Call for Papers

Tagung des Exzellenzclusters TOPOI, FU Berlin, 02.-04.11.2018

>>>English version below<<<

Frauen in Burkas, oder leere Sitze? Im vergangenen Jahr sorgte ein eigentlich harmloses Foto für eine hochemotionale Debatte in den sozialen Netzwerken: Ein Bild, das mehrere leere Bussitze zeigt, wurde von dem norwegischen Journalisten Johan Slåttavik auf einer nationalistischen Facebookseite gepostet. Dort wurde es fälschlicherweise als eine Gruppe in Burkas gekleideter Frauen interpretiert und befeuerte die Diskussion um ein mögliches Burka-Verbot. Dieser Vorfall zeigt auf verblüffende Weise, wie durch die Vorurteile der RezipientInnen eine Deutung in das Bild „hineingelesen“ wurde, die bei einer objektiven Betrachtung des Fotos kaum denkbar wäre.

Nicht nur die gezielte Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch Bilder in den sozialen Medien wirft die Frage nach den Rahmenbedingungen von Rezeptionsprozessen auf. Diese geraten auch bei der Auseinandersetzung mit antiken Bildern zunehmend in das Blickfeld der Forschung. Allerdings trennt die archäologische Bildwissenschaft in der Regel zwischen produktions- und rezeptionsästhetischen Ansätzen: Entweder werden die Produzenten (Maler, Bildhauer, etc.) und deren Intentionen/Botschaften in den Blick genommen, oder es wird die Abhängigkeit der Bildrezeption von äußeren Faktoren untersucht, ohne produktionsästhetische Aspekte zu berücksichtigen.

Die geplante Tagung möchte zwischen beiden Polen vermitteln. Hierzu werden „mehrdeutige“ Bilder diskutiert, d.h. solche Bilder, die unterschiedliche, voneinander abweichende Deutungen durch die RezipientInnen zulassen, zugleich aber nicht beliebig interpretierbar sind. Hierfür sollen zwei Theoriefelder herangezogen und ihre Übertragbarkeit auf antike Bilder kritisch reflektiert werden:

  1. Die Rahmentheorien nach Fillmore/Busse/Ziem: Rahmen (frames) sind Wissensstrukturen, über welche die einzelnen Bestandteile oder Elemente der Bilder mit dem Vor- und Hintergrundwissen der RezipientInnen verknüpft werden. Diese Rahmen interagieren miteinander, ergänzen oder wider­sprechen sich und können so zu einer Bilderzählung beitragen. Dies bedeutet, dass Bilder nicht per se eine einzige „richtige“ Lesart in sich tragen.
  2. Das Affordanz-Konzept nach Gibson/Knappett: Dinge zeichnen sich durch ein Angebot an Gebrauchs­möglichkeiten aus, dessen sich die KonsumentInnen bedienen können. Analog hierzu bieten Bilder den RezipientInnen als polyvalente Zeichensysteme unterschiedliche Deutungsmöglichkeiten an, die teilweise im Bild bereits angelegt und zudem von den medialen Eigenschaften der Bilder abhängig sind. Entscheidend für die Auswahl der Möglichkeiten ist die Interaktion der RezipientInnen mit dem jeweiligen Bild bzw. Bildträger.
  3. Die Tagung setzt sich zum Ziel, anhand dieser beiden theoretischen Ansätze mögliche Mehrdeutigkeiten antiker Bilder zu untersuchen und zu diskutieren, unter welchen Bedingungen und zu welchem Zweck Mehrdeutigkeiten bei der Bildrezeption von Bedeutung sein können. Dabei interessieren insbesondere folgende Fragen:
  • Unter welchen Bedingungen kann die Affordanz von Bildern, d.h. ein Angebot unterschiedlicher Deutungsmöglichkeiten, zu Mehrdeutigkeiten bei der Bildrezeption und –interpretation führen?
  • Handelt es sich bei Mehrdeutigkeiten um Abweichungen im gemeinsamen Zeichenvorrat von ProduzentInnen und RezipientInnen, also um „Missverständisse“, oder können Mehrdeutigkeiten von der Produzentenseite auch bewusst als (narrative) Strategien im Bild angelegt werden?
  • Werden solche intentionellen Mehrdeutigkeiten als Darstellungsstrategien bei deskriptiven und narrativen Bildern unterschiedlich eingesetzt?
  • Unter welchen Bedingungen sind intentionelle Mehrdeutigkeiten für die antiken RezipientInnen überhaupt erfassbar?
  • Welche Methoden der Bildanalyse helfen dabei, intentionelle oder zufällige Mehrdeutigkeiten zu erkennen?
  • Welche Rolle spielen Rezeptionskontexte für die Entstehung von Mehrdeutigkeiten und wie kommen dabei Rahmenstrukturen zum Einsatz (Nutzungs­kontext, Aufstellungskontext, soziokultureller Kontext der RezipientInnen, ökonomische oder politisch-ideologische Rahmenbedingungen der Produktion und Rezeption)?
  • Dienen Mehrdeutigkeiten der Ansprache unterschiedlicher RezipientInnenkreise, wie von der Forschung immer wieder postuliert wird?
  • Inwiefern treten Widersprüche und Brüche in mehrdeutigen Narrationen auf, und zu welchen Effekten führen sie?Als Keynote-Speaker werden uns Prof. Dr. Reinhard Bernbeck (FU Berlin, Institut für Vorderasiatische Archäologie), PD Dr. Habil. Stephanie Geise (Universität Münster, Institut für Kommunikationswissenschaft) und Prof. Dr. Robert Kirstein (Universität Tübingen, Institut für Klassische Philologie und GRK 1808 Ambiguität – Produktion und Rezeption) in die theoretischen und methodischen Grundlagen von Affordanzkonzepten und Rahmentheorien sowie Ambiguitäten literarischer Erzählungen einführen, um neue Perspektiven für die archäologischen Bildwissenschaften zu eröffnen
  • Wir erbitten die Einsendung von Abstracts von 300 bis 500 Wörtern Länge sowie eines kurzen CV an Elisabeth Günther (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) bis zum 01.08.2018. Die Vorträge sollen eine Länge von 25-30 Minuten nicht überschreiten, sodass genügend Zeit für die Diskussion verbleibt.

    Eine finanzielle Beteiligung an den Reisekosten der ReferentInnen wird angestrebt, kann aber noch nicht zugesagt werden. Es besteht die Möglichkeit, ausgewählte Beiträge in der Reihe „Topoi. Berlin Studies of the Ancient World“ als Tagungsband zu publizieren.

    Die Tagung findet im Rahmen der Forschergruppen C-1 (https://www.topoi.org/group/c-1/) und C-4 (https://www.topoi.org/group/c-4/) des Exzellenzclusters TOPOI statt.

    Veranstalterinnen:

    Elisabeth Günther, M.A.

    Prof. Dr. Johanna Fabricius

Ambiguities: Concepts of Frames and Affordances in the Study of Ancient Visual Culture

Conference of the Excellence Cluster TOPOI, FU Berlin, 02-04 November 2018

Women in burqas, or empty seats? Last year, an otherwise unexciting photo provoked a highly emotional debate in social networks: the Norwegian journalist Johan Slåttavik posted a picture showing several empty bus seats on a nationalist Facebook page. Several users then falsely interpreted the image as showing a group of women wearing burqas, fuelling a discussion about a general burqa ban. This incident shows in a startling way how viewers ascribe meaning to a photo depending on their own prejudices – and how difficult it is for an objective audience to comprehend or reconstruct this process.

The influence of images on public opinion and the framework of such reception processes have been discussed intensively, providing a fruitful stimulus for visual studies in the field of archaeology. Nonetheless, archaeological research usually separates between preconditions of production on one side, perception processes and reader-response on the other side: it takes into account either only the producers (painters, sculptors, etc.) and their intentions/messages, or focusses on reception processes without considering the economic, technical, ideological or socio-cultural frameworks of the workshops.

The conference will try to mediate between the two extreme perspectives – focusing either on frames of production or reception. In this, it will follow two different theoretical approaches:

  1. Frame theories according to Fillmore/Busse/Ziem: frames are structures of knowledge representation. They link single components or elements of images with background knowledge of the viewers. Frames interact with other frames, and in complementing or contradicting each other they contribute to a visual narrative. This means that images do not carry only one, alleged "correct" meaning, but can evoke multiple narrations and possess an inherent ambiguity.
  2. The affordance concept according to Gibson/Knappett: objects offer a range of possibilities as to how their consumers may use them, depending on their materiality and shape. Accordingly, images as polyvalent semantic systems and complex signs may offer several possible interpretations to the viewer. The reactions and interpretations of the image depend on the composition and the medial characteristics of the object as well as on the interaction between viewer and image or viewer and object respectively. 
  3. The aim of the conference is to investigate the proposed ambiguities and multiple readings of ancient images based on frame theories and the affordance concept. It will discuss the role that ambiguities play for reception processes and the extent to which affordance may presuppose ambiguities. The following questions are of particular interest:
  • Which preconditions and conditions lead to divergent readings of images?
  • Should we understand ambiguities as discrepancies in the semantic vocabulary of producers and recipients, i.e. "misunderstandings", or do producers use discrepancies deliberately as (narrative) strategies?
  • Do producers use different strategies to apply intentional ambiguities to descriptive and narrative images?
  • Under which conditions were intentional ambiguities comprehensible for recipients in antiquity?
  • Which analytic methods help to identify intentional or non-intentional ambiguities?
  • How do contexts of reception constrain ambiguities, e.g. context of use, context of presentation, sociocultural context of the recipient, economic or political-ideological framework of production and reception?
  • Do producers employ ambiguities to address different audiences, as postulated repeatedly?
  • Do we find contradictory and broken frames in ambiguous narratives, and what are their effects?Those interested in presenting a paper (not longer than 25-30 minutes) should submit an abstract of 300-500 words and a short CV to Elisabeth Guenther (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) by 01 August 2018. Unfortunately, funding for speakers’ travel and accommodation expenses cannot be guaranteed at present. We intend to publish selected papers within the series "Topoi. Berlin Studies of the Ancient World". Elisabeth Günther, M.A.
  • Prof. Dr. Johanna Fabricius
  • Organizers:
  • The conference is part of the research groups C-1 (https://www.topoi.org/group/c-1/) und C-4 (https://www.topoi.org/group/c-4/) of the Excellence Cluster TOPOI.
  • Our Keynote Speakers, Prof. Dr. Reinhard Bernbeck (FU Berlin, Institute for Near Eastern Archaeology), Dr. Habil. Stephanie Geise (University of Münster, Department of Communication) und Prof. Dr. Robert Kirstein (University of Tübingen, Institute for Classical Philology und GRK 1808 Ambituity – Production and Reception) will introduce us into the concept of affordance, frame theories and ambiguities of narration. Thus, they will provide new perspectives on ambiguous images and an impetus for the study of ancient visual culture.
  • Those interested in presenting a paper (not longer than 25-30 minutes) should submit an abstract of 300-500 words and a short CV to Elisabeth Guenther (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) by 01 August 2018. Unfortunately, funding for speakers’ travel and accommodation expenses cannot be guaranteed at present. We intend to publish selected papers within the series "Topoi. Berlin Studies of the Ancient World".

    The conference is part of the research groups C-1 (https://www.topoi.org/group/c-1/) und C-4 (https://www.topoi.org/group/c-4/) of the Excellence Cluster TOPOI.

    Organizers:

    Elisabeth Günther, M.A.

    Prof. Dr. Johanna Fabricius

 

4-8 July, 2019 London

his is a revised call responding to feedback we were glad to receive from many individuals and organizations following our earlier notice. Please note that among other changes the date for submissions is now 1st September 2018 and we now welcome proposals for all-women panels. Further details of the conference, including details of conference fees, venues, keynote lectures and excursions, the conference code of conduct and details of how to book, will be available in the autumn from the conference website which is under construction.

The 15th annual conference of the International Federation of Associations of Classical Associations / Fédération Internationale des Associations d’Études Classiques (FIEC) will take place in conjunction with the 2019 Classical Association Annual conference on 4th-8th July 2019 in the Institute of Education (UCL) in Bloomsbury London. FIEC business meetings will take place on 4th July, and the conference proper will begin on 5th July. We expect hundreds of classicists from all over the world and at any stage in their career to attend, to hear plenary lectures from international leaders in our field, to present and hear papers, to participate in debates and discussions and to take part in cultural activities and workshops.

The Programme Committee is now inviting proposals for panels and posters.

Each panel will be of 2 hours duration. We anticipate that many panels will consist of 4 short papers united by a common theme. We also invite proposals for panels and workshops in different formats, so long as they fit within a 2 hour block to facilitate timetabling.

The Programme Committee aims to select a range of panels that reflects the breadth of traditional and non-traditional classics, including but not limited to Greek and Latin literatures of all periods, linguistics, ancient history in its widest sense, philosophy and religion, art and archaeology, Neo-Latin and Byzantine studies, and the past and current reception of the classics in all media and in different cultures and traditions. We also welcome panels drawing on comparative and interdisciplinary studies. We anticipate there will be panels discussing national traditions in classical research and that some panels will deal with non-Greek peoples such as Etruscans, Persians and Phoenicians. We especially encourage panels dealing with pedagogy and outreach.

Our principle criterion of selection will be academic quality. But we are also keen to create a programme that reflects the full variety of our subject and the diversity of those who study and teach it.

It is the tradition of both FIEC and the Classical Association to represent as wide a range of speakers as possible. Panels are more likely to be selected if they include speakers from more than one country, and if they include junior as well as senior speakers. Panels consisting only FIEC / CA 2019 4th – 8th July 2019 London

of men are unlikely to be selected unless a powerful case is made for an exception. Following feedback and discussion we accept that we were wrong to initially discourage all women panels.

We also accept that not all participants are comfortable with binary categories. We seek to be as flexible and inclusive as possible in relation to gender identity. We invite any potential participant who wishes to contact the Programme Committee Chair (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) in confidence about this.

Each panel proposal should include a title for the session, the names and affiliations of all speakers, and a 150 word abstract for each paper and for the panel as a whole. The deadline for proposals is 1st September 2018. They should be sent to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. One named person should be the proposer and should provide a contact e-mail. It is not necessary that she or he be the chair of the panel, but if not then the name of the chair should be indicated in the proposal. If the proposal is for a very different format to a multi-speaker panel, the proposer is strongly encouraged to contact the Programme Committee as far in advance as possible.

The Programme Committee expects to make its selections in early autumn/Fall. It may contact proposers for clarification or to suggest changes to proposals during this period. Its decisions will be final.

The Programme Committee also invites proposals for posters. Posters may present individual or collaborative projects, and scholars of all career stages are encourage to apply. Proposals for posters should also be sent to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! by the 1st September and selection will take place on the same time scale as for panels. Proposals for posters should include a 150 word description of the subject and the name and contact details of the poster presenter. We consider posters an excellent way for individuals whose work does not fit into panels to participate, and we particularly welcome proposals from those not usually able to participate in international conferences.

Once proposals for panels or posters are accepted we will be glad to issue formal invitations for those who need them either to satisfy institutional regulations or visa requirements. We aim to have all this completed by 1st December 2018 and earlier if possible.

Please note that we are not inviting proposals for individual papers.

Details of any student bursaries will also be published in due course on the conference website, along with suggestions for accommodation and cultural attractions. Attendees, including those giving papers in panels, and/or presenting posters, will need to make pay their own travel and accommodation costs given the large number of delegates and speakers expected.

We look forward very much to welcoming you in London next year.

The National Organizing Committee

May 2018

 

 

 (CfP Einsendeschluss: 31.7.2018)

Bis zur Wiederentdeckung des Griechischen war die Ilias Latina einer der für die Vermittlung Homers im Abendland zentralen Texte. Nach der Pionierleistung der kommentierten Ausgabe von Scaffai (19972) und der französischen Übersetzung von Fry (2014) soll der internationale Workshop einer umfassenden Erschließung dieses eigentümlichen Kulturprodukts dienen.

Doktorandinnen / Doktoranden und Nachwuchswissenschaftlerinnen / Nachwuchs­wissen­schaftler sind eingeladen, Vorschläge für einen 20-minütigen Vortrag insbesondere zu folgenden Themen einzusenden:

  1. metaphrastisches Verfahren und Beziehung zur griechischen Vorlage
  2. Text und handschriftliche Überlieferung
  3. die Ilias Latina im Kontext der Neronischen Zeit
  4. Rezeption des Textes ab der Spätantike

Wir bitten um die Zusendung kurzer Abstracts (ca. 350 Wörter) sowie eines knappen Lebenslaufs bis zum 31. Juli 2018.

Konferenzsprachen sind Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch.

Die Reise- und Übernachtungskosten werden bezuschusst.

Bereits feststehende Referentinnen und Referenten:

Anton Bierl (Basel), Caterina Carpinato (Venezia), Maria J. Falcone (Erlangen), Thomas Gärtner (Köln-Bonn), Gerlinde Huber-Rebenich (Bern), Christiane Reitz (Rostock), Christoph Schubert (Erlangen).

Öffentlicher Abendvortrag:

Maurizio Bettini (Siena) zur kulturellen Bedeutung des Übersetzens.

Kontakt:

Maria Jennifer Falcone: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Christoph Schubert: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

Ilias Latina – International Workshop

Erlangen, 24-25 January 2019

(Deadline: 31.7.2018)

The Ilias Latina has been one of the reference texts of the Homeric poem until the rediscovery of Greek in the West. After the richly commented edition by Scaffai (19972) and the translation in French with a brief commentary by Fry (2014), the aim of this international Workshop is to focus on this peculiar cultural product.

We warmly encourage PhD students, Post-docs and early-career researchers to present papers of 20 minutes in length. Proposals may focus on one of the following topics:

  1. metaphrastic devices and the comparison with the Greek model
  2. the text and the manuscript tradition
  3. the Ilias Latina in the literary context of the Neronian age
  4. its reception, starting from Late Antiquity

We welcome abstracts of up to 350 words, to be submitted per email by July 31th 2018, including brief curriculum vitae.

Proposed workshop languages: English, Italian, German, and French.

A flat-rate reimbursement of travel and accommodation expenses is offered.

Confirmed invited speakers:

Anton Bierl (Basel), Caterina Carpinato (Venezia), Maria J. Falcone (Erlangen), Thomas Gärtner (Köln-Bonn), Gerlinde Huber-Rebenich (Bern), Christiane Reitz (Rostock), Christoph Schubert (Erlangen).

Public evening lecture:

Maurizio Bettini (Siena), on the cultural meaning of translation.

Contacts:

Maria Jennifer Falcone: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Christoph Schubert: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ilias Latina – Workshop internazionale

Erlangen, 24-25 gennaio 2019

(Scadenza invio proposte: 31.7.2018)

L’Ilias Latina ha costituito uno dei testi di riferimento per la conoscenza del materiale mitico omerico fino alla riscoperta del greco in Occidente. Dopo l’edizione critica con ampio commento di Scaffai (19972) e la traduzione francese con brevi note curata da Fry (2014), la conferenza (alla quale parteciperanno studiosi affermati provenienti da diverse università europee) si propone di mettere al centro della discussione critica questo particolare prodotto culturale.

Dottorandi, dottori di ricerca e giovani studiosi sono invitati a presentare interventi di 20 minuti. Nella selezione saranno privilegiate proposte che includano i seguenti temi:

  1. i meccanismi metafrastici e il rapporto con il modello greco
  2. il testo e la tradizione manoscritta
  3. l’Ilias Latina nel contesto letterario dell’età neroniana
  4. la ricezione del testo a partire dall’età tardoantica

Chi abbia interesse a partecipare potrà inviare per e-mail agli organizzatori un riassunto della proposta (circa 350 parole) e un sintetico curriculum studiorum. Il termine per l’invio del materiale è fissato per il 31 luglio 2018.

Saranno accettati interventi in lingua italiana, tedesca, inglese e francese.

È previsto un contributo forfettario per le spese di viaggio e pernottamento.

Relatori confermati:

Anton Bierl (Basel), Caterina Carpinato (Venezia), Maria J. Falcone (Erlangen), Thomas Gärtner (Köln-Bonn), Gerlinde Huber-Rebenich (Bern), Christiane Reitz (Rostock), Christoph Schubert (Erlangen).

Lezione serale aperta al pubblico:

Maurizio Bettini (Siena), sul tema della traduzione come fenomeno culturale.

Contatti:

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Christoph Schubert: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ilias Latina – atelier international

Erlangen, 24–25 Janvier 2019

(Dernier délai : 31-07-2018)

Jusqu’à la redécouverte du grec l’Ilias Latina restait un des textes fondamentaux pour la connaissance de l’épopée homérique dans le monde occidental. Après l’édition commentée de Scaffai (19972) et la traduction française de Fry (2014) l’atelier international vise à une étude approfondie de ce produit culturel particulier.

Les doctorants et les post-docs sont invités à proposer des exposés d’une durée de 20 minutes portant sur les thèmes suivants :

  1. le procédé métaphrastique et le rapport vis-à-vis du modèle grec
  2. le texte et la tradition manuscrite
  3. l‘Ilias Latina dans le contexte de l’époque néronienne
  4. la réception du texte à partir de l’antiquité tardive

Si vous êtes intéressés veuillez s.v.p. contacter les responsables de l’atelier par e-mail et soumettre un résumé de votre proposition (environ 350 mots) et un bref CV. La date limite d'envoi est fixée au 31 juillet 2018.

Comme langues de conférence sont admises l’allemand, l’anglais, le français et l’italien.

Les frais de voyage et d’hébergement seront subventionnés.

Conférenciers confirmés :

Anton Bierl (Basel), Caterina Carpinato (Venezia), Maria J. Falcone (Erlangen), Thomas Gärtner (Köln-Bonn), Gerlinde Huber-Rebenich (Bern), Christiane Reitz (Rostock), Christoph Schubert (Erlangen).

Conférence du soir :

Maurizio Bettini (Siena) sur l’importance culturelle de la traduction

Contact :

Maria Jennifer Falcone: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Christoph Schubert: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

(Newcastle University, 2-4 May, 2019)

Origins have a particular power. Arguments referring back to the first beginnings and relating them to the present tend to be especially attractive. When we’re in a new place or confronted with new phenomena, we have a natural urge to learn about their origins. Stories of this kind – the so-called aitia – can convey a sense of education, of venerable antiquity, of continuity, of religious awe, or they can just be entertaining. In any case, they are as prominent nowadays as they were in antiquity.

In this interdisciplinary conference we want to shed light on the fascination with origins from different perspectives: how is the power of origins employed in historiography, in literature ancient and modern, in art, in religious contexts, in philosophy, or in political debate? We are interested in exploring a wide range of case studies, in order to reflect on our overarching question: what is it that holds the different forms of aitia together? How can we understand this phenomenon in general terms? What is it that makes the origin such a fascinating and powerful form of discourse?

The papers can focus on areas as diverse as rites / cult, language, ktisis-literature, inventions, religion, philosophy, travel literature, toponymics and onomastics et al. Possible overarching questions may include, but are by no means limited to the following:

  • how does aetiology work as a creative process that collapses temporal categories (present/ past) or forges the past by explaining the present from the past?
  • What are the aesthetics involved in creating an origin in different media?
  • Which cognitive patterns are involved in this process?
  • Which forms can the fascination with origins take?
  • What do we know about the temporal and the philosophical notion of ἀρχή?
  • Which role do rationalising tendencies play in the aetiological discourse?

If you are interested in participating, we would ask you to send us an abstract of circa 250 words by June 15, 2018. We would like to circulate the papers one month in advance of the conference and envision a 45 min. session per participant, in which she/he will summarize the pre-circulated paper in 10 mins., with 35 mins. of discussion to follow. An application for funding to cover (part of) the travel and lodging expenses is pending, but participants are also encouraged to enquire for funding options at their home institutions. We envision the possibility of publication.

Please send your abstracts to Athanassios Vergados (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) and Anke Walter (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) by June 15, 2018.

 

 

The 15th annual conference of the Fédération Internationale des Associations d'Études Classiques (FIEC) will take place in conjunction with the 2019 Classical Association Annual conference on 4th-8th July 2019 in the Institute of Education (UCL) in Bloomsbury London. FIEC business meetings will take place on 4th July, and the conference proper will begin on 5th.

We expect hundreds of classicists from all over the world and at any stage in their career to attend, to hear plenary lectures from international leaders in our field, to present and hear papers, to participate in debates and discussions and to take part in cultural activities and workshops.

The Programme Committee is now inviting proposals for panels and posters.

Each panel will be of 2 hours duration. We anticipate that many panels will consist of 4 short papers united by a common theme. We also invite proposals for panels and workshops in different formats, but within a 2 hour block.

We aim to select a range of panels that reflects the breadth of traditional and non-traditional classics, including but not limited to Greek and Latin literatures of all periods, linguistics, ancient history in its widest sense, philosophy and religion, art and archaeology, Neo-Latin and Byzantine studies, and the past and current reception of the classics in all media and in different cultures and traditions. We also welcome panels drawing on comparative and interdisciplinary studies. We anticipate there will be panels discussing national traditions in classical research and that some panels will deal with non-Greek peoples such as Etruscans, Persians and Phoenicians. We especially encourage panels dealing with pedagogy and outreach.

It is the tradition of both FIEC and the Classical Association to represent as wide a range of speakers as possible. Panels are more likely to be selected if they include speakers from more than one country, and if they include junior as well as senior speakers. Panels consisting only of men or only of women are unlikely to be selected unless a powerful case is made for an exception.

Each panel proposal should include a title for the session, the names and affiliations of all speakers, and a 150 word abstract for each paper and for the panel as a whole. The deadline for proposals is 1st July 2018.

They should be sent to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

One named person should be the proposer and should provide a contact e-mail. It is not necessary that she or he be the chair of the panel, but if not then the name of the chair should be indicated in the proposal. If the proposal is for a very different format to a multi-speaker panel, the proposer is strongly encouraged to contact the Programme Committee as far in advance as possible.The Programme Committee expects to make its selections over the course of the summer and by the end of September at the latest. Its decisions will be final.

The Programme Committee also invites proposals for posters. Posters may present individual or collaborative projects, and scholars of all career stages are encourage to apply. Proposals for posters should also be sent to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! by the 1st July 2018 and selection will take place on the same time scale as for panels. Proposals for posters should include a 150 word description of the subject and the name and contact details of the poster presenter.

Please note that were are not inviting proposals for individual papers.

Further details of the conference will appear in due course on a dedicated website linked from both the FIEC and Classical Association websites. Details of any student bursaries will also be published in due course, along with suggestions for accommodation. Attendees, including those giving papers in panels, and/or presenting posters, will need to make pay their own travel and accommodation costs given the large number of delegates and speakers expected.

We look forward very much to welcoming you in London next year.

„Zwei Herzen in einer Brust“ – Antike Autoren im Spannungsfeld zwischen Philosophie und ‚schöner’ Literatur

 Workshop für JungwissenschaftlerInnen mit Unterstützung der GANPH

vom 12.-13. Oktober 2018 in Würzburg

Im Mittelpunkt dieses Workshops sollen antike Autoren stehen, deren um-fangreiches überliefertes Oeuvre durch besondere literarische Vielfalt besticht, aber auch besondere Probleme aufwirft: Autoren, deren fachphilosophische Schriften (Traktate, Dialoge, Satiren, Lehrdichtung…) keinen Zweifel an ihrer Zugehörigkeit zu den bedeutenden Vertretern der Philosophiegeschichte lassen, die sich aber trotzdem auch in genuin eher „unphilosophischen“ Genres wie der Biographie (z.B. Plutarch), der Geschichtsschreibung (z.B. Arrian), der Tragödie (z.B. Seneca), dem Roman (z.B. Apuleius, Synesios von Kyrene), der Epigramm- (z.B. Philodem) oder Hymnosdichtung (z.B. Julian, Proklos, Boethius) und auf anderen populären, der sog. ‚schönen‘ Literatur zuzuordnenden Gebieten hervorgetan haben. Warum entschieden sich diese Autoren, ihre philosophischen Ansichten nicht nur in dezidiert philosophischen Gattungen, sondern auch in nicht dezidiert philosophischen Genres zu präsentieren?

Innerhalb unseres Workshops wollen wir (vor allem jungen) Wissenschaft-lerInnen, die sich besonders mit solchen ‚vielseitigen‘ philosophischen Literaten beschäftigen, die Gelegenheit geben, sich über Fragen auszutauschen, die eng mit dem spezifischen Spannungsverhältnis zwischen Fachschriftstellerei und Populärliteratur zusammenhängen, z.B.:

- zur Authentizität der ‚untypischen‘ Schriften,

- zu den inhaltlichen und terminologischen Widersprüchlichkeiten im Gesamtwerk, die durch die Benutzung philosophisch eindeutiger Fachterminologie in den spezifisch philosophischen Schriften und die Verwendung populär formulierter Begriffe mit Bedeutungsverschiebungen in den anderen Genres entstehen,

- zum damit einhergehenden Vorwurf fehlender Systematik aus der technisch philosophischen Perspektive,

- zum literarischen und philosophischen Gewinn, der aus der populären Aufbereitung tiefer menschlicher und intellektueller Erkenntnisse gezogen werden kann.

Der Vergleich verschiedener Autoren, die im Spannungsfeld von philosophischer und ‚schöner‘ Literatur stehen, soll uns bei der Beantwortung solcher Fragen helfen.

Die einzelnen Beiträge sollen sich im Rahmen von 45 Minuten (ca. 30 Minuten Vortrag + 15 Minuten Diskussion) bewegen.

Wir bitten um die Zusendung kurzer Abstracts (max. 200 Wörter) an Marion Schneider Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bis zum 30. Juni 2018. Eine Benachrichtigung über die Annahme erhalten Sie bis zum 31. Juli 2018.

 

 

 

A Case of Reciprocal Influence

 International Conference in Kiel, 30/10 – 02/11/2018

The CRC 1266 (Scales of Transformation, project E3) housed at the University of Kiel, Germany, announces a conference on Hellenistic architecture conceptualised as an action context. The aim of this conference is to present and discuss recent research that focuses on the various ways in which architecture exerted influence on human beings and vice versa in antiquity.

Papers may focus on one of the following topics:

  • Landscape & Architecture: How did landscape interact with architecture and human action in Hellenistic times?

                                   

  • Movement & Space: Which architecturally marked guidelines for human movement in built space can be identified (e.g. in ritual or urban context)?
  •  
  • Architecture & Perception: How did architecture influence human perception in built space?
  •  
  • Communication & Semantics: In which ways did architecture serve as a means of communication, providing information for people acting in built space?

Invited speakers

The following invited speakers have confirmed their participation:

Soi Agelidis / Henrik Boman / Luigi Caliò / Stephan Feuser / Jochen Griesbach / Kristoph Hammerschmied / Mary Hollinshead / Hilmar Klinkott / Philipp Kobusch / Ioannis Mylonopoulos / Tanja Scheer / Barbara Sielhorst / Katja Sporn / Verena Stappmanns / Rabun Taylor / Jessica van ‘t Westeinde / Christina Williamson

Presentations

The language of communication for the conference is English. Papers should be approximately 45 minutes with 15 minutes for discussion.

Application

Please send your abstract (250–350 words) via email to Asja Müller (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) by the 20th of April 2018. Participants will receive a notification concerning the acceptance of their application by the end of April.

Publication

The papers will be published by the CRC 1266 (Scales of Transformation).

For additional information please don’t hesitate to ask:

Asja Müller (Institute of Classics, Department of Classical Archaeology, University of Kiel)

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Central European Theoretical Archaeology Group //

Archaeological Institute, Dep. Early Medieval and Medieval Archaeology,

University of Freiburg

– Call for Papers –

CE-TAG 2018

The Production of Space and Landscape

Conference dates:

Monday 8th – Tuesday 9th October 2018

Conference venue:

Haus zur Lieben Hand, Löwenstraße 16, 79098 Freiburg, Germany

 

Modelling of archaeology in landscape becomes more and more prominent in multidisciplinary

research projects concerning material and human mobility, settlement dispersal, economy and

exchange. However, a more holistic understanding of the interaction among human, material

and environmental spheres in space requires consideration of the scale of previous mental

and natural boundaries. What role did topography, a river system or a coastline play in the

process of linking or separating groups and individuals and thus their relationships? An even

bigger question is to what extent the perception of landscape in past times can be traced with

a modern conception of space and time.

1. The production of space and landscape: theoretical framework

The first part of this conference focuses on the construction of space on different sociological

and archaeological levels. Cognitive, material, anthropogenic and environmental spheres are

not always and necessarily congruent. Archaeologists might be able to grasp the expansion of

an idea or the function of a things's sphere. Although the equation of the spatial requirement

and the actual expansion of a human action area need to be reconsidered.

2. The production of space and landscape: applied theory

A second part deals with possible applications, methodological approaches and solution

strategies to access and model human behaviour in landscape. In this context, the surrounding

landscape is understood as the ordering body of the individual or group‘s spatial extent.

However, we must ask to what degree it is possible to model mental constructions of space

and landscape. This section considers the possibility of differentiating landscapes into physical

and cognitive categories. We welcome approaches from archaeology as well as neighbouring

diciplines to gather further multidisciplinary insights.

We consider communications of 15 minutes with a subsequent five minutes discussion.

The official language of the conference is English.

Organising committee: Michael Kempf, Margaux Depaermentier, Archaeological Institute,

Dep. Early Medieval and Medieval Archaeology, University of Freiburg.

Please send abstracts (250 words) of your paper proposals including your contact and

affiliation details by 15th June 2018 to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

Ort:

Technische Universität Darmstadt

Datum:

19. - 22. September 2018

Die Darmstädter Diskussionen sind ein interdisziplinäres Doktorandenkolloquium, das von den Fachgebieten Alte Geschichte und Klassische Archäologie der TU Darmstadt alljährlich durchgeführt wird und 2018 bereits sein zehnjähriges Jubiläum feiert. Eine derartige Veranstaltung für den wissenschaftlichen Nach­wuchs ist angesichts der globalen Vernetzung in den zahlreichen Disziplinen der Altertumskunde von kaum zu überschätzendem Wert. Ein Blick auf die Tagungen und Kongresse der vergangenen Jahre macht den Bedarf sowie das Interesse an einem solchen Doktorandenkolloquium deutlich. Seit 2009 haben daher auch mehr als 280 Nachwuchswissenschaftler*innen laufende Dissertations- und Forschungsprojekte in Darmstadt präsentiert sowie deren Thesen und Ergebnisse zur Diskussion gestellt.

Im Gegensatz zu Veranstaltungen mit strikter thematischer Vorgabe verfolgen die Darmstädter Diskussionen bewusst einen interdisziplinären und diachronen Ansatz. Damit stellen sie eine im deutschen Sprachraum einzigartige fachdisziplinüberschreitende Diskussionsplattform dar, die maßgeblich zum altertumswissen­schaftlichen Kommunikations- und Interaktionsprozess beiträgt. Die moderne Nachwuchsforschung lebt vom Wissenstransfer über die Grenzen einzelner Fachrichtungen und Länder hinweg. Die Darmstädter Diskussionen bieten daher die einmalige Gelegenheit, interdisziplinäre und internationale Kapazitäten zu vernetzen und Forschungsergebnisse fachgerecht zu artikulieren. Es besteht für die Teilnehmer*innen nicht nur die Möglichkeit, thematische Erfahrungen auf Augenhöhe im eigenen Fachkreis auszutauschen, sondern auch die methodischen Grundfragen anderer Disziplinen zu erfahren und zu reflektieren.

Eingeladen zur Teilnahme sind Doktorand*innen und Nachwuchswissenschaftler*innen aller altertums­wissenschaftlichen Fächer, der Bauforschung und der Anthropologie sowie anderer Fachgebiete mit alter­tumswissenschaftlicher Ausrichtung. Das Spektrum der Beiträge soll von der angewandten Feldarchäologie, der klassischen Kunstgeschichte über die althistorische Forschung bis hin zur klassischen Philologie sowie Studien zu materiellen Hinterlassenschaften reichen. Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.

Anmeldung:

Ein Bewerbungsformular steht unter www.darmstaedter-diskussionen.de zum Download bereit. Die vollständig ausgefüllten Unterlagen können bis spätestens zum 15. April 2018 in pdf-Format an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gesendet werden.

Veranstalter:

Clemens Brünenberg

Fachgebiet Klassische Archäologie

TU Darmstadt

El-Lissitzky-Str. 1

64287 Darmstadt

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Robert Eydam

Fachgebiet Alte Geschichte

TU Darmstadt

Landwehrstraße 50a

64293 Darmstadt

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Jane Kreiser

Fachgebiet Klassische Archäologie

TU Darmstadt

El-Lissitzky-Str. 1

64287 Darmstadt

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Sven Page

Fachgebiet Alte Geschichte

TU Darmstadt

Landwehrstraße 50a

64293 Darmstadt

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Homepage: http://www.darmstaedter-diskussionen.de

Twitter: @DDColloquium

Facebook: DDColloquium

DARMSTÄDTER DISKUSSIONEN 10. INTERDISZIPLINÄRES DOKTORANDENKOLLOQUIUM ZU ANTIKEN KULTUREN

Conference Venue:

Technische Universität Darmstadt

Date:

  1. - 22. September 2018

Darmstädter Diskussionen is an interdisciplinary conference for PhD students and Post-docs which is organised annually by the Department of Ancient History and the Department of Classical Archaeology at Technische Universität Darmstadt, Germany. The growing popularity of the conference over the last years has highlighted the importance of an academic event specifically designed for highly qualified young researchers. Contrasting conferences with a strict thematic or chronological approach, Darmstädter Diskussionen deliberately pursues an interdisciplinary and diachronic framework not only to provide young scholars with a platform to discuss their research appropriately and to build up their own networks but also to facilitate general intra- and interdisciplinary communication in Classical Studies. Participants will find ample room for the exchange of knowledge within their own peer group and beyond.

Qualified PhD students and Post-docs in the elds of Classics, Ancient History and Archaeology are invited to present their latest research results. Presentations will embrace research on the languages and literature, history, civilization, art, and archaeology of the ancient world, placing strong emphasis on aspects such as archaeological eldwork, philology, theory and material approaches. The conference languages are German and English.

Application:

An application form is available at www.darmstaedter-diskussionen.de. Please fill in all the requested information and submit the document (in pdf-format) to the Organizing Committee (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) by 15th April 2018.

Organizing Committee:

 

Clemens Brünenberg

Fachgebiet Klassische Archäologie

TU Darmstadt

El-Lissitzky-Str. 1

64287 Darmstadt

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Robert Eydam

Fachgebiet Alte Geschichte

TU Darmstadt

Landwehrstraße 50a

64293 Darmstadt

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Jane Kreiser

Fachgebiet Klassische Archäologie

TU Darmstadt

El-Lissitzky-Str. 1

64287 Darmstadt

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Sven Page

Fachgebiet Alte Geschichte

TU Darmstadt

Landwehrstraße 50a

64293 Darmstadt

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Homepage: http://www.darmstaedter-diskussionen.de

Twitter: @DDColloquium

Facebook: DDColloquium

 

 

 

 

 

Bergische Universität Wuppertal

15th-16th November 2018

Keynote Speaker: Prof. Richard Hunter, Trinity College, Cambridge

Pipes being handed down from one shepherd to another in the tradition of music making can easily be imagined as a scenario in real life, whether in ancient times or today. And indeed, some pipes from antiquity are still in use 2000 years later, at least metaphorically speaking. Easy to track are the ones Theocritus used in creating the genre of pastoral poetry with idyllic landscapes and characters that seem to be transported from their real life duties and dialogues into the realm of verses. His pipes are depicted as the instrument of the predecessor offered to a poet of a new era and language in Virgil’s 10th eclogue (Verg. ecl. 10,51: carmina pastoris Siculi modulabor avena), and are from there given to another even later poet in Theocritus’ and Virgil’s footsteps, Calpurnius Siculus (Calp. 4,62f.: Tityrus hanc [sc. fistulam] habuit, cecinit qui primus in istis / montibus Hyblaea modulabile carmen avena).

This tradition was renewed, when the Greek text of Theocritus was rediscovered and printed for the first time during the Renaissance. Thus, Joachim Camerarius, for instance, coined Greek and Latin verses inspired both by Virgil and Theocritus. Finally, the Leipzig schoolmaster Johann Gottfried Herrichen even staged his Greek idylls so that they came back to life using perhaps also real pipes.

Hence a tradition and continuity in the bucolic genre and beyond can be traced back to the inventor, still hundreds of years later. As others have recently concentrated on the reception of Theocritus in comparative studies beginning in antiquity moving to modern times and modern languages (e.g. M. Paschalis [ed.]: Pastoral Palimpsests. 2007; H. Seng/I. M. Weis [eds.]: Bukoliasmos. 2016), the two day-conference Hyblaea avena aims at a new focus in a selected and narrower timeframe, namely the reception of Theocritus in Greek and Latin literature in the Roman empire (1st-6th c.) and the early modern age (15th-17th c.). Within the early modern period, we would like to concentrate on imitations in Greek but of course not exclusively. A view into Byzantine literature is also welcome.

Beyond the passing of pipes the main focus of the meeting is exemplified by the following questions that can be asked or can be answered afresh:

  • What role did the reception of Theocritus play in Greek and Roman literature?
  • How is the imitation of Theocritus made explicit?
  • Which part of Theocritus was used and which was neglected?
  • Is the imitation of Theocritus sometimes deliberately left out and why?
  • What are the new contexts and functions of Theocritean scenarios and allusions?
  • How was Theocritus integrated into other literary genres (e.g. epic poetry or anacreontic verse)?
  • What was the impact of the edition of Theocritus, either as the original text or as a translation?
  • How did the renaissance of Theocritus during the early modern age change the way poetry was written?

We cordially invite papers of approx. 20-30 minutes in length, with following time for questions and discussion. The languages of the meeting are German and English.

Please submit titles and abstracts (as pdf-attachments) of approx. 500 words, along with a short CV and contact details by 30th April 2018 to either Stefan Weise or Anne-Elisabeth Beron. Applicants will be notified of the organizers’ decision shortly thereafter.

The publication of a conference volume is planned. Travel and lodging expenses will be covered for selected speakers.

 

 

 

 

 

 

 

Contact:

Jun.-Prof. Dr. Stefan Weise

Bergische Universität Wuppertal

Klassische Philologie

Gaußstr. 20

42119 Wuppertal

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Anne-Elisabeth Beron, M.A.

Bergische Universität Wuppertal

Graduiertenkolleg 2196

Gaußstr. 20

42119 Wuppertal

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Call for Papers

Hyblaea avena – Theokritrezeption in der griechischen und lateinischen Literatur der römischen Kaiserzeit und frühen Neuzeit

Bergische Universität Wuppertal

15.-16. November 2018

Keynote Speaker: Prof. Richard Hunter, Trinity College, Cambridge

Dass ein Hirte einem anderen seine Flöte übergibt und so die Tradition des Musizierens fortführt, ist sowohl in der Lebenswelt der Antike als auch heute noch gut vorstellbar. Und tatsächlich sind manche Flöten aus der Antike noch 2000 Jahre später in Gebrauch – zumindest in metaphorischem Sinne. Leicht aufzuspüren ist diejenige, mit der Theokrit das bukolische Genre begründete, das sich durch einen Reichtum an idyllischen Landschaften und lebensechten Figuren auszeichnet.

Als das Instrument des unmittelbaren Vorgängers erscheint seine Flöte wiederum in Vergils 10. Ekloge, wo sie nunmehr einem Dichter einer neuen Ära und einer anderen Sprache anvertraut wird (Verg. ecl. 10,51: carmina pastoris Siculi modulabor avena); später findet sie sich dann etwa bei Calpurnius Siculus, einem noch späteren Poeten in Theokrits und Vergils Fußstapfen (Calp. 4,62f.: Tityrus hanc [sc. fistulam] habuit, cecinit qui primus in istis / montibus Hyblaea modulabile carmen avena).

Diese Tradition erfährt eine Wiederbelebung, als in der Renaissance der griechische Originaltext Theokrits wiederentdeckt und zum ersten Mal gedruckt wurde. So verfasste etwa Joachim Camerarius griechische und lateinische Verse, die sowohl von Vergil als auch von Theokrit inspiriert waren. Der Leipziger Schulrektor Johann Gottfried Herrichen schließlich führte seine eigenen griechischen Idyllia sogar auf, wo vielleicht auch der Einsatz echter Flöten zur Lebendigkeit der Szenerie beitrug.

Folglich lässt sich die Tradition und Kontinuität in der Gattung Bukolik sowie darüber hinaus noch hunderte Jahre später auf den Erfinder zurückführen. Während andere jüngst die Theokritrezeption in komparatistischen Studien von der Antike bis zur Gegenwart, inklusive ihrer Umsetzung in moderne Sprachen untersucht haben (z.B. M. Paschalis [ed.]: Pastoral Palimpsests. 2007; H. Seng/I. M. Weis [eds.]: Bukoliasmos. 2016), bemüht sich die zweitägige Konferenz Hyblaea avena um einen neuen Fokus in einem engeren Zeitrahmen, nämlich die Rezeption Theokrits in der griechischen und lateinischen Literatur der römischen Kaiserzeit (1.-6. Jh.) und frühen Neuzeit (15.-17. Jh.). Innerhalb der frühen Neuzeit würden wir uns besonders auf Nachahmungen in Griechisch konzentrieren, wobei dies freilich nicht exklusiv gedacht ist. Ausblicke in die hochsprachliche Literatur der Byzantiner sind ebenfalls willkommen.

Den Schwerpunkt der Konferenz – über die Flötenübergabe hinaus – mögen folgende Fragen verdeutlichen, auf die neue Antworten und frische Perspektiven explizit erwünscht sind:

  • Welche Rolle spielt die Theokritrezeption in der griechischen und der lateinischen Literatur?
  • Wie wird die Nachahmung Theokrits explizit?
  • Welcher Teil des theokriteischen Œuvres wird rezipiert und welcher nicht?
  • Wird die Theokritrezeption teils bewusst vermieden? Wenn ja, warum?
  • Wie werden theokriteische Szenarien und Anspielungen neu kontextualisiert? Erhalten sie eine neue Funktion?
  • Wie wurde Theokrit in andere literarische Genres integriert (z.B. epische oder anakreontische Dichtung)?
  • Welchen Einfluss hatte die Edition Theokrits bzw. seine Übersetzung in der frühen Neuzeit?
  • Wie hat die Renaissance Theokrits in der frühen Neuzeit die Art des Dichtens verändert?

Interessierte sind herzlich eingeladen, einen Vorschlag für einen 20-30minütigen Vortrag mit anschließender Diskussion einzureichen. Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.

Bitte schicken Sie Ihren Vortragstitel, ein Abstract von etwa 500 Wörtern Länge (als pdf-Dokument) sowie einen kurzen Lebenslauf inklusive Kontaktdaten bis zum 30. April 2018 an Stefan Weise oder Anne-Elisabeth Beron. Eine Benachrichtigung über die Annahme erfolgt kurz darauf.

Die Publikation der Beiträge in einem Tagungsband ist geplant. Reise- und Hotelkosten werden für ausgewählte Sprecher übernommen.

Kontakt:

Jun.-Prof. Dr. Stefan Weise

Bergische Universität Wuppertal

Klassische Philologie

Gaußstr. 20

42119 Wuppertal

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Anne-Elisabeth Beron, M.A.

Bergische Universität Wuppertal

Graduiertenkolleg 2196

Gaußstr. 20

42119 Wuppertal

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International Workshop

 The Quran in Translation - A Survey of the State-of-the-Art

 Freie Universität Berlin/Germany, December 5th – 7th, 2018 (two/three days, tbc)

Convener: Manolis Ulbricht & Berlin Byzantine Studies (Freie Universität Berlin)

We are delighted to announce the Call for Papers for our workshop ‘Preliminary Considerations on the Corpus Coranicum Christianum. The Quran in Translation – A Survey of the State-of-the-Art’. In this workshop, we aim to lay the groundwork for an interdisciplinary research project, which will focus on comparing the different translations of the Quran made within Christian cultural backgrounds. The project will study the Quran and its reception from the Christian perspective by analyzing all Greek, Syriac, and Latin translations of the Quran from the 7th century CE until the Early Modern period.

The keynote speech will be delivered by Professor Angelika Neuwirth, head of the project Corpus Coranicum (CC) at the Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities. The workshop aims to map out the different scholars and research traditions dealing with varied translations of the Quran. In addition, it seeks to connect these experts and to facilitate the scientific exchange between the multitude of studies previously conducted in this field. Finally, the workshop will examine the possibilities of using methods in the Digital Humanities for building an open-access database for systematically collecting and presenting the material for further research. 

The structure of the planned project will correspond with the languages that will be analyzed. The Corpus Coranicum Christianum (CCC) shall, in a first step, consist of the three subprojects: Corpus Coranicum Byzantinum (CCB), Corpus Coranicum Syriacum (CCS), and Corpus Coranicum Latinum (CCL). More languages may later be added. The different texts that preserve translations of the Quran will be collected and analyzed individually. Then, they will be compared and commented on under the determined aspects. Therefore, all translations shall be digitalized and linked to each other and to the Arabic Quran texts in order to enable researchers to systematically examine the non-Muslim reception and transmission of the Quran. In this way, the Corpus Coranicum Christianum synopsis will be made accessible in an open-access database, thus ensuring the availability of the results to the scientific and broader public. 

Papers for the workshop are welcome in one or more of the following four sections:

  • Greek translations of the Quran (CCB)
  • Syriac translations of the Quran (CCS)
  • Latin translations of the Quran (CCL)
  • Digital Humanities (DH)

The workshop is focused on interdisciplinary research, which will, the organizers hope, encourage fruitful discussions about the state-of-the-art of the field and highlight potential areas for future research cooperation. As we wish to encourage different approaches in research methodology, your presentation should comprise an introductory presentation no longer than 15 minutes, followed by 30 minutes of work on pre-prepared source material including discussion time.

For this purpose, we welcome abstracts of up to 300 words, to be submitted in English by May 31st, 2018 to: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Abstracts should include your name, affiliation, position, the title of the proposed paper, your specific source(s) you want to work on, and a brief curriculum vitae. Please also indicate the preferred section (see above: CCB, CCS, CCL, DH). Notifications will be sent out in June 2018. Full papers should be submitted by 15th November, 2018. Limited funding will be available for accommodation and/or travel. Proposed workshop languages: English, German, Spanish, and French. Papers will be published as edited volume.

The project initiative Corpus Coranicum Christianum is financed by the Presidency of the Freie Universität Berlin. For more information about this project initiative, please visit our website.

 

Date: 5th – 7th December 2018 (two/three days, tbc)

Deadline: 31st May 2018

Venue: Freie Universität Berlin

Admission: Free and open to all interested specialists and Ph.D. students 

Contact: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Interdisziplinäre altertumswissenschaftliche Tagung

14.–16. März 2019, Justus-Liebig-Universität Gießen

Deadline: 30. April 2018

Der Verlust von Vertrauen gegenüber politischen Institutionen, wirtschaftlichen Branchen und gesellschaftlichen Akteuren ist häufig Thema der öffentlichen Berichterstattung. Mitunter erscheint dabei das Vertrauen so nachhaltig erschüttert, dass von regelrechten „Vertrauenskrisen“ die Rede ist. Die Auffassung, dass Vertrauen als wichtige Grundlage gemeinschaftlichen Zusammenlebens schwinde oder gar gänzlich verloren gegangen sei, findet sich als Thema freilich bereits in der antiken Überlieferung. So erscheint bei Thukydides (Thuk. 3,82f.) die Entwertung ursprünglicher Vertrauensverhältnisse zwischen Bürgern und sogar Familienangehörigen als wesentliches Element einer stasis. Über 500 Jahre später kommt Tacitus in Bezug auf das Vierkaiserjahr 68/69 n. Chr. zu dem Ergebnis, dass der vollkommene Verlust des Vertrauens in die kaiserliche Zentralgewalt zum Angriff äußerer Feinde, Ausbruch von Bürgerkrieg und Zerfall sozialer Bindungen geführt habe. Selbst jene, die von keinen Feinden bedroht wurden, seien nun ihren eigenen Freunden zum Opfer gefallen (Tac. hist. 1,2). Allerdings sind es keineswegs ausschließlich literarische Quellen, die die nachhaltige Erschütterung von Vertrauen dokumentieren. Hinweise auf mögliche Vertrauenserosionen lassen sich auch am archäologischen Befund plausibel machen. Zu denken ist hier etwa an diverse Münzhortfunde, die mangelndes Vertrauen sowohl im wirtschaftlichen als auch politischen Bereich erahnen lassen.

Ausgehend von der Hypothese, dass sich die extremeren Ausprägungen der in den antiken Zeugnissen dokumentierten und thematisierten Fälle von Vertrauensverlust als „Vertrauenskrisen“ kategorisieren lassen, sollen im Rahmen der Tagung die Charakteristika der Vertrauenserosion, der Prozess ihrer Entstehung und Manifestation in wie auch immer gearteten krisenhaften Erscheinungen sowie die Auswirkungen für antike Gesellschaftssysteme untersucht und diskutiert werden. Denkbare Themenfelder können dabei im politischen und sozialen Bereich, auf dem Gebiet religiöser und kultureller Praktiken, im Kontext wirtschaftlicher Fragen sowie in der Sphäre zwischenmenschlicher Beziehungen jeder Art liegen.

Die Tagung, deren Anliegen die intensive gemeinsame Diskussion ist, möchte ausdrücklich Altertumswissenschaftler aller Fächer und Qualifikationsstufen ansprechen. Vorschläge für Beiträge in deutscher oder englischer Sprache (max. 500 Wörter + 3 Schlagwörter) können inkl. eines kurzen CV bis zum 30. April 2018 den Organisatoren der Tagung (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) eingereicht werden. Für die Vorträge ist ein Zeitfenster von 60 Minuten (30 Min. Vortrag + 30 Min. Diskussion) vorgesehen. Die Übernahme der Reise- und Übernachtungskosten ist vorbehaltlich verfügbarer Mittel beabsichtigt. Eine Publikation der Beiträge in einem Sammelband ist geplant.

Tagungsorganisation:

Philipp Brockkötter (Graduate Center for the Study of Culture, JLU Gießen)

Elisabeth Engler-Starck (Graduate Center for the Study of Culture, JLU Gießen)

Stefan Fraß (DFG-Projekt „Rhetorik des Aristoteles“, Professur für Alte Geschichte, JLU Gießen)

Frank Görne (Professur für Alte Geschichte, JLU Gießen)

Isabelle Künzer (Professur für Alte Geschichte, JLU Gießen)

 

 

Mobilität und Siedlungskonsolidierung

zwischen Süditalien und dem Schwarzen Meer

(8.–6. Jahrhundert v. Chr.)

Internationale Tagung - Rom 7.–9. November 2018

 

Das Deutsche Archäologische Institut in Rom, die Universität Basel und die Universität ‚La Sa­pienza‘ in Rom organisieren am 7. – 9. November 2018 eine Tagung in Rom mit dem Ziel, das Phänomen der griechischen Kolonisation in archaischer Zeit als Teil eines weiter gefassten Mo­bilitätsprozesses zu begreifen und damit als aktives Element in der Genese eines relationalen, von Vielfalt und Interkulturalität geprägten ‚globalen‘ Systems. Aus dem Vergleich kultureller Er­fahrungen aus unterschiedlichen geographischen Räumen (Süditalien und Schwarzmeergebiet) erhoffen sich die Organisatoren eine Überwindung bestehender, generalisierender und vorein­genommener Modelle, die oftmals in lokalen wissenschaftlichen Traditionen verankert sind.

In ihrer Komplexität kann die griechische Kolonisation heute nicht mehr als Ausdruck einer ein­seitigen ethnischen und zivilisatorischen Überlegenheit begriffen werden. Ebensowenig kann sie als Ergebnis von primär lokalen Entwicklungen betrachtet werden, und auch nicht als einfache hellenisierende Koloratur vor dem Hintergrund einer primär endogenen ethno-kulturellen Dif­ferenzierung. Während sich die Bedürfnisse des kolonialen Europa bis in die 1960er Jahre in Interpretationsmodellen des ersten Typs niedergeschlagen haben, reflektieren die revisionisti­schen Ansätze des zweiten Typs, wie sie in den vergangenen zwanzig Jahren vermehrt formuliert wurden, die Erfahrungen der modernen, von den Erschütterungen der Dekolonisation geprägten westlichen Welt.

Die Untersuchungen der letzten Jahrzehnte haben gezeigt, dass Akkulturationsprozesse nur dann erfolgreich sind, wenn sich die kolonisierten Gemeinschaften aktiv daran beteiligen. Nicht von ungefähr konzentrieren sich die Kolonien bevorzugt in besonders dynamischen Regionen, wo sie von den Kontakten mit den lokalen Partnern am meisten profitieren konnten. Die präkoloniale Expansion und die darauf folgende Gründung der Kolonien bilden ein Bezugssystem, das von allem Anfang an auf einen intensiven Austausch zwischen den Griechen und den lokalen Ethni­en ausgerichtet war. Dabei darf allerdings auch der harte und radikale Aspekt der Kolonisation nicht übersehen werden, der im Sinne einer ‚Invasion‘ die Konstruktion von Subalternität mitein­schließt und damit der Ausbeutung und Instrumentalisierung bei der wirtschaftlichen Erschlie­ßung weiter Territorien Vorschub leistet. Als Zentralorte spielen die Kolonien innerhalb dieses Systems eine maßgebliche Rolle.

Die Thematik der Tagung konzentriert sich auf die politische Formalisierung der Poleis in (früh-) archaischer Zeit (8.–6. Jh. v. Chr.), die archäologisch besonders gut dokumentiert ist. Gleicher­maßen richtet sie sich auf das Thema der zunehmenden und immer ausgeprägteren Integration zwischen den verschiedenen Gemeinschaften, unabhängig von ihrer ethno-linguistischen Kon­notation.

Wir schlagen daher vor, das Phänomen der frühen Kolonien auf der Basis von verifizierbaren Evidenzen zu untersuchen, um die Gefahr einer allzu vereinfachenden Verbindung zwischen den historischen Erfahrungen der Antike und den Gegebenheiten der Gegenwart zu überwinden. Zweitens sollen die verschiedenen theoretischen Methoden und Zugänge zur materiellen Kultur und den Schriftquellen miteinander verglichen und bewertet werden. Schließlich wird beabsich­tigt, die wirtschaftliche Entwicklung in den Mittelpunkt der Debatte zu stellen und zu prüfen, inwiefern diese zur Herausbildung von relazionalen Netzwerken beigetragen hat, die – bestimmt von spezifischen Strategien, Interessen und Ausbeutungspraktiken – den Raum der einzelnen Poleis weit überschritten.

Die Tagung ist offen für unterschiedliche Positionen. Ihr Ziel ist es, verschiedene Forschungs­ansätze und Wissensbereiche einander gegenüber zu stellen. Im Mittelpunkt sollen dabei die unterschiedlichen Formen der Mobilität in archaischer Zeit stehen, bei der die Griechen eine ak­tive, aber keineswegs ausschließliche Rolle gespielt haben. Innerhalb dieser weiten Perspektive, stellt auch das Phänomen der ‚politischen‘ Kolonisation einen wichtigen und relevanten Aspekt dar. Nicht zuletzt wird der Vergleich von Regionen, die weit auseinander liegen (in primis Italien und das Schwarze Meer) es erlauben, das Phänomen in seiner vielfältigen umwelt- und raumspe­zifischen Dimension zu beleuchten und die Gemeinsamkeiten eines sozio-ökonomischen Netz­werks herauszustellen, das sich kontinuierlich weiterentwickelt und vergrößert hat bis zu seiner endgültigen Konsolidierung im Hellenismus.

Die Tagung besteht aus einer Einführung, drei thematischen Sessionen und einer Schlussdiskus­sion.

  1. Einführungsvortrag
  2. Session 1: Die Konstruktion des ökonomischen Systems
  3. Session 2: Die Beziehungen und Kontaktformen mit der einheimischen Bevölkerung
  4. Session 3: Die Definition der sozialen und territorialen Systeme
  5. Schlussdiskussion
  6.  

Gerne nehmen wir Vorschläge für Vorträge (20 Minuten) in italienischer, deutscher und englischer Sprache an.

Interessentinnen und Interessenten werden gebeten, sich mit einem Titel und einem Abstract von max. 300 Wörtern bis zum 15. März 2018 an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu wen­den.

Die Reisekosten können leider nicht über­nommen werden, für die Übernachtungen bemühen sich die Organisatoren um einen finanziellen Zuschuss.

Eine Publikation der Ergebnisse ist geplant.

ORGANISATION

Enzo Lippolis (Universität ‚La Sapienza‘, Rom)

Ortwin Dally (Deutsches Archäologisches Institut, Rom)

Camilla Colombi (Deutsches Archäologi­sches Institut, Rom)

Martin Guggisberg (Universität Basel)

KONTAKT: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

Dear colleagues,

We are pleased to announce the Conference on Religious and Philosophical Conversion in Ancient Mediterranean Traditions (CoRPC) , which will take place at the University of Bonn from 25 to 27 of September 2018 ( https://www.etf.uni-bonn.de/de/ev-theol/institute/corpc           ).

Steering Committee

Kelley Coblentz Bautch (St. Edward's University in Austin)

Athanasios Despotis (Universität Bonn)

Edith M. Humphrey (Pittsburgh Theological Seminary)

Hermut Löhr (Universität Bonn)

 Rationale: Research on the experience of religious conversion or spiritual transformation is necessarily interdisciplinary and interest in this field grows progressively. In light of this important and burgeoning area of study, CoRPC explores conversion or converting experience in the environment of the ancient Hellenistic world(s) with attention to early Judaism and early Christianity/the New Testament. Presentations will undertake both historical and philological reconstructions relying on source material and utilising interdisciplinary approaches. Similarly, discussions take up the literary use of the motif of conversion, the topic of philosophical conversion as well as ritual, social and embodied aspects of spiritual transformation.

 CONFIRMED KEYNOTE SPEAKERS (in alphabetical order)

Pierre-Yves Brandt, Lausanne

Natacha Bustos, Rosario

Stephen Chester, Chicago

Athanasios Despotis, Bonn

Edith M. Humphrey, Pittsburgh

Miguel Herrero de Jauregui, Madrid

Rikard Roitto, Stockholm

 We are accepting papers for the following main subjects of discussion:

  1. Theorising conversion and de-conversion
  2. “Turning” in the Hebrew Bible
  3. Conversion rhetorics in Hellenistic Judaism
  4. Spiritual transformation in the purview of the Qumran Communities
  5. Conversion in the New Testament and Christian Apocrypha
  6. Philosophical conversion
  7. Conversion and the pagan mysteries
  8. Early Christian reception of the New Testament texts
  9. Polemical and satirical approaches to religious and philosophical conversion
  10. Ecumenical readings
  11. CSR (Cognitive Science of Religion) approaches to conversion experience in the Jewish and Hellenistic world

Abstracts of no more than 300 words for 20-minute papers should be sent to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! by 30th January 2018 . The abstracts will be reviewed by 15th of February.

We look forward to hearing from you and please do not hesitate to contact us at Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! with any questions.

 Best regards,

PD Dr. Athanasios Despotis

Abteilung für Neues Testament

An der Schlosskirche 2-4

53113 Bonn, Germany

Tel. +49228739421

 

 

St Andrews, 11-14 July 2018

Organised by Bram van der Velden, Christoph Pieper and Leanne Jansen (Leiden University)

The works in which Cicero recounts the events of the Ides of March of 44 BC and their aftermath have fascinated readers from Antiquity up to the present.  Not only have his Philippics, De Officiis and his letters of this period strongly influenced later conceptions of the death of Caesar and the subsequent rise of Antony; they have also shaped later thinking about concepts such as tyranny, justifiable murder and free speech. In Seneca the Elder’s Suasoriae 7, for example, orators fictitiously advise Cicero, who is deliberating whether he should burn his writings in exchange for a pardon by Marc Antony. Later in the tradition, we find Petrarch writing a letter to Cicero (Ad familiares 24.3) in which he chastises him for his treatment of Marc Antony and his friendship with Octavian. Worth mentioning, too, is Montesquieu’s Discours sur Cicéron, in which he praises Cicero for his acumen after the death of Caesar.

In this panel, we are interested in charting the ways in which later readers of Cicero have thought about, responded to or reworked Cicero’s version of these events. Inspired by the format of the Celtic Conference (12-15 speakers over the course of three days, with ample time for discussion), we would like to invite people to present papers on the reception of this part of Cicero’s oeuvre from Antiquity to the present. We hope that this format will allow us to go beyond the individual case studies in the discussion: ideally, participants will become more aware of the interrelatedness between the various forms of reception.

In thinking about these, we would be interested in questions such as the following:

-          In which genres and/or periods has the reception of these works been especially prominent?

-          Have processes of canonisation played a role in the reception of these works?

-          To what extent is it relevant for the reception of these works that they span across different genres?

-          How do later responses to these works view them as part of Cicero’s oeuvre as a whole?

-          Are these responses primarily interested in Cicero the politician or Cicero the writer, or can the two not be untangled?

-          How influential was Cicero’s eventual death at the hands of Marc Antony for the reception of these works?

For the purposes of this panel, the ‘aftermath of the Ides of March' would also include political events of the next year, such as those recounted in Cicero’s Philippics 5-14 and his letters of 43 BC.

We are hoping to have 35-minute papers with 15 minutes for discussion. Please submit abstracts (not more than 300 words) to Bram van der Velden (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) by February 14th at the latest. Confirmed speakers include Caroline Bishop (Texas Tech), Tom Keeline (Washington University in St. Louis), Giuseppe La Bua (La Sapienza, Rome), Gesine Manuwald (UCL) and Andrew Sillett (Oxford).

Please note that the Celtic Conference is self-funding: the panel organisers will not be able to cover speakers’ expenses. We will, however, have some small travel bursaries available (not more than € 150-200 depending on the number of applicants) for early-career researchers as part of the Leiden-based ‘Mediated Cicero’ project, funded by the Dutch Research Organisation (NWO). Speakers who would like to be eligible for these are requested to mention this when they send in their abstract and to provide an estimate of their total travel costs.

https://www.st-andrews.ac.uk/classics/events/conferences/ccc/

School of Classics, Swallowgate, Butts Wynd, St Andrews, Fife KY16 9AL, Scotland, UK  Tel: +44 (0)1334 462600  Email:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 +     Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Dr. Bram van der Velden
Leiden University
LUCAS
Doelensteeg 16
2311 VL Leiden
The Netherlands
 
 

 

 

Organised by Martin Dinter (KCL/Morphomata Cologne) and Bettina Reitz-Joosse (Groningen) Location: Morphomata Kolleg, School of Avanced Studies, University of Cologne (Germany)

This methodologically focussed workshop will explore the blurring, crossing and elision of boundaries between different media in ancient literature and culture through the theoretical framework of intermediality.

A fuller call for papers can be found under the following link https://sites.google.com/site/intermediality18/home/call-for-papers We are inviting submission of abstracts of 300 words which engage with aspects of intermediality in the ancient world by 28th February 2018 to the following e-mail address: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

This workshop is generously supported by Morphomata Kolleg, School of Avanced Studies and Institut für Altertumskunde, University of Cologne as well as the Nederlandse Organisatie voor Wetenschappelijk Onderzoek (NWO).

Confirmed Speakers include

Annemarie Ambühl Tehrany (University of Mainz) "The Touch and Taste of War in Latin Battle Narrative"

Astrid Khoo (King’s College London) “Pictas opus edere ad tabellas”: Erotic Engravings and the Satyra Sotadica

Jonathan Mannering (Loyola University, Chicago) “Intermediality in Latin Prose writers”

Ida Östenberg (University of Gothenburg) “Sound- and Smellscape of Roman funeral rituals”

Morgan Palmer (Tulane Univeristy, New Orleans) “Inscriptional Intermediality in Livy”

Suzanne Pazkowski (Harvard University) “Ancient Musical Theory and Intermediality”

Lydia Spielberg (UCLA) "Reading monuments antagonistically with ancient historians"

Claire Stocks (University of Newcastle/Nijmegen) “Flavian epic and divine iconography in Domitianic Rome”

Darja Strebenc Erker (Humboldt University, Berlin) “Ovid’s Intermediality”

Martin Dinter, PhD (Cam) MPhil (Cam)

senior lecturer

Department of Classics

King's College London

 

 

Ut fidem dictis adhibeant

Faith and Credibility in (Auto)Biographies from Late Antiquity to the Early Middle Ages (200-900)

Interdisciplinary Workshop

In Cooperation with: Junior Research Group ‘Power and Influence’, Tübingen Working Group ‘Narrative Dynamics in Latin Literature’, Tübingen ‘Forum Spätantike’

Tübingen, October, 4-6th, 2018

Organised by Andreas Abele, Kamil Choda, and Maurits de Leeuw

Confirmed Keynote Speaker: Prof. Dr. Koen De Temmermann (University of Gent)

In the February 21, 1851 entry of the diary he kept during his first visit to the United States, Heinrich Schliemann, famous for discovering Troy, proudly notes that he paid a visit to President Millard Fillmore. He also records that he attended a grand, official reception in the White House on the same day. However, unfortunately for him, 20th century scholars have revealed that he had not met the president at all, nor had there been any reception that day. Schliemann invented these events, just as he claimed to have become a US citizen in 1850.

Whereas modern historians and biographers might frown at Schliemann’s fictions, ancient readers might have been less offended. For the ancients, biography and historiography had a different relationship to truth (cf. Pol. 10.21, Plut. Alex. 1): while historians claim to present facts and to be obliged to truth, biography aims at showing the character of a notable individual and giving examples which are worth emulating or that serve as a warning. Therefore, ancient biographers are allowed to (or even have to) idealize, hide or alter facts, and invent events which could have happened. In addition, modern studies have relativized biographical truth (cf. Wagner 2006; Sonnabend 2002) and highlight the narrative and fictional nature of (auto)biographical texts (cf. Wagner-Egelhaaf 2013; Nadel 1984).

As Christian literature and hagiography began to flourish, fundamental conflicts arose. When biographical writing became a normative means of defending and consolidating one’s own religion and attacking the other‘s, the credibility and authenticity of the literary genre had to face new challenges (cf. e.g. Cox Miller 2000).

This workshop aims to explore credibility and authenticity in biographical, autobiographical, and hagiographical literature in Late Antiquity and the Early Middle Ages (c. 200–900). It has a decidedly interdisciplinary character. We welcome historians of these periods as well as scholars of other disciplines (philologists, theologians, etc.) working on the following topics and related questions:

  • Where and how do (auto)biographies claim truth? Which explicit statements can be found, which ‘topical’ elements are used, which authorities relied on?
  • Besides explicit claims, which implicit strategies and devices can be identified?
  • How are narrative strategies used as a means of creating credibility?
  • How do Christian (auto)biographers deal with their ‘pagan’ heritage? From a diachronic point of view, which lines of tradition, changes, and transformations can be recognized?
  • Which role do claims of (auto)biographical credibility play in religious debates? To what extent are non-Christian discourses on credibility of (auto)biographies related to new challenges by Christianity?

We welcome abstracts of up to 300 words for 20 minute papers. Each paper will be followed by 10 minutes of discussion. To submit a proposal, please send an English abstract of your paper to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! by March 11, 2018. We will email applicants to confirm acceptance no later than April 30. Please send us a brief CV, including your current affiliation and position. The conference will be held in English.

You may also visit us on: http://www.uni-tuebingen.de/de/115330

 

 

Indiana University Europe Gateway, Berlin, Germany July 10 & 11, 2018

Throughout history, slavery (the purchase and sale of human beings as chattel), enslavement (through conquest, and exploitation of indebtedness, among other vulnerabilities), and similar extreme forms of exploitation and control have been an intrinsic part of human societies.

Is slavery an inevitable part of the human condition?

Controversial estimates indicate that up to 35 million people worldwide are enslaved today. This modern re-emergence of slavery, following legal abolition over two hundred years ago, is said to be linked to the deepening interconnectedness of countries in the global economy, overpopulation, and the economic and other vulnerabilities of the individual victims and communities.

This conference will explore slavery in all its dimensions and, in particular, the ways in which individual humans and societies understand and attempt to respond to it.

The varieties of contemporary forms of exploitation appear to be endless. Consider, for example, enslavement or mere “exploitation” among:

  • fishermen in Thailand’s booming shrimping industry,
  • children on Ghana’s cocoa plantations,
  • immigrant farmworkers on U.S. farms,
  • truck drivers in the port of Los
  • prostituted women and girls on the streets and in the brothels of Las Vegas,
  • the dancing boys (bacha bazi) of Afghanistan,
  • the sex workers of The Netherlands’ Red Light Districts and in Italian cities,
  • Eritrean and other sub-Saharan Africans fleeing to Israel and trafficked and exploited in the Sinai,
  • Syrian refugees in Jordan, Turkey, and Lebanon, and
  • migrant workers from Southeast Asia and other countries who flock to the oil rich Gulf States for work.

Does the persistence and mutations of different forms of extreme human-of-human exploitation mean that the world may not have changed as much as contemporary societies would like to believe since worldwide abolition and the recognition of universal individual and collective human rights? Like the ‘consumers’ of past eras, such as early industrialization, are we dependent on the abhorrent exploitation of others?

Potential themes and sub-themes of the conference include but are not limited to:

  1. Defining Slavery:
    1. What do we mean when we talk about “slavery”
    2. Using “slavery” to obscure other endemic forms of exploitation
    3. Teaching and learning about historic slavery and contemporary forms of exploitation
  2. Slaveries of the Past
    1. Classical (Egyptian, Greco-Roman, etc.) slavery
  3. Conquests and colonizations – Aboriginal Australians, indigenous peoples of the New World, dividing and colonizing Africa and Asia
    1. Slaveries in Europe before the Trans-Atlantic Slave Trade and Industrialization, such as villeinage and serfdom
      1. Trans-Atlantic Slavery and the trans-Atlantic Slave Trade
      2. Systems of slavery in tribal and traditional societies
      3. WWII and post-WWII forced labor camps

Human Trafficking and other Forms of Contemporary Exploitation

    1. Definitions
    2. Types of human trafficking
    3. Organ trafficking
    4. The focus on sex trafficking: reasons, purpose, effects
    5. Can nation states enslave?
    6. Is human trafficking “slavery”
    7. Contemporary usage and depictions of slavery
    8. Civil society anti-trafficking activism:
  1. Methodologies
  2. Effectiveness
    1. Anti-trafficking policies and legislation
    2. Assessing contemporary anti-trafficking and/or anti-“slavery” Initiatives
  3. Systems and Structures of Enslavement and Subordination (historic and contemporary)
    1. Role of slavery in national and global economies
    2. Economic, political, legal structures – their role in enslavement and exploitation
    3. Slavery’s impact on culture
    4. Cultural impacts of historic slavery
  4. Voices of the Enslaved
    1. Slave narratives of the past and present
    2. Descendants’ interpretation of their enslaved and slave-holding ancestors
  5. Legacies of slavery
    1. Identifying and mapping contemporary legacies – economic, social, cultural, psychological
      1. Assessment of slavery’s impact – economic, political, other
      2. Commemorations of enslavers and/or the enslaved
      3. Debating reparations
    2. Anti-slavery movements:
      1. Reparations
      2. Economic compensation
      3. Restorative justice
      4. Teaching and learning about slavery
      5. Relationship to the global racial hierarchy
      6. Abolitionism and law: effects and (in)effectiveness
      7. The role of media and social media

Submissions to this conference are sought from people from all genders and walks of life, including academics (from multiple disciplines, such as art, anthropology, sociology, history, ethnic studies, politics, social work, economics) and non-academics; social workers, activists, and health care professionals; government representatives and policy makers; former slaves and indentured laborers; members of at-risk populations such as migrant and guest workers, non—regularized immigrants, and refugees.

Conference Committee:

Karen E. Bravo (Indiana University Robert H. McKinney School of Law, IN, USA) David Bulla (Augusta University, GA, USA)

Sheetal Shah (Webster University, Leiden, The Netherlands) Polina Smiragina (University of Sydney, Australia)

Submitting Your Proposal

Proposals should be submitted no later than Friday, March 2, 2018 to:

Karen E. Bravo, Indiana University Robert H. McKinney School of Law, Indianapolis: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! E-Mail Subject Line: Slavery Past Present & Future 3 Proposal Submission

File Format: Microsoft Word (DOC or DOCX)

The following information must be included in the body of the email:

  1. Author(s)
  1. Affiliation as you would like it to appear in the conference program
    1. Corresponding author email address

The following information must be in the Microsoft Word file:

  1. Title of proposal
    1. Body of proposal (maximum of 300 words)
    2. Keywords (maximum of ten)

Please keep the following in mind:

  1. All text must be in Times New Roman
  2. No footnotes or special formatting (bold, underline, or italicization) must be

Evaluating Your Proposal

All abstracts will be double-blind peer reviewed and you will be notified of the Organizing Committee’s decision no later than Friday, 16 March 2018. If a positive decision is made, you will be asked to promptly register online. You will be asked to submit a draft paper of no more than 3000 words by Friday, 01 June 2018.

The conference registration fee is Euro (€) 200. Please note that we are not in a position to provide funding to facilitate your participation.

Publication:

A selection of papers will be published in an edited volume, to be submitted to Brill’s ‘Studies in Global Slavery’ book series.

 

Indiana University Europe Gateway

Gneisenaustr. 27

10961 Berlin

Germany

+49 30-698078849

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.europe.iu.edu

 

Universität zu Köln, 4. - 6. 10. 2018

Call for Papers

These der Tagung ist es, daß Emotionen nicht nur flüchtige, irrationale Phänomene sind, die mühsam geschaffene Ordnungen bedrohen, sondern in den verschiedenen Ordnungssystemen der antiken Kunst, Literatur und Gesellschaft auch kreative und stabilisierende Funktionen erfüllen. Dies ist v. a. in sog. "emotional communities" der Fall, also in Gruppen, die durch ritualisierten Gefühlsausdruck erst konstituiert resp. konstruiert werden. Emotionen des Individuums, individuelle Affektkontrolle sind daher nur von Bedeutung, wenn öffentlich vollzogene Rituale der Bewältigung privater Emotionen und damit der Stabilisierung der Gemeinschaft gelten. Die ordnende Bewältigung von Emotionen geschieht in der Antike (wie auch in zahlreichen anderen Kulturen) auch dadurch, daß nicht jedem Menschen alle Formen der Emotionsäußerung gleichermaßen gestattet sind. Vielmehr erlaubt die Gesellschaft je nach Alter, Status und Geschlecht unterschiedliche Formen der öffentlichen Gefühlsäußerung, denen wiederum ein Repertoire von Handlungen zugeordnet ist. Die Erkenntnis dieses Zusammenhangs und der damit verbundenen gesellschaftlichen Erwartungen wirkt gemeinschafts- und ordnungsbildend.

"emotional communities" können einen ganzen Staat oder kleinere Untergruppen einer Gesellschaft umfassen, es kann sich um religiöse oder ethnische Gruppen, Städte, Hofgesellschaften, Theaterpublika handeln, um nur einige Beispiele zu nennen. Stabilisierung und Konstituierung der Gesellschaft mit Hilfe von Emotionen findet also auf ganz verschiedenen Ebenen statt, die auf einer Skala von der kleinen religiösen Gruppe bis hin zum Stadtstaat und sogar darüber hinaus gehen. Das Thema soll in insgesamt vier Sektionen verhandelt werden; es geht um Ordnung durch Emotionen in Gesellschaft, Politik, Religion und Philosophie. Den Eröffnungvortrag wird Prof. Dr. Jan Plamper, London, halten. Zugesagt haben als eingeladene auswärtige Redner Proff. Drr. Annette Haug, Michael Erler, John Scheid.

Interessierte – womit ausdrücklich auch der wissenschaftliche Nachwuchs gemeint ist – werden gebeten, bis zum 6. 1. 2018 einen Vorschlag für einen Vortrag von bis zu 30 Minuten elektronisch einzureichen (Arbeitstitel, abstract von 300 Worten). Entsprechende Sendungen bitte per e-mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Zentrum für die antiken Kulturen des Mittelmeerraumes (ZaKMiRa)
Philosophische Fakultät
Universität Köln
 
 
 

Interdisziplinäre Tagung an der Universität Potsdam, 27.-29.09.2018

 Organisation: Dr. Hedwig Schmalzgruber (Klassische Philologie, Universität Potsdam)

Keynote Speakers:

Prof. Dr. Annetta Alexandridis (Cornell University)

Prof. Dr. Ursula Gärtner (Universität Graz)

Prof. Dr. Janet Spittler (University of Virginia)

- Call for Papers -

Als der Schuster Mikyllos eines Morgens von seinem Hahn angesprochen wird, erschrickt er gewaltig über dieses scheinbar unheilvolle Vorzeichen, wird jedoch von dem Tier seiner mangelnden Bildung überführt: Mikyllos habe wohl seinen Homer nicht gelesen, denn sonst wüsste er, dass schon Achills Pferd Xanthos zu seinem Besitzer gesprochen habe, und zwar prophetisch und in Hexametern. Literaturgeschichtlich gesehen befindet sich der redebegabte Hahn in Lukians Dialog „Gallus“ also in prominenter Gesellschaft, und es lassen sich noch viele weitere Beispiele beredter Tiere aus der antiken Literatur ergänzen: Tierfiguren in Fabeln, Choreuten und Protagonisten in einigen Komödien des Aristophanes, die Mäuse und Frösche in der späthellenistischen Batrachomyomachie, die Mücke im pseudo-vergilischen Culex oder die im Rahmen von Vorzeichen sprechenden Ochsen bei Livius, Tacitus und Plinius dem Älteren. In frühchristlicher Zeit nehmen wilde und zahme Tiere in den apokryphen Apostelakten[1] oder ein zu schlachtender Pflugochse in Arnobius´ Apologie „Gegen die Heiden“ menschliche Stimme an.

         Sprechende Tiere begegnen in den verschiedensten Gattungen der antiken Literatur, wobei unter Tieren in der Natur vorkommende Lebewesen in Abgrenzung zu sprachbegabten mythologischen Mischwesen verstanden werden, unter Tierrede die verbalsprachlichen Äußerungen literarischer Tiere in Abgrenzung zu Tierkommunikation und Tiersprachen. Auf der Tagung soll auf das weit verstreute Material möglichst synoptisch und systematisch zugegriffen werden, um es auf die ganz unterschiedliche quantitative und qualitative Ausprägung des Phänomens der Tierrede, auf literatur-, kultur- und geistesgeschichtliche Kontexte sowie auf die dahinterstehenden Konzepte von Animalität und Humanität hin zu befragen. Die Spanne reicht von der bloßen Erwähnung des Faktums tierischer Rede bis hin zu rhetorisch ausgefeilter Tierrede in monologischer oder dialogischer Form. Tiere mit permanenter oder auch nur temporär verliehener Redegabe übernehmen unterschiedliche narratologische Funktionen als Nebenfiguren mit kurzem Redepart oder als Protagonisten und zentrale Handlungsträger, sie sprechen für sich selbst oder dienen als Sprachrohr für übernatürliche Mächte oder den (impliziten) Autor. Dementsprechend vielfältig gestaltet sich ihre Inanspruchnahme im Dienst der Moraldidaxe und ironisch-entlarvenden Spiegelung menschlichen Verhaltens, der theologischen und philosophischen Reflexion und Paränese, der Prophetie oder auch der Parodie und Komik, und ebenso unterschiedlich ist der Mehrwert des Einsatzes tierischer Sprecher begründet. Eine anregende Diskussionsgrundlage für die Thematik bietet die von Roland Borgards vorgenommene heuristische Unterscheidung zwischen „semiotischen“ Tieren, die in Texten ausschließlich als Zeichen, als Träger von Bedeutungen erscheinen, und „diegetischen“ Tieren, die auch als Lebewesen, als fassbare Elemente der erzählten Welt auftauchen, sowie zwischen „realistischen“ und „phantastischen“ Tieren[2]. Für deren Definition ist das Verhältnis zwischen der erzählten Welt und der Zeit und Kultur maßgeblich, in der erzählt wird, so dass etwa tierische Sprecher in der Bibel keine phantastischen, sondern theologisch begründbare Phänomene sind. Von besonderem Interesse sind Fälle, die sich eindeutigen Zuordnungen entziehen, und solche, in denen im Text oder paratextuell über die Fiktionalität oder Plausibilität tierischer Redegabe reflektiert wird. Als Grenzgänger par excellence zwischen Tier und Mensch[3] verwischen sprechende Tiere die anthropologische Differenz, wenn auch nur im Medium der Literatur, und stellen so die herkömmlichen „Dichotomien zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Kultur und Natur, zwischen freiem Handeln und instinktgebundenem Verhalten“[4] in Frage. Hier ergeben sich interessante Bezüge zu den aktuellen Animal Studies[5], indem eruiert wird, wie sich die betreffenden Tiere zwischen Anthropomorphisierung und Animalität, zwischen Individualität und Stereotypie, zwischen Eigenwert und menschlicher Inanspruchnahme als rhetorisch-allegorische Instrumente verorten lassen.

         Die Tagung befasst sich mit Tierrede in griechischen und lateinischen Texten von den Anfängen bis in die Spätantike, wobei auch andere Literaturen des Altertums einbezogen werden sollen, die motivische Parallelen zu diesen Texten aufweisen oder in ihnen weiterwirken. Hier ist insbesondere an sprechende Tiere im Alten Testament, aber auch an mesopotamische und altägyptische Tiererzählungen zu denken. Die (kultur-)historische Kontextualisierung des Phänomens ist dabei ebenso von Bedeutung wie graphische und plastische Repräsentationen in der antiken Kunst, die in Beziehung zu einem konkreten Text bzw. zu einer mündlichen oder schriftlichen Texttradition stehen. So finden sich auf einem attisch-rotfigurigen Kelchkrater Schauspieler in Vogelkostümen, die offensichtlich eine Szene aus einer Komödie darstellen, während ein Trinkgefäß aus der gleichen Epoche wahrscheinlich Äsop im Gespräch mit einem Fuchs zeigt. Die ikonographische Analyse derartiger Objekte kann Aufschluss geben über künstlerische Visualisierungsstrategien von Tierrede, über die mediale Interaktion zwischen Bild und Text oder eigenständige Traditionen des Bildmediums und über die visuelle Inszenierung der Grenzüberschreitung zwischen Animalität und Humanität. Somit legt das Tagungsthema einen intensiven interdisziplinären Austausch von Forschungserkennt-nissen der Klassischen Philologie, Theologie, Judaistik und Religionswissenschaft, Altorientalistik und Ägyptologie sowie der Alten Geschichte und Archäologie nahe.

Bei der thematischen Ausrichtung der Vorträge können die folgenden Leitfragen eine Orientierungshilfe bieten:

  • In welchen antiken (bzw. alttestamentlichen, altorientalischen, altägyptischen) Narrativen treten Tiere auf, die mit menschlicher Sprache begabt sind? Gibt es motiv- und gattungsgeschichtliche Traditionslinien und Wechselbeziehungen?
  • In welcher Form, zu welchem Zweck und in welchen Nutzungskontexten erscheinen sprechende Tiere auf antiken Artefakten? (Wie) interagieren diese Objekte mit textuellen Traditionen?
  • Worin besteht der narratologische, argumentative oder kompositionelle Mehrwert des tierischen Sprechers?
  • Inwiefern existiert im Text bzw. im Bild eine Spannung zwischen Anthropomorphismus und Animalität, und welche Wirkung erzielt diese beim Rezipienten?
  • Welchen Ort haben die sprechenden Tiere zwischen Zeichenhaftigkeit und konkreter Fassbarkeit in der erzählten Welt, zwischen Realismus, Phantastik bzw. der übermensch-lichen Sphäre?
  • In welchen historischen, sozialen, religiösen und diskursiven Kontexten lässt sich das Phänomen der Tierrede jeweils verorten und welche Konsequenzen hat dies für die Interpretation?
  • Wie wird das Auftreten sprechender Tiere in der Literatur von antiken Autoren theoretisch reflektiert und bewertet?

Interessierte Wissenschaftler/-innen aus dem In- und Ausland sind eingeladen, ein Exposé für einen Vortrag (maximal 500 Wörter, auf Deutsch oder Englisch) sowie ein kurzes CV bis zum 30. November 2017 an Dr. Hedwig Schmalzgruber (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) zu mailen. Die Benachrichtigung über die Annahme der Vorschläge erfolgt bis zum 31. Dezember 2017. Für die Vorträge sind jeweils 45 Minuten vorgesehen (30 Minuten Vortrag + 15 Minuten Diskussion); eine anschließende Veröffentlichung der Beiträge in einem Tagungsband ist geplant. Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Vorbehaltlich entsprechender Finanzierung werden für die Referenten die Übernachtungskosten übernommen und eine Reisekostenpauschale gewährt.

 

 

Kontakt

Dr. Hedwig Schmalzgruber

Universität Potsdam, Lehrstuhl Klassische Philologie

Am Neuen Palais 10, D-14469 Potsdam

Tel.: +49 (0)331 977-1764, Fax: +49 (0)331 977-1776

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.uni-potsdam.de/klassphil

 

[1]Zu diesen Texten vgl. C. R. Matthews, Articulate Animals: A Multivalent Motif in the Apocryphal Acts of the Apostles, in: F. Bovon u.a. (Hg.), The Apocryphal Acts of the Apostles, Cambridge (Mass.) 1999, 205-232, sowie E. Spittler, Animals in the Apocryphal Acts of the Apostles. The Wild Kingdom of Early Christian Literature, Tübingen 2008.

[2]Vgl. R. Borgards, Tiere in der Literatur - Eine methodische Standortbestimmung, in: H. Grimm/C. Otterstedt (Hg.), Das Tier an sich. Disziplinenübergreifende Perspektiven für neue Wege im wissenschaftsbasierten Tierschutz, Göttingen 2012, 87-118, hier 89, sowie ders., Kapitel V. 3 „Tiere und Literatur“, in: ders. (Hg.), Tiere. Kulturwissenschaftliches Handbuch, Stuttgart 2016, 225-244, hier 226-228.

[3]Zu dieser Thematik vgl. A. Alexandridis/M. Wild/L. Winkler-Horaček (Hg.), Mensch und Tier in der Antike. Grenzziehung und Grenzüberschreitung, Symposion vom 7. bis 9. April 2005 in Rostock, Wiesbaden 2008.

[4]Vgl. R. Borgards, Kapitel I „ Einleitung: Cultural Animal Studies“, in: ders. (Hg.), Tiere. Kulturwissenschaftliches Handbuch, Stuttgart 2016, 1-5, hier 2.

[5]Neben dem von R. Borgards herausgegebenen Handbuch (siehe Anm. 2) vgl. M. Ortiz Robles, Literature and Animal Studies, London/New York 2016, G. L. Campbell, (Hg.), The Oxford Handbook of Animals in Classical Thought and Life, Oxford 2014 (mit mehreren Beiträgen zu antiken Literaturgattungen) sowie I. S. Gilhus, Animals, Gods and Humans. Changing Attitudes to Animals in Greek, Roman and Early Christian Ideas, London/New York 2006.

 

 

Interdisciplinary Conference at the University of Potsdam (Germany), 27-29 September 2018

 Organizer: Dr Hedwig Schmalzgruber (Department of Classics, University of Potsdam)

Confirmed keynote speakers:

Prof. Dr. Annetta Alexandridis (Cornell University)

Prof. Dr. Ursula Gärtner (Universität Graz)

Prof. Dr. Janet Spittler (University of Virginia)

- Call for Papers -

When Micyllus the cobbler is addressed by his cock one morning, he is terrified by this seemingly sinister omen. Yet, the animal convicts him of his lack of education: Clearly, Micyllus hasn´t read his Homer, for otherwise he would know that even the horse of Achilles, Xanthus, had already spoken to his master, making prophecies and reciting epic verses. From the point of view of literary history, the eloquent cock in Lucian’s dialogue Gallus is therefore in prominent company, and many more examples of articulate animals can be added from ancient Greek and Latin literature: Animal figures in fables, choreutae and protagonists in some of the comedies of Aristophanes, the mice and frogs in the late Hellenistic Batrachomyomachia, the mosquito in the pseudo-Virgilian Culex or the oxen speaking in the context of omens in the works of Livy, Tacitus and Pliny the Elder. In early Christian times, wild and tame animals in the apocryphal Acts of the Apostles[1] or a ploughing ox destined for slaughter in Arnobius’ apology Against the Heathen acquire human voice.

         Speaking animals can be found in various genres of ancient literature, ‘animals’ being understood as creatures occurring in nature in contrast to eloquent mythological hybrids, and ‘animal speech’ being understood as verbal utterances of literary animals in contrast to animal communication and animal languages. The conference aims at a synoptical and systematic access to the scattered material in order to examine it for the completely different quantitative and qualitative character of animal speech, for contexts relating to literary, cultural and intellectual history and for the concepts of animality and humanity behind it. The scope ranges from the mere mentioning of the fact of animal speech to rhetorically elaborated monologic or dialogic animal speech. Animals with permanent or just temporarily conferred faculty of speech take on different narratological functions as minor characters with short parts or as protagonists and central actors; they speak for themselves or serve as a mouthpiece for supernatural powers or the (implicit) author. Accordingly, they are used in multiple ways for moral instruction and as ironically unmasking mirrors of human behaviour, for theological and philosophical reflection and paraenesis, for prophecy or even for parody and comic effects, whereby the reasons for the added value of the animal speakers are just as multiple. A stimulating basis for discussing the topic is offered by the heuristic distinction drawn by Roland Borgards between ‘semiotic’ animals, which occur in texts exclusively as signs, as bearers of meaning, and ‘diegetic’ animals, which occur also as beings, as comprehensible elements of the narrated world, and between ‘realistic’ and ‘fantastic’ animals[2]. For the definition of the latter, the relationship between the narrated world and the time and culture, in which the narration takes place, is relevant, which means for instance that animal speakers in the Bible are not fantastic, but theologically explainable phenomena. Of particular interest are cases which elude unambiguous interpretations and those in which the fictionality or plausibility of animal speech is reflected upon in the text or paratextually. Crossing the borders between animals and humans[3], speaking animals blur the anthropological difference, albeit in the medium of literature, and thus challenge the traditional dichotomies between subject and object, between culture and nature, between free action and instinct-bound behaviour[4]. In this respect interesting connections can be established to the current Animal Studies[5] by exploring how the animals in question can be located between anthropomorphisation and animality, between individuality and stereotype, between their own value and their use as rhetorical and allegorical instruments by humans.

         The conference will deal with animal speech in Greek and Latin texts from the very beginnings to late antiquity, also taking into account other ancient literatures which show motivic parallels to these texts or continue to have an effect upon them. Here speaking animals in the Old Testament, but also in Mesopotamian and ancient Egyptian animal tales can be considered in particular. The (cultural-)historical contextualisation of the phenomenon is just as relevant as graphical and sculptural representations in ancient art which are related to a specific text or to an oral or written textual tradition. For instance, an Attic red-figure calyx-krater is painted with actors in bird costumes obviously performing a scene from a comedy, while a kylix from the same period probably shows Aesop conversing with a fox. The iconographic analysis of such objects can provide insight into artistic strategies of visualization of animal speech, into the medial interaction between image and text or independent traditions of the visual medium and into the visual staging of the border crossing between animality and humanity. Thus, the conference topic encourages an intense interdisciplinary exchange of research findings in the fields of Classical Philology, Theology, Jewish and Religious Studies, Ancient Oriental Studies and Egyptology as well as Ancient History and Archaeology.

         The following key questions may provide guidance for the thematic orientation of the conference papers:

  • In which ancient Greek or Latin (or Old Testament, ancient oriental, ancient Egyptian) narratives do animals gifted with human speech occur? Are there tradition lines and mutual relations with regard to history of motifs and genres?
  • In which form, for which purpose and in which functional contexts do speaking animals appear

in ancient works of art? (How) do these objects interact with textual traditions?

  • What is the added value of the animal speaker in terms of narratology, argumentation or composition?
  • To what extent is there a tension in the text or image between anthropomorphism and animality, and what effect does it have on the reader or viewer?
  • What is the position of the speaking animals between semiotic character and tangibility in the narrated world, between realism, imagination or the superhuman sphere?
  • In which historical, social, religious and discursive contexts can the respective animal speech be located, and what consequences does this have for the interpretation?
  • How is the appearance of speaking animals theoretically reflected upon and assessed by ancient authors?

Researchers from Germany and abroad are invited to email an abstract for a paper (up to 500 words, in German or English) and a short CV to Dr Hedwig Schmalzgruber (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

by 30 November 2017. You will be notified of the acceptance of your proposal by 31 December 2017. The time allocated for a paper presentation is 30 minutes, with a further 15 minutes allowed for discussion; the subsequent publication of the papers in an edited volume is envisaged. The languages of the conference are German and English. Subject to adequate funding, speakers´ accommodation expenses and a travel allowance will be covered.

 Organization:

Dr Hedwig Schmalzgruber

Universität Potsdam, Lehrstuhl Klassische Philologie

Am Neuen Palais 10, D-14469 Potsdam

Phone: +49 (0)331 977-1764, fax: +49 (0)331 977-1776

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.uni-potsdam.de/klassphil

 

[1]Cf. Matthews, C. R. (1999), ‘Articulate Animals: A Multivalent Motiv in the Apocryphal Acts of the Apostles’, in F. Bovon et al. (eds), The Apocryphal Acts of the Apostles, Cambridge, Harvard University Press, 205-232 and Spittler, J. E. (2008), Animals in the Apocryphal Acts of the Apostles: The Wild Kingdom of Early Christian Literature, Tübingen, Mohr Siebeck.

[2]Cf. Borgards, R. (2012), ‘Tiere in der Literatur – Eine methodische Standortbestimmung’, in H. Grimm and C. Otterstedt (eds), Das Tier an sich. Disziplinenübergreifende Perspektiven für neue Wege im wissenschaftsbasierten Tierschutz, Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht, 87-118 (here 89) and Borgards, R. (2016), Chapter V.3 ‘Tiere und Literatur’, in id. (ed), Tiere: Kulturwissenschaftliches Handbuch, Stuttgart, J. B. Metzler, 225-244 (here 226-228).

[3]For this topic see Alexandridis, A. et al. (eds) (2008), Mensch und Tier in der Antike: Grenzziehung und Grenzüber-schreitung. Symposion vom 7. bis 9. April 2005 in Rostock, Wiesbaden, Reichert.

[4]Cf. Borgards, R. (2016), Chapter I ‘Einleitung: Cultural Animal Studies’, in R. Borgards (ed), Tiere: Kulturwissenschaft-liches Handbuch, Stuttgart, J. B. Metzler, 1-5 (here 2).

[5]Apart from the manual edited by R. Borgards (cf. note 2) see also Ortiz Robles, M. (2016), Literature and Animal Studies, London and New York, Routledge; Campbell, G. L. (ed) (2014), The Oxford Handbook of Animals in Classical Thought and Life, Oxford, Oxford University Press (containing several articles about genres of ancient literature), and and Gilhus, I. S. (2006), Animals, Gods and Humans: Changing Attitudes to Animals in Greek, Roman and Early Christian Ideas, London and New York, Routledge.

 

 

Department of Classics and Philosophy, University of Cyprus

Friday 11th – Saturday 12th May 2018

Dr Spyridon Tzounakas and Dr Margot Neger are pleased to announce the International Conference “Pliny’s Epistolary Intertextuality”, which will be held in the Department of Classics and Philosophy, University of Cyprus, Nicosia, Cyprus (11 – 12 May 2018).

Although recent years have seen a sharp increase in the number of studies that deal with Pliny’s intertextual and intergeneric relations (especially with Cicero, Tacitus, Quintilian, Martial and Catullus), there is still a lot of room for research in this area. This conference invites papers that explore any aspect of Pliny’s intertextuality in his Letters and welcomes various approaches.

Confirmed keynote speaker: Prof. Roy Gibson, University of Manchester, UK

Papers: The language of the conference is English. The time allocated for a paper is 20-25 minutes, with a further 5-10 minutes allowed for questions or discussion.

Abstract Submission: Proposals should include a name, e-mail address, title, full affiliation and an abstract of no more than 500 words. Abstracts should be sent by e-mail as a PDF attachment to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! or Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! by no later than 31 December 2017. Abstracts will be reviewed and notifications will be communicated by no later than 15 January 2018.

Participation: Participation is free. We are able to provide catering in the course of the conference, which will include refreshments/tea/coffee at all breaks, and dinners on the two days. Please note that we are not able to cover travel and accommodation expenses. All practical information (provisional conference programme, travel and accommodation details, registration procedure, etc.) will be communicated in due course.

Publication: All submitted papers will be subjected to a suitable peer-review process. An edited volume of selected papers arising from the conference is envisaged as a proceedings volume or as a special issue of a journal.

We look forward to your participation in this conference.

Kind regards,

Dr Spyridon Tzounakas

Associate Professor of Latin Literature

Department of Classics and Philosophy

Faculty of Letters

University of Cyprus

  1. O. Box 20537

CY - 1678 Nicosia

Cyprus

E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Dr Margot Neger

Projektleiterin (FWF)

Klassische Philologie

Fachbereich Altertumswissenschaften

Universität Salzburg

Residenzplatz 1

A – 5020 Salzburg

Austria

E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

18-20 Octobre 2018, Toulouse

 

Le miasme et l’oliban. L’odeur et les sens dans la réception de l’Antiquité

The Fragrant and the Foul: the Smells and Senses of Antiquity in the Modern Imagination

Org. : Adeline Grand-Clément (Université Toulouse 2-Jean Jaurès, IUF) ; Charlotte Ribeyrol (Université Paris-Sorbonne, IUF)

*

Appel à communications/Call for papers

Keynote speakers :

Catherine Maxwell (Queen Mary, University of London)

Mark Bradley (University of Nottingham)

 

Le miasme et l’oliban. L’odeur et les sens dans la réception de l’Antiquité

L’Antiquité classique a longtemps été considérée comme étant « aseptisée », d’une blancheur immaculée : l’idéalisation dont elle a fait l’objet l’a dépouillée de sa dimension sensorielle, au profit du seul paradigme visuel. Le domaine olfactif, en particulier, a peu retenu l’intérêt des études sur la réception de l’Antiquité, en raison de son caractère évanescent et difficile à saisir. Pourtant, les odeurs que l’on prête à tel personnage ou à tel groupe social véhiculent tout un imaginaire riche et porteur de valeurs spécifiques : parfums et pestilences contribuent à façonner les façons de penser et d’agir d’une société.

L’objectif du colloque sera d’explorer le rôle de l’olfaction, en relation avec les autres registres sensoriels, dans les processus de réception de l’Antiquité à l’époque moderne – que ces derniers se manifestent sous la forme d’un rejet, d’une réappropriation ou d’une idéalisation. Nous nous intéresserons de manière plus spécifique aux arts visuels et performatifs, lorsqu’ils cherchent à engager l’expérience sensorielle du lecteur ou du spectateur. Seront ainsi concernés non seulement peinture, littérature, théâtre, cinéma, mais également la publicité, les jeux vidéos, les séries, les comics et romans graphiques ainsi que les reconstitutions historiques à grande échelle qui ont renouvelé l’imaginaire lié à l’Antiquité en touchant un plus large public.

Les communications (en français ou en anglais) seront d’une durée de 20 min et pourront porter sur l’une des quatre thématiques suivantes :

  • La matérialité de l’odeur: quels sont les objets, végétaux et substances odorant(e)s qui caractérisent les sociétés antiques dans l’imaginaire qui s’est développé autour de l’Antiquité? Peut-on confronter les résultats des analyses archéométriques actuelles, qui nous renseignent sur la nature des produits odorants manipulés par les Anciens, aux representations que l’on trouve dans les oeuvres modernes? Quels efforts aujourd’hui pour donner à “sentir” l’Antiquité et quels moyens techniques mobilise-t-on (en particulier dans les musées, les productions multimedias…)? On pourra accorder une attention particulière aux fleurs, qui contribuaient à la mise en place de cet imaginaire odorant, permettant également de faire le lien avec les autres registres sensoriels.

  • La sensorialité des rituels: dans quelle mesure la mise en scène d’effluves odorantes (encens, fumée du sacrifice, huiles parfumées, …) sert-elle à suggérer les pratiques rituelles – ou magiques – des Anciens? Quels types de dispositifs imagine-t-on? La mise en scène, à travers les gestes, les produits manipulés et les effets recherchés, participe-t-elle à créer un sentiment d’altérité chez les Modernes et à creuser une distance entre religions polythéistes et monothéismes?

  • La puissance érotique des senteurs et parfums: par quels moyens olfactifs (parfums, produits cosmétiques) les corps masculins et féminins étaient-ils rendus désirables et attractifs? Comment cet imaginaire fut-il exploité en peinture, au théâtre, dans les films, dans les publicités, etc. – notamment en rapport avec la vogue de l’orientalisme? Il s’agira aussi, à travers cette thématique, d’interroger le processus de construction du genre et la relation entre odeurs, sexualité et (homo)érotisme. On inclura également les réflexions autour de l’imaginaire lié aux bains, aux thermes et à la propreté des corps sains (sans perdre de vue l’angle olfactif).

  • Les mauvaises odeurs et les corps malades: dans quelle mesure le tournant hygiéniste qui a affecté les sociétés occidentales au cours de l’époque moderne (cf. A. Corbin) a-t-il influencé la vision du paysage olfactif antique ? A partir de quand la conception goethéenne du classique comme ‘sain’ a-t-elle cessé de prévaloir? Et plus généralement, comment les Modernes se sont-ils représentés la maladie et les mauvaises odeurs des Anciens? Comment ce désir de traduire l’expérience sensorielle antique de manière plus ‘authentique’ s’exprime-t-il par exemple dans le cadre de performances théâtrales ou de reconstitutions historiques (‘re-enacment’) de batailles célèbres de l’Antiquité? Les communications pourront aussi envisager la dimension identitaire de l’olfaction: à quels corps associe-t-on, depuis l’Antiquité, les pestilences? Ceux des ennemis, des étrangers, voire ceux des classes sociales les plus basses – artisans, paysans, manoeuvres, esclaves…?

Les propositions de communication (300 mots) accompagnées d’une courte biographie sont à envoyer à Adeline Grand-Clément (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) et à Charlotte Ribeyrol (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) avant le 15 décembre 2017. Il devra s’agir de recherches originales n’ayant pas déjà fait l’objet d’une publication. Le résumé fera apparaître clairement la thèse centrale de l’auteur, en relation avec la thématique du colloque.

Les communications pourront faire l’objet, après avis favorable du comité scientifique, d’une publication (en anglais) dans un volume édité chez Bloomsbury dans la collection ‘Imagines – Classical Receptions in the Visual and Performing Arts’.

The Fragrant and the Foul: the Smells and Senses of Antiquity in the Modern Imagination

The classical tradition has long confined Antiquity to an immaculate, sanitized whiteness : thus idealised, it was deprived of its multi-sensorial dimension, and conveniently limited to the visual paradigm. Olfaction, in particular, has often been overlooked in classical reception studies due to its evanescent nature which makes this sense difficult to apprehend. And yet, the smells associated with a given figure, or social group convey a rich imagery which conotes specific values : perfumes, scents and foul odours both reflect and mould the ways a society thinks or acts.

The aim of this conference will be to analyse the underexplored role of smell – both fair or foul – in relation to the other senses, in the modern rejection, reappraisal or idealisation of Antiquity. We will pay particular attention to the visual and performative arts especially when they engage a sensorial response from the reader or the viewer. We therefore invite contributions focusing not only on painting, literature, drama, and cinema but also on advertising, video games, television series, comic books and graphic novels, as well as on historical re-enactments which have recently helped reshape the perception and experience of the antique for a broader audience.

Conference papers (in English or French) will be twenty minutes in length. Topics may include, but are not limited to:

  • The materiality of smell: what are the substances, plants and/or objects associated with antique smells in the modern imagination? To what extent may we confront current archeological data concerning the fragrant objects used in Antiquity with representations of smell in modern works? What new technical means are now mobilized to make modern audiences ‘smell’ and sense Antiquity (for instance in museums and multi-media productions)? We also invite papers that address the role flowers play in the modern construction of the antique smellscape and how this connects with the other senses.

  • The sensoriality of antique rituals: How do fragrances (incense, burnt offerings, perfumed oils) shape modern representations of antique ritualistic and magical practices? To what extent does the staging of ritualistic gestures and objects associated with smell (and notably the burning of incense) create a form of estrangement between past and present, and deepen the rift between polytheistic and monotheistic faiths?

  • The erotics of smell and scent: How was the antique body (both male and female) made desirable thanks to the use of perfume and cosmetics? How was this in turn exploited in painting, films, advertisement etc. – especially in connection with Orientalism? What role does smell play in gendered constructions of the antique body? What relation can we establish between the fragrant and the (homo)erotic? We also welcome discussions of modern representations of antique baths, hygiene and ‘sane’ classical bodies in relation to scent.

  • Foul smells and diseased bodies: to what extent did the hygienistic shift which affected Western societies in the modern age (as described by A. Corbin) influence the perception of the antique smellscape? When did Goethe’s conception of the classical as ‘sane’ start being challenged? More generally, how are antique illnesses and decaying bodies depicted in the modern imagination and for example performed on stage or in historical re-enactments aiming to recreate ‘authentically’ the experience of antique battles? Does smell have a specific social/national identity? Since Antiquity, whose bodies have been most recurrently perceived as pestilent: those of enemies, foreigners, lower social classes (artisans, peasants, slaves…)?

Proposals (300 words) and short biographies should be sent to Adeline Grand-Clément (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) and Charlotte Ribeyrol (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) no later than 15th December 2017.

The contributions must be original works not previously published. The abstract should clearly state the argument of the paper, in keeping with the topic of the conference.

A selection of contributions (in English) will be considered for a volume publication by Bloomsbury in the series ‘Imagines – Classical Receptions in the Visual and Performing Arts’.

 

 

Epistula narrans

Narrative Modelling in Latin Epistolography

International Graduate and Early Career Conference hosted by Tübingen Working Group ‘Narrative Dynamics in Latin Literature’

Tübingen, July 5–7th 2018

Organized by Aurelia Gumz and Andreas Abele (Eberhard Karls Universität Tübingen)

Confirmed keynote speaker: Prof. Dr. Roy Gibson (University of Manchester)

In the morning, we are woken up by a voice from the radio reading the news, getting to work by train we read the latest novel by Paul Auster, afterwards we report in a business meeting how statistics of the last quarters developed, back at home in the evening our children tell us the events of their day.

Stories are everywhere. Every day, we are narrating stories on countless occasions and in most different contexts. That’s because stories explain our world and make sense of it. They not only give us access to reality, they even model it due to their performative force. Storytelling is an anthropological constant and a basic element of human communication (cf. Koschorke 2012).

Accordingly, it is obvious to assume that stories also appear in the most common and standard pre-modern communication medium par excellence, in letters. Actually, letters are full of accounts, reports, and explanations, in a word, full of stories. Thus, it is all the more astonishing that narratology has avoided and neglected letters almost completely so far, not at least ancient Latin epistolography, even though more recent studies have transcended genre boundaries (cf. Nünning/Nünning 2002) and extended analyses to narrative texts in a broader sense, e.g. to historiography (cf. White), lyric poetry (cf. Hühn/Kiefer 2005), and elegy (Liveley/Salzman-Mitchell 2008).

Conference aims

The conference wants to face this research desideratum. It seeks to examine Latin epistolography reaching from Cicero to Late Antiquity from a narratological approach. Therefore, papers concerning the following questions, topics, and problems are in particular, but not exclusively, welcome:

  • In which respect(s) are letters narrative?

  • What is told in these narratives? Which realities are evoked or modelled? (eg. imperial, network, aristocratic, literary, Christian, women’s, literary, self-realities, etc.)

  • Which literary and narrative techniques and strategies can be identified?

  • Which inner- and extratextual functions do these narratives have?

  • Are there any differences, parallels, links, etc. between factual and fictional letters when dealing with the questions above?

  • May intertextual analyses open ways of a better understanding of the points mentioned? Are ‘realties’ re-modelled in later text?

  • How may this kind of engagement with letters provide possible new perspectives and approaches to further studies on narratology and epistolography?

Practicalities

We welcome abstracts of up to 300 words for 20-minute papers. Each paper will be followed by 10 minutes of discussion. To submit a proposal, please send an English abstract of your paper to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! by September 24th, 2017. Notification about participation will be emailed by October 15th. Abstracts should include name, title of proposed paper, affiliation, position, and a brief curriculum vitae. English serves as conference language.

Link zur Tagung: www.uni-tuebingen.de/de/102777

 

 

First call for papers for the Fourth International Nonnus of Panopolis in Context Conference ‘Poetry at the crossroads’ Ghent (Belgium), 19-21 April 2018

Confirmed keynote speakers: Domenico Accorinti, Gianfranco Agosti, Hélène Frangoulis, Gennaro D’Ippolito, Tim Whitmarsh

Abstracts deadline: 1 October 2017!

 > > ‘Nonnus in Context’

 Once understudied, the fascinating poetry of Nonnus of Panopolis (5th c AD and author of both the last grand epic poem of antiquity and of a hexametric paraphrase of the Gospel of John in the same ‘baroque’ style) has, in the past decades, aroused the interest of many. One of the results of this (re)new(ed) interest in the poetry of the ‘Egyptian Homer’ is the recently appeared Brill’s Companion to Nonnus (2016) – voluminous like Nonnus’ work itself. In the preface, the editor, Domenico Accorinti, adequately describes the ongoing process of Nonnus’ “becoming a classic” and how the current vitality of the scholarly dialogue on Nonnus contributes to that.

 One of the signs of this vitality are the ‘Nonnus in Context’ conferences, a series of scientific gatherings initiated by Konstantinus Spanoudakis, who organized the first one in May 2011 (proceedings: ed. Spanoudakis 2014) and after him continued by Herbert Bannert and Nicole Kröll (Vienna 2013) and Filip Doroszewski (Warsaw 2015). Ghent 2018 is the fourth event in what by now is an established series.

 > > Nonnus of Panopolis in Context IV: Poetry at the Crossroads.

 The subtitle for this fourth edition refers to the - indeed multifaceted – metaphor of the ‘crossroads’. From a crossroads you can look forwards, backwards but also sideways. Likewise, when standing at a crossroads, you are visible from all sides. Crossroads, therefore, open many perspectives. This central metaphor is chosen in the first place as an invitation to (further) explore these perspectives along the horizontal and vertical axes of the literary tradition and late antique society. It aims to direct the focus not exclusively on Nonnus, but indeed to highlight the context (not restricted to a specific time-frame, language, genre or art form) in which to interpret his poetry, while also welcoming contributions in which Nonnus’ poetry is only a significant part of the context.

 Simultaneously it is also an invitation to reflect on the ways we as modern scholars give shape to the field we are studying. Nonnus is considered a pivotal author, between tradition and innovation, between classical paideia and Christian poetics. The vitality of Nonnus studies in the past decade(s) has not changed Nonnus’ poetry, but has thoroughly influenced the way it is perceived today. If Nonnus is our poet at the crossroads, should we not also keep in mind that we had a hand in constructing the roads?

 This conference invites contributions that approach Nonnus’ poetry in/and/or its context from any direction or distance.  Suggestions for future road works, new road signs and (other) reflections on the development of our field are most welcome!

 >> Practicalities

Paper proposals (for 20 minutes’ presentations in English, French or German) are welcome from anyone interested in the subject. As has been the case for the previous editions, the aim is to create a balanced conference programme with presentations of PhD students, early career researchers and more experienced scholars.

Abstracts (200-300 words) should be sent to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! by 1 October 2017. Please clearly mention your name, current position and affiliation. In early November you will be notified of the acceptance of your paper. Please note that the number of available timeslots is limited. If you have any other questions or if you would like to attend the conference without giving a paper, you can also contact Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 Kind regards,

Berenice Verhelst

Conference organizer Ghent University

Also in name of the members of the organizing and scientific committees: Kristoffel Demoen (Ghent), Koen De Temmerman (Ghent), Fotini Hadjittofi (Lisbon), David Hernández de la Fuente (Uned Madrid), Johan Leemans (Leuven), Anna Lefteratou (Heidelberg), Rachele Ricceri (Ghent) Tine Scheijnen (Ghent), Peter Van Deun (Leuven).

 Dr. Berenice Verhelst

Literature Department

Faculty of Arts and Philosophy

University of Ghent

Blandijnberg 2

9000 Gent

Belgium

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

http://research.flw.ugent.be/en/berenice.verhelst

http://www.dsgep.ugent.be/

 

 

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