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Sonntag, den 14. Oktober 2007 um 19:29 Uhr
Bruno SnellBruno-Snell-Preis

Preis der Mommsen-Gesellschaft zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet des griechisch-römischen Altertums

Auf der Mitgliederversammlung 1989 in Eichstätt wurde beschlossen, einen Preis der Mommsen-Gesellschaft zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses einzurichten. Er wurde nach Bruno Snell (1896-1986), einem der Begründer der Mommsen-Gesellschaft und ihrem ersten Ehrenmitglied, benannt.

 

Präambel

In der Absicht, den wissenschaftlichen Nachwuchs auf dem Gebiete des griechisch-römischen Altertums zu fördern, stiftet die Mommsen-Gesellschaft einen Preis für hervorragende Arbeiten auf den von ihr vertretenen Gebieten. Die Gesellschaft erhofft sich damit auch eine Intensivierung der interdisziplinären Kooperation zwischen den altertumswissenschaftlichen Fächern.

§1
Der Preis wird alle zwei Jahre auf der wissenschaftlichen Tagung der Gesellschaft vergeben. Der Erste Vorsitzende vollzieht den Akt der Preisverleihung mit einer kurzen Laudatio, der jeweilige Preisträger stellt seine Arbeit in einem Referat von maximal 30 Minuten vor.

§ 2
Der Preis ist mit 3.000 Euro aus dem Kapital der Gesellschaft dotiert.

§ 3
Vorschlagsrecht haben die Mitglieder der Gesellschaft.

§ 4
Eingereicht werden können Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlern, deren Abschluß nicht länger als zwei Jahre (vom Termin der Bewerbung an gerechnet) zurückliegt.

§ 5
Die Jury wird jeweils von der Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Vorstandes gewählt. Sie besteht aus drei Mitgliedern, nämlich je einem Philologen, Historiker und Archäologen, die jedoch nicht dem neuen Vorstand angehören.


Nähere Bestimmungen

§ 6
Die Arbeiten sind bis spätestens 6 Monate vor Beginn der nächsten Tagung beim Ersten Vorsitzenden einzureichen (zusammen mit einer 1-seitigen Zusammenfassung und gegebenenfalls den Gutachten). Wiederholte Einreichung derselben Arbeit ist nicht möglich.

§ 7
Eventualien (wie z. B. Berücksichtigung der Finanzlage der Gesellschaft, Nichtvergebung des Preises usw.) werden nicht kasuistisch normiert, sondern jeweils vom amtierenden Vorstand mit der Jury geregelt.

 

Bisherige Preisträger

2009 Andreas Hartmann: Zwischen Reliquie und Relikt. Objektbezogene Erinnerungspraktiken in antiken Gesellschaften

2007 Christian Tornau: Zwischen Rhetorik und Philosophie. Augustins "De civitate Dei" und ihr bildungsgeschichtlicher  Hintergrund.

2005 Johanna Fabricius: Soma/corpus. Körperbild und Körperkonzepte in der griechischen und römischen Kultur.

2003 Gunnar Jantke: Taten und Tugenden Trajans. Herrschaftsdarstellung im Principat.

2001 Anne Friedrich: Das Symposium der "XII sapientes". Kommentar und Verfasserfrage.

1999  Susanne Muth: Erleben von Raum - Leben im Raum. Zur Funktion mythologischer Mosaikbilder in der römisch-kaiserzeitlichen Wohnarchitektur.

1997 Farouk Grewing: Martial, Buch VI: Ein Kommentar.

1995 Jens Holzhausen: Der "Mythos vom Menschen" im hellenistischen Ägypten.

1993 Ingeborg Kader: Archäologische Beobachtungen zur römischen Expansion im Gebiet des Nahen Ostens während der frühen Kaiserzeit.

1991 Lutz Käppel: Das Theater von Epidauros. Die mathematische Grundidee des Gesamtentwurfs und ihr möglicher Sinn. 

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 16. September 2009 um 13:21 Uhr
 
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