLIS – Journal of Maritime and Limnetic Archaeology and Cultural
History veröffentlicht. Erläuterungen zum wissenschaftlichen und umfangreichen Rahmenpro-
gramm, den Veranstaltungsorten, der Unterkunft etc. werden bis Dezember 2025 zur Verfügung
gestellt.
Aktuelle Informationen finden Sie unter: http://www.deguwa.org
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Symposium: Cosmopolities in Antiquity and Modernity – Mechanisms of MultiethnicitiesSep 15Montag, 15. September 2025 12:31
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Bezug auf das 100-jährige Jubiläum der Grabungen im Heraion von Samos in 2025 wird das DAI-Athen gemeinsam mit der Eleonora-Schamberger-Stiftung am 15. und 16. Mai 2026 ein Symposium zum Thema "Cosmopolities in Antiquity and Modernity – Mechanisms of Multiethnicities" veranstalten (siehe Anhang). Das Symposium findet in Pythagorio (Pythagorio 83103, Samos) statt.
Die Abteilung Athen des DAI lädt zur Einreichung von Vorschlägen für Beiträge ein, die neue Perspektiven und Fallstudien bieten und die zentralen Ziele des Symposiums behandeln, bis zum 15. Oktober 2025 an die Adressen:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
<Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. > undDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
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CALL FOR PAPERS
Symposium: Cosmopolities in Antiquity and Modernity – Mechanisms of
Multiethnicities
15–16 May 2026, Phytagorio/ Samos
German Archaeological Institute (DAI), Athens / Eleonora-Schamberger-Foundation, Munich
On 15–16 May 2026, the Eleonora-Schamberger-Foundation in collaboration with the
German Archaeological Institute at Athens (DAI) will host a symposium on
Cosmopolities in Antiquity and Modernity – Mechanisms of Multiethnicities. The
Symposium will take place in Pythagorio (Pythagorio 83103, Samos).
We invite the submission of proposals for papers contributing new perspectives and
case studies that address the symposium’s key aims until 15 October 2025 to the
address given below.
Purpose and objectives of the symposium
The basic aspiration of the symposium “Cosmopolities in Antiquity and Modernity –
Mechanisms of Multiethnicities” is to contribute to deepening our understanding of multi-
ethnicity: how intercultural contact zones emerge and how they are maintained; what the
mechanisms of coexistence and exchange were; what lived experiences in multicultural
settings looked and felt like in specific geographies and in a specific ancient period.
For that sake, we want to diachronically look at those phenomena in concrete examples from
the ancient world – e. g. Samos, Naukratis, Athens – but also in historical periods as recent as
the late 19th and early 20th century – e. g. Smyrna, Alexandria etc. Even if diverse historical
phenomena are never directly comparable, examining and contrasting them in their respective
contexts may still help to get to new perspectives for archaeology, classical studies, and the
humanities social sciences more widely.
Background
The symposium is organized in connection with the 100th anniversary of the DAI’s excavations
in one of antiquity’s most important international sanctuaries, the Samian Heraion. To mark
this anniversary, in 2025, the German Archaeological Institute is organizing the exhibition
'Bridging Cultures' in cooperation with the Schwarz Foundation and support by the Hellenic
Ministry of Culture. The exhibition at the Art-Space Phytagorion/Samos focuses on the ancient
lifeworld of the island community of Samos and the cult in the internationally important Heraion.
The exhibition 2025 as well as the symposium in 2026 thrive from the extraordinary density of
contacts between the Samians and the cultures of the Eastern Mediterranean from the 8th to
the 6th century B.C., due to its connectivity with main trading routes. These exchanges were
decisive for the genesis of Greek culture as a corner stone for modern European identity.
In addition to borrowings from Anatolian-Mesopotamian cultures, there were close links with
Egypt – a big theme at the exhibition and at next year’s symposium. The results of these
contacts in the form of technical, artistic and cultic innovations are vividly illustrated by the
archaeological remains on Samos. At the same time, evidence from Greece and Egypt also
provides an insight into the socio-political structures of contact on which inspiration and
adaptation was based, and in particular the dynamics of direct interaction between Greeks and
Egyptians on Egyptian soil. A special contact zone was founded in the city of Naukratis, the
only supra-regional trading port in Egypt explicitly legitimized by the Egyptian authorities with
a multi-ethnic population.
Despite significant new data, and insights having emerged from fieldwork and research over
the past decades, many aspects of ancient intercultural contact, however, remain little
understood. This is true especially with regards to the people who shaped and were shaped
by this multicultural, interconnected world: Who were they and what were their experiences?
How did sacred spaces, material culture, and rituals shape the emotional and intellectual
responses to foreign encounters? Examining questions such as these are crucial for a deeper
understanding of intercultural contact and its impact, including the various processes often
subsumed under the term ‘acculturation’.
Moving beyond the initial reference points of the Samian Heraion with its international visitors
and the multi-ethnic port of Naukratis, the symposium aims to examine comparable
phenomena of intercultural contact zones in different regions and periods from antiquity up to
the present day – places such as ancient Classical Athens, or 19th/20th century Smyrna,
Alexandria or similar places. Its key aim is to investigate underlying motivations, structures and
mechanisms: How is the coexistence of culturally heterogeneous groups organized? Where
are the points of contact? What mutual perceptions and influences can be identified? Who
adopts which cultural inspirations – how and why? What can we learn today from the
experiences of the past?
Methodological Approach
The symposium aims to promote a diachronic and interdisciplinary approach, drawing on
recent debates in material culture studies, particularly those concerned with the interpretive
potential of everyday objects and spatial practices.
Of central concern is the reconstruction of lived experience in intercultural settings. Instead of
emphasizing overarching political or imperial dynamics, the symposium intends to explore
micro-level encounters and peaceful cultural exchanges among ordinary individuals. By
foregrounding the emotional, practical and symbolic dimensions of cross-cultural interaction in
everyday life – whether in sacred spaces, marketplaces, domestic contexts or port cities – the
symposium aims to shed light on how cultural hybridity, adaptation and mutual influence were
actively lived and negotiated beyond elite or state-directed processes.
Proposals for Papers
We invite you to propose papers that investigate interculturality on this micro-level, focussing
on human interaction and motivations on a strong methodological foundation. The case studies
to be discussed will integrate material and archaeological evidence to varying degrees,
depending on the nature and preservation of sources from each respective period. While for
some early historical contexts the focus necessarily lies on artefactual and spatial data, more
recent epochs may allow a stronger incorporation of textual and visual sources. We particularly
welcome papers that engage with more recent periods of history, or that consider the relevance
of antiquity for contemporary societies from different disciplines of cultural studies, like Ancient
Studies, Social Sciences, Ethnology, and other relevant disciplines.
The symposium "Cosmopolities in Antiquity and Modernity – Mechanisms of
Multiethnicities", organized by the Eleonora-Schamberger-Foundation and the German
Archaeological Institute at Athens, will take place from 15–16 May 2026 at Phytagorio/
Samos (Greece).
We invite Postdoctoral researchers and PhD candidates also to contribute to the
conference with academic posters.
Submissions should address the symposium’s central themes, focusing on intercultural contact
zones, lived experiences in multicultural settings, and mechanisms of coexistence and
exchange across different historical periods in Europe, Asia and Africa.
Please submit your proposal (in English), including an abstract of 200-300 words of your
proposed 30-minutes presentation, or a poster proposal, by 15 October 2025 to:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. andDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
We look forward to your contributions! -
Histoires d’eauSep 09Dienstag, 09. September 2025 10:37
Appel à communication du 150e Congrès national des sociétés historiques et scientifiques :
« Histoires d’eau » (18-22 mai 2026)
Le 150e Congrès national des sociétés historiques et scientifiques se déroulera du lundi 18 au vendredi 22 mai 2026 à
Aubervilliers (Campus Condorcet). Vous pouvez dès à présent consulter l'appel à communication et nous faire parvenir
votre proposition d'intervention.
Appel et informations:
https://cths.fr/co/congres.php
https://cths.fr/_files/co/c_00178/appel_150e_congres_cths.pdf -
Family Matters - Family Letters. Latin Epistolography between literary readings and social historyAug 21Donnerstag, 21. August 2025 15:09
Call for Papers
International Early Career Workshop,
organised by Katharina Blaas (Tübingen) & Dr. Lisa Eberle (Tübingen/Edinburgh)
Tübingen, July 2-3, 2026
In the last two decades, ancient letters, Latin epistulae in particular, have been the subject of a rising number of studies, many of them focussing on their literary qualities, both as self-contained texts and in the context of larger letter collections. One of the distinct features of letters as literary genres is the prominent role that the author’s family members play in them. Just consider Cicero’s affectionate letters to his wife and daughters in ad fam. 14, his intense exchanges with Tiro in ad fam. 16, or Pliny’s letter to his father-in-law about his wife’s miscarriage (8.10). And yet, scholars of ancient epistolography have so far failed to undertake sustained treatments of the interrelation of family and epistolography in the extant body of ancient letters, and while historians of families in the Roman world do use letters in their analyses, they do so without much awareness of the specificities of letter writing and collections as genre and cultural tradition in the Roman world.
The aim of this conference is to bridge this gap. We propose to investigate concepts and representations of family in Latin letter collections in ways that contribute to the fruitful field of studies in epistolography while also tying our discussion to broader questions of social history. From a literary point of view, we will investigate literary representations and narrativisations of familial relations in letters and ask how concepts of family shaped their production, collection, edition and publication. From a historical angle, we will discuss the peculiarities of the genre as regards its value as a source for social history and explore conclusions that might (or might not) be drawn from them.
We invite mainly PhD students and early career researchers in the relevant fields to explore these dynamics regarding all Latin letter collections extant from antiquity; questions may include, but are certainly not limited to the following:
- How are familial relations portrayed in letter collections from a literary and/or linguistic point of view?
- How conventional and/or individual are these portrayals?
- What do representations of enslaved household members look like and how do they specifically differ from others?
- Is there a distinct tone, style, or terminology authors apply when writing to/about their family members as opposed to non-related correspondents?
- What position and function do letters to (or about) family members have in the collections?
- To what extent is there a “tradition” of family letters in Latin epistolography?
- What do specific qualities of letter collections and their conditions of production mean for their value as a source for family history?
- What might literary perspectives on letters add to our understanding of family dynamics in the Roman world?
Since this workshop is conceived as a first step in the exploration of specific interrelations of familial relations and letter collections, we would like to keep the discussion as open as possible and aim to bring together a broad range of subjects, methods, periods and authors, to get as broad an overview as possible. Correspondingly, we understand ‘family’ as a broad concept that includes kinship (biological as well as adoptive relations), but also other types of relationships subsumed under a typical Roman household, especially slaves.
We invite abstracts of around 300 words and an additional short biography for each researcher by September 12 2025 (please address to
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. andDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. ). We envision 30 minute papers + 15 minutes of discussion each. If you are unsure if you still count as an ‘early career academic’ from the German perspective, do get in touch! We are in the process of applying for funding to cover the cost of travel and accommodation for speakers. Confirmed speakers include Catharine Edwards (Birkbeck), Angela Ganter (Regensburg), Roy K. Gibson (Durham).Feel free to contact us if you have any questions!
Kind regards,
Katharina & Lisa
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17. Der Zauber von CoimbraAug 20Mittwoch, 20. August 2025 13:06
Eindrücke von der 16. Celtic Conference in Classics in Coimbra, Portugal (15.-18. Juli 2025)
Konstanze Schiemann, Mainz„Coimbra tem mais encanto / Na hora da despedida.“ „Coimbra ist voller Zauber / In der Stunde des Abschieds“. Eine Liedzeile, die von einer Fado-Gruppe beim Abschlussdinner der 16. Celtic Conference in Classics in Coimbra, Portugal gesungen wurde. Allerdings wurde der Zauber der Stadt den über 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sicher bereits bei ihrer Ankunft in Coimbra offensichtlich – mir zumindest ging es so. Die lange Tradition der universitären Kultur ist an jeder Ecke spürbar und füllt die Straßen mit den schwarzen Umhängen der traditionellen Studententracht, den bunten Bändern in den Farben der Fakultäten und der Musik des fado de estudante. Die Universität befindet sich auf der Akropolis von Coimbra; sie ist eine der ältesten Europas und wurde 2013 ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Während der historische Paço Real, der königliche Palast, der für akademisches Zeremoniell genutzt wird und an den die berühmte Biblioteca Joanina anschließt, aus dem 18. Jahrhundert stammt, sind viele der Fakultätsgebäude neueren Datums. Das heutige Gebäude der Faculdade de Letras da Universidade de Coimbra entstand während der Diktatur Salazars in den 1940er Jahren an der Stelle eines barocken Vorgängerbaus. Für die Konferenz war die Fassade mit dem Banner der CCC geschmückt und darunter wachten Statuen von Sappho, Thukydides, Aristoteles und Demosthenes über das Geschehen.
Die Celtic Conference in Classics wurde vor 27 Jahren zum ersten Mal abgehalten, als irisch-schottischer Gegenentwurf zu Oxbridge-Tagungen, und ist inzwischen die größte Konferenz für Klassische Philologie und Alte Geschichte in Europa. Alle zwei Jahre findet sie nun in Coimbra statt, in den dazwischenliegenden Jahren an wechselnden Orten im „keltischen“ Kulturraum (Irland, Schottland, Wales, Frankreich). Inzwischen sind die meisten TeilnehmerInnen allerdings keine „Kelten“ mehr – mit jeweils über 100 Personen waren die größten Gruppen aus den USA und aus Italien nach Coimbra gereist. Aus Deutschland kamen 47 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, von Kiel über Mainz bis München. Dass ich mich gleich in Coimbra willkommen gefühlt habe, war vor allem den vielen freundlichen Mitgliedern des Centro de Estudos Clássicos e Humanísticos, der Ausrichterorganisation der CCC, die als Helferinnen und Helfer für jegliche Anliegen ansprechbar waren und für eine herzliche Atmosphäre gesorgt haben, geschuldet.
Meine Unterkunft war das Seminário Maior, ein beeindruckendes Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert, das ehemals ein zentraler Ort der Priesterausbildung in Portugal war und heute einfache Gästezimmer anbietet. Im Refeitório, dem gemeinsamen Speisesaal, kamen zum Frühstücken KonferenzteilnehmerInnen mit Backpackern, Langzeitgästen und Priestern im Ruhestand zusammen. Mein Weg zur Konferenz führte jeden Morgen durch den universitätseigenen Botanischen Garten, entlang Zypressen und Palmen, vorbei am Gewächshaus und dann eine für Coimbra typisch steile Straße hoch zum Fakultätsgebäude. An besonders guten Tagen begegneten mir auf dem Weg auch ein paar Katzen.
Die 39 Panels der Konferenz behandelten grundlegende Themen wie Krieg und Frieden, Freiheit und Marginalisierung, Verschmutzung und Ekel. In dem Panel, in das mein Vortrag eingebunden war, ging es um Mobilität und Ökologie („Mobility and Ecology in Graeco-Roman Literature and Arts“, Leitung: Christopher Schliephake und Martinho Soares). Im Laufe des Panels zeigte sich, dass das Thema von ganz unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden kann und dadurch immer wieder neue Verknüpfungen entstehen. So ging es zum einen um die Mobilität natürlicher Ressourcen wie Gewürze und Holz, die die Vernetzungen des Mittelmeerraums greifbar machte und botanisches Wissen zirkulieren ließ. Ähnliches gilt für die durch den Menschen forcierte Mobilität von Wildtieren, die für die Arena in entlegenen Regionen gefangen und dann in die Städte des Römischen Reichs transportiert wurden. Zwei Vorträge griffen das Thema auf und zeigten, wie dieser Vorgang literarisch überformt und für imperiale Repräsentationszwecke verwendet wurde. Tiere in Bewegung spielten auch im landwirtschaftlichen Kontext eine Rolle, wenn Weidetiere auf geteilten Flächen grasten und dabei potenziell von Menschen gemachte Marker übertraten. Diese Transgression musste wiederum reguliert werden. In mehreren Vorträgen ging es um die Mobilität von Menschen in einer feindlichen – aber sich zum Teil auch als nützlich oder kooperativ herausstellenden – Natur. Besonders der Marsch von militärischen Truppen durch ungezähmte Landschaften wie es in den Anabaseis von Xenophon und Arrian oder bei Livius beschrieben wird, wurde im Hinblick auf die Mensch-Natur-Interaktion analysiert. Dabei zeigte sich, dass die Natur selbst als aktiv Handelnde in den Texten hervortritt. In einem weiteren Vortrag waren es nicht Soldaten, sondern Piraten, die mit dem Meer interagierten und kooperierten, um ihre Raubzüge durchzuführen. Während Piraten die Tücken und Gefahren des Wassers für ihre Zwecke nutzten, zeigt das Beispiel des Tempels von Herkules Gaditanus westlich der Straße von Gibraltar, wie Ritus und Kult dazu dienten, das von Angst und Abhängigkeit geprägte Verhältnis vom Menschen zum Meer zu regulieren.Neben unserem Panel wurde noch in einem weiteren ein ökokritischer Zugriff auf die antiken Quellen erprobt: „Ecopoetics of stone in ancient literature and its reception“ (Leitung: Leila Williamson und Jason König). An einem Nachmittag fand deshalb ein „ecocritical meet-and-greet“ statt, bei dem die TeilnehmerInnen der beiden Panels die Gelegenheit hatten, sich über gemeinsame Forschungsinteressen und Herausforderungen auszutauschen. Letztere zeigen sich in der theoretischen Herangehensweise, die, weg von einer anthropozentrischen Sichtweise, eine gleichwertige Betrachtung von Mensch und Umwelt ermöglichen will, dabei aber mit der eingeschränkten Perspektive der historischen Quellen konfrontiert ist, die diese Art von Öffnung nicht immer einfach macht. Eine weitere Herausforderung liegt in der Interdisziplinarität mit den Naturwissenschaften, die eine umwelthistorische Herangehensweise fordert, die aber durch die unterschiedlichen Fragestellungen und Untersuchungsrahmen der verschiedenen Disziplinen oft erschwert wird.
Neben den vielfältigen Vorträgen und Diskussionen in den Panels sind alle TeilnehmerInnen zu drei Festvorträgen zusammengekommen, wo die deutschsprachige Forschung besonders prominent vertreten war. In ihrem Vortrag am ersten Tag der Konferenz sprach Marion Meyer (Wien) über den Kult der Athena und zeigte, wie sich Weiterentwicklungen von Mythen mit konkreten Kultpraktiken verknüpfen und dadurch zeitlich verorten lassen. Dennis Pausch (Marburg) analysierte am zweiten Tag narrative Techniken in Livius‘ Ab urbe condita anhand des von Rita Felski entwickelten Erklärungsmodells, warum manche Texte uns fesseln und zum Weiterlesen anregen. Am dritten Tag führte uns Nandini Pandey (Baltimore) zum Abschluss anhand des klassischen Kanons durch ihre eigene (Bildungs-) Biographie als indischstämmige Amerikanerin, deren Interesse an der Klassischen Philosophie von DozentInnen und KommilitonInnen oft mit Skepsis oder Ablehnung begegnet wurde. Aus ihrer eigenen Erfahrung heraus reflektierte sie über die Relevanz der „Classics“ – der Klassischen Philologie und der Alten Geschichte – für die gegenwärtige Generation Studierender. Sie warnte vor einer Romantisierung der antiken Welt, um diese attraktiv zu machen, weil dies reaktionären Kräften in die Karten spiele. Stattdessen plädierte sie für einen kritischeren Umgang mit dem Kanon, zum Beispiel in Bezug auf Misogynie und Gewalt gegen Frauen in antiken Texten, was stärker problematisiert werden müsse, um Studierende weiterhin zu erreichen.
Die Konferenz endete mit dem gemeinsamen Abendessen und der Musik der Fado-Gruppe. Nach vier Tagen der portugiesischen Gastfreundschaft und des angeregten akademischen Austauschs ist es mir nicht leichtgefallen, mein Zimmer im Seminário Maior zu räumen. „Coimbra tem mais encanto / Na hora da despedida.“ So ist es dann also doch.
Abb. 1: Königlicher Palast. © Felippe Vaz | Moove -
Preis des Deutschen Altphilologenverbandes für fachdidaktische ForschungAug 11Montag, 11. August 2025 10:07
Ausschreibung 2025:
Preis des Deutschen Altphilologenverbandes
für fachdidaktische Forschung
Im Rahmen seines Bundeskongresses vom 7. bis 11. April 2026 in
Frankfurt („Aus der Antike lernen für die Demokratie von heute und
morgen: exempla et errores“) wird der Deutsche Altphilologenverband
wiederum seinen Preis für fachdidaktische Forschung verleihen.
Es können besonders gelungene Studien zur Fachdidaktik der Alten
Sprachen (Qualifikationsarbeiten oder Einzeluntersuchungen)
eingereicht werden.
Die Entscheidung über die Verleihung des Preises für eine Studie aus
dem genannten Gebiet trifft eine Jury aus Fachdidaktik,
Fachwissenschaft, Bildungswissenschaften und Schulpraxis. Der Preis
ist mit insgesamt 3000 € dotiert. Alle Mitglieder des DAV können sich
selbst bewerben oder geeignete Kandidatinnen und Kandidaten
vorschlagen.
Bewerbungsschluss ist der 07. Oktober 2025.
Fragen und formlose Kurzbewerbungen (noch ohne Anhänge) sind zu richten an die
Bundesvorsitzende Dr. Katja Sommer
(Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. ). -
Forschungstipendium Abteilung MadridAug 04Montag, 04. August 2025 17:48
Deutsches Archäologisches Institut
Kennziffer: FS26-MadridForschungstipendium Abteilung Madrid
Voraussichtlich zum 01.01.2026 kann, vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Haushaltsmitteln, ein Forschungsstipendium mit einer Dauer von 24 Monaten vergeben werden.
Das Forschungsstipendium dient der Förderung wissenschaftlicher Vorhaben, die im Interesse des DAI liegen, und muss unmittelbar mit deren Aufgaben und Forschungsprojekten verbunden sein. Das Stipendium wird zur Unterstützung eigenständiger Forschungsvorhaben und zur Förderung des wissenschaftlichen Austausches vergeben, die einen substanziellen wissenschaftlichen Beitrag im Sinne des DAI zum Ziel haben. Das Ergebnis ist eine Veröffentlichung zum Forschungsprojekt.
Das Forschungsvorhaben muss im westlichen Mittelmeerraum angesiedelt sein. Der Schwerpunkt soll auf der Bewegung und dem Austausch von Objekten, Ideen oder Menschen in Westeuropa und Nordafrika während der Prähistorie, Antike, Spätantike oder des Frühmittelalters liegen. Eine direkte thematische Verbindung mit den Gastländern der Abteilung Madrid (Spanien, Marokko und Portugal) ist wünschenswert. Das Stipendium ist ortsgebunden. Bei Bedarf kann die kostenfreie Unterbringung im Kolleg der Abteilung Madrid in Anspruch genommen werden.
Die Bewerbung kann von deutschen oder ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit abgeschlossener Promotion auf dem Gebiet der Archäologie, ihrer Nachbarwissenschaften, Geschichte oder Kunstgeschichte eingereicht werden.
Die Höhe des Forschungsstipendiums beträgt monatlich mindestens 2.050,- Euro. Auf Antrag können gegebenenfalls Familien- und Kinderzuschläge gezahlt werden.
Bewerbungen sind bis zum 01. September 2025 über den Leitenden Direktor der Abteilung Madrid unter
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. einzureichen.Mit der Bewerbung in digitaler Form in einer zusammengefassten PDF-Datei und Referenznummer einzureichen sind:
- Anschreiben
- Formblatt zur Bewerbung um ein Forschungsstipendium (Download hier)
- Darstellung des Forschungsvorhabens (max. 10.000 Zeichen)
- Arbeitsprogramm für den geplanten Stipendien-Zeitraum
- Zeugnisse akademischer Abschlüsse
- Vollständiges Schriftenverzeichnis
- Tabellarischer Lebenslauf mit Angaben zu Familienstand und Staatsangehörigkeit (max. 2 Seiten)
Die Vergabe von Forschungsstipendien erfolgt nach der am 01.09.2020 in Kraft getretenen Richtlinie für Stipendien des Deutschen Archäologischen Instituts. Die Entscheidung über die Vergabe wird durch den Stipendienausschuss des Deutschen Archäologischen Instituts getroffen.
Im Zusammenhang mit Ihrer Bewerbung behandeln wir Ihre personenbezogenen Daten mit größter Sorgfalt und Diskretion. Unsere Datenschutzinformation finden Sie auf unserer Webseite unter www.dainst.org/datenschutz. Diese informiert Sie gemäß Art. 13 DSGVO über den Umfang und die Art und Weise der Verarbeitung sowie über Ihre diesbezüglichen Rechte.
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Stipendiary Junior Research FellowshipJul 27Sonntag, 27. Juli 2025 11:06
University of Cambridge - Christ's College
Stipendiary Junior Research Fellowship
https://www.christs.cam.ac.uk/stipendiary-junior-research-fellowship-2
Stipendiary: 4 years fixed term
Stipend: £32,428 (with a PhD) or £26,376 (without a PhD)
The College invites applications for a stipendiary Junior Research Fellowship in specified areas of the Arts, Humanities and Social Sciences. It will be tenable for four years from normally no later than 1 October 2026 and is not renewable.
A Junior Research Fellowship is intended for a researcher early in their career and, in this case, is restricted to applicants in one or more of the following subject areas:
* Classics
* History (restricted to work that falls substantially within the period c. 700-c. 1450)
* Music
* Politics & International Studies
The Junior Research Fellowship offers an opportunity to carry out novel research in a stimulating academic environment. A successful applicant is expected to be either a postgraduate student, probably in the latter stages of research leading to a PhD degree (or equivalent), or a post-doctoral researcher who has completed their PhD Degree after 1 January 2025.
The stipend for a Junior Research Fellow is currently £32,428 (with a PhD) and £26,376 (without a PhD) and the successful candidate will be afforded the full privileges of a Fellow of the College. Fellows living out of College receive a pensionable living-out allowance of £6,880 (with a PhD) or £3,440 (without a PhD).
Applications must be submitted online via the Christ's College website at www.christs.cam.ac.uk/jrf<http://www.christs.cam.ac.uk/jrf> by 12 noon on Tuesday 16 September 2025. Reports from two referees must also be received by 12 noon on Tuesday 16 September 2025 for the application to be eligible. Applicants are responsible for ensuring that their referees submit their references by the deadline. Shortlisted candidates will be asked for copies of written work and may be invited for interview. Interviews are expected to be on or around Tuesday 20 January 2026. Further details of the Fellowship competition are provided on the website: www.christs.cam.ac.uk/jrf<http://www.christs.cam.ac.uk/jrf>.
Any candidate who does not have an automatic right to work in the United Kingdom will be themselves responsible for obtaining the necessary visa (although the College can give informal advice and assistance). The College will itself cover the cost of the visa and the associated healthcare surcharge.
Further particulars are available by clicking the 'Apply' button above.
Christ's College is an equal opportunities employer.
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Bildtechnik. Archäologische Visualisierungskulturen im WandelJul 24Donnerstag, 24. Juli 2025 18:58
Workshop am Institut für Archäologie, Fachbereich Klassische Archäologie der Universität Zürich.
Seit jeher ist die mittel- und aussereuropäische Beschäftigung mit der materiellen Kultur des antiken Mittelmeerraumes von einer räumlichen Entfernung zum Original und damit von der Notwendigkeit geprägt, diese Distanz medial zu überbrücken. Daraus entstanden diverse Kulturen der Visualisierung, die sich nicht zuletzt auch als erkenntnisbildende Praktiken konstituierten. Zugleich nahmen technische Neuerungen signifikanten Einfluss auf Verbreitungs- und Darstellungsformen archäologischer Objekte und Monumente, sowie deren Untersuchung.
Derzeit provozieren insbesondere computergestützte Visualisierungsmethoden vermeintlich neuartige Diskurse und Fragen nach Epistemologie, Methodologie, Materialität oder Originalität des Darstellungsgegenstandes. Für die Bearbeitung dieser scheinbar neuen Impulse kann die Geschichte der Klassischen Archäologie selbst mitsamt ihren vielfältigen Visualisierungs-traditionen als Referenzrahmen fungieren, um aktuelle Entwicklungen nicht allein als technische Innovationen zu vereinzeln, sondern als Transformation oder gar Fortsetzung bestehender und etablierter wissenschaftlicher Praktiken zu verstehen.
Diese Hinwendung zur eigenen Fachgeschichte stellt den konzeptuellen Impuls des Workshops dar, in dem archäologische Visualisierungsformen, ihr epistemologisches Potenzial und ihre Verschränkung mit dem medientechnologischen Wandel befragt werden. Durch Perspektiven auf die disziplinäre Vergangenheit soll nicht zuletzt ein Verständnis unseres bild- und kulturwissenschaftlichen Faches als zugleich bild- und kulturschaffendes Fach angeregt werden.
Mögliche thematische Zugänge umfassen:
Visualisierung und Objekt
- Welche Aspekte des archäologischen Gegenstandes treten je nach Visualisierungstechnik in den Vorder- oder Hintergrund? Wie strukturieren Visualisierungen wissenschaftliche Zugänge, Deutungen oder Kategorisierungen? Auf welche Weise unterstützen Visualisierungen Prozesse der wissenschaftlichen Konsensbildung und worin liegt ihr diskursives Potenzial?
- Wie können wir mit archäologischen Methoden auf bildschaffende Traditionen des eigenen Faches blicken?
Visualisierung als Erkenntnispraxis
- Wie gestalten sich epistemische Prozesse der archäologischen Visualisierung und wie können sie fruchtbar gemacht werden? Welche epistemischen Verluste drohen, wenn das eigene Sehen und Begreifen im Prozess der Darstellung entfällt oder delegiert wird, beispielsweise durch computergestützte Automatisierung?
- Wie ist das Verhältnis zwischen subjektiver Wahrnehmung und wissenschaftlicher Objektivierung in bildbasierten Verfahren? Welche Erkenntnisse können aus der Untersuchung individueller Darstellungspraktiken von einzelnen Akteur:innen gewonnen werden?
Medientechnische und technikhistorische Perspektiven
- Inwieweit nehmen technische Entwicklungen – von der frühen Verwendung von Fotografie bis hin zur digitalen 3D-Modellierung – Einfluss auf archäologische Paradigmen?
- Welche Darstellungstechnik wird bei gleichzeitiger Verfügbarkeit zweckmässiger Alternativen zur Darstellung archäologischer Inhalte präferiert und warum? Lassen sich Strategien feststellen, die den Einsatz insbesondere neuer Techniken begleiten, sie begründen oder gar rechtfertigen?
Der Workshop richtet sich an Nachwuchswissenschaftler:innen (Doktorand:innen und Postdoktorand:innen) der Klassischen Archäologie, aber auch angrenzender Disziplinen (wie Wissenschafts- und Technikgeschichte, Bauforschung, Bildwissenschaft, Digital Humanities). Beiträge können theoretisch-reflexiv, fallstudienbasiert oder methodenanalytisch angelegt sein und sowohl die Fachgeschichte, wie auch die disziplinäre Gegenwart betreffen. Wir begrüssen zudem bild- und medienwissenschaftliche, sowie kunsthistorische Zugriffe. Willkommen sind auch Beitragsformate, die sich experimentell oder auch methodenkritisch mit Visualisierungspraktiken auseinandersetzen. Die Veranstaltung ist als diskursive Arbeitsplattform konzipiert, die einen offenen Austausch anregen soll.
Begleitet wird der Workshop von Prof. Dr. Corinna Reinhardt und Prof. Dr. Andreas Grüner (FAU Erlangen-Nürnberg).
Interessent:innen sind herzlich eingeladen, bis zum 20. September 2025 ein Abstract für einen Vortrag von 25-30 Minuten (max. 300 Wörter) und einen kurzen CV per Mail an die Organisator:innen Sophie Preiswerk und Oliver Bruderer via
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. zu senden.Die Auswahl der Beiträge erfolgt bis Ende Oktober 2025. Reise- und Übernachtungskosten werden übernommen. Die Anreise nach Zürich sollte klimafreundlich erfolgen.
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