Der Philosophenspott von der Komödie bis Timon von Phleius und in die Kaiserzeit
Dissertation von Giovanni Taglialatela, gemeldet am 05.08.2025
Heidelberg, Seminar für Klassische Philologie
Analyse der Entwicklung der Methoden, Inhalte und Ziele des Philosophenspotts (Verspottung philosophischer Schulen und Philosophen) in der Komödie – von Aristophanes und anderen Autoren (wie beispielsweise Ameipsias) bis (hauptsächlich) zu Timon von Phleius (und seinen Silloi) und Lukian. Anfangs war der Philosophenspott eine Form des Spottes von Komikern gegenüber bestimmten Philosophen, vor allem aufgrund ihrer sozialen Stellung (z. B. Sokrates in den Wolken von Aristophanes oder in Ameipsias, fr. 9 K.-A.). In der Satire wird der Philosophenspott daher zu einem Instrument, mit dem Autoren wie Timon von Phlius – ein Anhänger der (kynisch-)skeptischen Philosophenschule (vor allem Pyrrho von Elis) – oder Lukian – in verschiedenen Werken (z. B. Vitarum auctio, Piscator und viele andere) – nicht nur bestimmte Philosophien kritisierten und diskreditierten, sondern auch ihre eigenen Philosophien (Kynismus und Skeptizismus) verteidigten.



