Mommsen-Gesellschaft e.V.
Verband der deutschsprachigen Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiete des Griechisch-Römischen Altertums
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Mommsen-Blog

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  • Okt 20
    15. Das 'Etrurische' Kabinett im Potsdamer Stadtschloss – ein Friedens-Zimmer

    Mommsen-Blog
    Sonntag, 20. Oktober 2024 10:02

    Unsere Webseiten-Redakteurin Luise Seemann berichtet aus ihren kürzlich veröffentlichen Forschungen[1] zur Rezeption antiker Vasen um 1800:

      

    In der zweiten Hälfte des 18. Jh. entwickelte sich in Neapel, ausgelöst durch die vielen Funde antiker Keramik in der Umgebung und auf Sizilien, geradezu eine 'Vasen-Manie'. Das Sammeln antiker Keramik kam so sehr in Mode, dass sich z.B. Goethe 1786 über die hohen Preise beklagte. Der engagierteste Sammler, der Britische Gesandte William Hamilton, machte es sich zur Aufgabe, den von Winckelmann gewünschten Stilwandel zum Klassizismus durch Publikation seiner Vasen aktiv zu unterstützen. Für seine ab 1789 zusammengetragene zweite Sammlung übernahm die Herstellung des Kataloges in vier Bänden der Direktor der Königlichen Zeichenakademie Johann Heinrich Wilhelm Tischbein – der breiteren Öffentlichkeit heute nur noch wegen seines Bildes „Goethe in der Campagna“ (Städel Museum, Frankfurt a. M.) bekannt. Tischbein ist von nun an „mehr Archäolog als Maler“, wie Goethe bemerkte. 

    Eines der von Tischbein in Kupfer (Abb. 1) gestochenen Vasenbilder (eines Glockenkraters des  Malers von Athen 1472, 4. Jh. v. Chr.[2] ) zeigt den singenden und musizierenden Apollon im Kreise von unter anderem Marsyas und Olympos. Es bietet eine verblüffende Rezeptions- und Transformationsgeschichte von der Antike bis ins 19. Jh., und von Athen, wo die Vase, ein Vorbild rezipierend, entstand, über Neapel, wohin sie exportiert wurde, und Potsdam (dazu siehe unten) bis Oldenburg (in Tischbeins Idyllen-Zyklus von 1819/20 im Schloss) und schließlich wieder in Neapel (auf einer Vase der Manufaktur Mollica um 1870).

    Abb.1: Tischbein-Hamilton, Collection of Engravings, Bd. III Taf. 5 (gemeinfrei)

     

    An dieser Stelle wird nur auf die Rezeption dieses Vasenbildes im sogenannten Etrurischen Kabinett im Stadtschloss in Potsdam eingegangen, die ein kleines Puzzleteil zur preußischen Geschichte liefert. 

    Ab der zweiten Hälfte des 18. Jh. bezeichnete man Kabinette, in denen antike Vasen (die man zunächst für etruskisch gehalten hatte, die aber meist attisch oder apulisch waren) ausgestellt waren, als  etrurische (hetrurische oder etruskische) Kabinette. Der Begriff wurde bald auch für solche Zimmer üblich, deren Raumdekorationen antike Fresken aus den Vesuvstädten oder (sehr selten) Vasenbilder reproduzierten. Verbreitet wurden die Motive durch Stichwerke.

    Zwischen 1802 und  Anfang Mai 1804 entstand im Stadtschloss Potsdam eines der ersten Etrurischen Kabinette in Deutschland (Abb. 2). Ende des Jahres 1800 hatten König Friedrich Wilhelm III. von Preußen und Königin Luise die Stuckfabrik der Brüder Franz und Louis Catel in Berlin kurz nach der Eröffnung besucht. Die Brüder waren Erfinder eines speziellen, sehr haltbaren Stucks und boten auch Stuckvasen, Postamente und Wandverkleidungen im 'etrurischen Stil' an. Das Königspaar hat um 1802 mindestens dreizehn Stuckvasen bestellt. Zur gleichen Zeit wurde auch die Neugestaltung des dritten Zimmers der sogenannten Paradekammern als ein Etrurisches Kabinett in Angriff genommen. Ab 1799 waren das davor liegende Blaue und Gelbe Paradezimmer bereits unter Mitwirkung der Catel-Brüder renoviert worden.

    Abb. 2: Etrurisches Kabinett Im Stadtschloss Potsdam, Blick nach Osten, Architekturmuseum Berlin  (gemeinfrei)


    Das Etrurische Kabinett, ein Empfangszimmer, das sechs der Stuckvasen auf niedrigen Postamenten an der Fensterseite aufnahm, wurde äußerst aufwändig mit Vertäfelungen zwölf verschiedener Edelhölzer ausgekleidet. Zwischen Pilastern mit korinthischen Kapitellen gab es in der Oberzone acht Stuck-Paneele unterschiedlicher Größe, für deren Entwürfe Franz Catel eine Rechnung stellte. Der Stuckateur Sartori hat sieben weitere kleine Paneele offenbar selbstständig ausgeführt. Louis Catel rechnete die Vasen mit zwei Postamenten und die zwei Seitenwangen des Sofas ab.  

    Alle figürlichen Bilder der Vasen, der Wände und des Sofas sind entweder Kopien oder Varianten der Kupferstiche im Katalog Tischbeins der Hamilton-Sammlung bzw. des fünften, nicht veröffentlichten Bandes mit Vasen auch anderer Sammlungen. Durch eine genaue Untersuchung der wenigen erhaltenen Fotografien des Kabinetts konnte die Verfasserin alle Vorbilder der Paneele in Tischbeins Katalog identifizieren; ausgenommen die Fensterseite, von der es keine Fotografie gibt.

    Zwei der Stuck-Volutenkratere (Bodenvasen), die im Arbeitszimmer des Königs im Königlichen Palais (Kronprinzenpalais) standen (und 1824 im Neuen Pavillon in Charlottenburg aufgestellt wurden, wo sie auch heute wieder sind), und eine der Stuckvasen, ebenfalls ein Volutenkrater, im Etrurischen Kabinett (Abb. 3) wiederholen den Apollon des genannten Glockenkraters des 4. Jh. v. Chr. und auch die ihn umringenden Figuren wie Artemis-Hekate, Athena, Olympos und ein nun veränderter Satyr; während ein ursprünglicher Hermes, den man damals als Ares deutete, und Nike eliminiert wurden. Die Anordnung der Figuren - in zwei Registern und mit Naiskos - wurde entsprechend der Bildkonzeption apulischer Volutenkratere umgewandelt.

    Abb. 3: Drei Stuckvasen im Etrurischen Kabinett des Potsdamer Stadtschlosses. Seidel 1909 (gemeinfrei)

     

    Auch in dem Paneele über der nordwestlichen Tür des Etrurischen Kabinetts befand sich dieser Apollontyp, hier gleichsam gegen Ares und einen Totengott ansingend und spielend, nach der damaligen Interpretation wohl vom Trojanischen Krieg singend.

    Der musizierende Apollon war Leitmotiv und Höhepunkt der Paradekammern. Vor dem Eintreten wies über der Tür der Ostseite eine Lyra auf diesen Gott hin. In der Blauen Kammer ließen Greifen, Musen und ein Apollon-Helios am Kachelofen bereits das Thema anklingen.

    Die Untersuchung des ganzen Raumprogrammes zeigt, dass es Friedrich Wilhelm III. darauf ankam, hier seinen Friedenswillen zu bezeugen und für sein Land Fruchtbarkeit und Wohlleben heraufzubeschwören.

    Der musische Apollo ist das Gegenbild des kämpferischen Rachegottes, den man im Typus des berühmten Apollo vom Belvedere um 1800 mit Napoleon assoziierte, der die Statue 1796, wie viele andere, nach Paris hatte verschleppen lassen.

    Auch der Hinweis auf agrarische Fruchtbarkeit durch eleusinische Götter auf den Paneelen hatte einen aktuellen politischen Bezug, den Kampf gegen Hungersnöte.

    Die Darstellung friedlichen und frommen Lebens in den Paneelen und auf den Vasen lässt sich ohne weiteres auf die politische Haltung Friedrich Wilhelms III. beziehen, der Krieg ablehnte und der Bedrohung Napoleons durch seine Neutralitätspolitik entgegenzuwirken suchte. (»Alle Welt weiß, dass ich den Krieg verabscheue und dass ich nichts Größeres auf Erden kenne, als die Bewahrung des Friedens und der Ruhe als einziges System, das sich für das Glück der Menschheit eignet.« )

    Die Entstehungszeit des Kabinetts liegt zwischen dem Beginn des zweiten Koalitionskrieges gegen Napoleon von 1798, in dem Preußen neutral blieb, und dem Geheimabkommen zwischen Preußen und Russland vom 24. Mai 1804, mit dem der Preußische König seine Appeasement-Politik gezwungenermaßen aufgeben musste – aber dennoch weiterhin zögerte.

    Allzu schnell haben die politischen Ereignisse die Aussage des Bildprogramms marginalisiert. Zar Alexander I.  hat das Kabinett bei seinem Besuch 1805 mit Sicherheit betrachtet, denn er übernachtete im übernächsten Zimmer. Schon ein Jahr später nahm es Napoleon in Augenschein, der ebenfalls in diesem Zimmer schlief.

     

    Ein Appell, das Etrurische Kabinett des Potsdamer Stadtschlosses wiedererstehen zu lassen

    Nach dem neuen Forschungsstand wäre es möglich, das Etrurische Kabinett, samt den Ausblicken aus den Fenstern, dreidimensional virtuell wiedererstehen zu lassen.

    Warum ist das ein Anliegen?

    - Nach dem Wiederaufbau des Potsdamer Stadtschlosses als Brandenburgischer Landtag gibt es bei vielen Menschen Bedauern darüber, dass fast nichts an das ursprüngliche Innere erinnert. Diesem könnte mit einer virtuellen Installation abgeholfen werden.

    - Das fast vergessene Kabinett in einem barocken Schloss war inhaltlich wie handwerklich ein Höhepunkt klassizistischer Raumgestaltung in Europa und zeigte in unvergleichlicher Weise die Rezeption und Aktualisierung antiker Vasenbilder aus Sammlungen in Neapel.

    - Die Erforschung der als vorbildlich angesehenen Antike war damals mit dem Ziel der Aufklärung verknüpft, die gesellschaftlichen Verhältnisse zu verbessern. Das Kabinett hatte eine spezifische, auch politische Aussage. Dass hier, an dem Ort, der von einigen als Sinnbild des preußischen Militarismus verstanden wird, ein pazifistisches Zimmer direkt gegenüber der Garnisonkirche von einem friedliebenden König in Auftrag gegeben wurde, könnte den historischen Blick relativieren.

     

     

     

    [1] Luise Seemann, Transformation eines Apollon-Marsyas-Bildes. Vom Marsyas-Maler über Jacques-Louis David, Wilhelm Tischbein und Franz Catel zu den Brüdern Mollica. Rezeption der Antike, Bd. 7 (Freiburg 2024).

    [2] Beazley Archive 230438. Collection of engravings from ancient vases mostly of pure Greek workmanship discovered in sepulchres in the kingdom of the Two Sicilies but chiefly in the neighbourhood of Naples during the course of the years MDCCLXXXIX. and MDCCLXXXX. now in the possession of sir W.m Hamilton, Bd. III Taf. 5: arachne.dainst.org/entity/1376726 <.

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Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft

    • Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
    • Nov 20
      3. Jungmitglieder-Treffen der Mommsen-Gesellschaft

      Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
      Mittwoch, 20. November 2024 12:51


      FÜR PROMOVIERENDE

      Am 15./16. Mai 2025 wird im Althistorischen Seminar der Universität Göttingen das dritte Jungmitglieder-Treffen der Mommsen-Gesellschaft stattfinden. Das Treffen dient in erster Linie dem gegenseitigen Kennenlernen und der Vorstellung eigener Forschungsprojekte. Es besteht auch die Möglichkeit, ohne eigenen Beitrag an der Diskussion teilzunehmen. Daneben erwartet Sie ein spannendes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Durch einen Publikationsworkshop des Steiner Verlages wird Ihnen ein Einblick in das wissenschaftliche Publizieren aus Verlagssicht gegeben. Zudem werden Sie die Gelegenheit haben, die Archäologische Sammlung der Universität Göttingen zu besuchen.

      Um die zur Verfügung stehende Zeit bestmöglich für Diskussionen und den wissenschaftlichen Austausch zu nutzen, werden beim diesjährigen Jungmitgliedertreffen keine Vorträge gehalten, sondern vorab verschickte Papers diskutiert. Dabei kann es sich um Aufsatzentwürfe, Kapitel aus Qualifikationsarbeiten oder um die Vorstellung eines Forschungsprojektes bzw. einer Forschungsidee handeln. Die Beiträge können im Vortragsstil (ohne Fußnoten) oder in ausgearbeiteter Form vorgelegt werden, wobei die besprochenen Originaltexte im Paper zitiert oder in einem Anhang bzw. eigenem Handout beigegeben werden sollten. Dadurch wird allen Teilnehmer:innen eine Vorbereitung, ein Sich-in-Ruhe-Eindenken in das jeweilige Material ermöglicht und eine Grundlage für gezielte Nachfragen und intensive Diskussionen gelegt. Die Papers sollten den Umfang von ca. 20 Seiten nicht überschreiten und allen Teilnehmer:innen vier Wochen vor dem Treffen (spätestens bis 15.04.2025) geschickt werden, damit genügend Zeit zur Lektüre besteht. Weitere Informationen zum Upload Ihrer Aufsatzentwürfe bzw. Kapitel erhalten Sie rechtzeitig zusammen mit der Bestätigungsnachricht Ihrer Teilnahme. Während des Treffens stellt der / die Verfasser:in die Hauptthesen und Leitfragen des vorab verschickten Materials in 5-10 Minuten vor, es folgt die Diskussion.

      Die Teilnahme an dem Jungmitglieder-Treffen wird von der Mommsen-Gesellschaft durch die Übernahme der Übernachtungskosten bezuschusst. Falls Sie Interesse an einer Teilnahme am Jungmitglieder-Treffen haben, wird um eine Anmeldung bis zum 31.01.2025 bei Herrn Dr. Martin Lindner (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) und mir (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) gebeten.

      Wenn Sie teilnehmen möchten und noch kein Mitglied der Mommsen-Gesellschaft sind: Als Doktorand:in der Altertumswissenschaften haben Sie jederzeit die Möglichkeit, bei uns Mitglied zu werden.

      Alle nötigen Informationen zur Beantragung einer Mitgliedschaft finden Sie hier.

      Einen Einblick in die vielschichtige Nachwuchsförderung der Mommsen Gesellschaft können Sie hier gewinnen: https://www.mommsen-gesellschaft.de/foerderung

      Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

      Herzliche Grüße

      Victoria Macura

      Potsdam, den 19. November 2024

       

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    • Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
    • Nov 16
      Veranstaltungskalender

      Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
      Samstag, 16. November 2024 13:06

      Eine Vorschau auf die nächsten Veranstaltungen der Mommsen-Gesellschaft.

      Sobald die Planungen abgeschlossen sind, informieren wir Sie an dieser Stelle, auf den verlinkten Seiten und per Newsletter.


      Veranstaltung

      Ort

      Termin

      SoPHAU-Mommsen-Tagung

      Frankfurt a.M.

      28.03.2025

      Jungmitgliedertreffen

      Göttingen

      15./16.05.2025

      FIEC-Kongress

      Wrocław / Breslau

      07.–11.07.2025

      75 Jahre
      Mommsen-Gesellschaft

      Frankfurt a.M.

      Herbst 2025

      Walter de Gruyter-Seminar

      Wittenberg

      Herbst 2025

      AAH-Mommsen-Lectures

      virtuell

      Herbst 2025

      Große Mommsen-Tagung

      Mainz

      07.–09.05.2026

      Kleine Mommsen-Tagung

      offen

      Herbst 2027

       

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    • Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
    • Aug 19
      Früherer Vorsitzender verstorben

      Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
      Montag, 19. August 2024 12:39

      Volker Michael Strocka  (26.2.1940 – 14.8.2024)

       

      Mit Volker Michael Strocka ist einer der Großen der deutschen Klassischen Archäologie von uns gegangen.

      Nach dem Abitur in seiner Geburtsstadt Frankfurt am Main studierte Strocka in München, Basel, Paris und Freiburg. Seine Dissertation bei Walter-Herwig Schuchhardt (1900–1976), wohl einem der besten Kenner griechischer Plastik, galt dem Thema Piräusreliefs und Parthenosschild.

      Seine darauf folgende Assistenten-Zeit (1965–1974) verbrachte Strocka am Institut für Klassische Archäologie der damals neu gegründeten Ruhr-Universität Bochum bei Bernard Andreae. Und hier begann er mit dem, was ihn sein Leben lang beschäftigen sollte: der wissenschaftlichen Aufarbeitung römischer Gebäudekomplexe im Mittelmeerraum. Seine erste Station war Ephesos. Hier beteiligte er sich am Wiederaufbau der Celsus-Bibliothek und widmete sich der Wandmalerei in den Hanghäusern, die auch Gegenstand seiner Habilitation wurde (1973).

      Ein kurzes, heute fast vergessenes Intermezzo gab Strocka als Dozent an der Universität Göttingen, bevor er 1975 als Erster Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts nach Berlin berufen wurde. Die Anfänge des zwanzig Jahre währenden Projektes Häuser in Pompeji datieren in diese Zeit.

      Von 1981 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2005 leitete Strocka das Institut für Klassische Archäologie der Universität Freiburg, ein knappes Vierteljahrhundert. Damit unterschritt er seinen Lehrer Schuchhardt nur um wenige Jahre.

      Die Forschungen zu den Häusern in Pompeji gingen weiter und gipfelten in der Publikation zwölf großformatiger Bände, die zwischen 1984 und 2004 erschienen. Viele damals angehende Kolleginnen und Kollegen bekamen Gelegenheit, an den Arbeiten teilzunehmen, und nicht selten resultierte das Thema ihrer Dissertationen mittelbar oder unmittelbar aus dem Projekt.

      Nach dessen Abschluss wandte sich Strocka Nordafrika zu, genauer gesagt der tunesischen Ausgrabungsstätte von Thugga (1996–2000). Das türkische Nysa mit seiner Bibliothek war dann Schauplatz seiner letzten Aktivitäten als Projektleiter (2002–2008).

      Schon bald nach seiner Ankunft in Freiburg begann Strocka, die archäologische Abguss-Sammlung nach ihrem jahrelangen Dornröschen-Schlaf wiederzubeleben und kontinuierlich auszubauen, eine Aufgabe, die ihm sehr am Herzen lag. Mit ihr schuf er ein bedeutendes Instrumentarium für die Freiburger Lehre, das in Seminaren, Übungen und Zeichenkursen gern genutzt wurde.

      Die Liste seiner wissenschaftlichen Publikationen (https://www.archaeologie.uni-freiburg.de/docs/publlisten/schriftenverzeichnis-strocka-maerz-2018.pdf) füllt zahlreiche Seiten und zeigt seine Bandbreite. Zugleich blieb er bis zuletzt seinen Lieblingsthemen, der antiken Wandmalerei, der Bauornamentik und der Stilkritik griechischer und römischer Plastik, treu.

      In den Jahren 1986 bis 1988 übernahm Strocka den Vorsitz des Deutschen Archäologen-Verbandes (DArV). Darüber hinaus wirkte er von 2003 bis 2005 als Erster Vorsitzender der Mommsen-Gesellschaft. Seine damaligen Weggefährten waren Eckard Lefèvre als Zweiter Vorsitzender sowie als weitere Vorstandsmitglieder Martin Dreher, Sabine Föllinger, Claudia Klodt, Uta Kron und Thomas A. Schmitz. Matthias Steinhart und Thomas Ganschow ergänzten das Team als Schriftführer und Kassenführer.

      In seinen Vorsitz fällt die erste Kleine Mommsen-Tagung, die 2004 in Bonn stattfand. Erfolgreich warb Strocka unter den in der Gesellschaft unterrepräsentierten Archäologen um neue Mitglieder und setzte sich konsequent für den interdisziplinären Austausch ein. Zwei weitere Amtszeiten (2005–2009) fungierte er als Zweiter Vorsitzender.

      Ein Ehrenplatz in der Geschichte der Mommsen-Gesellschaft ist ihm gewiss. Wer ihn kennengelernt hat, wird ihn nicht vergessen.

      Thomas Ganschow

       

      Für die Mommsen-Gesellschaft:
      Dominik Maschek (Erster Vorsitzender) – Jürgen Hammerstaedt (Zweiter Vorsitzender)

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    • Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
    • Mai 25
      Mitgliederversammlung 2024

      Aktuelles aus der Mommsen-Gesellschaft
      Samstag, 25. Mai 2024 14:46

      Am 24. Mai fand die diesjährige Mitgliederversammlung der Mommsen-Gesellschaft in Hamburg statt. Dabei wurde ein neuer Vorstand gewählt, der ab sofort seine Tätigkeit aufnimmt.

      1. Vorsitzender: Prof. Dr. Dominik Maschek (Mainz / Trier)
      2. Vorsitzender: Prof. Dr. Jürgen Hammerstaedt (Köln) 
      Vorstand:
      Prof. Dr. Manuel Baumbach (Bochum)
      PD Dr. Alexandra Eckert (Göttingen)
      Prof. Dr. Nicola Hömke (Rostock)
      Prof. Dr. Anja Klöckner (Frankfurt a.M.)
      PD Dr. Muriel Moser-Gerber (Frankfurt a.M.)

      neuer Schriftführer ist Lukas Reimann (Trier)

      Ihre Kontaktdaten finden Sie in Kürze unter "Vorstand" und "Kontakt" auf unserer Webseite.

      Geschäftsführung, Kassenführung und Online-Redaktion bleiben unverändert:
      Dr. Thomas Ganschow (Radebeul)  (Geschäfts- und Kassenführer)
      Dr. Martin Lindner (Göttingen)  (stv. Kassenführer)
      Dr. Luise Seemann (Bremen / Oldenburg)  (Online-Redaktion)

      Die Mitgliederversammlung hat beschlossen, die Mitgliedsbeiträge mit Wirkung von 2025 anzuheben, damit die Mommsen-Gesellschaft weiterhin ihren satzungsgemäßen Aufgaben nachkommen kann.

      Die neuen Beitragshöhen im Überblick:

       

      bisher

      neu

      reguläre Mitglieder

      44,00 €

      56,00 €

      reguläre Mitglieder, die auch Mitglied im VHD oder im DArV sind

      33,00 €

      42,00 €

      Jungmitglieder

      18,00 €

      25,00 €

      reduzierter Beitrag (z.B. Arbeitslose)

      25,00 €

      25,00 €

      Mitglieder ab dem vollendeten 75. Lebensjahr

      beitragsfrei

      freiwillig halber Beitrag

      Fördermitglieder

      nach eigenem Ermessen, mindestens 44,00 €

      nach eigenem Ermessen, mindestens 56,00 €

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Petitionen und Proteste

    • Petitionen und Proteste
    • Okt 09
      Umfrage: “Decolonising Roman Greece: Archaeology of Roman Greece and its Heritage Value”

      Petitionen und Proteste
      Mittwoch, 09. Oktober 2024 12:57

      Im Rahmen der Konferenz "New Directions in the Archaeology of Roman Greece" (15.-17. Mai 2024; s. Roman Greece Conference (google.com)) hatten wir als OrganisatorInnen eine Umfrage zum Thema “Decolonising Roman Greece: Archaeology of Roman Greece and its Heritage Value” erstellt. Die Umfrage zielt darauf, die öffentliche Auseinandersetzung mit dem Kulturerbe der römischen Zeit in Griechenland zu sondieren.

      Roman Greece Conference - Questionnaire (google.com)

      Der Fragebogen wird uns dabei helfen, Diskurse, Werte und Vorstellungen zu ermitteln, die die gegenwärtige öffentliche Auseinandersetzung mit der Archäologie des römischen Griechenlands und ihrem Wert als Kulturerbe bestimmen. Die mit Hilfe des Fragebogens gesammelten Daten werden in der Forschung und in den Veröffentlichungen, die aus dem Projekt hervorgehen, verwendet. Die Antworten werden anonym aufgezeichnet. Persönliche Daten werden nicht erfasst.

      Für Ihre/Eure Hilfe, diesen Fragebogen über Eure Kanäle zu zirkulieren, wäre ich besonders dankbar!

      Mit den besten Grüßen
      Dimitris Grigoropoulos

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    • Petitionen und Proteste
    • Jul 19
      Protest gegen die Novelle des WissZeitVG mit Bitte um Unterstützung

      Petitionen und Proteste
      Freitag, 19. Juli 2024 11:00

      Offener Brief

      Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) setzt bereits in seiner bestehenden Form viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, insbesondere in den Geisteswissenschaften, massiv unter Druck. Die Novelle des Gesetzes wird die Situation weiter verschärfen. Mit einem Offenen Brief appellieren Vertreter*innnen aus verschiedenen geisteswissenschaftlichen Fächern an die Politik, das Gesetz grundsätzlich zu überarbeiten und die vielen eingegangenen Stellungnahmen zu berücksichtigen (https://www.bmbf.de/bmbf/de/service/gesetze/gesetze.html im Abschnitt Gesetz über befristete Arbeitsverträge in der Wissenschaft).

      Bitte unterstützen Sie die Initiative, indem Sie den Offenen Brief über den untenstehenden Link unterzeichnen, und verbreiten Sie diesen Aufruf so weit wie möglich. Der Offene Brief wird beim BMBF und bei den relevanten politischen Stellen nach der parlamentarischen Sommerpause eingereicht. 

      Zum Offenen Brief:

      https://forms.gle/WKCCBe1122ksdsJT9

          

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    • Petitionen und Proteste
    • Apr 12
      Protest des Zweiten Vorsitzenden der MG Prof. Hammerstaedt betr. der Lehrstuhl-Streichungen an der Uni Frankfurt/M.

      Petitionen und Proteste
      Freitag, 12. April 2024 17:21

      An das Dekanekollegium des
      Fachbereichs 09 Sprach- und Kulturwissenschaften
      der Goethe-Universität Frankfurt

      Betrifft: Geplante Zusammenlegungen von Professuren (Latinistik+Gräzistik sowie
      Klassische Archäologie+Archäologie und Geschichte der Römischen Provinzen) und
      weitere Streichungen archäologischer Professuren

      Köln, 5. April 2024

      Spectabiles, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

      in Namen der Mommsen-Gesellschaft protestiere ich gegen die im Dekanat Ihres
      Fachbereich beratenen Zusammenlegungen von Professuren im Institut für Klassische
      Philologie und im Institut für Archäologische Wissenschaften.
      Unser Protest richtet sich zum einen gegen Ihre Pläne, am Institut für Klassische
      Philologie den Latinistiklehrstuhl nach dem Ausscheiden von Prof. Dr. Hans Bernsdorff
      zu streichen und ab 2032 die beiden Fächer der Lateinischen und der Griechischen
      Philologie in eine einzige Professur zusammenzuführen, die ab 2025 als gräzistisch
      qualifizierte W2-Tenure-Track-Professur die Nachfolge des Gräzistiklehrstuhls
      übernimmt, deren Stelleninhaber/in sich in der Qualifikationsphase dann aber in
      Latinistik qualifizieren soll.
      Zum anderen nehmen wir Stellung gegen Ihr weiteres Vorhaben, am Institut für
      Archäologische Wissenschaften den Lehrstuhl für Klassische Archäologie nach dem
      Ausscheiden von Prof. Dr. Anja Klöckner ab 2035 zunächst durch den Inhaber des
      Lehrstuhls für Archäologie und Geschichte der Römischen Provinzen, Prof. Dr. Markus
      Scholz mitvertreten zu lassen, in einem nächsten Schritt nach dessen Ausscheiden
      2037 eine einzige W2-Professur auszuschreiben, deren noch zu bestimmende
      Denomination sowohl die Klassische Archäologie als aus die Archäologie und
      Geschichte der Römischen Provinzen umfassen soll, und schließlich 2044 die W2-
      Professur für die Archäologie von Münze, Geld und von Wirtschaft der Antike nach
      Pensionierung der Stelleninhaberin Prof. Dr. Fleur Kemmers zu einer Professur für
      Klassische Archäologie oder Provinzialrömische Archäologie umzuwidmen und die
      erst 2023 eingerichtete Professur für Islamische Archäologie und Kunstgeschichte
      nach dem Ausscheiden der Stelleninhaberin Prof. Dr. Hagit Nol nicht wieder neu zu
      besetzen.

      Beide Pläne würden nicht nur durch massiven Stellenabbau, sondern auch infolge der
      Zusammenlegung von inhaltlich und methodisch sich deutlich unterscheidenden
      altertumswissenschaftlichen Disziplinen zu einem folgenschweren Profilverlust der
      betroffenen wissenschaftlichen Fächer führen. Als Studienort für
      Altertumswissenschaften würde Frankfurt im Vergleich zu den beiden anderen
      hessischen Universitätsstandorten Marburg und Gießen seine über viele Jahrzehnte
      erfolgreich aufgebauten und bis in jüngste Zeit weiterentwickelten Standortvorteile
      aufgeben und erheblich an Attraktivität verlieren. Die Aussichten, dass die betroffenen
      Fächer auch in Zukunft anspruchsvolle und angesehene Forschungsprojekte
      einwerben können, würden stark beeinträchtigt. Und der beabsichtigte Umgang mit
      den beiden mit großzügiger Finanzierung der VW-Stiftung eingerichteten Professuren
      nach dem Ausscheiden der Kolleginnen Kemmers und Nol dürfte auch die anderen
      bedeutenden Förderinstitutionen aufhorchen lassen und die Chancen für ähnliche
      Förderung in der Zukunft zunichte machen.
      Die schweren mittel- und langfristigen Folgen der für die Altertumswissenschaften im
      Fachbereich 09 beabsichtigten Maßnahmen stehen in keinem vernünftigen Verhältnis
      zu den erhofften Einsparungen. Vielmehr drohen sie in eine dauerhafte Abwärtsspirale
      zu führen, die dann weitere Sparpläne erforderlich machen würde. Das über ein
      Jahrhundert sinnvoll und überzeugend herausgebildete Profil der bundesweit und
      international in hoher Reputation stehenden Frankfurter Altertumswissenschaften
      würde ohne wirklichen Gewinn preisgegeben.

      Auch aus fachlicher Sicht können die angedachten Pläne zur Zusammenlegung von
      Professuren, die verschiedene Disziplinen vertreten, nicht funktionieren, weder in der
      Klassischen Philologie noch in den Archäologien.
      Gräzistik und Latinistik steht zwar inhaltlich in engem Bezug zueinander. Doch könnte
      eine einzige Professur die beiden inhaltlich sehr weit ausgedehnten und sogar
      methodisch in mancher Hinsicht sich unterscheidenden Fächer nicht in erforderlichem
      Maße in Lehre und Forschung bedienen. Zu umfangreich sind die jeweiligen
      Herausforderungen. Im Gegensatz zu den modernen Philologien sind die
      Aufgabenbereiche in Latinistik und Gräzistik nicht verteilt auf Professuren für die
      jeweilige Literatur- und Sprachgeschichte bzw. -wissenschaft, sondern die
      Erforschung und Vermittlung der jeweils viele Jahrhunderte umfassenden Sprach- und
      Literaturgeschichte gehört insgesamt in den Aufgabenbereich einer latinistischen bzw.
      einer gräzistischen Professur. Zudem sind in beiden Fächern eine Jahrtausende
      umfassende Rezeptionsgeschichte, die für die griechische und für die lateinische
      Literatur und Sprache stark unterschiedliche Ausprägungen und damit verbundene
      Forschungsfragen bietet, und die im Vergleich zu jüngeren Philologien bereits viele
      Jahrhunderte lang ausgebildete und breit verzweigte Forschungsgeschichte zu
      überblicken. Eine einzige, Latinistik und Gräzistik bedienende Professur würde daher
      der Bedeutung beider Fächer nicht gerecht. Aufgrund der Erfordernisse der
      Lehramtsausbildung in der Latinistik würde die geplante Zusammenlegung in
      besonderem Maße das Griechische beeinträchtigen. Dabei bietet gerade das Rhein-
      Main-Gebiet mit seiner hohen Dichte an Schulen mit altsprachlichem Schwerpunkt
      hervorragende Bedingungen für eine praxisnahe Latein- und
      Griechischlehramtsausbildung. Aber auch die Latinistik nähme Schaden. Besonders
      begabte Studierende, die für eine Promotion infrage kämen, aber auch ausländische
      Gastwissenschaftler würden sich eher für Standorte entscheiden, an denen beide
      Philologien voll ausgeprägt sind. Auch für benachbarte Fächer wie Archäologie,
      Philosophie und Alte Geschichte ist eine enge Vernetzung mit Gräzistik unerlässlich.
      Und wie der Namengeber der Universität Frankfurt zu der geplanten Aufgabe der
      Eigenständigkeit der Gräzistik gestanden hätte, kann man sich unschwer vorstellen.
      Klassische Archäologie und Archäologie und Geschichte der römischen Provinzen
      überschneiden sich ebenfalls in gewissen Bereichen, sind aber, ungeachtet der sich
      teilweise ähnelnden Fachbezeichnungen, unterschiedliche, selbständige und
      gleichberechtigte Fächer. Die behandelten Regionen, die Forschungsziele bzw.
      Fragestellungen und die dafür zu betrachtenden Quellen unterscheiden sich ebenso
      wie die daraus abgeleitete Methodik. Während die Klassische Archäologie in Frankfurt
      in erster Linie kultur- und bildwissenschaftlich ausgerichtet ist und vorrangig den
      Mittelmeerraum betrachtet, arbeitet die Archäologie und Geschichte der römischen
      Provinzen historisch-ethnographisch und behandelt schwerpunktmäßig die römischen
      Regionen nördlich der Alpen und entlang der Donau. Die verschiedene Befundlage
      innerhalb dieser Regionen erfordert auch bei der Feldforschung ein unterschiedliches
      Methodenspektrum, das in der Klassischen Archäologie auch Bauforschung und
      Architektur einschließt, während in der Archäologie und Geschichte der römischen
      Provinzen die vorwiegend als Erdbefunde überlieferten Bodenstrukturen in den
      römischen Nordwestprovinzen eine spezifische Grabungstechnik, insbesondere bei
      organischer Erhaltung in Feuchtböden, erfordern. Auch außerhalb des
      deutschsprachigen Bereichs haben die beiden Disziplinen eine selbstständige
      Existenz. Im anglophonen Bereich ist eine Klassische Archäologie, wie sie in Frankfurt
      profiliert ist, eher der ‘Ancient Art’, und die Archäologie und Geschichte der römischen
      Provinzen eher der ‘Archaeology’ zuzurechnen.
      Die erheblichen inhaltlichen und methodischen Unterschiede beider Fächer eröffnen
      auch jenseits der akademischen Laufbahn sich unterscheidende Berufsaussichten: die
      Klassische Archäologie qualifiziert eher zur Betreuung von Museen und Sammlungen,
      während die Archäologie und Geschichte der römischen Provinzen besonders zu
      Denkmalpflege – einem gesetzlichen Auftrag! – und zu Feldarchäologie befähigt.
      Wenn die Ausbildung nicht mehr durch Fachvertreter mit spezifischer Venia legendi
      erfolgt, sind die Absolventen auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr konkurrenzfähig. Eine
      Vermengung beider Fächer in einer einzigen ‘Synergieprofessur’ würde zwangsläufig
      zur Vernachlässigung des einen oder des anderen Fachs führen. Im universitären
      Wettbewerb und auf dem Arbeitsmarkt hätte dies schlimme Folgen.
      Abgesehen von den Nachteilen, die die Zusammenlegung selbst mit sich bringen
      würde, würde auch die geplante Abfolge der Sparmaßnahmen weitere Schäden
      verursachen. Zwei Jahre lang würden Aufgaben der Klassischen Archäologie durch
      den Inhaber der Professur für Archäologie und Geschichte der römischen Provinzen
      mitversehen, anschließend beide Fächer zusammengelegt, bis dieser einzigen
      Professur mit bislang ungeklärter Denomination schließlich, einhergehend mit der
      Abschaffung der deutschlandweit einzigen Professur für antike Numismatik
      (Archäologie von Münze, Geld und Wirtschaft der Antike), eine dann wieder neu
      einzurichtende Professur für Klassische Archäologie oder für Archäologie und
      Geschichte der römischen Provinzen an die Seite gestellt würde. Die letztgenannte
      Maßnahme verrät im Übrigen, dass auch in Ihrem Dekanekollegium die Vertretung von
      Klassischer Archäologie und Geschichte und Archäologie der Römischen Provinzen
      durch eine einzige Professur als eine unbefriedigende Lösung empfunden wird.
      In der Außensicht wären diese Maßnahmen jedenfalls schwer durchschaubar und
      hätten fatale Auswirkungen für alle drei betroffenen Fächer. Es würde eine langfristige
      Unsicherheit geschaffen, die zwangsläufig zur Meidung des Studienstandorts
      Frankfurt führen würde. Und was wird dann aus wertvollen universitären Sammlungen,
      die von den drei Fächern betreut werden, wenn die Professuren nicht mehr vorhanden
      sind?
      Derzeit hat Frankfurt im Bereich der Archäologien ein einzigartiges, weithin sichtbares
      Profil herausgebildet, das in seiner Ausdifferenzierung zu fruchtbarer Synergie mit
      wichtigen lokalen Institutionen führt (Städelmuseum, Liebieghaus, Römisch-
      Germanische Kommission des DAI etc.). Die eigenständige Profilierung der drei
      Fächer hat die beachtlichen Erfolge bei der Einwerbung von Drittmitteln überhaupt erst
      ermöglicht. Mit den geplanten Maßnahmen würde all dies aufs Spiel gesetzt.

      Uns ist selbstverständlich bewusst, dass die geplanten Sparmaßnahmen von
      finanziellen Engpässen verursacht sind, auf die der Fachbereich 09 zu reagieren hat.
      Doch führen die Maßnahmen, die derzeit geplant sind, zu langfristigen Schäden, die
      das erhoffte Einsparpotential bei weitem übersteigen. Daher fordern wir Sie dringend
      auf, diese Pläne nicht so beschließen, sondern die Suche nach verträglicheren
      Lösungen fortzusetzen.

      Hochachtungsvoll
      Jürgen Hammerstaedt

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    • Petitionen und Proteste
    • Apr 10
      Hilferuf und Resolution der Studierenden des Fachbereichs Kulturwissenschaften in Frankfurt/M. betr. Kürzungen

      Petitionen und Proteste
      Mittwoch, 10. April 2024 11:20

      Liebe Professoren, Dozierende, Mitarbeitende, Ehrenamtliche, Interessierte und Studierende der Archäologie,

      als Studierende der Goethe-Universität Frankfurt wenden wir uns mit wenig erfreulichen Nachrichten an Sie. Das Dekanat unseres Fachbereichs sieht massive Streichungen, Kürzungen und Umstrukturierungsmaßnahmen vor, die Lehre und Forschung aller Institute unseres Fachbereichs - inklusive der Archäologie - enorm bedrohen.

      Wir bitten deswegen um die Verbreitung des Inhalts der Mail, der angehängten Resolution
      sowie der folgenden Petition über die zugänglichen Verteiler und Newsletter : https://www.change.org/Kürzungen_Goethe_SpuK

      Folgend aufgeschlüsselt sind zudem die konkreten Maßnahmen für das Institut für Archäologische Wissenschaften Frankfurt:

      1. Von den drei Professuren für Provinzialrömische Archäologie, Klassische Archäologie und Numismatik sollen lediglich 2 wiederbesetzt werden. Dies bedeutet eine mehrjährige Zusammenlegung der Provinzialrömischen und Klassischen Archäologie, was fachlich und strukturell höchst absurd ist.

      2. Anschließend soll keine Wiederbesetzung der Numismatik Professur stattfinden. Zwar würde die Klassische Archäologie dann wiederbesetzt werden, so bedeutet das dann aber auch die Abschaffung des einzigen Studiengangs für Numismatik in Deutschland.

      3. Die Professur für Islamische Archäologie und Kunstgeschichte soll nicht wiederbesetzt werden und würde die Streichung eines Studienganges bedeuten, der aktuell lediglich an 3 deutschen Universitäten studierbar ist.

      4. Eine Herunterstufung der Professur für Vor- und Frühgeschichte würde mit dem Verlust der archäobotanischen Forschungsstelle einhergehen und senkt die Wahrscheinlichkeit der Besetzung mit einer forschungsstarken Person.

      Vielen Dank und Freundliche Grüße
      Jonathan Schmidt
      i.A. der Fachgruppe "Vor- und Frühgeschichte"     

      Resolution Kürzungen FB 09
      Bundesweit ist seit längerem eine strukturelle Unterfinanzierung der Universitäten zu
      beobachten, die sich momentan in erheblichen Streichungen und Kürzungen zuspitzt, wovon
      insbesondere die Sprach- und Kulturwissenschaften betroffen sind. Als Reaktion auf die
      notwendigen Sparmaßnahmen auch an der Goethe-Universität entwickelte das Dekanat des
      Fachbereichs 09 einen Entwurf (vorgelegt am 12.03.2024) für Streichungen, Kürzungen und
      Umstrukturierungsmaßnahmen im Fachbereich 09 Sprach- und Kulturwissenschaften, die
      erhebliche Einschränkungen und weitreichende Folgen für die gesamte Lehre und
      Forschung am Standort Frankfurt bedeuten würden. Von diesen Kürzungen sind
      hauptsächlich die Institute Afrikanistik, Archäologische Wissenschaften, Empirische
      Sprachwissenschaft, Klassische Philologie, Kunstgeschichte, Kunstpädagogik und
      Ostasiatische Philologien betroffen. Auf konstruktive Gegenvorschläge der Institute zu
      Sparmaßnahmen ging das Dekanat nicht ein. Die studentischen Institutsgruppen der
      Empirischen Sprachwissenschaft und der Klassischen Philologie sind bereits mit Petitionen
      gegen die Streichungen ihrer Professuren an die Öffentlichkeit getreten. Kritische Artikel zur
      Streichung der Latinistik-Professur wurden in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
      (25.03.2024) und in der Frankfurter Rundschau (28./29.03.2024) veröffentlicht.
      Abgestimmt werden soll über die Strategieentwicklung zur Vorlage beim Präsidium im
      Fachbereichsrat am 17.04.2024. Einsicht in die Pläne erhielten die Vertreter*innen der
      Institute erst am Tag vor der außerplanmäßigen Sitzung am 13.03.2024. Die neu berufenen
      studentischen Vertreter*innen des Fachbereichsrats erhielten die Einladung inklusive der
      Unterlagen zum angedachten Sparmaßnahmenpaket nicht.

      Hiermit wenden sich die Studierenden der Fächer des Fachbereiches 09 gegen das
      vorgeschlagene Maßnahmenpaket nun geschlossen an das Dekanat des Fachbereichs 09,
      das Präsidium der Goethe-Universität und die Öffentlichkeit bzw. Politik.

      Begründung
      Die umfangreichen Einsparungen treffen den Kern einer Universität und führen zu einer
      signifikanten Schwächung von Forschung und Lehre der Sprach- und Kulturwissenschaften
      in Frankfurt am Main. Eine kontinuierliche sowie vielfältige Lehre und Forschung mit
      unterschiedlichen Ausrichtungen, Schwerpunkten und Forschungsmeinungen kann nicht
      mehr gewährleistet werden. Die zur Streichung vorgesehenen Lehrstühle repräsentieren vor
      allem die sogenannten “kleinen Fächer”, welche für eine gesunde Universitätslandschaft von
      großer Wichtigkeit sind. Wenn die Qualität in Lehre und Forschung zurückgeht, ist die
      Zukunft der Institute auch nach den Kürzungsmaßnahmen nachhaltig gefährdet. So wird
      nicht nur die Goethe- Universität im Vergleich zu anderen Universitäten für Studierende und
      Forschende deutlich unattraktiver, sondern begünstigt ebenfalls das deutschlandweite
      Aussterben einiger seltener und unterrepräsentierter Studienfächer. Besonders hier könnte
      der Standort Frankfurt mit seiner bereits existierenden Vielzahl an kulturellen Institutionen
      durch den Erhalt des Fächerreichtums der Sprach- und Kulturwissenschaften einen
      wichtigen Beitrag leisten.

      Stattdessen werden die Geisteswissenschaften an der Goethe-Universität chronisch
      unterfinanziert – ein Trend, der ebenso national zu beobachten ist. Die geplanten Kürzungen
      würden jegliche Möglichkeit der exzellenten Lehre und Forschung im Fachbereich 09 mittel-
      und langfristig verhindern. Was würde Goethe dazu sagen? Eine Uni, die die Sprach- und
      Kulturwissenschaften aushöhlt, kann dem Namen so nicht mehr gerecht werden.

      Unsere Forderungen:
      Aus diesen Gründen fordern wir, die Studierenden des Fachbereichs 09 Sprach- und
      Kulturwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main,
      - vom Dekanat FB 09,
      (1.) finanzielle Transparenz mit den Instituten,
      (2.) zukünftige Entwürfe mit einer Vorlaufzeit von mindestens einer Woche vor
      dem Diskussionstermin vorzulegen,
      (3.) die Illegitimierung des Abstimmungsergebnisses vom 17.11. zur
      Strategieentwicklung im Fachbereichsrat, da die einzusparende Summe von
      450.000€ auf inzwischen über 800.000€ korrigiert wurde. In diesem Rahmen
      soll die Erarbeitung eines neuen Konzepts zur Strategieentwicklung unter
      Nennung des aktuell einzusparenden Defizits im engen Austausch mit den
      jeweiligen Instituten und Studierendenvertretungen stattfinden.

      - von den Stimmberechtigten des Fachbereichsrat 09, am 17.04.24 gegen den
      vom Dekanat vorgelegten Entwurf zu stimmen.

      - vom Präsidium der Goethe-Universität, bei Vorlage dem Entwurf (12.03.2024)
      des Dekanats 09 zu Streichungen und Kürzungen am Fachbereich 09 nicht
      zuzustimmen, sollte dieser wider Erwarten im Fachbereichsrat 09
      angenommen werden, da diese Entscheidung nicht die mehrheitliche
      Meinung am Fachbereich widerspiegelt.

      - von der derzeitigen Landesregierung in Hessen, gemäß ihres
      Koalitionsvertrags (2024–2029), die finanzielle Förderung von Forschung und
      Lehre in ihrer ganzen Breite an Hochschulen (Koalitionsvertrag 2024, S. 23)
      und insbesondere die festgehaltene Förderung der Sprachen ernst zu
      nehmen (Koalitionsvertrag 2024, S. 14).

      - von den anderen Studierenden und der Öffentlichkeit, sich mit den
      Studierenden des FB 09 zu solidarisieren, die Resolution und die Petition zu
      teilen, sich gegen die geplanten weitreichenden Streichungen, Kürzungen und
      Umstrukturierungsmaßnahmen zu stellen und konstruktive
      Lösungsvorschläge zu unterstützen.

      Auswahl an fachspezifischen Auswirkungen der
      geplanten Einsparungsmaßnahmen

      Archäologische Wissenschaften
      Das Institut für Archäologische Wissenschaften an der Goethe Universität vereint eine
      Vielzahl archäologischer Fächer, die einen geographischen Rahmen von Afrika über Asien
      und den Vorderen Orient bis nach Mittel- und Nordeuropa abdecken und einen Zeitraum von
      Prähistorischer Zeit bis in die Frühe Neuzeit umspannen. Die archäologischen Fächer sind
      dabei nicht als Spezialisierungen zu verstehen; sie sind vielmehr eigenständige Disziplinen,
      die sich durch die Behandlung von jeweils fachspezifischen Kultur- und Zeiträumen
      auszeichnen. Zudem erfordern die an das Bachelorstudium anschließenden
      fachspezifischen Masterstudiengänge ein grundständiges Studium der jeweils
      eigenständigen Disziplinen. Diese verschiedenen Disziplinen schaffen mit ihren je eigenen
      Diskursen, Forschungslandschaften und Netzwerken ein äußerst facettenreiches
      Lehrangebot. In Kombination mit der guten Forschungsinfrastruktur und der
      außergewöhnlichen Dichte an archäologischen Einrichtungen in Frankfurt und Umgebung
      bietet dies ideale Voraussetzungen für interdisziplinäre archäologische Forschung und Lehre
      an der Goethe-Universität.

      Zu den archäologischen Fächern gehören:

      ● Altorientalische Philologie (AOP)
      ● Archäologie und Geschichte der Römischen Provinzen (AGRP)
      ● Archäologie von Münze, Geld und Wirtschaft/Numismatik (AMGW)
      ● Islamische Archäologie und Kunstgeschichte (IAKG)
      ● Klassische Archäologie (KLA)
      ● Vorderasiatische Archäologie (VA)
      ● Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie (VFG)

      Ergänzt wird das breite Angebot am Institut durch das Nebenfach Archäometrie (AMET) mit
      dem Forschungsschwerpunkt der Archäobotanik, wodurch die optimalen
      Ausbildungschancen erweitert werden.

      Die derzeit vom Dekanat vorgesehenen Streichungen, Kürzungen und
      Umstrukturierungsmaßnahmen betreffen fast alle archäologischen Fächer:

      1. Von den drei Professuren für Archäologie und Geschichte der Römischen Provinzen,
      Klassische Archäologie sowie Numismatik sollen künftig nur noch zwei besetzt sein.
      Die geplante vorübergehende Zusammenlegung von Archäologie und Geschichte
      der Römischen Provinzen mit der Klassischen Archäologie ist weder nachvollziehbar
      noch begründbar, da es sich um zwei verschiedene Fächer mit nur geringen
      Berührungspunkten handelt. Nicht nur werden sich die sog. “Synergien” nicht
      einstellen – im Gegenteil –, die Zusammenschließung beider Fächer und die
      Vertretung durch nur eine Professur ist schlichtweg unmöglich, da nur für die
      einzelnen Fächer eine venia legendi existiert. Klassische Archäolog*innen haben
      keine Lehrbefugnis in der Archäologie und Geschichte der Römischen Provinzen und
      vice versa. Ohne ein qualitätsvolles, fachspezifisches Studium der archäologischen
      Fächer sinken die Chancen der Absolvent*innen der Goethe-Universität auf dem
      nationalen und internationalen Arbeitsmarkt deutlich, wodurch sich eine große
      Zukunftsunsicherheit einstellen würde. Dies wäre besonders ernüchternd, ist
      Frankfurt hessenweit doch der einzige Standort, an dem die Archäologie und
      Geschichte der römischen Provinzen angeboten wird und ist die Klassische
      Archäologie doch eines der traditionsreichen Gründungsfächer der Goethe-
      Universität. Der Verzicht auf die Wiederbesetzung der Professur für Numismatik
      hätte sogar nationale Auswirkungen, da diese archäologische Wissenschaft
      deutschlandweit ausschließlich in Frankfurt mit einer Professur vertreten ist und
      somit ein Alleinstellungsmerkmal des Standorts Frankfurt im internationalen
      Vergleich verloren ginge.
      2. Darüber hinaus soll die gerade erst ins Leben gerufene und derzeit noch über
      Drittmittel finanzierte Professur für Islamische Archäologie und Kunstgeschichte nicht
      nachbesetzt und nicht an der Uni verstetigt werden. Dies grenzt an Hohn, ist doch
      nicht vorstellbar, wie mit diesen Aussichten überhaupt Studierende angeworben,
      Forschung betrieben und Gelder eingeworben werden sollen. Das sich noch im
      Aufbau befindliche Fach steht somit schon vor seiner finalen Formierung bereits vor
      dem Aus.
      3. Gleichermaßen bedroht ist auch die Professur für Vor- und Frühgeschichtliche
      Archäologie, die zwar „nur“ heruntergestuft werden soll, wobei allerdings eine
      Mittelbau-Stelle wegfallen würde, die aktuell die Archäobotanik mit der zugehörigen
      Lehr- und Forschungssammlung vertritt und zusätzlich kommissarisch das
      Nebenfach Archäometrie koordiniert. Eine Herunterstufung dieser Professur hätte
      folglich Auswirkungen auf insgesamt 2 Fächer und den Forschungszweig der
      Archäobotantik. Demzufolge ist nicht nachzuvollziehen, warum die Professur für Vor-
      und Frühgeschichtliche Archäologie heruntergestuft werden soll, zumal sie nach der
      Streichung der Professur in Marburg die einzige Professur für dieses Fach in Hessen
      ist.

      Diese gänzlich unverständlichen Maßnahmen, die damit einhergehende Diskontinuität und
      die fragliche Umsetzbarkeit hätten erhebliche Auswirkungen auf die Attraktivität des
      Standorts Frankfurt: Wegen des unklaren Profils und der unsicheren Zukunft der betroffenen
      archäologischen Fächer wäre einerseits mit einem Rückgang der Zahl der
      Studienanfänger*innen aber auch Absolvent*innen zu rechnen, andererseits mit dem Verlust
      von internationalen Parnteruniversitäten und -institutionen, Forschungsprojekten und
      Geldern. Mit der geplanten Verwaschung der Fächer wäre auf lange Sicht schon der Weg zu
      ihrer Abschaffung geebnet, wovon die Goethe- Universität und auch die Stadt Frankfurt
      nachhaltig Schaden nehmen würden. Sollte es nicht genügend hochqualifizierte
      Absolvent*innen archäologischer Fächer mit einem fachspezifischen Studium geben, wird
      der Kulturgüterschutz sowohl in Hessen und Deutschland als auch darüber hinaus bei den
      Kooperationspartnern im Ausland nachhaltig geschädigt.

      Empirische Sprachwissenschaft
      In der Sprachwissenschaft stellt die Lehre der Lautproduktion, -transmission sowie -
      perzeption – die sogenannte Phonetik – einen elementaren Grundbaustein dar, da die
      überwältigende Mehrheit der Sprachen der Welt (abgesehen von Gebärdensprachen)
      mithilfe von gesprochenen Lauten realisiert wird. Entsprechend bildet das Studium der
      Phonetik (inklusive der hierauf fußenden Phonologie, der Systematik von Sprachlauten, mit
      welcher die Phonetik unter keinen Umständen gleichzusetzen ist) mit zwei Modulen einen
      essentiellen Bestandteil im sogenannten Pflichtbereich des Bachelors Empirische
      Sprachwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt. Beim Pflichtbereich handelt es sich
      um Basiswissen – ähnlich einem Grundstudium –, das die Studierenden ganz unabhängig
      davon, welchen der aktuell 16 angebotenen Schwerpunkte innerhalb des Bachelors
      Empirische Sprachwissenschaft sie studieren, erwerben.
      Es handelt sich bei fundierten Kenntnissen der Phonetik also um notwendige Grundlagen,
      wenn man sich auf jegliche Art ernsthaft sprachwissenschaftlich mit der Erschließung von
      Sprache(n) beschäftigen möchte.
      Universitätspräsident Prof. Dr. Enrico Schleiff sagte in einem Interview der Zeit Online vom
      3. Oktober 2021: „Alle Entwicklungen […] basieren immer auf Erkenntnissen der
      Grundlagenforschung […] Wenn diese Quelle versiegt, wird der Fluss der Innovation
      austrocknen“.
      Nach dem aktuell vom Dekanat eingebrachten Maßnahmenpaket zur Strategieentwicklung
      am Fachbereich 09 müssten diese Grundlagen weiterhin von Dozierenden mit prekären
      Lehraufträgen vermittelt werden, da die im Entwurf vorgesehene E13-Dauerstelle, die
      anstelle der bisherigen Phonetik-Professur etabliert werden soll, lediglich den Lehrbetrieb für
      den Schwerpunkt Phonetik – als eine Art lebenserhaltende Maßnahme – aufrechtzuerhalten
      versucht und mehr (beispielsweise qualitativ hochwertige Forschung) nicht bewerkstelligen
      können wird.

      Die Goethe-Universität Frankfurt am Main zeichnet sich aus sprachwissenschaftlicher Sicht
      durch ihr breites Spektrum und die vielfältigen Möglichkeiten sprachwissenschaftlicher Lehre
      und Forschung aus, da neben eines hochdiversen Sprachangebots beispielsweise auch
      separate Lehrstühle für Phonetik und Phonologie existieren, die sehr unterschiedliche
      Aufgaben abdecken. Der Lehrstuhl für Phonetik ist hierbei seit über einem Jahr nicht mehr
      besetzt, wodurch der Schwerpunkt Phonetik nur sehr sporadisch angeboten werden konnte.
      Wir als Studierende der Empirischen Sprachwissenschaft sehen dieses Potential aktuell
      stark bedroht.
      Die Attraktivität des Standorts Frankfurt für Studierende, die ein Studium der Phonetik in
      Betracht ziehen, sowie qualifizierter Wissenschaftler*innen wäre somit im nationalen wie
      auch internationalen Wettbewerb mittel- bis langfristig stark gemindert. Ausgebildete
      Phonetiker*innen sind aus den Trends technologischer Entwicklungen der heutigen
      Gesellschaften nicht wegzudenken, da Technologien wie Spracherkennung und
      Sprachsynthese (bspw. Google, Alexa (Amazon), Cortana (Microsoft) etc.) in unser aller
      Alltag fest verankert sind.

      Klassische Philologie:
      Die Streichung der Hälfte der altphilologischen Lehrstühle bedeutet de facto das Ende des
      Instituts für Klassische Philologie an der Goethe-Universität, da sie die Marginalisierung
      einer der beiden verschiedenen Sprachen zur Folge hätte: Forschung und Lehre auf hohem
      Niveau in den beiden unterschiedlichen Sprachen, Ausbildung von Lehrkräften und
      wissenschaftlichem Nachwuchs kann nicht von nur einer Person in beiden Fächern
      gleichermaßen durchgeführt werden. Denn das würde bedeuten, dass eine Person für die
      rund tausendjährige Literatur mit all ihren Gattungen in zwei klassischen Sprachen Expert:in
      sein müsste. Dies hätte einen erheblichen Qualitätsverlust und damit Attraktivitätsverlust zur
      Folge. Die Ausbildung von Latein- und Griechischlehrkräften, die doch gerade gesucht sind,
      könnte in Frankfurt nicht mehr gewährleistet werden. Nicht zuletzt wird die
      Zusammenstreichung des Instituts der kulturellen Bedeutung des Lateinischen und
      Griechischen, der Geschichte Europas und dem Humanismus mitnichten gerecht. Eine
      Universität, die die Professur für Latinistik streicht, verdient den Namen Goethes nicht.
      “Im Herzen von Europa wollen wir Schulen ermutigen und besonders fördern, die sich der
      europäischen Mehrsprachigkeit – einschließlich der alten europäischen Kultursprachen Latein
      und Griechisch – widmen.” (Koalitionsvertrag 2024, S. 14)

      Kunstgeschichte:
      Das kunstgeschichtliche Institut in Frankfurt ist aktuell mit sieben Professuren bundesweit
      eines der größten und renommiertesten Institute für Kunstgeschichte. In drei Studiengängen
      (BA und MA Kunstgeschichte; MA Curatorial Studies) bietet das Institut ei n außergewöhnlich
      breites Lehrangebot, das die gesamte westliche Kunst- und Architekturgeschichte von
      Spätantike und Frühmittelalter bis zur Gegenwart umfasst – mit den Streichungen von drei
      Professuren nach dem Entwurf des Dekanats wird dieses Forschungs- und Lehrangebot
      zukünftig nicht mehr abgedeckt werden: Neben dem Wegfall der personenbezogenen
      Städel-Kooperationsprofessur für die Bildkünste in Deutschland und den Niederlanden
      zwischen Spätgotik und Barock (ca. 1500 bis 18. Jh.), ist eine Streichung der Professur für
      Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt 18. und 19. Jahrhundert vorgesehen. Letztere soll
      dem Entwurf zufolge durch eine Synergieprofessur (Visuelle Kultur, W3) mit dem Institut der
      Kunstpädagogik ersetzt werden, die angesichts der grundsätzlich unterschiedlichen
      Fächerschwerpunkte keinen Sinn ergibt. Hinzu kommt die Streichung der Professur Neuere
      und Neueste Kunstgeschichte, Kunst- und Medientheorie (ca. 20. Jh.), wodurch nicht nur ein
      Schwerpunkt unseres Instituts auf Filmtheorie wegfallen würde, sondern in Summe die
      Lehre des Instituts den kunstgeschichtlichen Bereich ab dem 17. Jahrhundert bis 1950 nicht
      mehr abgedeckt werden könnte. Das Dekanat schlägt vor, der thematische Schwerpunkt
      dieser Professur könne stattdessen zusätzlich und ohne Aufstockung von der
      Heisenbergprofessur für Gegenwartskunstgeschichte übernommen werden. Außen vor
      bleiben bei diesen Überlegungen die hohen Studierendenzahlen der Kunstgeschichte,
      insbesondere mit dem Schwerpunkt ab 1900, die bereits jetzt in diesen Seminaren zur
      Überbelegung führen. Der Entwurf sieht zusätzlich eine Abstufung der Professur für
      Architekturgeschichte und der Professur mit dem Schwerpunkt Kunst der frühen Neuzeit von
      W3 auf W2 vor. Alles in allem bedeutet der Entwurf einen erheblichen Qualitätsverlust in
      kunstgeschichtlicher Lehre und Forschung und einen starken Attraktivitätsverlust des
      kunstgeschichtlichen Instituts Frankfurt am Main.

      Forderungen

      Die Studierenden des Fachbereichs 09 “Sprach- und Kulturwissenschaften” der
      Goethe-Universität Frankfurt am Main fordern,

      - vom Dekanat FB 09 für finanzielle Transparenz mit den Fachgruppen,
      zukünftige Entwurfsvorlagen mit einer Vorlaufzeit von mindestens einer
      Woche vor dem Diskussionstermin zugänglich zu machen, die gemeinsame
      Erarbeitung eines neuen Entwurfs im Austausch mit den jeweiligen Instituten
      und Fachgruppen unter Einbezug der jeweiligen Fachexpertise und unter
      Einbezug der aktuellen tatsächlich einzusparenden Summen

      - von den Stimmberechtigten des Fachbereichsrats 09 am 17. April 2024 gegen
      den vom Dekanat vorgelegten Entwurf zu stimmen

      - vom Präsidium, dem Plan zur Streichung der Professuren nicht zuzustimmen

      - von der Landesregierung mehr Geld für Bildung und Universitäten bereit zu
      stellen und die im Koalitionsvertrag festgehaltene auskömmliche und
      verlässliche Finanzierung hessischer Hochschulen sowie Förderung der
      Sprachen ernst zu nehmen

      - von den anderen Studierenden und der Öffentlichkeit, sich mit den
      Studierenden des FB 09 zu solidarisieren, die Resolution und die Petition zu
      teilen und sich gegen die geplanten weitreichenden Kürzungen zu stellen.


      Fachschaftsrat des Fachbereichs 09, 08.04.2024

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Aktuelles aus den Altertumswissenschaften

    • Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
    • Nov 25
      New CRASIS Network: Marginalised Groups

      Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
      Montag, 25. November 2024 15:43

      We are excited to announce the formation of a new CRASIS Network: Marginalised Groups: Giving Voice to Silenced Peoples in the Ancient World. This network aims to explore the experiences of historically underrepresented groups in antiquity.

      • Mailing List: If you wish to join the mailing list and stay informed about meetings and events, please register here.
      • Planning Meeting: The organisers will meet on 10 December, 15:00–16:00 to plan further activities. If you would like to join, please email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

      For more information, see the attached document outlining the network’s goals and themes:

      CRASIS Network: Marginalised groups: giving voice to silenced peoples in the ancient world

      Organisers:

      Anna Moles (Archaeology) Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

      Sofia Voutsaki (Archaeology) Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

      Jacqueline Klooster (Classics) Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

      Bart Danon (Ancient History) Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

       

      About the Network

      The study of ancient society has traditionally focused on the urban elites or the male citizens, and has neglected the women, the children or adolescents, the old people, the disabled or sick, the slaves and criminals, the foreign residents. This network aims to address this problem. While the situation is rapidly changing, with these groups receiving increasing attention, these discussions remain restricted to historical or literary evidence. However, in recent years, mortuary archaeology (the study of mortuary practices) and bioarchaeology (the study of human remains, and associated analytical techniques such as ancient DNA and biodistance analysis to establish genetic relations, or isotopic analyses to reconstruct diet or provenance) produce fascinating insights into the life and death of precisely these neglected categories. These new insights have not been incorporated so far into historical reflection on these ‘silenced groups’. Classicists and ancient historians make little use of (bio)archaeological information, while osteoarchaeologists are not always familiar with the complexities of the ancient world, or ignore the potential of texts, epigraphy, or imagery. As a result, the different disciplines hardly interact with each other, just at the moment when new questions are being asked and new methods introduced.

      We want to make use of this network within the framework of CRASIS, as an interdisciplinary research institute, to bring together scholars from across the disciplines studying the ancient world, bridging the gap between these diverse disciplines and between the humanities and the sciences. Doing this through a CRASIS network also enables us to maximise the interdisciplinarity of our approach to marginalised peoples by bringing together a wide range of disciplines interested in ancient societies. Coming from the archaeological perspective, we acknowledge the importance of the growth of archaeological science, but we want to anchor methodological innovation in theoretical reflection and historical knowledge. Coming from the historical/textual perspective we are interested to learn how new archaeological methods can challenge, confirm or fill in the gaps in the discourses we find in ancient texts, both inscribed and literary/historiographical. Moreover, from a reception theories and cultural analysis point of view, we are also interested in seeing how and whether the new facts archaeology can obtain about silenced and marginalized groups will enter the public consciousness through popular science and pop culture. We can think for instance of the spate of popular books on the lives of women that is currently appearing (The Missing Thread, Dunn; Femina, Ramirez; Amazons, Mayor), that use archaeological findings to complete the lacunae in the historical record. Herein lies the strength of situating our research in the very well documented ancient Greco-Roman world where optimal integration of written, material, iconographic and bioarchaeological evidence can be achieved, and including reception scholars as well.

      Meeting plans

      A series of four meetings to discuss a selection of specific topics within the theme involving both the CRASIS network and external participants. We would like to focus on the status quo of research to-date on these topics, gathering bibliography and available evidence, and discuss how to progress in approaching future study of marginalised peoples and silenced groups in the ancient world. The meetings will take the format of a combination of talks, round-table discussions, student poster sessions, and collections tours. We would like to hear about the current research of those in the network relating to the theme but will also include a specifically student-oriented aspect to each meeting.

      The four meeting topics:

      1) Women and children

      2) The elderly, infirm and disabled

      3) The enslaved and criminals

      4) Foreigners

      We plan to include student activities into these meetings including (but not limited to):

      • Student posters on a topic linked to the meeting’s theme.
      • For our graduate students, to act as respondents to papers.
      • A tour of the Human Osteoarchaeology Laboratory and Mediterranean Archaeology collections.
      • Integrate student presentations in the new BA Roman slavery course.

      Upcoming events

      10 December: Planning meeting with the organisers but any interested parties are welcome (email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.)

      If you have questions, wish to propose a meeting, idea or speaker, or if you want to be placed on our mailing list, please send an email to Anna Moles Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

       

       

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    • Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
    • Nov 07
      Competition ‘Why Classics Matters’ - open to everybody

      Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
      Donnerstag, 07. November 2024 16:33

      To all member associations of FIEC

      Dear Colleagues,

      On behalf of the Classical Association (UK), a member society of FIEC, I am forwarding you their message announcing a campaign ‘Celebrating Classics’ (https://classicalassociation.org/campaign/<https://urldefense.com/v3/__https:/classicalassociation.org/campaign/__;!!Dc8iu7o!wxT8szAO0HvRApW1oW62xE2M82Ac1-bpnQFs1QGw8gWPcVZT_NCNzrbmhGWpzhaqNv-FN7s_hppKvc3xziXbhnbW_Sgqa2SMFMdhWw$>) which includes a competition on ‘Why Classics Matters’ open to everybody across the world. Please feel free to forward it to the members of your association.


      À toutes les associations membres de la FIEC

      Chères et chers Collègues,

      Au nom de la Classical Association (UK), membre de la FIEC, je vous transfère ci-dessous leur message annonçant une campagne intitulée ‘Celebrating Classics’ (https://classicalassociation.org/campaign/<https://urldefense.com/v3/__https:/classicalassociation.org/campaign/__;!!Dc8iu7o!wxT8szAO0HvRApW1oW62xE2M82Ac1-bpnQFs1QGw8gWPcVZT_NCNzrbmhGWpzhaqNv-FN7s_hppKvc3xziXbhnbW_Sgqa2SMFMdhWw$>) qui inclut un concours ‘Why Classics Matters’ ouvert à toute personne à travers le monde. N’hésitez pas à le transmettre aux membres de votre association.

      Meilleures salutations / Best regards

      Thomas Schmidt
          

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    • Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
    • Okt 14
      Aktuelle Ausschreibungen der Patrum Lumen Sustine-Stiftung zur Finanzierung wissenschaftlicher Tagungen und Publikationen

      Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
      Montag, 14. Oktober 2024 16:15

      10.10.2024

      Ab sofort nimmt die Patrum Lumen Sustine-Stiftung (Basel) Bewerbungen für die Förderung von wissenschaftlichen Tagungen und Publikationen entgegen, die inhaltlich unter folgenden Schwerpunkten verortbar sind: Klassische Philologie und Archäologie, Archäologie und Kunstgeschichte des Mittelalters und Rezeption von Antike und Mittelalter in der abendländischen Tradition.

      Publikationen: patrumlumensustine.ch/de/sostegno-pubblicazioni-de/

      Tagungen: https://patrumlumensustine.ch/de/sostegno-convegni-de/ 

      Bewerbungsschluss ist der 30. November 2024.

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    • Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
    • Apr 30
      Bericht zum 7. Norddeutschen Doktorand:innenworkshop 2024 in Göttingen

      Aktuelles aus den Altertumswissenschaften
      Dienstag, 30. April 2024 17:02

      Zeitlich passend zur japanischen Kirschblüte auf dem Göttinger Campus hat der 7.
      Norddeutsche Doktorand:innenworkshop der Altertumswissenschaften (NDAW) am 21. und
      22.03.2024 in Göttingen stattgefunden.
      Der NDAW, der jährlich an wechselnden Universitäten abgehalten wird, versteht sich als
      interdisziplinär und richtet sich an alle Doktorand:innen, die ein Dissertationsprojekt im
      Bereich der klassischen Altertumswissenschaften an einer norddeutschen Universität
      bearbeiten. Beiträge aus allen altertumswissenschaftlichen Fachbereichen sind dabei
      willkommen; beim NDAW 2024 waren darüber hinaus auch Vorträge von Doktorand:innen,
      die sich mit einem Thema mit Antikebezug – etwa im Bereich der Kunstgeschichte,
      Philosophie, Theologie oder Altorientalistik – auseinandersetzen, ausdrücklich erwünscht. Wie
      jedes Jahr gab es auch 2024 kein Workshop-Oberthema, sodass die Vortragenden die
      Gelegenheit hatten, einen Beitrag – etwa erste Thesen oder noch offene Fragen - zu ihrem
      eigenen Dissertationsprojekt vorzustellen und zu diskutieren und dabei eigene inhaltliche
      Schwerpunkte zu setzen.
      Zum NDAW im März 2024 durften wir insgesamt 11 Vortragende aus ganz unterschiedlichen
      Fachdisziplinen – der Ur- und Frühgeschichte, der Lateinischen und Griechischen Philologie,
      der Archäologie und der Alten Geschichte – begrüßen; außerdem haben auch einige
      interessierte Masterstudierende und Postdocs sowie Promovierende ohne eigenen Vortrag (teils
      aus Göttingen, teils von außerhalb) den NDAW durch ihre Teilnahme und ihre
      Diskussionsbeiträge bereichert. Pro Tag waren jeweils 5 bzw. 6 Vortragsslots von je 45
      Minuten für die NDAW-Teilnehmer:innen vorgesehen; die etwa 25-minütige Diskussionszeit,
      die nach den jeweils ca. 20-minütigen Präsentationen angesetzt war, wurde ausnahmslos
      vollständig ausgeschöpft, nicht selten wurden die Vorträge auch noch während der Kaffee- und
      Mittagspausen angeregt weiter diskutiert. Dass sich die vorgestellten Dissertationsprojekte in
      Hinblick auf Thema und Methodik teilweise stark unterschieden und dabei ein großes zeitliches
      Spektrum abdeckten, hat den NDAW 2024 ungemein bereichert: Von der Untersuchung von
      Bestattungen in der frühen Bronzezeit über eine philologische Betrachtung der Figur des
      schlauen Sklaven in den Komödien des Plautus bis hin zu modernen Analysemöglichkeiten von
      Handschriften aus dem 15. Jahrhundert wurden unterschiedlichste Aspekte der
      Altertumswissenschaften in den Fokus und zur Diskussion gestellt; die Teilnehmenden hatten
      dadurch die die Gelegenheit, den eigenen fachlichen Horizont zu erweitern, auf interessierte
      Nachfragen zu ihren eigenen Vorträgen einzugehen sowie wertvolle Anregungen aus ganz
      unterschiedlichen fachlichen Perspektiven für ihre eigene Forschung mit auf den Weg zu
      nehmen. Der interdisziplinäre Charakter des NDAW und seine Funktion als Austauschforum
      für Promovierende ganz unterschiedlicher Fächer wurde auch von Professor Martin Langner,
      dem Direktor des Göttinger Instituts für Digital Humanities, in seinem Grußwort positiv
      hervorgehoben. Auch auf die Arbeit der Mommsen-Gesellschaft hat Herr Langner im Rahmen
      seines Grußworts hingewiesen und die Teilnehmenden in diesem Zuge auch auf die
      Möglichkeit aufmerksam gemacht, eine Jungmitgliedschaft bei der Mommsen-Gesellschaft zu
      beantragen.
      Der Abendvortrag am 21.03., der sich nicht nur an die Workshop-Teilnehmenden, sondern an
      die gesamte Hochschulöffentlichkeit richtete, stellte ein ganz besonderes Highlight des NDAW
      2024 dar. Professorin Annette Zgoll und Professor Christian Zgoll aus Göttingen begeisterten
      ihre Zuhörer mit einem spannenden interdisziplinären Doppelvortrag mit den Titeln „Wie
      Mythen sich entwickeln: Das Beispiel einer babylonischen Theogonie um die Zeit Hesiods“
      bzw. „Hesiod und die Hethiter: Griechische und altorientalische Theogoniemythen im
      Vergleich“. In ihren Vorträgen nahmen Frau und Herr Zgoll unterschiedliche inhaltliche und
      methodische Herangehensweisen an Götterentstehungsmythen in den Blick und ermöglichten
      ihren Zuhörer:innen somit einen interessanten Einblick in das Feld der Mythosforschung und
      aktuelle Forschungsergebnisse in diesem Bereich. Ein Großteil des Publikums kam im Rahmen
      der Vorträge zum ersten Mal mit hethitischen bzw. babylonischen Göttererzählungen in
      Kontakt: Folglich konnten die Zuhörenden viel Neues lernen und dabei auch einige
      wohlvertraute griechische Mythen aus einer neuen Perspektive betrachten. Mit ihrem
      Enthusiasmus und ihrer zugänglichen Art gelang es Frau und Herrn Zgoll mit Leichtigkeit, ihr
      Publikum mitzunehmen: Entsprechend kam es im Anschluss an die Vorträge zu zahlreichen
      interessierten Nachfragen; weit über den vorgesehenen Zeitrahmen hinaus wurde angeregt
      diskutiert.
      Den Abschluss des ersten Workshop-Tages bildete schließlich ein gemeinsames Abendessen
      im „Café Botanik“ in Göttingen, bei dem sich die Anwesenden in angenehmer, gemütlicher
      Atmosphäre sowohl über fachliche als auch persönliche Themen austauschen konnten. Neben
      den unterschiedlichen Forschungsschwerpunkten und Dissertationsprojekten wurden
      beispielsweise auch der Alltag während der Promotion sowie die Vor- und Nachteile
      unterschiedlicher Finanzierungsmöglichkeiten diskutiert – seiner Funktion als Austauschforum
      für Promovierende (und Masterstudierende, die sich für eine Promotion interessieren) wurde
      der NDAW also auch über rein fachliche Aspekte hinaus durchaus gerecht.
      Auch die Pausen während der beiden Workshop-Tage wurden von den Teilnehmenden stets für
      angeregte Diskussionen und interessierte Gespräche genutzt. Dank des Cateringservices der
      UMG Göttingen sowie der tatkräftigen Unterstützung zweier Hilfskräfte vom Seminar für
      Klassische Philologie konnten sich die Teilnehmenden in den Pausen mit Essen und Trinken
      versorgen und somit neue Energie fürs Zuhören, Vortragen und Mitdiskutieren tanken. Auch
      der schöne Ausblick auf die japanische Kirsche auf dem Göttinger Campus, die zur Zeit des
      NDAW in voller Blüte stand, hat sicherlich zur guten Stimmung der Teilnehmenden während
      des Workshops beigetragen.
      Abgerundet wurde der NDAW 2024 schließlich mit einer Führung durch die Sammlungen des
      Göttinger Archäologischen Instituts: Dabei konnten die Teilnehmenden die ausgestellten
      Gipsabgüsse zahlreicher antiker Skulpturen bestaunen und sich in der Sonderausstellung
      „Antike im Blick“ umsehen, die die Geschichte der Göttinger Sammlungen beleuchtet.
      Insgesamt hat die Führung durch die Sammlungen sicherlich dazu beigetragen, Göttingen als
      vielseitigen Universitätsstandort zu präsentieren, der Vertreter:innen ganz unterschiedlicher
      altertumswissenschaftlicher Disziplinen viel zu bieten hat.
      Dass die Organisation und Durchführung des NDAW 2024 so gut gelingen konnte, verdanken
      wir maßgeblich unseren Sponsoren, der Mommsen-Gesellschaft, dem Verein der Göttinger
      Freunde der antiken Literatur, dem Göttinger Universitätsbund und der Göttinger
      Graduiertenschule für Geisteswissenschaften (GSGG), ohne deren finanziellen Beitrag der
      NDAW 2024 in dieser Form nicht hätte stattfinden können. Für die großzügige und
      unbürokratische Förderung möchten wir uns ganz herzlich bedanken!
      Ein kurzer Rückblick sowie eine kleine Bildauswahl findet sich auf der Homepage zum
      NDAW: https://www.uni-goettingen.de/de/infos+ndaw+2024/683828    

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Call for Papers

    • Call for Papers
    • Dez 04
      « Clisthène, sur la pensée et les pratiques des anciens Grecs d’Homère à Platon »

      Call for Papers
      Mittwoch, 04. Dezember 2024 16:41

      Appel à contribution pour l’Atelier scientifique « Clisthène, sur
      la pensée et les pratiques des anciens Grecs d’Homère à
      Platon » (3-4 avril 2025, Besançon)
      Le comité scientifique est composé de Michel Fartzoff, Karin Mackowiak
      et Arnaud Macé (Université de Franche-Comté, ISTA)
      Nommé en hommage au livre publié en 1964 par Pierre Lévêque et Pierre
      Vidal-Naquet, cet atelier accueille des contributions en français, anglais,
      allemand, espagnol et italien consacrées à l’étude de la pensée et des
      pratiques en Grèce ancienne, d’Homère à Platon, par-delà les frontières
      de la littérature, de l’histoire, de la philosophie, des sciences et des
      techniques.
      De la même manière que Pierre Lévêque et Pierre Vidal-Naquet
      proposaient de lire les réformes politiques de Clisthène à la lumière de la
      philosophie d'Anaximandre, les présentations devront relier au moins deux
      objets ou deux corpora qui sont habituellement étudiés à l’intérieur des
      frontières disciplinaires, soit en langues et littératures anciennes, soit en
      histoire ancienne, soit encore en histoire de la philosophie et des savoirs
      anciens. Par exemple : Pindare et Parménide ; Tragédie et astronomie ;
      Périclès et les sophistes ; Homère et la botanique ; pratiques militaires et
      mathématiques ; pratiques de la mythologie et histoire ; Hésiode et la
      philosophie ; Présocratiques, pensée et pratiques politiques, etc.
      Les contributions à l’Atelier sont publiées dans la collection « Cahiers de
      l’Atelier Clisthène » (Collection « ISTA », Presses universitaires de
      Franche-Comté).
      Toutes les oratrices et tous les orateurs retenus à l’issue de l’appel à
      contribution auront 50 minutes de temps de parole, suivi de 40 minutes de
      discussion. Merci d’envoyer votre projet, en 1000 mots maximum, en
      versions pdf et texte, prêtes pour l’évaluation anonyme, à l’adresse de
      contact.
      Date limite de candidature : 19 janvier 2025
      Contact : Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.    

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    • Call for Papers
    • Dez 04
      The Concept of Freedom in Ancient Greece and Rome - 16th Celtic Conference in Classics in Coimbra (15 – 18 July 2025)

      Call for Papers
      Mittwoch, 04. Dezember 2024 16:31

      Call for Papers

      The Concept of Freedom in Ancient Greece and Rome

      16th Celtic Conference in Classics in Coimbra (15 – 18 July 2025)

      Organizers: Professor Melina Tamiolaki (University of Crete) and PD Dr Lothar Willms (Humboldt Universität zu Berlin)

      Freedom is a core concept of the Western world; it is crucial to political discourse and theory and fundamental in social and philosophical debates. The idea of freedom arose in ancient Greece and progressively unfolded. Research on freedom has mainly focused on the following issues: on the vocabulary of ἐλευθερία (freedom) and related terms, such as αὐτονομία (autonomy) (Krüger-Mohamad-Klotzbach-Pfeilschifter 2022) and παρρησία (freedom of speech) (Sluiter-Rosen 2017), on the initial conceptualization of the notion (Raaflaub 2004, Patterson 1991), on its meaning and nuances (ideological or rhetorical) in specific authors (Binayemotlagh 2002, Galloway 2004, Eliasson 2008, Edwards 2009, Tamiolaki 2010), on its political or philosophical dimension (Muller 1997, Bobzien 1998, Willms 2011), on its relation to other concepts of relevant or contrary meaning, such as individual rights, equality, democracy, tyranny and unfreedom (Liddel 2007, Anagnostopoulos-Santas 2013, Vlassopoulos 2021, Tamiolaki 2024).

      Despite the plethora of studies in freedom, there is still scope for deepening our understanding of this notion, by systematically examining more terms and related expressions (e.g. ἐλευθεριότης, προαίρεσις, τὸ εφ᾽ ἡμῖν), by promoting interdisciplinary and cross-cultural approaches, and by studying more closely the association (or possible equivalence) between ancient and modern concepts of freedom (e.g. ancient terms related to the freedom of will, sexual or religious freedom, moral freedom, freedom of choice etc.).

      The aim of this panel is twofold:

      1. a) first, to offer a forum for a methodological and terminological clarification of this notion, by examining underexplored authors and genres (such as the novel, the New Testament, theology, inscriptions, papyri etc. esp. philosophical) that might contain thus far undiscovered concepts of freedom;
      2. b) to prompt a comparative reflection on freedom by focusing on two ancient civilizations, ancient Greece and Rome.

      More specifically, papers in this panel will investigate the concept of freedom in politics, jurisprudence, historiography, literature, philosophy, and theology with a chronological range from the Mycenaean Bronze Age to Late Antiquity, addressing (one or more of) the following questions:

      • What are the terms used to refer to freedom in ancient Greece and/or Rome and what is their meaning? Is this notion implicit, made explicit (e.g. by a definition) or even debated (e.g. in the philosophical treatises on freedom and slavery)?
      • Which terms/concepts are correlated with freedom in ancient Greek and Latin literature and culture (e.g. παρρησία, ἐλευθεριότης, αὐτονομία, libertas, liberalitas, licentia, dignitas, honor, virtus) and what are their different nuances?
      • To what extent does genre (poetry/prose) affect the conceptualization of freedom and its literary representation in ancient Greece and/or Rome?
      • Can we trace an evolution of this concept from ancient Greece to Rome? And how is this evolution situated in the history of ideas?
      • To what degree concepts of freedom in ancient Greece and/or Rome influence or enrich our modern understanding of the concept?
      • Digital representation of the concept of freedom (e.g. through tools that bring to light its proximity/association with other concepts etc.)

      We expect that this panel will significantly contribute to a deeper understanding of the notion of freedom in Greco-Roman antiquity and to a re-evaluation of its potential relevance for our modern world.

      Abstracts in English of no more than 300 words should be sent to both organizers (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) in both pdf and word no later than 20 February 2025. Notifications about acceptance will be sent after 5 March 2025. Please note that travel and accommodation expenses will not be reimbursed, and that the conference is an in-person event. We plan to publish the contributions in an edited volume.

      Confirmed speakers are:

      Sven Günther, Professor, Northeast Normal University, Changchun

      Naomi Campa, Assistant Professor, University of Texas at Austin

      Demetra Kassimis, Assistant Prof. Cambridge

      Hartmut Leppin, Professor, Goethe-Universität Frankfurt

      Christoph Lundgreen, Professor, Technische Universität Dresden

      Orlando Patterson, John Cowles Professor of Sociology, Harvard University

      Klaus Vieweg, Professor, Friedrich-Schiller-Universität Jena

      Kostas Vlassopoulos, Professor, University of Crete

      Shane Wallace, Assistant Professor, University of Dublin

      REFERENCES (select)

      Anagnostopoulos, Georgios and Santas Gerasimos 2019 (eds.). Democracy, Justice, and Equality in Ancient Greece: Historical and Philosophical Perspectives. Cham: Springer.

      Binayemotlagh, Saïd 2002. Être et liberté selon Platon. Paris: Harmattan.

      Bobzien, Susanne 1998. Determinism and Freedom in Stoic Philosophy. Oxford: Clarendon Press.

      Edwards, Catherine 2009. “Free yourself! Slavery, freedom and the self in Seneca’s Letters”, In: Shadi Bartsch, David Wray (eds.), Seneca and the Self. Cambridge: Cambridge University Press, 139–159.

      Eliasson, Erik 2008. The Notion of That Which Depends on Us in Plotinus and Its Background. Philosophia Antiqua 113. Leiden: Brill 2008.

      Galloway, Lincoln Emmanuel 2004. Freedom in the Gospel. Paul’s Exemplum in 1 Cor 9 in conversation with the Discourses of Epictetus and Philo. Contributions to biblical exegesis and theology 38. Leuven: Peeters.

      Krüger, Dominique, Mohamad-Klotzbach, Christoph and Pfeilschifter, René 2022 (eds.). Local self-governance in Antiquity and in the Global South. Berlin/Boston: De Gruyter.

      Leppin, Hartmut 2014. ‘Christianity and the Discovery of Religious Freedom.’ Rechtsgeschichte / Legal History 22: 62-78.

      Leppin, Hartmut 2022. Paradoxe der Parrhesie. Eine antike Wortgeschichte. Tübingen: Mohr Siebeck.

      Liddel, Peter 2007. Civic Obligation and Individual Liberty in Ancient Athens. Oxford: Oxford University Press.

      Muller, Robert 1997. La doctrine platonicienne de la liberté. Paris: Vrin.

      Patterson, Orlando 1991. Freedom in the Making of the Western Culture. London: Tauris.

      Raaflaub, Kurt 2004. The Discovery of Freedom in Ancient Greece. Chicago: University of Chicago Press.

      Sluiter, Ineke and Rosen, Ralph 2017 (eds.). Free Speech in Classical Antiquity. Leiden: Boston/Brill.

      Tamiolaki, Mélina 2010. Liberté et esclavage chez les historiens grecs classiques. Préface de Kurt Raaflaub. Paris: Presses de l’Université Paris-Sorbonne.

      Tamiolaki, Melina 2024. “Aristotle and Xenophon on Freedom”, In: Gabriel Danzig, David M. Johnson and David Konstan (eds.), Xenophon’s Virtues. Xenophon Series 1. Berlin: De Gruyter, 405-437.

      Vlassopoulos, Kostas 2021. Historicising Ancient Slavery. Edinburgh Studies in Ancient Slavery series. Edinburgh: Edinburgh University Press.

      Willms, Lothar 2011. Epiktets Diatribe Über die Freiheit (4.1) – Einleitung, Übersetzung und Kommentar. Wissenschaftliche Kommentare zu griechischen und lateinischen Klassikern. 2 vols. Heidelberg: Universitätsverlag Winter 2011/12.

       

       

       

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    • Call for Papers
    • Nov 29
      Freedom as Metaphor – Metaphors of Freedom. Metaphorical Notions of the ‘Free’ and the ‘Slave’ in Ancient Thought

      Call for Papers
      Freitag, 29. November 2024 12:38

      Call for Papers

      Freedom as Metaphor – Metaphors of Freedom. Metaphorical Notions of the ‘Free’ and the ‘Slave’ in Ancient Thought

      Panel at the 16th Celtic Conference in Classics, Coimbra, July 15-18, 2025

      In the absence of philosophical notions of ‘freedom’ in early classical texts, studies on the subject usually focus on the political significance of the term. Thus, ‘freedom’ has been analysed primarily as the achievement of a (democratic) political order in which citizens, endowed with rights such as ‘freedom of speech’ (parrhesia), ‘equality’ (isonomia), and ‘equality of speech’ (isegoria), could take the reins of the polis in their own hands and not be subject to tyrannical rule. However, quite early on in classical Greece, expressions like ‘to be free’ and ‘to be a slave’ were used as metaphors in Greek literature. This creative use of the semantics was pivotal for the development of notions of freedom beyond the political sphere, but it is mostly sidelined in research on the subject. For example, ‘slavery’ occasionally acquires a metaphorical connotation in Greek tragedy. In Sophocles’ Antigone, for instance, Creon criticises Antigone’s inflexibility and ‘manly arrogance’ by reminding her that “there is no place for pride, when one is his neighbours’ slave (doûlos)” (473–485).

       

      Moreover, metaphors of freedom and slavery were used by sophists in relation to the claim that law is the result of convention and not by nature (cf. Antiphon B 44 Col.4, Pl. Grg. 483a7–484b1, 491e5–492c8, Lg. 889e3–890a9): to serve the law means to enslave oneself, to rule is to be free. Moreover, we have ample evidence of a debate in the 4th century BC about what kinds of education and studies were suitable for a ‘freeman’, i.e. a citizen (see e.g. Isoc. 12.26–28, 15.266–269), which is the root of the expression studia liberalia (cf. Sen. Ep. 88.1.1). It may have been partly this debate which prompted Plato to define the philosopher as the only truly free person (Tht. 172c8–173c6, 175d7–176a2). But again, Plato developed the metaphor further to include the idea of ‘freedom from the body’ (and its contrary: slavery to bodily desires). This panel aims to close the existing gap in the scholarship on the notion of freedom in classical antiquity and beyond by exploring metaphoric uses of the semantics of ‘slave’ and ‘free’ across a broad range of ancient texts, including both literature and philosophy.

       

      Please submit a 300-word abstract in English by February 20, 2025 to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. and Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., using the template from the CCC website:
       www.uc.pt/cech/16-ccc/calls/call-for-papers/. Papers should be 20 minutes long, followed by discussion. The results will be communicated by the end of February, 2025. Please note that travel and accommodation expenses will not be reimbursed, and that the conference is an in-person event only.

      Organizers

      Diego De Brasi & Julia Pfefferkorn

      Trier University, Germany

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    • Call for Papers
    • Nov 22
      FÜR PROMOVIERENDE: 3. Jungmitglieder-Treffen der Mommsen-Gesellschaft

      Call for Papers
      Freitag, 22. November 2024 09:52

      Am 15./16. Mai 2025 wird im Althistorischen Seminar der Universität Göttingen das dritte Jungmitglieder-Treffen der Mommsen-Gesellschaft stattfinden. Das Treffen dient in erster Linie dem gegenseitigen Kennenlernen und der Vorstellung eigener Forschungsprojekte. Es besteht auch die Möglichkeit, ohne eigenen Beitrag an der Diskussion teilzunehmen. Daneben erwartet Sie ein spannendes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Durch einen Publikation-sworkshop des Steiner Verlages wird Ihnen ein Einblick in das wissenschaftliche Publizieren aus Verlagssicht gegeben. Zudem werden Sie die Gelegenheit haben, die Archäologische Sammlung der Universität Göttingen zu besuchen.

      Um die zur Verfügung stehende Zeit bestmöglich für Diskussionen und den wissenschaftlichen Austausch zu nutzen, werden beim diesjährigen Jungmitgliedertreffen keine Vorträge gehalten, sondern vorab verschickte Papers diskutiert. Dabei kann es sich um Aufsatzentwürfe, Kapitel aus Qualifikationsarbeiten oder um die Vorstellung eines Forschungsprojektes bzw. einer Forschungsidee handeln. Die Beiträge können im Vortragsstil (ohne Fußnoten) oder in ausgearbeiteter Form vorgelegt werden, wobei die besprochenen Originaltexte im Paper zitiert oder in einem Anhang bzw. eigenem Handout beigegeben werden sollten. Dadurch wird allen Teilnehmer:innen eine Vorbereitung, ein Sich-in-Ruhe-Eindenken in das jeweilige Material ermöglicht und eine Grundlage für gezielte Nachfragen und intensive Diskussionen gelegt. Die Papers sollten den Umfang von ca. 20 Seiten nicht überschreiten und allen Teilnehmer:innen vier Wochen vor dem Treffen (spätestens bis 15.04.2025) geschickt werden, damit genügend Zeit zur Lektüre besteht. Weitere Informationen zum Upload Ihrer Aufsatzentwürfe bzw. Kapitel erhalten Sie rechtzeitig zusammen mit der Bestätigungsnachricht Ihrer Teilnahme. Während des Treffens stellt der / die Verfasser:in die Hauptthesen und Leitfragen des vorab verschickten Materials in 5-10 Minuten vor, es folgt die Diskussion.

      Die Teilnahme an dem Jungmitglieder-Treffen wird von der Mommsen-Gesellschaft durch die Übernahme der Übernachtungskosten bezuschusst. Falls Sie Interesse an einer Teilnahme am Jungmitglieder-Treffen haben, wird um eine Anmeldung bis zum 31.01.2025 bei Herrn Dr. Martin Lindner             (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) und mir (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) gebeten.

      Wenn Sie teilnehmen möchten und noch kein Mitglied der Mommsen-Gesellschaft sind: Als Doktorand:in der Altertumswissenschaften haben Sie jederzeit die Möglichkeit, bei uns Mitglied zu werden.

      Alle nötigen Informationen zur Beantragung einer Mitgliedschaft finden Sie unter:

      https://www.mommsen-gesellschaft.de/component/fabrik/form/2/

      Einen Einblick in die vielschichtige Nachwuchsförderung der Mommsen Gesellschaft können Sie hier gewinnen: https://www.mommsen-gesellschaft.de/foerderung

      Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

       

      Herzliche Grüße

      Victoria Macura

      Potsdam, den 19. November 2024

       

          

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Tagungen

    • Tagungen
    • Nov 28
      CONF:  19th Trends in Classics on “The Ages of Nero: Reality and Reception”

      Tagungen
      Donnerstag, 28. November 2024 18:49

      The Department of Classical Studies (Duke University), the Department of Classics (Oberlin College & Conservatory) and the Department of Classics (Aristotle University of Thessaloniki) announce the 19th Trends in Classics (an in-person event) to be held in Thessaloniki from May 22 to 24, 2025. The conference topic is:

      “The Ages of Nero: Reality and Reception”

      https://lit.auth.gr/research/conferences/trends-in-classics/19th_trends

      (Nero and his age continue to fascinate us. The past decade alone has seen two Companions, three major museum exhibitions, new excavations of the Domus Aurea, and several biographies that aim to shed new light on Rome’s notorious fifth emperor and the years 54-68 CE. It is also clear that the Age of Nero lived on well after the death of the man himself. In the centuries since his suicide in 68 CE, different groups of people have refashioned their own ideas of Nero or their own idea of the Age of Nero, from the Flavian reshaping of his memory and the Christian creation of the Nero Antichrist legend to the influence of Neronian authors on early modern poetics, the reclaiming of Nero in the late 19th century as a symbol of decadent masculinity, and Hollywood’s use of Nero as symbol of its own spectacular power. Perhaps it is time that we speak of Ages of Nero in the plural. This international conference brings together scholars from different academic disciplines to explore such Ages of Nero including the literature, philosophy, art and architecture of Nero’s principate as well as the reception of Nero and Neronian culture from antiquity to today.)

      The list of speakers is available online on the Department of Classics (AuTh) website via the link below:

      https://lit.auth.gr/research/conferences/trends-in-classics/19th_trends_speakers

      The conference is to be held in Auditorium 1 at KEDEA, September 3rd Avenue, University Campus, Thessaloniki:

      https://kedea.rc.auth.gr/info.html

       For further information or queries, please contact:

      Stavros Frangoulidis (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.)

       

      Looking forward to seeing you in Thessaloniki!

      The Organizing Committee

      Lauren Donovan Ginsberg (Duke University)
      Christopher Trinacty (Oberlin College & Conservatory)
      Antonios Rengakos (Aristotle University & Academy of Athens)
      Stavros Frangoulidis (Aristotle University)

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    • Tagungen
    • Nov 19
      Religion and Philosophy in Antiquity

      Tagungen
      Dienstag, 19. November 2024 18:12

      We inform you about the upcoming sessions of our SBL seminar, Religion and Philosophy in Antiquity, and to warmly invite you to attend the sessions taking place during the SBL/AAR Annual Meeting in San Diego, beginning this Friday.

      If you are unable to attend the meeting in San Diego, we would be delighted to welcome you to the corresponding SNTS seminar, Paul, John, Philosophy, and Patristic Reception, which will be held in Regensburg from 5th to 9th August 2025. Further details about the seminars can be found here.

      With best regards,
      The Co-Chairs of the SBL Seminar Religion and Philosophy in Antiquity
      Athanasios Despotis (Bonn)
      Isidoros Katsos (Athens)



      Religion and Philosophy in Antiquity / Pseudepigrapha

      1:00 PM to 3:30 PM
      11/23/2024
      Indigo 206 (Second Level)
      Notions of Freedom

      Rainer Hirsch-Luipold, Universität Bern - Université de Berne, Presiding

      Maren R. Niehoff, Hebrew University of Jerusalem
      Freedom in Epictetus and Philo of Alexandria (30 min)

      MARIA PAZARSKI, Supreme Ecclesiastical Academy of Athens
      Freedom in the Light of Philo of Alexandria in the Treatise "Περί του πάντα σπουδαίον ελεύθερον είναι" (30 min)

      Elsa Simonetti, École Pratique des Hautes Études
      Freedom and salus in Seneca (30 min)

      Grant Macaskill, University of Aberdeen
      Cosmogony, Astrology, and Determinism in 2 Enoch and Bardaisan of Edessa  (30 min)

       

      S24-242

      Religion and Philosophy in Antiquity
      1:00 PM to 3:30 PM
      11/24/2024
      11A (Upper Level West)
      Fresh Perspectives on Early Christianity and Cynicism

      Clare Rothschild, Lewis University, Presiding

      Travis R. Niles, Universität Bern - Université de Berne
      Jesus and the Cynics: Criticizing Conventional Religion (25 min)

       

      Roi Ziv, Hebrew University of Jerusalem
      “Become My Imitators”: Paul’s Cynic Philosophy of Education in 1 Cor 1–4 (25 min)

      Discussion (5 min)

      Nelida Naveros Cordova, Spring Hill College
      Law and Freedom: Similarities and Differences between Paul and Demetrius the Cynic (25 min)

      Discussion (5 min)

      Susan Prince, University of Cincinnati
      Anecdotes of Diogenes in Patristic Literature (25 min)
      Tag(s): 1 Esdras (Biblical Literature - Deuterocanonical Works)

      Discussion (5 min)

      Marius Timmann Mjaaland, University of Oslo
      Cynicism and Inner Freedom in Evagrios’ Theoria Physiké (30 min))

      S24-338

      Religion and Philosophy in Antiquity
      4:00 PM to 6:30 PM
      11/24/2024
      Grand D (Fourth Floor)
      Definitions of Superstition

      Athanasios Despotis, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Presiding

      Constantin-Daniel Cosereanu, University of Halle
      Criticism of Superstition in Seneca, Philo, and Clement of Alexandria (30 min)

      Martin Meiser, Universität des Saarlandes
      Deisidaimonia in Ancient Inter-religious Controversies and in Inner-Christian Parenesis (30 min)

      Rainer Hirsch-Luipold, Universität Bern - Université de Berne and Stefano De Feo, Universität Bern - Université de Berne
      Superstition and Eschatological Ideas in the Early Imperial Philosophy (30 min)

      S25-238a

      Religion and Philosophy in Antiquity / Biblical Exegesis from Eastern Orthodox Perspectives
      1:00 PM to 3:30 PM
      11/25/2024
      28A (Upper Level East)
      Divine Inspiration

      Leslie Baynes, Missouri State University, Presiding

      Lee McDonald, Acadia Divinity College
      The Notion of Inspiration in Classical, Hellenistic Jewish, and Early Christianity (25 min)

      Najeeb T Haddad, Notre Dame of Maryland University
      The Hellenistic Jewish Speculative Tradition: Philo, Paul, and Divine Inspiriation (25 min)

      Kampotela Luc Bulundwe, University of Geneva
      From Authors to Texts: Divine Inspiration (Θεόπνευστος) and the Formation of the Pauline Corpus (25 min)

      Isaac Hedstrom, Saint Louis University
      Scripture and the Divine Persons: Inspiration in Nyssian Apophatism (25 min)

      Hindy Najman, University of Oxford and Elizabeth Stell, Oxford University
      Pseudepigrapha and Inspired Aspirations (25 min)

      Brian Yong Lee, Loyola University of Chicago
      Philosophy, Hellenistic Judaism, and Inspired Interpretation in 1 Corinthians (25 min)

          

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    • Tagungen
    • Nov 18
      Der Hamburger Tag der Archäologie und Vortragsreihe

      Tagungen
      Montag, 18. November 2024 16:53

      Auch im kommenden Wintersemester findet wieder die gemeinsame Vortragsreihe der Vor- und Frühgeschichtlichen und der Klassischen Archäologie in Kooperation mit dem Hamburger Vorgeschichtsverein und Kalliope. Freundeskreis Klassische Archäologie e. V. statt.

      Die Vortragsreihe beginnt am Mittwoch, den 23. Oktober, um 18.15 Uhr mit dem Vortrag „A diachronic study of Cypriot metallurgy: from Chalcolithic to the Roman period.“ von Andreas Charalambous (Nicosia).

      Alle folgenden Vorträge finden ebenfalls mittwochs um 18.15 Uhr statt. Das vollständige Programm können Sie hier dem Flyer entnehmen.

      Der Hamburger Tag der Archäologie wird am Mittwoch, den 27. November stattfinden. Das Programm wird im Verlauf des Semesters veröffentlicht.

      Bitte beachten Sie, dass sofern nicht anders angekündigt, die Vorträge als Hybridveranstaltung im Raum 121 in der Edmund-Siemers-Allee 1 Flügelbau West (ESA W) und online via Zoom stattfinden. Für kurzfristige Änderungen besuchen Sie bitte die Homepages der ausrichtenden Institute.

      Die Zugangsdaten werden über den institutseigenen E-Mail-Verteiler versandt. Gäste sind herzlich willkommen und erhalten die Zugangsdaten sowie weitere Informationen auf Nachfrage über das gemeinsame Geschäftszimmer bei Angelika Wohlers: archaeologie.fb09@uni-hamburg.de.

       

       

       
       
          

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    • Tagungen
    • Nov 07
      WELTHERRSCHER UND/ODER TERRITORIALKÖNIGE: UNIVERSALISMUS UND REGIONALISMUS IN DEN HELLENISTISCHEN MONARCHIEN

      Tagungen
      Donnerstag, 07. November 2024 12:37

      WORLD-RULERS AND/OR
      TERRITORIAL KINGS:
      UNIVERSALISM AND REGIONALISM
      IN THE HELLENISTIC MONARCHIES

      Internationale Konferenz | International Conference
      28. - 30. November 2024
      PATRIZIA Forum (Gebäude I, Raum 1101)

      WORLD-RULERS AND/OR
      TERRITORIAL KINGS:
      UNIVERSALISM AND REGIONALISM
      IN THE HELLENISTIC MONARCHIES
      WELTHERRSCHER UND/ODER
      TERRITORIALKÖNIGE: UNIVERSALISMUS
      UND REGIONALISMUS IN DEN
      HELLENISTISCHEN MONARCHIEN
      Internationale Konferenz | International Conference
      28. - 30. November 2024
      PATRIZIA Forum (Gebäude I, Raum 1101)
      Gefördert durch
      Die Veranstaltung widmet sich der Untersuchung der komplexen Dynamik des hellenistischen Königtums, wie
      sie sich in seinem öffentlichen Bild widerspiegelt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die Herrscher zwischen
      universellen Ansprüchen auf Weltherrschaft und den politischen Realitäten der Regierung von Völkern mit
      starken regionalen oder ethnokulturellen Identitäten bewegten. Die Konferenz untersucht, wie Monarchen durch
      literarische Quellen, Kunst, Münzen und andere Medien dargestellt wurden und wie lokale Traditionen mit um-
      fassenderen imperialen Ambitionen verbunden wurden.
      Die Konferenz widmet sich der Untersuchung des Spannungsverhältnisses oder der Interaktion zwischen Univer-
      salismus und pragmatischem Regionalismus mit dem Ziel, zu bewerten, wie hellenistische Monarchen expansion-
      istische Ideologien mit der multipolaren Welt, in der sie agierten, in Einklang brachten. Zu diesem Zweck werden
      Forscher aus den Bereichen Alte Geschichte, Numismatik und Klassische Archäologie zusammengebracht, um
      die verschiedenen Ausdrucksformen königlicher Macht in den hellenistischen Königreichen zu untersuchen.

      This event will explore the complex dynamics of Hellenistic kingship as they are conveyed by its public image.
      It will focus on how rulers navigated between universal claims of world dominion and the political realities of gov-
      ernance of people with strong regional/ethnocultural identities. Topics will include the ways monarchs represented
      themselves through literary sources, art, coins, and other media, blending local traditions with broader imperial
      ambitions. By examining the tension or the interplay between universalism and pragmatic regionalism, the con-
      ference seeks to reassess how Hellenistic monarchs balanced expansionist ideologies with the multipolar world
      they operated in. This interdisciplinary meeting will bring together scholars from ancient history, numismatics, and
      classical archaeology, exploring the diverse expressions of royal power across the Hellenistic kingdoms.

      Tagungsprogramm /
      Conference Program

      Donnerstag / Thursday, 28. November 2024
      14:00 Begrüßung / Welcome Address
      INDTRODUCTION
      14:15 Thematische Einführung / Thematic Introduction
      Charalampos Chrysafis (Augsburg) / Eleni Fragaki (Paris)
      15:15 Hellenistic Universalism – Ten Years After
      Rolf Strootman (Utrecht)
      16:00 Pause / Coffee break

      SECTION I:
      POLITICAL, CULTURAL AND RELIGIOUS ASPECTS
      OF ROYAL (SELF)REPRESENTATION I.
      16:30 Alexander, Perdiccas, and Asia: Asserting Universalism
      and Regionalism in the Macedonian World Empire
      Julian Degen (Trier)
      17:15 Die Begegnungen von Mitgliedern hellenistischer
      Dynastien vom Jahr der Könige (306/5 v. Chr.)
      bis Pydna (168 v. Chr.). Konflikt oder Einklang mit
      der universalistischen Ideologie?
      Jan Wellhausen (Augsburg)
      18:00 Vom Räuberhauptmann und Piratenhäuptling zum
      König. Konfigurationen von Macht und Metamorphosen
      von Herrschaft – Überlegungen zur Monarchie im spät-
      hellenistischen Kleinasien und im Vorderen Orient
      Matthias Haake (Bonn)
      19:30 Abendessen / Dinner: Il Porcino Restaurant    

      Freitag / Friday, 29. November 2024
      SECTION II:
      POLITICAL, CULTURAL AND RELIGIOUS ASPECTS
      OF ROYAL (SELF)REPRESENTATION II.
      09:00 Hellenistische Dichtung zwischen Universalismus
      und Regionalismus. Kontexte und Perspektiven
      Gregor Weber (Augsburg)
      09:45 Exclusivity vs. Coexistence of Cultic Honours:
      Royal and Autonomous Cities, Local and Pan-Hellenic
      Sanctuaries, and the Arrival of Rome
      Stefano Caneva (Padova)
      10:30 Pause / Coffee break

      SECTION III:
      CASE STUDIES I: FROM THE AEGEAN TO ARMENIA
      11:00 The Two Faces of Antigonid Kingship: Archaeological
      and Historical Evidence in a Diachronic Perspective
      Francesco Ferrara (Rome)
      11:45 (Re)assessing Spartan Rule in the Hellenistic Period:
      From Local to Regional and Beyond
      Manolis Pagkalos (Zhejiang)
      12:30 Mittagspause / Lunch Break: Buffet
      14:00 Universal Against Better Judgement? Regionalism and
      Universalism in the ‘Minor’ Kingdoms of Asia Minor
      Christoph Michels (Münster)
      14:45 Empire and Regionalism in the Kingdom and
      Coinage of Tigranes II
      Achim Lichtenberger (Münster)
      15:30 Pause / Coffee break

      SECTION IV:
      CASE STUDIES II: EGYPT AND THE LEVANT
      16:00 La culture artistique de l’Alexandrie des Ptolémées:
      un exemple de glocalisation hellénistique
      François Queyrel (Paris)
      16:45 Cleopatra VII on Coins: A Calculated Performance
      Thomas Faucher/ Éphéline Bernaer (Alexandria/
      Montreal)
      19:00 Besuch des Augsburger Weihnachtsmarkts /
      Visit of Christmas Market Augsburg

      Samstag / Saturday, 30. November 2024
      09:00 Les manifestations architecturales de l‘idéologie
      royale nabatéenne: un anachronisme post Actium
      Laurent Tholbecq (Bruxelles)
      09:45 Judäa als Sonderfall? Die Bedeutung von Ethnizität
      und Regionalität für die Monarchie der Hasmonäer
      Andreas Hartmann (Augsburg)
      10:30 Pause / Coffee break

      SECTION V:
      CASE STUDIES III: CENTRAL ASIA AND INDIA
      11:00 Dizzy With Success: Hellenistic Baktria as an
      After-Imperial Space, or the Quest for Universal
      Rule From Sophytos to Demetrios
      Marco Ferrario (Trento)
      11:45 Hellenistic Kings in India Between Regionalism
      and Universal Rule
      Gunnar Dumke (Winterthur)
      12:30 Schlusswort / Final Remarks

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Workshops

    • Workshops
    • Okt 25
      Lunch Lectures on Ancient Sculpture – Workshop’s practices –

      Workshops
      Freitag, 25. Oktober 2024 11:25

       October 30th at 12:30
      “Einheitlich heterogen? Überlegungen zu handwerklichen und stilistischen Spezika einiger mittelkaiserzeitlicher Porträts”
      Thoralf Schröder
      (University of Cologne)

      November 27th at 12:30
      “Portrait Monuments from Hispania Tarraconensis: Preliminary
      Remarks on Technical Aspects”
      Elise Tacconi-Garman
      (University of Cologne)

      December 18th at 12:30
      “Process and sequence: tracing
      toolmarks on sculpture from Asia
      Minor”
      Ben Russell
      (University of Edinburgh)

      January 29th at 12:30
      “Pratiche artigianali delle botteghe
      di scultura greche dell’Egitto tolemaico”
      Elena Ghisellini
      (University of Rome Tor Vergata)

      February 26th at 12:30
      “The travertine sarcophagi at Hierapolis of Phrygia: Shapes, Decoration, and Display”
      Anna Anguissola
      (University of Pisa)

      The series will take place
      online and can be followed
      via the following link
      https://uni-koeln.zoom.
      us/j/99489083756?pwd=dTtjQZFPYan9XrSTlnv8FcSW3DcNQo.1 

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    • Workshops
    • Okt 19
      Religion on the Verge of Orality and Literacy

      Workshops
      Samstag, 19. Oktober 2024 11:47

      Hybrid Workshop (Wissenschaftsetage am Potsdamer Bildungsforum, Am Kanal 47, 14467 Potsdam / ZOOM)

      11.-13.12.2024

      Organisers: Sara Chiarini (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.); Jens Fischer (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) – please contact the organisers to get the Zoom link to join online

      Abstract

      For several decades, the study of the interaction between orality and literacy has proven to be a highly productive field in classical studies. In particular, the influential works of Thomas and Harris continue to spark lively debates in various branches of classical antiquity. Key questions that persist in these discussions revolve around: Who in ancient times possessed the ability to read and write? To what extent, and for what purposes, were these skills employed by the less privileged segments of society?

      Concurrently, our understanding of the multifaceted aspects of ancient religion continues to grow year by year. While earlier research primarily focused on state-sponsored religious practices and the role of various deities in the lives of powerful rulers, recent scholarship increasingly emphasizes the realm of private religious expressions among ordinary individuals.

      How did ordinary people go about their everyday religious rituals? Which deities did they worship, and what distinguished their religious practices? At the crossroads of these two areas lies a particularly intriguing and still relatively unexplored territory: the connection between orality, literacy, and the religious life of ordinary people.

      How did the acquisition of one of humanity's most fundamental cultural skills impact the realm of private religious belief and practice? And how can we make sense of such developments?

      This workshop aims to assess the respective impact of orality and literacy on private religious practices across different periods and areas of the ancient Mediterranean world. Additionally, we strive to better define the role of religion in the maintenance of oral traditions versus the propagation of writing habits in a variety of cultural contexts.

       

      Workshop Programme

      Wed, 11 Dec 2024

      13:30-13:45 Welcome and Opening Remarks

      13:45-14:30 Jens Fischer (University of Potsdam): When Apollo’s Voice Turned Into Religious Writings

      14:30-15:15 Attila Egyed (Eötvös Loránd University (ELTE), Budapest): The Voice of Orpheus Recorded in Writing. The Gold Tablets and the practice of inscribing a katabasis

      15:15-15:45 Coffee Break

      15:45-16:30 Rafał Matuszewski (Leiden University): The Spoken and Written Word in Greek Incubation Sanctuaries

      16:30-17:15 Krzysztof Bielawski (Jagiellonian University, Kraków): Sacrifice in the Shadow of Words

      17:15-18:00 Break

      18:00-19:00 Jörg Rüpke (Max Weber Centre, Erfurt): Changing religion by letters: Urban beginnings

      19:30 Conference Dinner

       

      Thu, 12 Dec 2024

      09:00-09:45 Rebecca Van Hove (University of Groningen): What does writing do to a votive object?

      09:45-10:30 Kim Beerden (Leiden University): “And now, put this in writing”. Textuality in the so-called confession inscriptions from Asia Minor

      10:30-11:00 Coffee Break

      11:00-11:45 Irene Polinskaya (King’s College London): Reflections on ancient Greek Curses: variations of dromena, legomena, and graphomena in time and place.

      11:45-12:30 Richard Gordon (Max Weber Centre, Erfurt): et a[d qu]em modum sal in [aqua liques]cet. Tracing orality in vernacular curse tablets in Latin

      12:30-12:45 Coffee Break

      12:45-13:30 Edward M. Harris (Durham University, University of Edinburgh): How to Read an Inscription about Greek Sacred Norms: The Role of Signs

      14:00   Lunch

      Visit of Sanssouci Park, the „Neue Palais“, and the Potsdam Christmas Market

      20:00   Dinner


      Fri, 13 Dec 2024

      09:00-09:45 Sara Chiarini (University of Hamburg): The logos to be spoken out and the logos to be written down in ancient recipes of private rituals. A statistical survey

      09:45-10:30 Jan Heilmann (Dresden University of Technology): Reading in Early Christianity. An overview with a problematisation of the category of orality

      10:30-10:45 Coffee Break

      10:45-11:30 Gabriella Gelardini (Nord University Bodø): When You Hear of Wars and Rumors of Wars (Mark 13:7)

      11:30-12:15 Angela Standhartinger (Philipps-University Marburg): The Materiality of Storytelling. Echoes of the Jewish and Christian Joseph in Late Antique and Early Modern Manuscripts

      12:15-12:30 Coffee Break

      12:30-13:15 Enno Friedrich (University of Rostock): Literary Offers of Christian World Relations for Ordinary Aristocrats in the Carmina of Venantius Fortunatus (ca. 530-600 AD)

      13:15-13:30 Closing remarks

       

          

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    • Workshops
    • Okt 09
      The Pergamon Micro-Region and Beyond“

      Workshops
      Mittwoch, 09. Oktober 2024 13:06

      TransPergMikro 2nd Milestone Workshop
      “Social Metabolism and Historical Human-Environment Interaction:
      The Pergamon Micro-Region and Beyond“

      Aims and direction:
      The 2nd milestone workshop of the interdisciplinary research project “The Transformation of
      the Pergamon Microregion between Hellenism and the Roman Imperial Period”
      (https://www.dainst.blog/transpergmikro/) will focus on the topic of social metabolism, i.e.
      the material and energy flows between natural space and society. Phenomena of social
      metabolism and its perception will be discussed for different areas such as nutrition,
      production, waste disposal, etc. The combination of speakers from the fields of archaeology,
      physical geography, building archaeology, classical philology, history, palaeoanthropology
      and social and economic geography is designed to ensure that the topic can be discussed on
      a broad theoretical and interdisciplinary basis. On the one hand, the results are to be
      incorporated into the further work of TransPergMikro in a formative way, on the other hand
      they are to initiate new collaborations and, above all, stimulate an even broader historical
      application of the concept of “social metabolism”. A roundtable discussion at the end
      provides the chance of a first critical reflection on the results of the workshop and on the
      second phase of TransPergMikro as presented in various papers, and will discuss some
      potential future directions.
      It is intended to publish the results in the same format as the 1st TransPergMikro Milestone
      Workshop: https://publications.dainst.org/books/dai/catalog/book/2106
      Date: Fr. 10th – Sat. 11th January 2025
      Place: Orient-Institut Istanbul
      Galip Dede Cad. No. 65
      Şahkulu Mah., Beyoğlu
      34421 Istanbul
      Program:
      Friday, 10.1.
      9:30 Felix Pirson – Brigitta Schütt – Thekla Schulz-Brize
      Welcome and Introduction TransPergMikro and Workshop
      1st Session “Social metabolism: Dimension and Perspectives“
      (Chair: Brigitta Schütt)
      10:00 Manuel González de Molina
      “The dynamics of historical agroecosystems: The drivers of intensification under organic
      metabolic regimes”
      10:30 Coffee Break
      11:00 Eberhard Rothfuß
      “Neither city nor countryside - The rural-urban interface as an ‘intrinsic socio-spatial
      context’”
      11:30 Gerrit Schenk – Rüdiger Glaser
      “’Fluvio-social metabolism’ as a bridging concept of medium range. On the interdisciplinary
      investigation of social relations to nature”
      12:00 Discussion
      12:30 Lunch Break
      2nd Session “Social Metabolism in the ancient Mediterranean: Practice and Perception”
      (Chair: Felix Pirson)
      14:00 Paul Pasieka
      “Roman agriculture in Italy: a socioecological perspective on microregions, specialisation, and
      integration”
      14:30 Jeroen Poblome
      “Cities and socioecological systems in the Roman world”
      15:00 Dominik Maschek
      “The ecological footprint of roman building projects: A valid Indicator of social metabolism
      and human-environment Interaction?”
      15:30 Coffee Break
      16:00 Chiara Thumiger
      “Roads, rivers, fields: ecological images of the body and its functions in Galen of Pergamon”
      16:30 Sabina Fiołna
      “Social network analysis of Roman provincial coinage - linking the micro-, and macro-
      perspectives on Anatolia”
      17:00 Discussion
      20:00 Conference Dinner
      Saturday, 11.1.
      3rd Session “Social Metabolism of the Pergamon Micro-region” Part 1
      (Chair: Thekla Schulz-Brize)
      09:00 Fabian Becker – Brigitta Schütt – Robert Busch ‒ Joris Starke
      “Roots to ruins: Environment perspectives on the social metabolism of the Pergamon micro-
      region”
      09:30 Wolf-Rüdiger Teegen
      “Humans and animals as agents of social metabolism – ancient Pergamon as an example”
      10:00 Bernhard Ludwig - Felix Pirson – Anneke Keweloh-Kaletta ‒ Mete Aksan – Güler Ateş - Philip
      Bes ‒ Berglind Hatje
      “The rural landscape and its role in the social metabolism of the Pergamon Micro-region:
      Challenges and perspectives of archaeological research”
      10:30 Coffee Break
      4th Session “Social Metabolism of the Pergamon Micro-region” Part 2
      (Chair: Victor Walser)
      11:00 Léa Geisler – Ulrich Mania – Ursula Quatember - Thekla Schulz-Brize
      “Planning, use and decline of urban spaces as elements of social metabolism in the Pergamon
      Micro-region”
      11:30 Nicole Neuenfeld
      “Rubbish heaps of history – The significance of waste and waste disposal in the Pergamene
      urban organism”
      12:00 Julian Laabs ‒ Fabian Becker ‒ Robert Busch
      “Exosomatic and endosomatic flows: Modelling Pergamon's social metabolism, review and
      prospects”
      12:30 Discussion
      13:00 Lunch Break
      14:30 Roundtable Discussion
      “Social metabolism as a bridge between ancient studies and contemporary challenges?”
      (Moderation: Marianne Braig)
      Manuel González de Molina, Dominik Maschek, Jeroen Poblome, Eberhard Rothfuß, Gerrit
      Schenk, Chiara Thumiger, Victor Walser
      to be followed by a plenary discussion
      16:30 Coffee Break
      Special session Archaeoseismology
      17:00 Mahmut Drahor ‒ Ökmen Sümer: “Active tectonics of western Anatolia, seismicity of the
      region and the impact of Earthquakes on archaeological sites in the context of
      archaeoseismology in western Türkiye”
      Organizational details
      Language: English
      Guests are invited to participate upon registration at: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
      The conference can be followed online. Please register in advance:
      https://dainst-org.zoom.us/meeting/register/tJEtdOuvqjMrE9IE4M9Lytc1QTTCc6sykFJx
      After registering, you will receive a confirmation email containing information about joining the
      meeting.    

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    Ausstellungen

      • Ausstellungen
      • Nov 21
        Uni Göttingen: Ausstellung "Antike im Blick"

        Ausstellungen
        Donnerstag, 21. November 2024 09:37
        Uni Göttingen: Ausstellung "Antike im Blick"

        260 JAHRE ARCHÄOLOGISCHE SAMMLUNGEN AN DER UNIVERSITÄT GÖTTINGEN

        Die Ausstellung endete offiziell am 7.7.2024, kann aber in leicht veränderter Form weiter besichtigt werden.


        Die Universität Göttingen verfügt über außergewöhnlich traditionsreiche und vielfältige archäologische Sammlungen. Wesentlich früher als an allen anderen Hochschulen wurde an der Georgia Augusta Archäologie gelehrt und mit dem Ankauf von plastischen Nachbildungen antiker Kunstwerke begonnen. Zu verdanken ist dies Christian Gottlob Heyne (1729-1812), der 1763 nach Göttingen kam und noch im gleichen Jahr das erste archäologische Studienobjekt erwarb. 1765 legte er den Grundstock für die Sammlung der Gipsabgüsse antiker Skulpturen, heute eine der größten Einrichtungen ihrer Art weltweit. 1767 hielt Heyne die erste Archäologie-Vorlesung, die an einer Universität angeboten wurde. 1773 begründete er das Münzkabinett der Universität.

        Karl Otfried Müller (1797-1840) schuf 1823 einen eigenen Antikensaal in der Paulinerkirche, in dem er alle archäologischen Lehrmittel zusammenfasste. Hier fand auch seine Vorlesung statt, aus der 1830 das epochemachende „Handbuch der Archäologie der Kunst“ hervorging. Auf einer Reise nach Italien und Griechenland erwarb Müller erstmals gezielt originale Antiken für die Universität. Seine Nachfolger bauten auf dieser Grundlage eine ansehnliche Sammlung auf, die einen guten Überblick über die verschiedenen Gattungen des Kunsthandwerks der Griechen, Etrusker und Römer gibt, aber auch ägyptische und altorientalische Werke enthält.

         Seit 1912 sind alle drei Sammlungen – Gipsabgüsse, antike Originalwerke und das Münzkabinett – in dem eigens für sie errichteten Gebäude am Nikolausberger Weg beheimatet.


        Archäologie ist eine Ding- und Bildwissenschaft. Das Sehen und der physische Kontakt mit den Gegenständen bilden ihre unverzichtbare Grundlage. Objektsammlungen waren daher ein wichtiger Faktor auf dem Weg der archäologischen Studien zu einem eigenständigen Universitätsfach. Die Ausstellung „Antike im Blick“ beleuchtet die Pionierrolle Göttingens in diesem Prozess und die 260-jährige Geschichte des archäologischen Sammelns anhand markanter Episoden und Exponate. Konzeption und Durchführung der Ausstellung beruhen wesentlich auf den Ergebnissen einer museumspraktischen Übung und auf der aktiven Mitarbeit engagierter Studierender.

        Zu sehen sind neben ausgewählten Stücken aus der Sammlung der Gipsabgüsse vor allem Objekte aus der Archäologischen Originalsammlung und dem Münzkabinett, die bisher nicht öffentlich zugänglich waren. Dazu gehören ein frisch restaurierter ägyptischer Mumiensarg, griechische Vasen, etruskische Bronzen, Funde aus Heinrich Schliemanns Troja-Grabung sowie hervorragende Kopien des berühmten Hildesheimer Silberfunds. Erstmals wird eine computeranimierte Rekonstruktion von Karl Otfried Müllers nicht mehr existierendem Antikensaal in der Paulinerkirche gezeigt.

        Plakat_Antike_im_Blick_14112023905x640px

        AUSSTELLUNG
        Nikolausberger Weg 15 . 37073 Göttingen
        Telefon: 0551 39-27502
        E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

        ÖFFNUNGSZEITEN
        Sonntags 11 bis 16 Uhr
        Die Ausstellung endete offziell am 7.7.2024, kann aber in leicht veränderter Form weiter besichtigt werden.

        Der Ausstellungsraum ist nicht barrierefrei zugänglich


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      • Ausstellungen
      • Okt 14
        Exposition: "En rouge et noir. Fragments peints de céramique grecque antique"

        Ausstellungen
        Montag, 14. Oktober 2024 16:17

         

        05.10.2024

        Flyer

        Vernissage:
        Lundi 14 octobre 2024, 18h30
        Collection des moulages, 10, rue des Vieux-Grenadiers, Genève
         

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      • Ausstellungen
      • Okt 09
        Antike, die unter die Haut geht

        Ausstellungen
        Mittwoch, 09. Oktober 2024 12:51

        Aktuelle Sonderausstellung

        Antikenmuseum Universität Leipzig

        Mit dem 08. Oktober 2024 eröffnet unsere neue Sonderausstellung "Antike, die unter die Haut geht".

        Wir freuen uns über Ihren Besuch der Ausstellung im Zeitrahmen vom 09. Oktober 2024 bis zum 23. Februar 2025 während unserer Öffnungszeiten!

        siehe: https://www.gkr.uni-leipzig.de/antikenmuseum/ausstellungen/aktuelle-sonderausstellung

            

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      • Ausstellungen
      • Jul 12
        Jubiläumsausstellung "VOR ORT - 150 Jahre DAI Athen" 

        Ausstellungen
        Freitag, 12. Juli 2024 12:15

        • Das Deutsche Archäologische Institut Athen lädt alle AltertumswissenschaftlerInnen, Studierende und Interessierte herzlich ein, sich während eines Aufenthalts in Athen die Jubiläumsausstellung "VOR ORT - 150 Jahre DAI Athen" (DAI Athen, Fidiou 1, 10678 Athen) anzusehen.
          Öffnungszeiten der Ausstellung:  Mo-Fr 09-16 Uhr und nach Vereinbarung,
          Gruppen und Führungen nur nach Voranmeldung über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
          Weitere Informationen unter https://www.dainst.org/veranstaltungen/%7Bslug%7D/175
            

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    Stellenangebote

      • Stellenangebote
      • Dez 04
        Universitätsassistent*in Praedoc im Bereich Antike Kulturgeschichte 

        Stellenangebote
        Mittwoch, 04. Dezember 2024 16:57

        40 Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät  

        https://jobs.univie.ac.at/job/Universit%C3%A4tsassistentin-Praedoc-im-Bereich-Antike-Kulturgeschichte/1148594701/

        Besetzung ab: 03.02.2025  | Stundenausmaß:  30,00  | Einstufung KV:  §48 VwGr. B1 Grundstufe (praedoc) 

        Stellen ID: 3188

         

         

        Ihr persönliches Wirkungsfeld:

        Ihr künftiger Arbeitsplatz ist das Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde, Papyrologie und Epigraphik der Universität Wien. Wir erforschen und vermitteln die Geschichte des antiken Mittelmeerraumes vom Einsetzen der schriftlichen Überlieferung bis zur Spätantike einschließlich der epochalen, kulturellen und geographischen Schnittstellen zu angrenzenden und nachfolgenden Völkern, Kulturen und Gesellschaften.

        Unser Institut, eingebunden in den Kontext der Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät, zeichnet sich durch hohe fachliche und methodische Vielfalt sowie Internationalität aus. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei traditionell auf der Nutzung von Primärquellen (antike Literatur, Inschriften, Papyri und Münzen) – und das in Forschung und Lehre.

        Die ausgeschriebene Stelle als Universitätsassistent*in Prae-Doc richtet sich an Althistoriker*innen mit einem Schwerpunkt auf der Kulturgeschichte.

        Neben eigenständiger Forschung im Fachbereich Antike Kulturgeschichte und der Abfassung einer facheinschlägigen Dissertation werden Sie auch Aufgaben in der althistorischen Lehre und in der akademischen Verwaltung des Instituts wahrnehmen. Bereitschaft zur inhaltlichen Mitarbeit an der MAPPOLA-Datenbank wird erwartet.

        Das machen Sie konkret:

        • Aktive Beteiligung an Forschung und Lehre (mit einem Schwerpunkt auf der antiken Kulturgeschichte) sowie Administration
        • Auf- bzw. Ausbau eines selbstständigen Forschungsprofils im Rahmen eines Dissertationsprojekts
        • Sie arbeiten an Ihrer Disseration und deren Fertigstellung, wobei wir einen Abschluss der Dissertationsvereinbarung in 12-18 Monaten erwarten
        • Mitarbeit an der MAPPOLA-Datenbank
        • Internationale Publikations- und Vortragstätigkeit
        • Selbständiges Abhalten von Lehrveranstaltungen im Ausmaß der kollektivvertraglichen Bestimmungen
        • Studierendenbetreuung
        • Mitwirkung in der Forschungs-, Lehr- und Institutsadministration, einschließlich im Bereich der regelmäßig vom Institut organisierten Publikations- und Vortragsaktivitäten

         

        Das gehört zu Ihrer Persönlichkeit:

        Notwendig:

        • Abgeschlossenes M.A.- oder Master-Studium in einem altertumswissenschaftlichen Fach, bevorzugt Alte Geschichte
        • Beherrschen des Lateinischen und Alt-Griechischen wenigstens auf Latinums- und Graecumsniveau, ausgezeichnete Englischkenntnisse, dazu wenigstens Lesefähigkeit in den weiteren facheinschlägig üblichen modernen Fremdsprachen
        • Sofern Deutsch nicht die Muttersprache ist: Nachweis von Deutschkenntnissen auf Level C1 oder Erklärung der Bereitschaft, entsprechende Sprachkenntnisse während der Anstellungsdauer zu erwerben

         

        Von Vorteil bei der Bewerbung:

        • Begeisterung für das Fach
        • Auslandserfahrung
        • Erfahrungen im Bereich der römischen Epigraphik, idealerweise Interesse an römischen Versinschriften

         

        Was wir bieten:

        Die Vertragsdauer bei Anstellung beträgt 4 Jahre. Zunächst befristet auf 1,5 Jahre wird das Dienstverhältnis automatisch auf 4 Jahre verlängert, wenn der Arbeitgeber nicht innerhalb der ersten 12 Monate eine Nichtverlängerungserklärung abgibt.

        Work-Life-Balance: Sie haben flexible Arbeitszeiten und können auch teilweise remote arbeiten.

        Inspirierendes Arbeitsklima: Sie sind Teil eines internationalen Teams mit hervorragender Forschungsinfrastruktur in einer angenehmen, inklusiven Arbeitsumgebung.

        Gute öffentliche Anbindung: Ihr neuer Arbeitsplatz ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln bequem erreichbar.

        Interne Weiterbildung und Coaching: Wir bieten Ihnen laufend die Möglichkeit, Ihre Kompetenzen zu erweitern und zu vertiefen.

        Faires Gehalt: Das Grundgehalt von EUR 3,578,80 (auf Basis Vollzeit) erhöht sich, wenn wir Berufserfahrungen anrechnen können.

        Gleiche Chancen für alle: Wir freuen uns über jede zusätzliche Persönlichkeit im Team!

         

        So einfach bewerben Sie sich:

        • Mit Ihrem wissenschaftlichen Lebenslauf / Letter of intent
        • Mit einer Skizze zu Ihren Forschungsinteressen (max. 1 Seite) und einem Dissertationskonzept (max. 4 Seiten)
        • Mit einem fachrelevanten, aus Ihren bisherigen Studienarbeiten ausgewählten Writing Sample (mind. 8, max. 12 Seiten)
        • Bescheid über abgeschlossenes Master-/Magister-/Diplom-Studium
        • Über unser Jobportal / Jetzt Bewerben - Button

         

        Bei inhaltlichen Fragen kontaktieren Sie bitte: 

        Peter Kruschwitz  

        Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

         

        Wir freuen uns über neue Persönlichkeiten in unserem Team! 
        Die Universität Wien betreibt eine antidiskriminatorische Anstellungspolitik und legt Wert auf Chancengleichheit, Frauenförderung und Diversität. Wir streben eine Erhöhung des Frauenanteils beim wissenschaftlichen und allgemeinen Universitätspersonal insbesondere in Leitungsfunktionen an und fordern daher qualifizierte Frauen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Bei gleicher Qualifikation werden Frauen vorrangig aufgenommen. 

         

        Universität Wien. Raum für Persönlichkeiten. Seit 1365.

         

        Datenschutzerklärung

        Bewerbungsfrist: 16.12.2024 

            

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      • Stellenangebote
      • Dez 03
        Lincoln Professorship of Classical Archaeology and Art

        Stellenangebote
        Dienstag, 03. Dezember 2024 12:31

        University of Oxford

        Faculty of Classics in association with Lincoln College

        Lincoln Professorship of Classical Archaeology and Art

        Pay Scale: Professor (A20)

        https://my.corehr.com/pls/uoxrecruit/erq_jobspec_version_4.display_form

        The Faculty of Classics and Lincoln College intend to appoint to the Lincoln Professorship of Classical Archaeology and Art with effect from 1 October 2025 or as soon as possible thereafter. The Lincoln Professorship is the most prominent professorship in the English-speaking world for research and teaching in the art and material culture of the ancient Greek and wider Eastern Mediterranean world. The Faculty welcomes applications from those with expertise in this broadly defined area.
        You should have a high international research profile and broad interests and sympathies in order to be able to contribute to and promote this increasingly interdisciplinary research field in Oxford. You will be expected to exercise academic leadership through your own research and teaching, by seeking research grants, by promoting a culture of obtaining research funding amongst colleagues and graduate students, and by building relationships with potential donors to Oxford Classics. You will supervise and give lectures and seminars for graduate students, and lecture for undergraduate courses in Classical Archaeology and Art, across a wide range of subjects in the discipline. You will also be expected to take a leading role in the ongoing efforts to diversify the Classics Faculty and its curriculum.
        This role is complementary to the Professorship of the Archaeology of the Roman Empire, which is concerned with the Roman world and with material culture, while the Lincoln Professorship is concerned with the Greek world, the eastern Mediterranean, and visual culture and representation. The Lincoln Professor also serves as the Curator of the collection of plaster casts of Greek and Roman statues and reliefs held by the Ashmolean Museum. The professor may put on exhibitions from time to time, and promotes and organises its use by the Classics Faculty and by others for instruction in classical art.
        The closing date for applications is 12:00 noon UK time on Monday 13 January 2025. Interviews are expected to be held in late February or early March. Informal enquiries are welcome and may be made in strict confidence to Professor Llewelyn Morgan, Chair of the Classics Faculty Board (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.<mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>).
            

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      • Stellenangebote
      • Dez 02
        2 Doctoral positions in Latin and Greek Literature

        Stellenangebote
        Montag, 02. Dezember 2024 15:35

        (1+3 years, SNSF Project 'CITE')

        The Department of Ancient Civilizations is home to all disciplines within the Faculty of Humanities and Social Sciences concerned with the ancient world (archaeology, history, literature). The Department invites applications for 2 Doctoral research positions in Latin and Greek Literature in the framework of the SNSF-funded research project CITE: Citation, Indirect Transmission, Exegesis. Modes of Reading in Antiquity, which will run jointly in Basel and Cambridge.
        The full-time positions will commence on 1 September 2025 or as soon as possible thereafter and will be available for four years (with a one year probation period). 
         
        Deadline for applications: 19 January 2025.
        Starting date: 1 September 2025 or as soon as possible thereafter.
         
         
        The project CITE
         
        Formed by two project groups in Basel and Cambridge, and led by specialists in Greek and Latin Literature and Ancient Philosophy (Prof. Cédric Scheidegger Laemmle, Basel; Prof. Richard Hunter and Prof. Gábor Betegh, Cambridge), the cross-disciplinary project CITE is dedicated to the study of the indirect transmission of ancient literature and philosophy, but shifts attention from textual problems to questions of meaning, interpretation and transmission history raised by the citing texts themselves. Comprising six case studies which together capture central forms of ancient reading practice across the full spectrum of literary, philosophical and technical writing, CITE seeks to contribute to our understanding of how ancient theories of reading and interpretation are applied and how they can be situated on a continuum of reading practices across interpretative and linguistic communities and entrenched boundaries of genre, language and discipline.
         

        Your position

        The successful candidates will work primarily with Prof. Scheidegger Laemmle and Prof. Hunter to study the citation and exegesis of poetry in the rhetorical tradition (PhD position 1) and of Roman drama in later antiquity (PhD position 2); it is expected that they will complete their PhD theses within the project's lifetime, with a view to revising it for publication. The doctoral researchers will contribute to the comparative study of the quotational and interpretative practices in Greek and Roman literature which will be a shared focus of all project members and take a full share in the project's workshops and conferences.

        Your profile

        Candidates are expected to have successfully completed an MA degree (or equivalent) in Classics / Latin and/or Greek Literature. An interest in the study of indirect traditions, ancient critical practice and textual transmission is desirable. Candidates will pursue a wide range of interests in Latin and Greek literature and value interdisciplinary approaches and dialogue with colleagues and students; ability to work collegially within an international team is essential. Proficiency in German and English is desirable.

        We offer you

        The Department of Ancient Civilizations offers a stimulating research environment in a friendly and open atmosphere. The post-holder will have an attractive office space with full access to the University's excellent infrastructure as well as the resources of the University Library and the departmental library, Bibliothek Altertumswissenschaften, a leading research library for the study of the ancient Mediterranean cultures and Graeco-Roman literature. They will be expected to enrol as PhD students with the University of Basel and to join the interdisciplinary Doktoratsprogramm der Basler Altertumswissenschaften. They will profit from regular interchange with the project teams both in Basel and in Cambridge. The Basel Department regularly hosts visiting scholars (e.g. through the Basel Fellowships in Latin Literature) and is a centre of scholarly exchange both nationally and internationally. The successful candidates will be offered an attractive remuneration package (salary, social benefits) in accordance with the guidelines of the University, with access to the University's rich programme of Continuing Education, Language Teaching and University Sports.

         Application / Contact
         
        Applicants should submit their complete application dossier (cover letter, CV, list of publications, relevant academic transcripts and diplomas) via the online application portal of the university by 19 January 2025 (see button below). Candidates should name two referees who could provide reference letters upon request. Applications not submitted via the online application portal of the university or incomplete applications will not be considered. Questions about the position may be addressed to Prof. Scheidegger Laemmle (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., academic enquiries) or our HR Team (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., formal/administrative enquiries).
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        www.unibas.ch
         

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      • Stellenangebote
      • Dez 02
        Postdoctoral position in Latin and Greek Literature

        Stellenangebote
        Montag, 02. Dezember 2024 15:32

        (4 years, SNSF Project 'CITE')

        The Department of Ancient Civilizations is home to all disciplines within the Faculty of Humanities and Social Sciences concerned with the ancient world (archaeology, history, literature). The Department invites applications for a postdoctoral research position in Latin and Greek Literature in the framework of the SNSF-funded research project CITE: Citation, Indirect Transmission, Exegesis. Modes of Reading in Antiquity, which will run jointly in Basel and Cambridge.
         
        The full-time position will commence on 1 September 2025 or as soon as possible thereafter and will be available for four years. 
         
        Deadline for applications: 19 January 2025.
        Starting date: 1 September 2025 or as soon as possible thereafter.
         
         
        The project CITE
         
        Formed by two project groups in Basel and Cambridge, and led by specialists in Greek and Latin Literature and Ancient Philosophy (Prof. Cédric Scheidegger Laemmle, Basel; Prof. Richard Hunter and Prof. Gábor Betegh, Cambridge), the cross-disciplinary project CITE is dedicated to the study of the indirect transmission of ancient literature and philosophy, but shifts attention from textual problems to questions of meaning, interpretation and transmission history raised by the citing texts themselves. Comprising six case studies which together capture central forms of ancient reading practice across the full spectrum of literary, philosophical and technical writing, CITE seeks to contribute to our understanding of how ancient theories of reading and interpretation are applied and how they can be situated on a continuum of reading practices across interpretative and linguistic communities and entrenched boundaries of genre, language and discipline.

        Your position

        The successful candidate will work primarily with Prof. Scheidegger Laemmle and Prof. Hunter to study instances of self-repetition and self-recapitulation across the full spectrum of literary, philosophical and technical writing, with a view to completing a monograph within the project's lifetime. The researcher will make a significant contribution to the comparative study of the quotational and interpretative practices in Greek and Roman literature which will be a shared focus of all project members. In addition, they will play an important role in mentoring PhD students and facilitating exchanges both within the project teams and beyond, not least by contributing to the organisation of workshops and conferences.

        Your profile

        Candidates are expected to have successfully completed their doctorate in Classics / Latin and/or Greek Literature. Experience in the study of indirect traditions, ancient critical practice and textual transmission is desirable. Candidates should have teaching experience and a strong publication record commensurate with the career stage. They will pursue a wide range of interests in Latin and Greek literature and value interdisciplinary approaches and dialogue with colleagues and students; ability to work collegially within an international team is essential.

        We offer you

        The Department of Ancient Civilizations offers a stimulating research environment in a friendly and open atmosphere. The post-holder will have an attractive office space with full access to the University's excellent infrastructure as well as the resources of the University Library and the departmental library, Bibliothek Altertumswissenschaften, a leading research library for the study of the ancient Mediterranean cultures and Graeco-Roman literature. They will profit from regular interchange with the project teams both in Basel and in Cambridge. The Basel Department regularly hosts visiting scholars (e.g. through the Basel Fellowships in Latin Literature) and is a centre of scholarly exchange both nationally and internationally. The successful candidate will be offered an attractive remuneration package (salary, social benefits) in accordance with the guidelines of the University, with access to the University's rich programme of Continuing Education, Language Teaching and University Sports.

         
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        Applicants should submit their complete application dossier (cover letter, CV, list of publications, relevant academic transcripts and diplomas) via the online application portal of the university by 19 January 2025 (see button below). Candidates should name two referees who could provide reference letters upon request. Applications not submitted via the online application portal of the university or incomplete applications will not be considered. Questions about the position may be addressed to Prof. Scheidegger Laemmle (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., academic enquiries) or our HR Team (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., formal/administrative enquiries).
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    Stipendien und Forschungspreise

      • Stipendien und Forschungspreise
      • Dez 04
        Internationale Stiftung Preis Balzan: Athenische Demokratie – neu betrachtet

        Stipendien und Forschungspreise
        Mittwoch, 04. Dezember 2024 16:51

        Die Stiftung Balzan schreibt einen Preis aus zum Thema :Athenische Demokratie – neu betrachtet.
        Siehe:
        https://www.balzan.org/de/balzan-preis/fachgebiete-und-kandidaturen

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      • Stipendien und Forschungspreise
      • Nov 30
        Early Career Award SAGW

        Stipendien und Forschungspreise
        Samstag, 30. November 2024 13:42

        Der Early Career Award SAGW (bis zur 28. Ausgabe «Nachwuchspreis der SAGW») wurde 1996 anlässlich des Jubiläums zum 50-jährigen Bestehen der SAGW ins Leben gerufen. Ziel des Preises ist die Förderung von Forscherinnen und Forschern in einer frühen Phase ihrer Karriere in den Geistes- und Sozialwissenschaften in der Schweiz. Der Preis zeichnet drei Artikel von herausragender Qualität aus, die in einem wissenschaftlichen Publikationsformat veröffentlicht wurden. Der mit insgesamt 18 000 Franken dotierte Preis wird alljährlich im Frühling an der Jahresversammlung der SAGW verliehen. Das Preisgeld wird in drei Preise aufgeteilt:

        • 1. Preis: 10 000 Franken
        • 2. Preis: 5000 Franken
        • 3. Preis: 3000 Franken

        Eine Kommission, die sich aus 13 Professorinnen, Professoren und Dozierenden der Geistes- und Sozialwissenschaften zusammensetzt, trifft die Wahl der Preisträgerinnen und Preisträger.

        Die Ausschreibung für den Early Career Award 2025 ist jetzt offen und läuft bis zum 2. Dezember 2024. Alle nötigen Informationen finden Sie auf dieser Webseite. Bitte beachten Sie, dass für diese Ausgabe ein neues Reglement gilt.

        https://www.sagw.ch/sagw/foerderung/early-career-award

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      • Stipendien und Forschungspreise
      • Nov 25
        Junior Research Fellowships 2025/26 (Arts, Humanities and Social Sciences)

        Stipendien und Forschungspreise
        Montag, 25. November 2024 15:26

        University of Oxford - Christ Church

        Junior Research Fellowships 2025/26 (Arts, Humanities and Social Sciences)

        Christ Church invites applications for up to two Junior Research Fellowships in the Arts, Humanities and Social Sciences from the subjects listed below, with effect from 1st October 2025 or as soon as possible thereafter.

          *   History
          *   Archaeology
          *   Music
          *   Geography
          *   Anthropology
        Junior Research Fellowships are fellowships for full-time research offered by Oxford colleges to early career researchers and provide an unrivalled opportunity to establish a research profile as a member of a collegiate community.
        The basic obligation of a Junior Research Fellow is to engage full-time in research and its dissemination in some branch of the Arts or Humanities. The successful candidate will be expected to propose, plan and manage a high-quality programme of original research, and publicise the outcomes of that research through presentation of papers and publications. The successful candidate will have a coherent plan of research for the duration of the appointment which can either be the further development of doctoral work or an entirely new area and which promises to make a valuable contribution to the candidate's field.
        This is a temporary, four year fixed-term position with a salary of £37,099 (National Spine Point 30) per annum (current rates).
        Further particulars, including instructions on how to apply, may be downloaded from https://www.chch.ox.ac.uk/vacancies. The deadline for applications is Monday 6 January 2025 at noon.
        Entry into employment with Christ Church and progression within employment will be determined only by personal merit and the application of criteria which are related to the
        duties of each particular post and the relevant salary structure. In all cases, ability to perform the job will be the primary consideration. No applicant or member of staff shall be discriminated against because of age, disability, gender reassignment, marriage or civil partnership, pregnancy or maternity, race, religion or belief, sex, or sexual orientation.


            

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      • Stipendien und Forschungspreise
      • Nov 25
        Basel Fellowships in Latin Literature

        Stipendien und Forschungspreise
        Montag, 25. November 2024 15:09

        The Department of Ancient Civilisations at the University of Basel, Switzerland, is pleased to invite applications for the fifth round of Basel Fellowships in Latin Literature. Generously funded by the PLuS Foundation Basel, the programme offers an opportunity for early career researchers as well as established scholars to pursue their research in Latin literature in the framework of a fully funded research stay of up to three months at Department Altertumswissenschaften. During their stay, Fellows are entitled to make full use of the excellent resources of the University Library as well as the departmental library, Bibliothek Altertumswissenschaften, one of the world’s leading research libraries for the study of the ancient Mediterranean cultures and Graeco-Roman literature.

        Closing date for Autumn Term 2024 and Spring Term 2025 (full term: 15 Sept – 19 Dec 2025 and 16 Feb – 29 May 2026 respectively) is 16 February 2025. Full details are available at https://daw.philhist.unibas.ch/en/latin-philology/research/basel-fellowships-in-latin-literature/. For enquiries please refer to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

         

        Basel Fellowships in Latin Literature

        Das Department Altertumswissenschaften der Universität Basel freut sich, die fünfte Runde der Basel Fellowships in Latin Literature auszuschreiben: Das von der PLuS Stiftung Basel grosszügig unterstützte Programm ermöglicht Early Career-Forscher/innen ebenso wie etablierten Wissenschaftler/innen einen voll finanzierten Studien- und Forschungsaufenthalt von bis zu 3 Monaten (mindestens 1 Monat) am Departement Altertumswissenschaften in Basel. Die Fellows verfolgen ein Forschungsprojekt auf dem Gebiet der lateinischen Literatur und profitieren dabei von den ausgezeichneten Ressourcen der Universitätsbibliothek und der Bibliothek Altertumswissenschaften, einer der weltweit führenden Forschungsbibliotheken auf dem Gebiet der antiken Kulturen des Mittelmeerraums resp. der griechisch-römischen Literatur.

        Die Bewerbungsfrist für das Herbstsemester 2024 respektive das Frühjahrsemester 2025 (Vor­les­ungszeit: 15.09. – 19.12.2025 respektive 16.02. – 29.05.2026) ist der 16. Februar 2025. Die vollständige Ausschreibung findet sich unter: https://daw.philhist.unibas.ch/de/latinistik/forschung/basel-fellowships-in-latin-literature/. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

         

            

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